Archiv der Kategorie: Medizin

Gut, dass es dich gibt!

Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus

Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus

Liebe Leute! Gestern ist mir etwas Aufregendes passiert. Ich darf mich zuerst vorstellen. Ich bin die Schwiegermutter des Fischers Simon Petrus. Gestern, am Sabbat war ich krank. Ich lag mit Fieber im Bett. Da kam der bekannte Rabbi Jesus aus Nazaret in unser Haus. Es ist ja nicht üblich, dass Männer mit uns Frauen reden. Aber er betrat mein Zimmer und schaute mich an. Er sagte: „Gut, dass es dich gibt!“ Da ging mir mein Herz auf. Als er meine Hand nahm, spürte ich eine wunderbare, warme Kraft von ihm ausgehen. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals. Er sagte: „Steh auf!“ Ich bemühte mich aufzustehen. Er half mir, mich aufzurichten. Ich stammelte „Danke!“ Da spürte ich, dass das Fieber mich verließ, und ging schnell in die Küche. Ich musste mich von der Aufregung erst erholen. Was ist mit mir geschehen? Nachdem ich mich beruhigte, begann ich, den Gästen das gewärmte Sabbatessen zu bringen. Ich musste diesen Jesus immer wieder anschauen. Es ist so gut, dass es ihn gibt!

Wer betet schläft besser

Beten vor dem Schlafengehen kann helfen besser ins Reich der Träume zu gelangen

Wer vor dem Zubettgehen betet, schläft danach besser und länger. Das ist eine weitere Erkenntnis aus dem kürzlich vorgestellten „Beurer Schlafatlas 2017“, die jetzt zusätzlich veröffentlicht wurde.
Aus: KNA, Bonn

Beitrag in Focus
Beitrag in KNA
Beitrag bei Idea
Beitrag bei NetMoms

Selbsttötung brutalisiert die Gesellschaft

kaktusblc3bcten-4.jpgLiebe Großmutter, was ist das für ein Leben, das du führen musst? Du kannst nicht mehr selbst einkaufen gehen, liegst nur mehr im Bett!  – So wird Druck ausgeübt auf die Pflegebedürftigen und ihnen indirekt das Recht abgesprochen, gepflegt zu werden. Es wird ihnen nahegelegt, Selbstmord zu begehen, damit sie den Familienangehörigen nicht zur Last fallen.

Von den Befürwortern der Euthanasie wird mit dem Grundrecht auf selbstbestimmtes Sterben argumentiert.  Aber kein Mensch hat ein Recht auf den Tod, auf die Auslöschung seiner Existenz. Niemand wurde gefragt, ob er gezeugt werden möchte. Ein Mensch hat weder das Recht, gezeugt zu werden, noch tot zu sein. Grundrechte sind Rechte, um ein menschenwürdiges Leben zu führen, nicht um ausgelöscht zu sein.

Der Grund, warum es sinnvoller Weise kein Recht tot zu sein gibt, liegt in der Brutalisierung der Gesellschaft. Durch das Töten von Menschen verwildert die Menschheit. Gift einnehmen ist eine Form von Gewalt. Leben wird vernichtet. Die Todesstrafe gehört deswegen abgeschafft, weil es die Gesellschaft brutalisiert. Gewalt ist ansteckend. Krieg ist ansteckend. Selbstmord ist ansteckend. Der Wert des Menschen wird bedeutungslos.  Legalisierte Selbsttötung brutalisiert die Gesellschaft.  Die Selbstmordattentate der Islamisten reißen andere in den Tod. Die Selbsttötungen in Holland, Belgien und der Schweiz traumatisieren die Angehörigen und stecken sie mit der Gewalttätigkeit an. Wer Selbsttötung legalisiert, betreibt einen Dschihad gegen das Leben. Die Suizid-Dschihadisten errichten eine Kultur des Todes.

Die Suizid-Dschihadisten argumentieren, dass es unheilbare Schmerzen gäbe, die nicht behandelbar wären. Dabei ist die Schmerztherapie gerade dabei, auch die schlimmsten Schmerzen zu behandeln. Es geht ihr um körperliche, seelische und soziale Behandlungen, die schon sehr ausgereift sind. Die Schmerztherapie behandelt Patienten mit angepassten Analgetika (Opioide u.a.)  in Verbindung mit verschiedenen Therapieformen (Physiotherapie, Massage, Psychotherapie,  Akupunktur u.a.) schon sehr wirksam. Ärzte haben die Aufgabe, Leben zu retten und Leiden zu lindern. Ärzte haben nicht den Auftrag, Menschen auszulöschen.  Die Beihilfe zum Selbstmord brutalisiert Ärzte, Angehörige und die Gesellschaft.

Mahatma Gandhi, die große Seele, hat sich gegen die Gewalt mit der Kraft der Wahrheit, der Liebe und vielen gewaltfreien Mitteln eingesetzt. Gewalt gegen sich selbst ist ein Irrweg. Pflegebedürftige Menschen brauchen Liebe, Zärtlichkeit und gute Begleitung.

Unser Körper ist heilig

Im MohnfeldWir Menschen sind mit unserem Körper ein Teil der lebendigen Natur dieser Erde. Er arbeitet und bewegt sich unbewusst. Das Herz schlägt und Lunge und Brust atmen ohne dass wir es steuern müssen. Der KÖRPER speichert Erlerntes wie Gehen, Reden, Radfahren oder Schwimmen ab, das schnell präsent ist. Alles, was wir mit unserem Körper erlebt haben, ist nach katholischer Auffassung im Himmel aufgehoben. Dies wird zum Unterschied vom Körper LEIB genannt. Die SEELE ist die unsichtbare Seite des Körpers. Sie ist für die Bewegung, die Gefühle, die Träume und die Reaktionen auf die Umwelt zuständig. Die Gedanken, die Sprache; der Verstand und die Ideen eines Menschen sind hingegen sein GEIST. Seele und Geist zusammen sind die unsichtbare Geistseele des Menschen. Auch sie wird für immer bei Gott aufgehoben. Nach dem Tod kommen alle Menschen ohne den verwesenden Körper (Leiche), aber mit Leib und Seele zu Gott. Die katholische Christenheit glaubt, dass der Leib jedes Menschen ein Tempel des Heiligen Geistes sein kann. Dieser Gottesgeist heiligt den Leib und die Seele des Menschen, wenn Menschen ihn in ihr Herz aufnehmen.

Heilt Gott den Bluthochdruck?

Bei essentiellem Bluthochdruck ist keine organische Ursache erkennbar. Der Vater der psychoanalytischen Psychosomatik, Franz Alexander nimmt Formen der Beziehungsstörung für diese Krankheit wahr: Die Wünsche nach Abhängigkeit und Zuwendung werden abgewehrt, weil die Betroffenen erfahren haben, dass die wichtigen Personen nicht vorhanden sind. Es fehlt die Zuversicht bezüglich der Verfügbarkeit ihrer Du-Person. Die Betroffenen wehren ihre Wünsche nach Hingabe und sich Verlieben ab, und der Konflikt sinkt ins Unterbewusste ab. Er manifestiert sich nach dem Psychosomatiker Thure von Uexküll in den Bereitstellungskrankheiten wie essentieller Bluthochdruck, wodurch der Körper als Rahmen für den Schauplatz des Konfliktes dient. Die Lösung des Konfliktes zwischen Wunsch nach Hingabe und Abwehr aus Enttäuschung muss zugunsten der Hingabe entschieden werden.
Sigmund Freud legt eine Spur, wenn er in seinem Narzissmusaufsatz 1914 über den Zustand der Verliebtheit schreibt: „Die Emanationen der Libido, die Objektbesetzungen, die ausgeschickt und wieder zurückgezogen werden können, wurden uns allen auffällig. Wir sehen auch im groben einen Gegensatz zwischen der Ichlibido und der Objektlibido. Je mehr die eine verbraucht, desto mehr verarmt die andere. Als die höchste Entwicklungsphase, zu der es die letztere bringt, erscheint uns der Zustand der Verliebtheit, der sich uns wie ein Aufgeben der eigenen Persönlichkeit gegen die Objektbesetzung darstellt und seinen Gegensatz in der Phantasie (oder Selbstwahrnehmung) der Paranoiker vom Weltuntergang findet.“
Sich in eine Person zu verlieben, die diese „Objektbesetzung“ solide durchhält und die liebende Person nicht enttäuscht, wäre eine mögliche Lösung. Gott wäre so ein „Du“, das in der jüdisch-christlichen Religion die Treue hält.
Es gibt einige Liebeserlebnisse Gott gegenüber, die heilsame Erfahrungen auslösen können:
Nikolaus von der Flüe: Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.
Theresa von Avila: Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken. Alles geht vorüber. Gott allein bleibt derselbe. Alles erreicht der Geduldige, und wer Gott hat, der hat alles Gott allein genügt.
John Henry Newman: O Herr, ich gebe mich ganz in deine Hände. Mache mit mir, was du willst. Du hast mich für dich geschaffen. Ich will nicht mehr an mich selber denken. Ich will dir folgen. Was willst du, dass ich tun soll? Geh deinen eigenen Weg mit mir. Was du auch forderst, ich will es tun.
Charles de Foucauld: Mein Vater, ich überlasse mich dir, mach mit mir, was dir gefällt. Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir. Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an. Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt und an allen deinen Geschöpfen, so ersehne ich weiter nichts, mein Gott. In deine Hände lege ich meine Seele; ich gebe sie dir, mein Gott, mit der ganzen Liebe meines Herzens, weil ich dich liebe, und weil diese Liebe mich treibt, mich dir hinzugeben, mich in deine Hände zu legen, ohne Maß, mit einem grenzenlosen Vertrauen; denn du bist mein Vater.
Ignatius von Loyola: Nimm hin, o Herr, meine ganze Freiheit. Nimm mein Gedächtnis, meinen Verstand, meinen ganzen Willen. Was ich habe und besitze hast du mir geschenkt. Ich stelle es dir wieder ganz und gar zurück
und übergebe alles dir, dass du es lenkest nach deinem Willen. Nur deine Liebe schenke mir mit deiner Gnade, und ich bin reich genug und suche nichts weiter.
Sich in den christlich-jüdischen Gott verlieben ist abenteuerlich. Ob es langfristig den Blutdruck senkt, ist zu erproben. Es macht jedenfalls Lust auf Leben, Liebe und Hingabe – alles Zeichen für Heilung.

Literatur:
Franz Alexander, Psychosomatische Medizin. Grundlagen und Anwendungsgebiete. De Gruyter, Berlin 1951
Sigmund Freud, Zur Einführung des Narzißmus
(1914): Ges. W. Bd. X, Seite 141
Thure von Uexküll: Grundfragen der psychosomatischen Medizin. Reinbek bei Hamburg 1963
Nikolaus von der Flüe
Theresa von Avila

John Henry Newman
Charles de Foucauld
Ignatius von Loyola
„More of you“ by Deborah Ann