Archiv der Kategorie: Kunst

„Verspottung Christi“ für 24 Millionen Euro versteigert – katholisch.de

Cimabues Meisterwerk erzielt das Sechsfache des Schätzpreises

Quelle: „Verspottung Christi“ für 24 Millionen Euro versteigert – katholisch.de

Rettendes Erinnern | Literaturnobelpreis für Peter Handke | Christ in der Gegenwart

In der Würdigung Peter Handkes anlässlich der Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis ist in den Medien vieles gesagt und geschrieben worden, die religiöse Dimension seines Werkes ist jedoch wenig bis gar nicht angeklungen.

Der Literaturnobelpreis für den österreichischen Schriftsteller Peter Handke ist politisch umstritten, literarisch jedoch erfreulich. Die Schwedische Akademie hat in den Äußerungen des Schriftstellers zum serbischen Nationalismus keinen Hinderungsgrund gesehen. Damit hat sie eine Schattenlinie übersprungen. Kann man einen Autor ehren, der öffentlich seine Sympathien für den Serbenführer Milošević äußerte? Auf die Hinterbliebenen der Opfer von Srebrenica muss die Preisverleihung verstörend wirken. Das schwarze Loch des Verstehens bleibt, es kann nicht vertuscht werden. Es ist Anstoß, vertieft darüber nachzudenken, in welchem Verhältnis Literatur und Politik bei Handke zueinander stehen.

Verstörend sind aber auch Stimmen im Literaturbetrieb, die nicht ohne ein Quentchen Schadenfreude die politisch brisanten Äußerungen Handkes ins Schaufenster stellen, als sei das die Lizenz, sich nicht näher mit dem vielschichtigen und bedeutenden Werk des Dichters zu befassen. Sie schließen offensichtlich aus, dass sich Handke, in dessen Poetik „Wandlung“ ein Schlüsselbegriff ist, selbst noch einmal wandeln könnte. Botho Strauß hat recht: Peter Handke ist „der sprachgeladenste Dichter seiner Generation“. Seine Kunst der Wirklichkeitsverdichtung, die verwandelnde Kraft seiner Sprache sind in der deutschen Literatur ohne Vergleich.

Quelle: Literaturnobelpreis für Peter HandkeRettendes Erinnern | CHRIST IN DER GEGENWART

Photo: Wikpedia

Family Matters im Dommuseum Wien

Located in the heart of Vienna, facing St. Stephen’s Cathedral, Dom Museum Wien presents the historic treasures of the cathedral, as well as highlights of modern and contemporary art.

Quelle: Dom Museum Wien HOME

Beziehungen zwischen Familienmitgliedern prägen unser Leben, heute wie damals. Ausgehend von dem Wandel, den der Begriff Familie durchlebt, geht die Ausstellung der Frage nach, wie sich die unterschiedlichen Familienkonstellationen, ihre Bedingungen und Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft in der Kunst spiegeln. Von der Ein-Eltern-Familie über Sippenverbände bis zu „gewählten“ Familien zeigt sich durch die Epochen und in unterschiedlichsten Medien – Plastik, Grafik, Malerei, Fotografie und Videokunst – ein vielschichtiges Bild von dem, was Familie sein kann. Dabei steht die innere Dynamik der zwischenmenschlichen Beziehungen im Vordergrund. Nähe und Konflikte können an feinen, innerbildlichen Nuancen abgelesen werden. Auch gesellschaftspolitische oder ökonomische Zusammenhänge erschließen sich durch die Art der Repräsentation der Individuen in der Gruppe, durch ihr Umfeld oder ihre Haltung.

Kunsthistorische Leihgaben aus nationalen und internationalen Museen und Sammlungen, ausgewählte Objekte aus dem Bestand des Museums Avantgarde-Werke aus der Sammlung Otto Mauer, Arbeiten jüngster Otto-Mauer-PreisträgerInnen sowie Neuankäufe, Schenkungen und künstlerische Interventionen treten hier miteinander in Dialog.

350.000 Besucher bei der „Langen Nacht der Kirchen“ in Österreich

In 650 Kirchen, Klöstern und Pfarrzentren in ganz Österreich gab es in der Nacht Lesungen, Tanz und Konzerte. Die Besucher konnten bei freiem Eintritt aus mehr als 2700 Einzelveranstaltungen wählen. Ich war in St. Josef ob der Laimgrube, Wien und habe junge Musikerinnen und Musiker gehört. Lucy Zhao zupfte wunderbar die Schalenhalslaute, das Xylos Duo spielte großartig Zoltan Kodály, der Chor Agua Voigas sang Lustiges und  Romantisches von Hubert von Goisern bis John Dowland.
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Die Presse
Kathpress
Lange Nacht der Kirchen

 

Göttlicher Tanz der Dreifaltigkeit

Gott besucht zu dritt Abraham. Bild von Andrei Rubljow (etwa 1411)

Gott besucht zu dritt Abraham. Bild von Andrei Rubljow (etwa 1411)

Ich erinnere mich noch gut an eine Schülerin, deren Vater bei den Zeugen Jehovas war. Sie behauptete, dass in der Bibel nichts davon steht, dass Jesus auch Gott sei. Auch ein Freund vermutete, dass man das nicht in der Bibel findet. Das Evangelium zum Sonntag spricht da eine andere Sprache. Anders als Moses wurde Jesus vor ihren Augen verwandelt; seine Kleider wurden strahlend weiß, so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann. Aus der Wolke rief eine Stimme: „Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.“ Das ist einer der vielen Hinweise, dass Jesus Gott ist. Als Büchernarr habe ich mir heute das neue Buch von Richard Rohr „Der göttliche Tanz“ gekauft. Er erinnert an die Wüstenväter, die die Dreifaltigkeit als Kreistanz der Liebe beschreiben. Dieser Tanz ist voll von liebevollen Begegnungen von Vater, Sohn und Heiligem Geist. Ich glaube, dass wir in diese Liebesbeziehungen kommen, wenn wir unser Herz öffnen – und dann endgültig, wenn wir sterben.

Ach wie schön ist El Greco!

Navid Kermani: Die göttliche Wahrheit erfahren wir in Momenten höchster Verzückung und Not.

Religion verortet Kermani in der Ethik und der Ästhetik.