Archiv der Kategorie: Vertrauen

Er ist uns ganz, ganz nahe

Mein Staunen

Staunen und Freuen

Ich staune, dass Gott uns so nahe ist und dass er in allem, was existiert, anwesend ist. Ich staune über die Bäume, wie sie wachsen und Blätter hervorbringen, ich staune über die Hummeln, die in die Blüten kriechen. Ich staune über das Universum mit den Milliarden Galaxien und Sternen. Ich staune über uns Menschen, die wir seit tausenden von Jahren ein Bewusstsein entwickelt haben und uns mit anderen unterhalten können. Ich staune auch darüber, dass ich lebe und lebendig bin.

Meine Freude

Ich freue mich, dass es einen Gott gibt, der so wie wir fühlen, sehen, hören und sich auf seine Weise mitteilen kann. Ich fühle mich geborgen und danke ihm, dass er uns alle in seinem Gnadenstrom beschenkt. Wo ich auch gehe, er ist immer da. In den kleinsten Molekülen und Atomen kommt er mir entgegen. In jedem Menschen, dem ich begegne, ahne ich seine Gegenwart. In der Luft, die ich einatme, ist sein Windhauch. Es ist herrlich, wenn wir Menschen uns zuhören und verstehen. Da hilft Gottes Geist, der Kommunikation und Kommunion herstellt. Gott hält liebevoll in einem großen Rahmen alles zusammen, damit alles, was existiert, Sinn gibt. Danke, Gott!

Mit erhobenem Kopf

Jesus bringt seine Botschaft von der Liebe Gottes zu den Armen. Sie sollen ermutigt werden, mit erhobenem Kopf durch die Welt zu gehen. Auch den Schwarzen sagt Jesus: „Fürchtet euch nicht vor den anderen, bei euch sind sogar die Haare auf dem Kopf von Gott gezählt.“ Black lives matter.

Du kannst es!

Ich staune über den Menschen, der so stark in Gott verwurzelt ist, dass er sagen kann: „Mit meinem Gott überspringe ich Mauern“ (Psalm 18,30b). Ich würde diesen starken Glauben gerne selbst haben. Dass der eiserne Vorhang fiel, das war lange nicht denkbar. Trotzdem ist das kommunistische System zusammengebrochen. Vielleicht hat Gottes Hilfe doch eine Rolle gespielt. Man kann ja nicht wissen, welche verschlungenen Wege Gott geht. Vielleicht können wir mit ihm zusammen mehr, als wir glauben. Ich höre viele sagen: „Das kann ich nicht. Wenn mich dieser Schicksalsschlag trifft, könnte ich es nicht aushalten.“ Jesus sieht das anders: „Wenn dein Glaube nur ein ganz kleines Senfkorn ist, dann kannst du es! In der Beziehung zu Gott sag zu diesem Berg: „Rück von hier nach dort!“ und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein“ (Matthäus 17,14-20). Ein Mädchen aus Schweden, Greta Thunberg krempelt die Stimmung in der Klimakrise um. Wenn sie gesagt hätte „Ich kann das nicht“ wäre nichts passiert. So ist es auch bei Jesus. Wenn er gesagt hätte „Ich kann nicht nach Jerusalem gehen“ wäre nichts passiert. So aber hat er sich ganz in die Hände seines himmlischen Vaters begeben können. Das ist Glauben. Aber noch größer ist die Liebe, sagt ein urchristliches Lied (1Korinther 13,13). Die Liebe zum Vater machte es für Jesus möglich, diesen Weg der schmerzhaften, aber siegreichen Liebe zu gehen.

Stress oder Liebe?

Dreifaltige LiebeIn den 10 Tagen der Meditation in Irdning brannten am Altar drei Kerzen: Sie waren für uns Zeichen der dreifachen Liebe, der Liebe zu Gott, der Liebe zu den Mitmenschen und der Liebe zu uns selbst. Diese dreifache Liebe ist eine Antwort auf eine größere Liebe. Sie ist größer, als ich mir vorstellen kann. Ich glaube und vertraue, dass es der Grund unseres Lebens ist, der diese Liebe schenkt. Er gibt mir Grundvertrauen, sodass ich frei leben kann.

Soziale Sicherheit und Verankerung

Auch frei von krankem Stress. Er liebt uns alle. Niemand soll ausgeschlossen sein. Ein Bekannter will Hochzeit feiern und lädt eine Person nicht ein, die ihn auch nicht zu deren Hochzeit eingeladen hatte. Nicht immer kann man alle einladen. Wir waren vor einer Woche bei einer goldenen Hochzeit mit über 100 Gästen, bei der auch Obdachlose von einem Caritaszentrum eingeladen waren. Wir fanden das beachtlich. Nicht nur die Arbeitswelt kann Stress erzeugen, auch die Obdachlosigkeit macht wegen der Unsicherheit Stress. Soziale Absicherung und Verankerung in Gott machen hingegen ruhig. – Da fällt mir ein: Ich habe mich heute gefreut, als ein Nachbar mir geholfen hat, die hohen Sträucher zu schneiden. Bin ich froh, dass es das in unserer Welt gibt!