Archiv der Kategorie: Gott

Ein Leben auch nach dem Tod

Der reiche Jüngling fragt Jesus nach dem ewigen Leben.

Der reiche Jüngling fragt Jesus nach dem ewigen Leben.

Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Das fragt ein reicher Mann den Lehrer aus Nazaret. Wenn jemand Gutes tut, kommt er dann in den Himmel? Ist das wie bei einem Vertrag? Ich gebe Gott gute Taten und er gibt mir das ewige Leben im Himmel. Das ist wie ein Automat, wie der Karma-Mechanismus in Indien. Ich frage mich, ob das bei Gott, der über allem steht, auch so ist. Ich glaube nicht, dass er einen Automaten hat.
Jesus zeigt es mir: Bei Gott geht es um Beziehung, speziell um eine ungleiche Beziehung. Es ist eine Form von Liebe, die anders ist als Liebe unter Menschen. Dieser Gott, der alles geschaffen hat, schenkt mir seine Liebe ohne zu sagen, warum. Er schenkt mir Augenblicke der Freude und der Freiheit ohne dass ich ihm etwas dafür gegeben habe und ohne dass ich ihm etwas dafür im Nachhinein geben muss. Das ist seine Art der Liebe. Eine starke Sache!

Habe ich Angst?

450px-The_ScreamDie Angst begleitet mich mein Leben lang. Es ist nicht die Angst, die mich dazu bringt, im Straßenverkehr vorsichtig zu sein. Es ist die existenzielle Angst, die Angst vor der Verurteilung. Ich hatte in meiner Jugend eine Panikattacke, als ich in einem Bus die vielen Menschen sah, die mich verurteilen könnten. Ich habe Gott im Vater Unser angerufen. Er hat geholfen. Es gibt viele gute Erfahrungen gegen Panikattacken, eine davon ist sicher, wenn man sein Herz Gott öffnet.

Der unsichtbare Gott und seine Ersatzkörper – katholisch.de

Wie Medien den Monotheismus groß machten.

Wie konnte sich der Monotheismus durchsetzen? Birgt diese Form der Religion auch Gefahren? Und welche Vaterunser-Bitte wird tatsächlich fehlinterpretiert? Antworten gibt Eckhard Nordhofen. Ein Interview.

Sprache, Bilder, Schrift: Seit jeher ist die Geschichte der Religionen immer auch eine Geschichte von Medien gewesen. Die wechselnden Medien wurden zu Körpern der eigentlich körperlosen Götter, genauer zu „Ersatzkörpern“ – lateinisch: „Corpora“. Diesen Titel trägt auch das neue Buch von Eckhard Nordhofen, in dem der Philosoph und Publizist die Geschichte der „Gottesmedien“ rekonstruiert. Im katholisch.de-Interview spricht Nordhofen über die Entstehung des Monotheismus, das Gefahrenpotenzial des Ein-Gott-Glaubens, den entscheidendsten Medienwechsel der Menschheitsgeschichte und die Fehlinterpretation einer Vaterunser-Bitte.

Quelle: Der unsichtbare Gott und seine Ersatzkörper – katholisch.de

Paul McCartney: „Ich habe Gott gesehen“ – religion.ORF.at

Paul McCartney glaubt an die Existenz eines höheren Wesens. Er habe während eines Drogentrips vor vielen Jahren eine besondere Begegnung gehabt, sagte der 76 Jahre alte Ex-Beatle der Londoner „Times“ (Sonntag-Ausgabe).

Quelle: Paul McCartney: „Ich habe Gott gesehen“ – religion.ORF.at

Brot und Fisch als Appetitanreger

Sucht und Langeweile ohne GottAls Kind las ich gerne ein Mecki-Buch vom Schlaraffenland, in dem man Köstliches essen konnte.
Hoffmann von Fallersleben schreibt in seinem Gedicht „Vom Schlaraffenlande“: Ja, das mag ein schönes Leben und ein herrlich Ländchen sein! Mancher hat sich hinbegeben, aber keiner kam hinein.
Ja, und habt ihr keine Flügel, nie gelangt ihr bis ans Tor, denn es liegt ein breiter Hügel ganz von Pflaumenmus davor. – Ins Schlaraffenland ist in dieser Version noch niemand hineingekommen und wenn, wäre es ein Land der Süchte und der Langeweile.
Bei Jesus konnten die hungrigen Menschen einmalig Brot und Fisch essen so viel sie wollten. Das war für Jesus der Appetitanreger für mehr.
Er zeigt den Hunger nach Gott.

Heilung durch Beziehung

Um_ein_Wunder_beten1Im Fußball geschehen Wunder. Ein erlösendes Tor in der 95. Minute. Auch im Leben geschehen Wunder. Ich liebe es, den Ereignissen Gottes nachzugehen. Dass Gott unser Universum mit einem Urknall erschuf ist nicht das einzige Wunder. Unsere moderne Naturwissenschaft mit Physik, Mathematik und Biologie eröffnet uns eine Welt, die sehr beweglich und dynamisch ist. So ist auch das Handeln von Gott sehr beweglich und dynamisch. Gott, so können wir denken, handelt im Jetzt. Es sind überraschende Ereignisse möglich. Bei Jesus sehen Blinde, gesunden Kranke, werden Tote lebendig und gehen Lahme. Er erklärt das mit dem Glauben und der Gottesbeziehung der Menschen: „Dein Glaube hat dir geholfen.“ Gott, so meine Überzeugung, kann heilen, wenn Menschen in der Beziehung zu Gott leben. Ich habe in meinem Leben schon sehr viele heilende Geschenke von Gott bekommen, sodass ich ihm sehr dankbar bin. Ich weiß nicht, vor welchen Krankheiten er mich schon bewahrt hat. Gewisse Heilungen sind nicht möglich. Sie sind anscheinend gegen die Logik des Universum. Vielleicht sind manche Handlungen Gottes gegen die Freiheit von uns Menschen, sodass Gott sie unterlässt. Meine Krankheiten sind mir jedenfalls oft ein Zeichen, dass unsere letzte Heimat nicht auf dieser Erde, sondern bei Gott ist.

Gott handelt

Gott lässt sein Reich unter uns wachsen

Gott lässt sein Reich unter uns wachsen

Eine Frau besucht regelmäßig ihre Großmutter. Alle um sie herum bewundern sie, wie sie sich für ihre Großmutter einsetzt. Es ist ein kleiner Dienst, aber er hat auf die Umgebung eine große Wirkung. Die Liebe beginnt oft im Kleinen. Sie ist wie der Samen, den eine mir bekannte Gärtnerin in die Erde legte. Die Tagetes wuchsen und sie schenkte mir die kleinen Pflänzchen im Sacré-Coeur-Kaffee. Ich setzte sie in mein Tischbeet, wo sie jetzt wachsen und in einigen Tagen blühen werden. Der Naturwissenschaftler und Theologe Teilhard de Chardin sieht im Wachsen des Lebens ein geheimnisvolles Zentrum am Werk, das nicht nur das Wachsen beflügelt, sondern auch zur Liebe inspiriert und dem Leben Festigkeit über den Tod hinaus gibt. Es ist der göttliche Bereich. Jesus nannte es Reich Gottes. Paulus nannte es das Reich des Messias Jesus. Es ist unter uns am Werk. Es führt uns zusammen, sodass wir eine alle umfassende Weltgemeinschaft bilden. Damit können alle Menschen in allen Kulturen und Religionen sagen: Vater unser im Himmel. Dein Reich komme.