Archiv der Kategorie: Heiligen Geist rufen

Ehepartnerin als heiliges Medium

„Das habe ich in der Ehevorbereitung nicht gehört,“ sagte mir eine junge Frau. „Das tut mir gut, wenn ich das höre.“ Beide, Mann und Frau sind Medien, durch die Gott zur Partnerin und zum Partner kommt.

Die christliche Ehe ist nicht nur ein Bund fürs Leben. Sie ist ein heilendes Sakrament, in dem Menschen und Gott befreiend handeln.

Das christliche Handeln hat drei Bereiche. Die Nächstenliebe, das Gebet und die Sakramente. Für alle drei gibt es gute Gründe, die auf Jesus und den Heiligen Geist zurückgehen. Die Perspektive hat sich aber vor allem bei den Sakramenten geändert.

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Gemeinschaft mit wem?

Oft höre ich in Predigten: Wir haben eine Gemeinschaft mit Christus. Dies führt, so schreibt Michael Böhnke, „ein wenig in die Irre. Die Gläubigen haben streng genommen keine Gemeinschaft mit Christus. Vielmehr bewirkt die Gemeinschaft das Heiligen Geistes, in der sie leben, weil sie den Heiligen Geist in der Taufe empfangen haben, die Verwandtschaft mit Christus, indem er, der Geist Gottes, die Gläubigen zu Brüdern und Schwestern des Auferstandenen macht. Mit Christus können die Gläubigen deshalb – das heißt aufgrund der geistvermittelten Gottesverwandtschaft – Gott im „Vater unser“ als unseren Vater anreden.“

Die Gemeinschaft im Heiligen Geist ist damit die Grundlage von allem anderen. Dieser erste Schritt, um die Gemeinschaft im Heiligen Geist zu bitten, wäre ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein gewaltiger Sprung für die Menschheit.

Quelle: Michael Böhnke, Gottes Geist im Handeln der Menschen. Praktische Pneumatologie. Herder. 2016. 217

Bischof Bätzing: Priester müssen nicht im Zölibat leben.

Bischof Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz: Der Zölibat und das Priestertum müssen nicht verknüpft sein. Die Macht muss in der Kirche geteilt und kontrolliert werden. Das System Kirche muss fundamental geändert werden.

Auf das innerkirchliche Systemversagen könne es nur systemische Antworten geben – und zwar fundamentaler Art. Limburgs Bischof Georg Bätzing wünscht sich eine Erneuerung der Kirche, die auch die bischöfliche und priesterliche Macht neu bewertet.

Quelle: katholisch.de

Systemänderung mit dem Heiligen Geist

Sollten die Bischöfe und der Papst auf das konkrete Leben der Menschen hinsehen, werden sie den Heiligen Geist entdecken, ihm in den Menschen dienen und damit auch den Menschen dienen. Dann wird das Weiheamt wirklich ein Dienstamt, ausgeübt von Frauen und Männern, Verheirateten und Unverheirateten.

Komm, Heiliger Geist, zeige uns einen Wandel wie du Brot und Wein wandelst!
Komm, Heiliger Geist, gib uns die Kraft, die Reform der Kirche konkret in kleinen Schritten anzugehen:

Abschaffung des Pflichtzölibats

Weihe von Diakonissinnen

Zulassung von Wiederverheirateten zur Kommunion

Ständige Synoden in den Diözesen

KatechetInnen statt PriesterInnen?

Es gibt weltweit schon viele KatechetInnen, die Gemeinden gründen und leiten. Papst Franziskus schafft jetzt dies zu einem neuen Amt. Im deutschsprachigen Raum sind es PastoralassistentInnen und GemeindereferentInnen, die Gemeinden leiten und die Sakramente lehren und vorbereiten. Es wird spannend, ob und wie das katechetische Amt hier eingeführt wird.

Wenn der Papst Ämter kreiert, um auf die Situation in den Gemeinden einzugehen, kann er auch das Priesteramt für Frauen und verheiratete Männer zulassen. (Diesen Satz habe ich korrigiert.)

Der Papst schreibt:
„Die persönliche Begeisterung jedes Getauften neu zu wecken und das Bewusstsein zu verlebendigen, zur Erfüllung der eigenen Sendung in der Gemeinde berufen zu sein, erfordert, auf die Stimme des Heiligen Geistes zu hören, der es nie an seiner fruchtbaren Gegenwart fehlen lässt. Der Geist beruft auch heute Männer und Frauen, damit sie sich auf den Weg machen, um den vielen entgegenzukommen, die darauf warten, das Schöne, Gute und Wahre des christlichen Glaubens kennenzulernen.“

Es wäre schön, wenn der Papst auf die Stimme des Heiligen Geistes hört.

Quelle: Apostolisches Scheiben in Form eines „Motu Proprio“ von Papst Franziskus „Antiquum ministerium“ zur Einführung des Dienstes des Katecheten. 10. Mai 2021.

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Jesus ist weggegangen. Was nun?

Christus ist zu seinem Vater gegangen und hat die Jüngerinnen und Jünger mit der Erinnerung an seine Wunder, seine Taten, sein Leiden und seine Worte allein gelassen. Es ist kein endgültiger Abschied, denn er hat uns versprochen, dass er wiederkommt.
Wenn Jesus zu seinem Vater geht, dann sind wir aber allein.

Wir, das Volk, die Versammlung, die Kirche wird ohne Jesus arm. Die Priester, Bischöfe und der Papst in Rom können nicht so tun, als würden sie als Stellvertreter Jesu in seiner Macht handeln. Denn dann müsste er anwesend sein, was er nicht ist. Papst Franziskus hat das angedeutet: Ich will eine arme Kirche. Arm sind wir, wenn Jesus nicht mehr da ist.

Zehn Tage nach Christi Himmelfahrt kommt aber jemand zu uns, der unsere Einsamkeit aufhebt. Der Heilige Geist kommt auf uns herab. Es ist Gott, der sich als Geist offenbart. Seit 2000 Jahren leben wir Christinnen und Christen mit diesem Schöpfer Geist.

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