Archiv der Kategorie: Pfingsten

Eine gemeinsame pfingstlerisch-charismatisch ausgerichtete Strömung

kommheiligergeist„Erfahrung des Heiligen Geistes“ ist in mehrfacher Hinsicht ein Schlüsselwort für das Christentum im 20. Jahrhundert. In der katholischen Kirche rückte der Begriff der religiösen Erfahrung von einem verdächtigen Außenseiterstatus in die Mitte des theologischen Denkens. Zweitens bekam der Heilige Geist – nach Jahrhunderten einer gewissen „Geistvergessenheit“ in der Westkirche – mehr theologische Aufmerksamkeit. Drittens – und von der akademischen Theologie kaum reflektiert – war es ein Jahrhundert von ekstatischen, dem Heiligen Geist zugeschriebenen Erfahrungen, die das Leben zahlloser Christen nachhaltig veränderten und Erneuerungsbewegungen in und außerhalb der etablierten christlichen Konfessionen hervorbrachten, auch als eigene Pfingstkirchen. Ein verbindendes Merkmal sind prägende Geisterfahrungen ihrer Anhänger, sodass man bei aller Verschiedenheit doch von einer gemeinsamen pfingstlerisch-charismatisch ausgerichteten Strömung sprechen kann. „Nach dem Urteil vieler handelt es sich um die am weitesten ausgedehnte spirituelle Bewegung in der ganzen Geschichte der Kirche: in etwa achtzig Jahren ein Wachstum von Null auf vierhundert Millionen Menschen.“
Willibald Sandler
Quelle: Universität Innsbruck

Willibald Sandler ist österreichischer katholischer Theologe. Er ist Professor für Dogmatik an der Universität Innsbruck.
Wikipedia

Freudentränen zu Pfingsten

 

 

Freudentränen zu Pfingsten

Ich habe viele „Fehler“ gemacht. Auf einige bin ich heute noch stolz.

Er inspiriert uns in der Wissenschaft, in der Kunst und beim sozialen Verstehen und Handeln.

Jeder, der den Heiligen Geist erfährt, spürt Liebe und merkt, wie sehr man von Gott geliebt wird. Oder man empfindet plötzlich aufrichtige uneingeschränkte Herzens-Liebe für Andere. – Das sagt Daniela Pavlon, eine Caritasmitarbeiterin und Leiterin von Alpha-Kursen. Für mich sehr berührend sind ihre Schilderungen von Geist-Erlebnissen. „Viele Menschen spüren richtiggehend körperliche Auswirkungen – es wird ihnen zum Beispiel ganz warm. Oder es laufen ihnen Freudentränen über die Wangen, weil sie so berührt sind. Oder sie spüren in ihrem Herzen, dass gerade Heilung passiert oder dass sie Ängste ablegen. Viele Leute spüren aber auch im Moment der Heilig-Geist-Erfahrung wenig oder gar nichts, merken aber im Nachhinein, dass sich ihr ganzes Leben verändert, spüren, dass sie der Heilige Geist führt.“ Also egal ob die Begegnung mit dem Heiligen Geist ein Gefühl erzeugt oder nicht – eines ist sicher: Die Auswirkungen auf das eigene Leben sind immer grandios. (Nachzulesen später in der Zeitung Der Sonntag, 9.6.2019).

8000 vor allem junge Teilnehmer treffen sich zu Pfingsten in Salzburg. Der Papst lädt katholische charismatische Gruppen zum Pfingst-Treffen in den Vatikan ein.

Die Silberhochzeit aus Stahlbeton zwischen einem Büchlein und einer Frau

Am 22. Mai 2019 wurde das päpstliche Schreiben Ordinatio Sacerdotalis 25 Jahre alt. Jeder katholische Mensch ist, ob frei- oder widerwillig, mit dem Mann in Rom liiert.

Christiane Florin schreibt gegen eine Betonwand.

Wäre es eine Ehe zwischen „Ordinatio Sacerdotalis“ und mir, so begingen wir heute Silberhochzeit. Wobei das Silber stark ins Grau hinüberspielt.
An jenem 22. Mai 1994 feierte die Christenheit Pfingsten. Der Heilige Geist muss an diesem Tag über den Vatikan im Aggregatzustand des Stahlbetons herab gekommen sein. Die katholische Kirche ist nicht befugt, Frauen zu Priesterinnen zu weihen! Niemals! Das war die Pfingst-Botschaft des Papstes. Hätte Johannes Paul II. den Raumausstatter aus Loriots Film „Ödipussi“ um einen passenden Einband für sein Schreiben gebeten, der Fachmann hätte wohl aus seinen 28 Shades of Grey die Schattierung „zementgrau“ gewählt, mit Einsprengseln in Asch- und Bleigrau.

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