Selbsttötung brutalisiert die Gesellschaft

kaktusblc3bcten-4.jpgLiebe Großmutter, was ist das für ein Leben, das du führen musst? Du kannst nicht mehr selbst einkaufen gehen, liegst nur mehr im Bett!  – So wird Druck ausgeübt auf die Pflegebedürftigen und ihnen indirekt das Recht abgesprochen, gepflegt zu werden. Es wird ihnen nahegelegt, Selbstmord zu begehen, damit sie den Familienangehörigen nicht zur Last fallen.

Von den Befürwortern der Euthanasie wird mit dem Grundrecht auf selbstbestimmtes Sterben argumentiert.  Aber kein Mensch hat ein Recht auf den Tod, auf die Auslöschung seiner Existenz. Niemand wurde gefragt, ob er gezeugt werden möchte. Ein Mensch hat weder das Recht, gezeugt zu werden, noch tot zu sein. Grundrechte sind Rechte, um ein menschenwürdiges Leben zu führen, nicht um ausgelöscht zu sein.

Der Grund, warum es sinnvoller Weise kein Recht tot zu sein gibt, liegt in der Brutalisierung der Gesellschaft. Durch das Töten von Menschen verwildert die Menschheit. Gift einnehmen ist eine Form von Gewalt. Leben wird vernichtet. Die Todesstrafe gehört deswegen abgeschafft, weil es die Gesellschaft brutalisiert. Gewalt ist ansteckend. Krieg ist ansteckend. Selbstmord ist ansteckend. Der Wert des Menschen wird bedeutungslos.  Legalisierte Selbsttötung brutalisiert die Gesellschaft.  Die Selbstmordattentate der Islamisten reißen andere in den Tod. Die Selbsttötungen in Holland, Belgien und der Schweiz traumatisieren die Angehörigen und stecken sie mit der Gewalttätigkeit an. Wer Selbsttötung legalisiert, betreibt einen Dschihad gegen das Leben. Die Suizid-Dschihadisten errichten eine Kultur des Todes.

Die Suizid-Dschihadisten argumentieren, dass es unheilbare Schmerzen gäbe, die nicht behandelbar wären. Dabei ist die Schmerztherapie gerade dabei, auch die schlimmsten Schmerzen zu behandeln. Es geht ihr um körperliche, seelische und soziale Behandlungen, die schon sehr ausgereift sind. Die Schmerztherapie behandelt Patienten mit angepassten Analgetika (Opioide u.a.)  in Verbindung mit verschiedenen Therapieformen (Physiotherapie, Massage, Psychotherapie,  Akupunktur u.a.) schon sehr wirksam. Ärzte haben die Aufgabe, Leben zu retten und Leiden zu lindern. Ärzte haben nicht den Auftrag, Menschen auszulöschen.  Die Beihilfe zum Selbstmord brutalisiert Ärzte, Angehörige und die Gesellschaft.

Mahatma Gandhi, die große Seele, hat sich gegen die Gewalt mit der Kraft der Wahrheit, der Liebe und vielen gewaltfreien Mitteln eingesetzt. Gewalt gegen sich selbst ist ein Irrweg. Pflegebedürftige Menschen brauchen Liebe, Zärtlichkeit und gute Begleitung.

3 Antworten zu “Selbsttötung brutalisiert die Gesellschaft

  1. Selbsttötung brutalisiert die Gesellschaft

    Ein unverstellter Blick in die Geschichte zeigt, dass es tausende von Dingen gibt, welche die Menschheit sehr viel mehr brutalisieren, als der Freitod. Und vor allem für andere sehr viel mehr Leid, Schmerz und Tod als eine freiwillige Zurücklegung des eigenen Lebens. Sie bekämpfen das falsche Ziel, aber das hat ja Tradition in der Kirche.

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  2. Wenn Arbeiter brutal entlassen werden, dann heißt das im Neudeutschen „Freisetzung“. Wenn auf Pflegebedürftige Druck gemacht wird, sich selber zu töten, nennen Sie es im Schönsprech „Freitod“ und „Zurücklegung des eigenen Lebens“.

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  3. Nein, wenn jemand unter Druck gesetzt wird sich selbst zu töten, dann ist das eine Straftat, die nach Paragraf 211 StGB verfolgt wird. Wenn der Staatsanwaltschaft der Nachweis gelingt, dann werden die Täter unbedingt zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt werden. Tut mir ja leid Ihr schwarzkatholisches Weltbild etwas zu konterkarieren, aber Strafe ist doch in Ihrer Kirche sehr, sehr wichtig.
    Und bei einem Verbreche gegen menschliches Leben ist nun mal der Paragraf 211 folgende des StGB zuständig.

    Freitod, gut katholisch auch Selbstmord genannt (obwohl es natürlich kein Mord sein kann, weil alle Mordmerkmale fehlen!), ist, wie der Name sagt, ein freiwillig herbei geführter, oder akzeptierter Tod. Dafür gab es in Großbritannien mal einen Strafrechtsparagrafen, der so wahnwitzig war, dass dem, der einen Selbstötungsversuch überlebte, strengste Strafen, bis hin zum Tod am Galgen, drohte. Das ist, sogar in England, vorbei.

    Was Sie oben beschreiben, eine unter starkem Druck erzwungene Selbsttötung, oder gar das Eingreifen Dritter, ist ganz eindeutig KEIN Freitod und wie gesagt, dem der den Tod eines Menschen erzwingt droht lebenslange Haft.

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