Archiv der Kategorie: Erscheinung

Die Heiligen Könige waren ergriffen

Kaspar, Melchior und Balthasar sehen die seltene Konjunktion von Jupiter und Saturn SN

Ich habe mich immer gewehrt, das Fest der Heiligen Drei Könige „Erscheinung des Herrn“ zu nennen. Dabei habe ich mich an dem Wort „Erscheinung“ gestoßen, das eine doppelte Bedeutung hat. Einerseits ist der „Schein“ nicht echt und wirklich. Andererseits erscheinen Gäste bei einem Fest. Nun ist Gott aber nicht nur kurz als Gast in Betlehem erschienen, sondern er ist Mensch geworden und liegt in einer Futterkrippe.

Ist Gott den drei Weisen erschienen oder wie haben sie erkannt, dass das Kind Gottes Sohn ist? Gut, sie haben eine kosmische Erscheinung als Sterndeuter gesehen. Sie brachten drei königliche Geschenke und wurden dadurch zu drei Königen. Es ist eine schöne Geste, dass Könige vor dem kleinen Baby im Stall niederfallen. Aber wie kommen sie dazu? Das Rätsel löste sich, als ich einen Hunger nach Spiritualität verspürte und mir ein Buch über den Heiligen Geist organisierte. Der Autor Michael Böhnke, Professor in Wuppertal, schreibt zwar nichts von den Heiligen Drei Königen. Warum die drei heiligen Könige sich vor dem Kind in der Futterkrippe niederwarfen, kann ich mir aber jetzt erklären: Sie waren erfüllt vom Geist Gottes. Er führte sie, zeigte ihnen Gottes Anwesenheit im Kind, ergriff sie und sie warfen sich vor dem Kind anbetend nieder. Wir Christinnen und Christen können genauso wie die drei Könige vom Heiligen Geist erfüllt sein, können ihn zu Hilfe rufen, ihm voll Freude zujubeln und Gott im Kind von Betlehem anbeten.

Wenn ich ihn berühre

Jesus lässt sich berühren
Gemeinschaft in der Coronazeit

Die interaktiven Video-Gottesdienste haben sich in dieser Coronazeit in unserer Sacré Coeur Gemeinde in Pressbaum bewährt.
Durch das Programm Zoom haben wir nicht nur eine Übertragung der Messe, sondern die Teilnehmer können aktiv teilnehmen. Die Lieder werden entweder eingespielt oder es gibt Musikerinnen, die mit Gitarre das Lied singen. Die Lesungen und die Fürbitten werden von verschiedenen Mitfeiernden gelesen und nach der Messe gibt es immer viele Gespräche. Vor allem viele junge Familien sind dabei.
Leider gibt es immer Menschen, die den Zugang mit Zoom nicht haben oder nicht schaffen. Hoffentlich gibt es – wir sind ja kreativ – andere Möglichkeiten (z.B. über Telefon oder Brief).
Damit die Woche nicht zu lange wird, biete ich am Mittwoch einen kleinen Plaudernachmittag über interaktives Video an. Kaffee, Tee und Kuchen kann zwar nur Zuhause getrunken werden, aber einiges ist doch gemeinsam.
Der nächste Sonntag bringt den Bericht vom ungläubigen Thomas und in der Apostelgeschichte erzählt Lukas von der urchristlichen Gemeinde, die mitsammen das Brot brach, die Wunder wahrnahm und Gott lobte. Die Gläubigen teilten und gaben jedem so viel, wie er nötig hatte.