Archiv der Kategorie: Taufe

Der Grundtext Macht ist angenommen! Deutschlands Synodaler Weg

Alle sind Teil der Kirche

Der Grundtext „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“ des Synodalen Weges der katholischen Kirche Deutschlands ist mit großer Mehrheit angenommen worden: 178 Stimmen und 88,12% Ja, 24 Stimmen und 11,88% Nein, 5 Enthaltungen, Gesamt 207 Stimmen.

Die katholische Kirche steckt in einer tiefen Krise. Sie kann aber ihren Sendungsauftrag nur erfüllen, wenn sie Charakter, Ursachen und Dimensionen dieser Krise erkennt, sich der Krise stellt und ernsthaft an Lösungen arbeitet. Das betrifft vor allem die systemischen Ursachen von Machtmissbrauch und sexualisierter wie geistlicher Gewalt.

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Die Liebe freut sich

Da hat einer eine Idee, dass die Liebe vieles zum Guten ändert, er lebt das auch und dann wird er gemobbt und hinausgeworfen. Ähnlich ist es Jesus in der Synagoge von Nazaret ergangen. Die Geschichte kann man moralisch interpretieren oder religiös. Die moralische Interpretation sagt: Jesus bringt Beispiele wie die arme Witwe und den kranken Naaman. Beiden wird von den Propheten geholfen. Beide sind Ausländer. Also sollen wir den Ausländern helfen. Moralische Interpretationen sind einfach und auffordernd.
Die andere Interpretation ist eine religiöse: Wir übernehmen die Rolle von Jesus, wenn in unserer Taufe und unserer Firmung der Geist auf uns herabkommt und dieser uns salbt. Es kann passieren, dass wir wie Jesus dann die gute Botschaft Gottes ansagen, alle das gut finden, aber, wenn wir sagen, dass der Geist auf uns ruht und uns salbt, werden wir gefragt, ob wir etwas Besseres sind. Damit wir nicht hochmütig werden, sagt Jesus, sollen wir Salz sein.
Die Funktion, die wir da übernehmen, ist Gewürz der Welt zu sein. Wenn ich Salz bin und ich werde in die Speise gestreut, dann trage ich zu einem besseren Geschmack bei. Wir Christinnen und Christen werden so zum Werkzeug des Heils, des Glücks und der Liebe.
Mir gefällt die Erfahrung: Wenn wir in Gott eintauchen, tauchen wir bei den Mitmenschen auf. Da freut sich die Liebe.
Quellen: Lukas 4,16-30, Matthäus 5,13

Taufe Jesu: Baden für den Frieden?

Viele Menschen baden gerne. Ich auch. hinein ins Wasser, auch wenn es ein wenig kalt ist. Der Körper gewöhnt sich daran. Jesus tauchte im Jordanwasser unter. Das Wort Taufe bedeutet untertauchen. Das Wasser des Jordans ist etwas Besonderes. Ich habe eine kleine Flasche noch immer aufbewahrt. Auch von Freunden habe ich eine Flasche Jordanwasser bekommen. Viel verwenden es für die Taufe. Durch den Jordan ist das Volk Israel in das gelobte Land eingezogen. Auch wurde der leprakranke Naaman durch Untertauchen im Jordan geheilt. Durch die Taufe bekommen wir den Heiligen Geist, der uns in die Hintergründe Gottes einführt. Da erkennen wir, dass Jesus auch Gott ist. Daher könnte man sagen: Gott lässt sich von Johannes im Jordan taufen. Wobei wir nicht lesen, dass er das für sich tut, sondern für uns. Gott zeigt sich uns im Fluss. Er zeigt sich im Fluss der Geschichte. Gott zeigt sich in der Menschheitsgeschichte. Er taucht in die Menschheitsgeschichte ein. Er taucht auch in unsere persönliche Biographie ein. Wir bilden, wenn wir in seinem Geist leben, seinen Körper. Wir wirken damit in der Friedensgeschichte mit. Wir können ihn in unserer Geschichte erkennen. Einige von uns erkennen ihn im Untergang des Faschismus und des Nationalsozialismus, im Fall der Mauer, im Untergang des Stalinismus, in den Friedenszeiten, in der Aussöhnung in Europa, sogar in der Aussöhnung im Nahen Osten. Das alles geschieht durch das Eintauchen Gottes in die Geschichte.

Als neuer Mensch aus dem Wasser steigen

Ich lade Sie ein, sich Folgendes vorzustellen: Wir gehen mit Jesus zum Fluss Jordan, wo Johannes die Menschen tauft. Wir hören wie Jesus mit Johannes redet. Wir steigen mit Jesus in den Jordan und tauchen ganz unter. Dann gießt Johannes Wasser über unsere Köpfe. Wir sehen den Heiligen Geist wie eine Taube auf uns herabkommen und hören die Stimme von Gott Vater: Das ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich Freude. Wir steigen mit Jesus aus dem Jordan. Ich vermute, dass einige von uns sich freuen. Ich wäre ein wenig verwirrt und doch von Freude erfasst.

Er fürchtete zu ertrinken
Ähnlich erging es Christophorus. Er hieß zuerst Phorus, das heißt Träger. Er trug Menschen durch einen Fluss. Eines Nachts hörte er eine Kinderstimme rufen: „Phorus, trage mich hinüber!“ Vor seiner Hütte konnte er aber niemanden finden. Erst beim dritten Ruf sah er ein Kind, das er auf seine Schultern setzte. Im Wasser wurde ihm die Last immer schwerer, das Wasser wurde höher und höher; er fürchtete zu ertrinken und glaubte, die ganze Welt läge auf seinen Schultern. „Mehr als die Welt trägst du auf deinen Schultern“, sagte ihm das Kind, „du trägst den Herrn, der diese Welt erschaffen hat. Ich bin Jesus Christus, dem du in dieser Arbeit dienst.“ Und es drückte ihn unter Wasser und taufte ihn.

Der Stab trug Früchte     
    Er hatte jetzt den Namen Christophorus, das heißt Christusträger. Das Jesuskind befahl ihm, seinen Stab in den Boden zu stecken. Am nächsten Morgen grünte und blühte er und trug Früchte.
Ich liebe dieses Kind, das unter uns geboren wird, mächtiger als das Universum ist, unser Leben aufblühen und Früchte tragen lässt.