Archiv der Kategorie: Freude

Sieben Tipps über das Virus zu reden

Nachdem ich immer wieder mit Impfgegnern und Impfbefürwortern geredet habe, Fehler gemacht habe und auch gute Erfahrungen gemacht habe, finde ich diese sieben Tipps sehr hilfreich:

  1. Versuchen Sie, ihre Gesprächspartnerin als wertvollen Menschen zu sehen.
  2. Stimmen Sie sich mit solchen Sätzen ein: Ich bin OK und du bist OK.
  3. Sprechen Sie die Gefühle des Gesprächspartners an.
  4. Wiederholen Sie das, was die Gesprächspartnerin sagt. Danach sagen Sie Ihres.
  5. Der Feind ist immer das Virus.
  6. Erzählen Sie, was Sie freut und welche Sorgen Sie haben.
  7. Rufen Sie den Heiligen Geist, damit er beim Gespräch dabei ist.

Wenn freudig pocht mein Herz

Wir haben einen neuen Boden im Wohnbereich. Wenn ich jetzt über den lichten Boden gehe, der nicht mehr knarrt, dann ist es, als würde ich auf Wolken gehen.
Papst Franziskus erinnert mich an den Satz von Jesus: Seht, ich mache alles neu. Auch die katholische Kirche wird neu. Es beginnt ab Sonntag eine sogenannte Synode, eine Beratung aller Katholikinnen und Katholiken. Fragen, die mir spontan einfallen: Erfahre ich im Gottesdienst Freude und glückselige Augenblicke? Kann ich das im Gottesdienst anderen mitteilen? Kann ich laut Amen sagen? Kann ich Ja im Gottesdienst sagen? Es gibt Gottesdienste in anderen Teilen der Welt, da wird nach jedem Satz des Priesters von der Gemeinde ein Ja gesprochen. Ist das in unseren Gottesdiensten möglich? Ich kann mich an eine Zeit erinnern, dass nach der Predigt die Gemeinde ein Amen sagte. Im Schubertlied singen wir: Wem künd‘ ich mein Entzücken, wenn freudig pocht mein Herz? Kann ich diese Freude im Gottesdienst Gott gegenüber ausdrücken? Auch das wird in der kommenden Synode zu bereden sein.

Papst Franziskus: Ich lebe noch

Mit Blick auf seine schwere Darm-OP Anfang Juli sagte der Papst bei seiner Reise in die Slowakei: „Ich lebe noch. Obwohl mich einige lieber tot sähen. Ich weiß, dass es sogar Treffen unter Prälaten gab, die dachten, dem Papst gehe es schlechter als gesagt werde.“ Die bereiteten schon ein Konklave vor. „Geduld, Gott sei Dank geht es mir gut.“ Er wendete sich an seine Gegner: Paare, die eine zweite Ehe eingehen, sind jedenfalls nicht zur Hölle verdammt. Wichtig ist ihm der Dialog. Statt Verurteilen soll man homosexuelle Paare seelsorglich begleiten. Er glaube fest daran, dass Gott die Gesellschaft auffordere, frei zu sein und vorwärts zu gehen – in Einsicht und im Hören auf Gott.
Quelle: Erzdiözese Wien

Ich werde den Herrn preisen, solange ich lebe

Der Priesterdichter Ernesto Cardenal schreibt in seinem Psalm 104: Lobe den Herrn, meine Seele!
Herr, mein Gott, Du bist groß. Ja, ich werde den Herrn preisen, solange ich lebe, ich werde ihm Psalmen schreiben – mögen meine Lieder ihm Freude machen. Lobe den Herrn, meine Seele, Halleluja!
Diese Freude am Leben merkt man auch bei Papst Franziskus, der eine schwere Operation überstanden hat und ausrief: Ich lebe noch!
Auch Jesus freut sich: „Vater im Himmel. Ich bin froh bei dir. Ich freue mich mit dir!“
(Der ganze Psalm 104 von Ernesto Cardenal)

Im Garten deines Lebens sollen die schönsten Blumen blühen

Ich hörte ein Geburtstagslied mit dem Wunsch, dass im Garten deines Lebens die schönsten Blumen blühen sollen. Die Rose in meinem Garten blüht wunderbar, sie hat aber auch Dornen. Ich kann sie nicht schnell pflücken ohne mich zu stechen. Aber ich kann sie betrachten und Gott für die Schönheit loben. Es zeigt, wie vorsichtig und achtsam ich mit Mensch und Natur umgehen soll.

Für dich habe ich fünf Wünsche:

Das Corona-Virus soll dich nicht weiter quälen
Kein Selbstmordattentäter soll neben dir sich in die Luft sprengen.
Kein geliebter Mensch soll vorzeitig sterben.
Du sollst keine Klimakatastrophe erleben müssen.
Keine unheilbare Krankheit soll dich treffen.

Photo by SevenStorm JUHASZIMRUS on Pexels.com

Pfingsten: Happy Birthday

In guter Atmosphäre können wir wachsen und wunderbar aufblühen. Einer, der uns dabei unterstützt, ist der Heilige Geist. Wir werden in ihm neu geboren. Jesus sagt zu Nikodemus: „Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus dem Wasser und dem Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.“ Und vorher sagt er: „Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von oben geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (Johannes 3)

Diese Geburt von oben, durch den Heiligen Geist passiert immer wieder. Der Geist ist heutzutage wirksam. Wir werden alle neu geboren. Gratis. Da kommt der Geist auf uns herab. Da kommt das Brausen. Da kommen die Feuerzungen. Es ist die Geburtsstunde der versammelten Christinnen und Christen.

Kirche ist ursprünglich Ekklesia, Versammlung. Der Heilige Geist gründet mit Brausen und Feuerzungen die Kirche. Ohne ihn geht gar nichts. Er erinnert uns an Jesu Leben, Leiden und Handeln. Er beschenkt uns nicht nur mit Inspiration, sondern auch mit sich selbst. Wir können mit ihm in Liebe leben und handeln. Wir jubeln und singen zu diesem Geburtstag Halleluja!

Die gute Nachricht zum Pfingsten: Der Heilige Geist beglückt uns

Die Freude teilen

Ich freue mich, dass ich immer wieder durch Gespräche oder Mitteilungen beschenkt werde. Ein Nachbar meinte, dass in den Beziehungen nicht immer nur aufgerechnet werden muss, was gibt die Frau, was gibt der Mann. Man müsse sehen, dass in der Beziehung und im Leben eine Fülle existiert, die uns ein glückliches, zufriedenes Leben ermöglicht. Das hat mich sehr gefreut und ich möchte diese Freude an der Fülle mit anderen teilen.

Ich mag nicht, wenn eine Person gemobbt wird. Da stelle ich mich auf ihre Seite. Ich lernte das, als ich im Kreuzweg sah, dass Jesus von den Soldaten verspottet wurde. Da war ich auf seiner Seite. Ich fand das unmöglich. Dazu kommt: Wenn Jesus verspottet wird, dann wird damit auch Gott verspottet. Er identifiziert sich mit allen gemobbten und ausgestoßenen Menschen. Gott sei Dank bleibt es nicht dabei. Er nimmt sie alle in seine Herrlichkeit auf. So wie es Maria betet: Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. – Die Freude der Niedrigen wird unermesslich sein. Die Freude darüber möchte ich auch mit anderen teilen.

Er ist uns ganz, ganz nahe

Mein Staunen

Staunen und Freuen

Ich staune, dass Gott uns so nahe ist und dass er in allem, was existiert, anwesend ist. Ich staune über die Bäume, wie sie wachsen und Blätter hervorbringen, ich staune über die Hummeln, die in die Blüten kriechen. Ich staune über das Universum mit den Milliarden Galaxien und Sternen. Ich staune über uns Menschen, die wir seit tausenden von Jahren ein Bewusstsein entwickelt haben und uns mit anderen unterhalten können. Ich staune auch darüber, dass ich lebe und lebendig bin.

Meine Freude

Ich freue mich, dass es einen Gott gibt, der so wie wir fühlen, sehen, hören und sich auf seine Weise mitteilen kann. Ich fühle mich geborgen und danke ihm, dass er uns alle in seinem Gnadenstrom beschenkt. Wo ich auch gehe, er ist immer da. In den kleinsten Molekülen und Atomen kommt er mir entgegen. In jedem Menschen, dem ich begegne, ahne ich seine Gegenwart. In der Luft, die ich einatme, ist sein Windhauch. Es ist herrlich, wenn wir Menschen uns zuhören und verstehen. Da hilft Gottes Geist, der Kommunikation und Kommunion herstellt. Gott hält liebevoll in einem großen Rahmen alles zusammen, damit alles, was existiert, Sinn gibt. Danke, Gott!

Mit erhobenem Kopf

Jesus bringt seine Botschaft von der Liebe Gottes zu den Armen. Sie sollen ermutigt werden, mit erhobenem Kopf durch die Welt zu gehen. Auch den Schwarzen sagt Jesus: „Fürchtet euch nicht vor den anderen, bei euch sind sogar die Haare auf dem Kopf von Gott gezählt.“ Black lives matter.

Tanzen, ja tanzen wollen wir

Im Gottesdienst haben wir seit Ostern ein Lied, das begeistert gesungen wird. Im Lied „Tanzen, ja tanzen wollen wir“ bewegen sich die Tiere, die Sterne und die Engel vor Gott. Auch wir, die Menschen, tanzen, weil Gott uns gern hat: 

Tanzen, ja tanzen wollen wir und springen, tanzen vor dem Herrn.
Tanzen, ja tanzen wollen wir und springen, denn uns, seine Kinder hat er gern. (Refrain)
1. Sterne wandern ihre Bahn, sie stehen nicht still, sie kreisen.
Und schaust du dir die Wolken an, auch sie sind stets auf Reisen.
2. Vögel ziehen durch die Luft, auch Schmetterling und Fliegen,
und Bienen suchen nach dem Duft, in dem sich die Blumen wiegen.
3. Fische tummeln sich im See und Schwäne ziehen Kreise
ein jedes Tier, ob Hund, ob Reh, das regt sich auf seine Weise.
4. Gott ließ die ganze Welt sich drehn, ihm Lob und Dank zu zeigen.
Und auch im Himmel, sollt ihr sehn, da tanzen die Engel Reigen.
Tanzen, ja tanzen wollen wir und springen, tanzen vor dem Herrn.
Tanzen, ja tanzen wollen wir und springen, denn uns, seine Kinder hat er gern.
(Text: Lothar Zenetti; Musik: Norbert Caspers, Gotteslob 462)

Musiker in St. Pölten singen und spielen das Lied: https://www.youtube.com/watch?v=hn2sIDcScaQ

Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur Pressbaum, Niederösterreich.

Stress oder Achtsamkeit

KreuzVon einem bekannten Philosophen wird erzählt, dass für ihn der Glaube an Gott deswegen so wichtig wurde, weil er sich dadurch besser der Wirklichkeit widmen kann. Ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht. Es gibt so viel Ungereimtes in der Welt, sodass ich mich oft nach dem Sinn des Ganzen gefragt habe. Meine Antwort war, dass Gott und seine Hilfe den Sinn des Ganzen erschließt. Das hat mich veranlasst, mich besser den Einzelheiten widmen zu können.
Heute in der Früh bin ich mit dem Bewusstsein aufgewacht, dass Gott mit mir etwas vorhat. Ich bin neugierig, welche Begegnungen ich heute mache. Auch in einer sozialen Einrichtung, wo ich am Abend einen ehrenamtlichen Dienst mache. Unruhig ist mein Herz, bis es verankert in dir, mein Gott.
Ich sehe: Wenn jemand Gottes Geschenke nicht beachtet, verliert er sich im Stress des Alltags und vielleicht fallen einige in depressive Verzweiflung. Es kommt mir so vor, dass Gott mit allen Menschen etwas Großes vorhat. Wenn wir ihm unser Herz öffnen, schenkt er uns überfließende Freude, Liebe, Gnade, Heilung und Hoffnung.

Ich hüpfe nicht immer

Elisabet Maria freuen sichIch freue mich. Wenn Beziehungen auseinander gehen kommt es vor, dass man einer Seite die Schuld gibt. Umso mehr freue ich mich, als eine Bekannte erzählte, dass sie sich aufmachte und eine Verwandte mit ihrer Tochter besuchte. Sie musste sich sicher überwinden. Aber es wurde eine schöne und gute Begegnung.
Als Maria aus Nazaret ihre Verwandte besuchte, hüpfte das Kind im Bauch der schwangeren Elisabet. Das „Hüpfen“ des kleinen Johannes wird meistens einfach als Kindsbewegung gedeutet. Das Hüpfen und die große Freude sind aber die einzig angemessene Reaktion auf das Kommen von Christus. So hüpfen die Widder, die Berge und auch die Menschen. Die Lukasgemeinde erinnert sich an das Hüpfen gerade dann, wenn andere sie hassen: „Freut euch und hüpft an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein.“
Ich freue mich, wenn ich andern helfen kann. Ich bin aber schon lange nicht vor Freude gehüpft. Vielleicht kommt das wieder. Nachtrag: Ich werde doch zur Krippe gehen müssen.