Archiv der Kategorie: Freude

Stress oder Achtsamkeit

KreuzVon einem bekannten Philosophen wird erzählt, dass für ihn der Glaube an Gott deswegen so wichtig wurde, weil er sich dadurch besser der Wirklichkeit widmen kann. Ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht. Es gibt so viel Ungereimtes in der Welt, sodass ich mich oft nach dem Sinn des Ganzen gefragt habe. Meine Antwort war, dass Gott und seine Hilfe den Sinn des Ganzen erschließt. Das hat mich veranlasst, mich besser den Einzelheiten widmen zu können.
Heute in der Früh bin ich mit dem Bewusstsein aufgewacht, dass Gott mit mir etwas vorhat. Ich bin neugierig, welche Begegnungen ich heute mache. Auch in einer sozialen Einrichtung, wo ich am Abend einen ehrenamtlichen Dienst mache. Unruhig ist mein Herz, bis es verankert in dir, mein Gott.
Ich sehe: Wenn jemand Gottes Geschenke nicht beachtet, verliert er sich im Stress des Alltags und vielleicht fallen einige in depressive Verzweiflung. Es kommt mir so vor, dass Gott mit allen Menschen etwas Großes vorhat. Wenn wir ihm unser Herz öffnen, schenkt er uns überfließende Freude, Liebe, Gnade, Heilung und Hoffnung.

Ich hüpfe nicht immer

Elisabet Maria freuen sichIch freue mich. Wenn Beziehungen auseinander gehen kommt es vor, dass man einer Seite die Schuld gibt. Umso mehr freue ich mich, als eine Bekannte erzählte, dass sie sich aufmachte und eine Verwandte mit ihrer Tochter besuchte. Sie musste sich sicher überwinden. Aber es wurde eine schöne und gute Begegnung.
Als Maria aus Nazaret ihre Verwandte besuchte, hüpfte das Kind im Bauch der schwangeren Elisabet. Das „Hüpfen“ des kleinen Johannes wird meistens einfach als Kindsbewegung gedeutet. Das Hüpfen und die große Freude sind aber die einzig angemessene Reaktion auf das Kommen von Christus. So hüpfen die Widder, die Berge und auch die Menschen. Die Lukasgemeinde erinnert sich an das Hüpfen gerade dann, wenn andere sie hassen: „Freut euch und hüpft an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein.“
Ich freue mich, wenn ich andern helfen kann. Ich bin aber schon lange nicht vor Freude gehüpft. Vielleicht kommt das wieder. Nachtrag: Ich werde doch zur Krippe gehen müssen.

Unruhig ist mein Herz

FeuerherzIch liebe die Erkenntnis von Augustinus, weil sie sich mit meiner Erfahrung deckt: Unruhig ist mein Herz, bis es Ruhe findet in dir.
Martin Walser sagt im Interview: Viele Intellektuelle sind heute mehr oder weniger stolz darauf, dass sie Atheisten sind. Ich sage: Auch wenn es Gott nicht gibt, dann fehlt er mir. Deswegen könnte ich nie Atheist werden. Mir fehlt Gott. Es wäre toll, wenn es den gäbe!
Johann Philipp Neumann (1774-1849), ursprünglich Gymnasiallehrer, wurde später Professor der Physik am polytechnischen Institut in Wien und schrieb ein Gedicht, das ich gerne singe: Wohin soll ich mich wenden, wenn Gram und Schmerz mich drücken? Wem künd‘ ich mein Entzücken, wenn freudig pocht mein Herz? Zu dir, zu dir, o Vater, komm‘ ich in Freud‘ und Leiden, du sendest ja die Freuden, du heilest jeden Schmerz.

Gott handelt heute

 

Sich von Christus leiten lassen

Sich von ihm leiten lassen

Ich erlebe Mitchristen, die traurig sind, dass der Glaube in Europa immer weniger wird. Ich habe mich davon auch einige Tage anstecken lassen. Heute in der Früh kam mir der Gedanke, dass Gott in unser Leben eingreift. Er handelt so, wie sein Sohn die ängstlichen Jünger sandte und ihnen den Heiligen Geist brachte. Das heißt: Gott handelt. Nicht ich muss alles tun. Gott schafft mehr.
Ich habe jetzt den Eindruck, dass mich Christus die letzten Tage führte. Gestern rief ein Freund an und fragte, ob ich mich bei einem Türschloss auskenne. Ich packte Werkzeug ein und fuhr zu ihm. Im Nachhinein weiß ich, dass mich Christus zu ihm führte.
Nicht nur das. Er führte mich auch zu meinem Bruder ins Krankenhaus, er beschenkte mich mit einem Anruf einer Bekannten aus Klosterneuburg, er führte mich in das Konzert meines Sohnes, er beschenkte mich mit dem Kommen eines Freundes, der eine gute Stimmung mitbrachte.
Christus beschenkte mich auch mit den Gesprächen beim Sacré-Coeur-Kaffee. Ich staunte, als ich erfuhr, dass einer einen riesigen Festbraten für seine große Familie und eine moslemische Familie kochte. Ähnliches erlebte ich, als wir zu Ostern Freunde und Kinder einluden. Es war ein Geschenk, als 14 Leute kamen und die Gespräche sich an den Tischen um Gott und die Welt drehten. Das erinnert mich an Kardinal Lustiger von Paris, der sagte: Die Zukunft des Christentums liegt noch vor uns!