Archiv der Kategorie: Kirche

Die Ausrichtung auf ihn heilte mich

Brachte Jesus etwas Neues in die Welt? Freunde sagen zu mir: Warum müssen wir die alttestamentlichen Lesungen hören? Da geht es ja so gewalttätig zu. Jesus sagte doch: „Zu den Alten ist gesagt worden, ich aber sage euch…“ Jesus verkündet doch eine liebevollere Botschaft als im Alten Testament. Zur Verteidigung des Alten Testaments kann ich anführen, dass sich Gott am Berg geoffenbart hat und auf die Frage von Moses sagte: Ich bin der ich da bin. Dadurch wissen wir, dass er der einzige Herr und Gott ist. Und Jesus? Ist er Gott? Um ihn zu verstehen ist der alttestamentliche Hintergrund hilfreich. Jesus tritt nicht wie die alttestamentlichen Propheten auf, die eine Botschaft von Gott überbringen. Jesus tritt mit einer Ansage auf, die weit darüber hinausgeht: „Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat“. Das heißt, er ist Herr über dem mosaischen, jüdischen Gesetz. Das kann nur Gott selber sein.
Jesus bringt uns nicht wie die Propheten eine Botschaft von Gott, sondern er bringt sich selber zu uns. Er kann das, weil er Herr und Gott ist. Romano Guardini, den ich gerne lese, denkt, dass er vorrangig nicht über andere Herr ist, sondern in sich Herr ist. Seine Herrschaft ruht in ihm. Er muss niemanden beweisen, dass er der Herr ist. Er zeigt es einfach. Dadurch wird die Zeit reif und erfüllt von der Gegenwart Gottes.
Das erklärt auch, dass er bei der Berufung der Fischer, wie es im Sonntagsevangelium zu hören ist, nur zwei Sätze sagen muss: „Kommt, folgt mir nach. Ich werde euch zu Menschenfischer machen.“ Er lässt ihnen die Freiheit sich für oder gegen ihn zu entscheiden. Die Jünger entscheiden sich sofort. Für Jesus. Alle Menschen sollen wissen, dass die Zeit kurz und erfüllt von der Gegenwart Gottes ist.
Es war ein langsamer Prozess, aber als ich begann, mich voll auf ihn auszurichten, wurde ich von meinen inneren Verstrickungen, meinem Narzissmus und meiner Selbstsucht geheilt. Ich bemerkte, dass in meinem Leben der dreifaltige Gott die oberste Bedeutung bekommen hat. Meine Nachfolge besteht in dem Dienst an den Kranken, den Flüchtlingen, den Kindern und – Sie werden lachen – an seiner Kirche. In ihr kann ich seine Gegenwart wahrnehmen.

Diese Sünder lieben und die Sünden hassen

Bordat Josef Von Ablaßhandel bis Zölibat

Das Buch liegt griffbereit auf meinem Schreibtisch

Ich lese gerade mit Vergnügen die Sünden der Katholischen Kirche, die Josef Bordat zusammengestellt hat.
Er erläutert kenntnisreich 36 angebliche Baustellen der Katholischen Kirche. Als Katholik schmerzt es mich, wenn ich von Fehlern der Verantwortlichen in der Kirche lesen muss. Bei Bordat ist aber der Grundsatz von Paulus, die Sünde zu hassen und den Sünder zu lieben erkennbar. Er dokumentiert kenntnisreich und sachlich die kontroversen Themen, sodass die Fakten für sich sprechen und die Liebe nicht zu kurz kommt.

Neu war für mich, dass Papst Gregor IX im 13. Jahrhundert die gebotene Toleranz den Juden gegenüber auf die Goldene Regel brachte: Es ist den Juden jenes Wohlwollen entgegenzubringen, das wir im Heidenland den Christen gewährt zu sehen wünschen. Viele Größen der mittelalterlichen Theologie wie Hugo von St. Viktor, Bernhard von Clairvaux und Hildegard von Bingen haben sich wohlwollend mit dem Judentum befasst. Auch die Tagebuchnotiz des römischen Oberrabbiners war für mich neu, der Pius XII wegen der Rettung der hunderttausend Jüdinnen und Juden in der NS-Herrschaft lobt.

Vergnüglich für mich die kirchliche Sicht, dass die Hierarchie einer Frau, nämlich Maria untergeordnet ist, wie es Johannes Paul II und Papst Franziskus betonen. Maria ist wichtiger als die Apostel und ihre Nachfolger, die sich vor ihr verneigen müssen.

Josef Bordat zitiert die neueste historische Forschung, die mit einigen Vorurteilen zum Beispiel zu Hexen und Ketzer aufräumt. Es ist zum Unterschied von vielen trockenen Sachbüchern gut lesbar und flüssig geschrieben.

Dieses Sachbuch „Von Ablasshandelt bis Zölibat, Das „Sündenregister“ der Katholischen Kirche“ von Josef Bordat ist ein rundum kontroverses und sehr anregendes Buch, das ich für die Weihnachtszeit nur empfehlen kann.

Josef Bordat: Von Ablasshandel bis Zölibat, Das „Sündenregister“ der Katholischen Kirche, 17,90 EUR, (inkl. 7,00% MwSt. und zzgl. Versandkosten), ISBN: 978-3-942605-16-8
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Josef Bordats Webblog

Liebe, Tod und Halloween

Für uns alle ist Jesus auferstanden

Für uns alle ist Jesus auferstanden

Eines ist sicher: Das Leben hier auf Erden hat ein Ende. Aber Gott will nicht, dass es endet. Er zeigt uns ein Leben nach dem Tod, in seiner Herrlichkeit, in seinem Paradies, in seiner himmlischen Stadt, in der er uns schon Wohnungen gesichert hat.

Denn das könnte einigen so passen, dass mit dem Tod alles aus ist. Dann wären das Leid und die Ungerechtigkeit für immer fixiert. Die Auferstehung ist die Antwort Gottes gegen Leid und Ungerechtigkeit. Sie ist der Protest Gottes gegen den oberflächlichen Umgang mit dem Tod. Er möchte auch noch ein Wörtchen mitreden, das nicht nur beim Wörtchen bleibt.
Diese zwei Tage erinnern uns an die Verstorbenen. An jene, die uns sehr nahe waren und noch sind.
Sie erinnern uns aber auch an unseren eigenen Tod.
Wir halten an Jesus Christus fest und halten damit unsere Hoffnung auf die Auferstehung wach.

Jesus öffnete die Tür in die Herrlichkeit

Jesus öffnet die Tür in die Herrlichkeit

Christus ist für jeden von uns von den Toten auferstanden und hat die Toten mit in die Herrlichkeit genommen. Er schloss die Tür der Herrlichkeit für alle Menschen auf, den Toten und den Lebenden. Allerheiligen und Allerseelen ist damit ein kleines Osterfest im Herbst.
Heilige werden verehrt (nicht angebetet), weil man gesehen hat, dass sie intensiv mit Gott und Christus gelebt haben. Das Volk Gottes, die Kirche nimmt an, dass sie relativ sicher in der Herrlichkeit Gottes sind.
Man muss nicht sterben um heilig zu sein. Alle, die in der Gegenwart mit Jesus Christus und dem Hl. Geist leben und Gott und den Nächsten lieben, sind jetzt schon heilig.
Viele bitten Gott in diesen Tagen, dass er den Verstorbenen und ihnen selber einen guten Übergang in die Herrlichkeit schenken möge.
Das Fest mit Gott ist ein Gemeinschaftsfest. Gott ist in sich selber Vater, Sohn und Geist. Wenn dann noch die Heiligen, die Verstorbenen, die Engel und alle mitfeiern, die zum Gottesdienst in der Kirche kommen, ist das dann ein großes wunderbares Volksfest.

Hier kommt das Evangelium, die gute Nachricht zu Allerheiligen

Die Matthäusgemeinde erinnert daran, dass Jesus Menschen beglückwünscht, die ihr Leben aus ihrer Gottesbeziehung her gestalten und dafür von Gott beschenkt werden :
In jener Zeit als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Matthäus 5,1-12a Lesejahr A

Das Wort Halloween kommt von All Hallows‘ Eve, dem Abend vor Allerheiligen. Halloween ist ein nach seriösen historischen Studien urchristliches Fest, das mit vielen falschen Sagen fast zu einem heidnischen Fest gemacht wurde.

Wir brauchen Trauerzeiten und Trauerorte

Wir brauchen Trauerzeiten und Trauerorte

Trotz der christlichen Hoffnung, dass wir nach dem Tod in Gottes Herrlichkeit volles Leben haben, ist die Trauerzeit eine sehr wichtige Phase, in der wir einen Ort und eine Zeit brauchen, um Abschied von einer oder einem Verstorbenen zu nehmen und um uns neu in der Welt zu orientieren.

Gute Beziehungen zwischen Judentum und katholischer Kirche!

JudentumIn Wien gab es am österreichischen Nationalfeiertag ein Treffen zwischen Oberrabbiner Arie Folger, Kardinal Christoph Schönborn und Oskar Deutsch, dem Präsidenten der Israelischen Kultusgemeinde (IKG).  Dabei überreichte Arie Folger das Dokument „Zwischen Jerusalem und Rom“, hinter dem Vertreter der europäischen Rabbinerkonferenz, des Oberrabbinats in Israel und der orthodoxen Rabbiner in den USA stehen.
Den Vorsitz der Autorenkommission hatte der Wiener Oberrabbiner Arie Folger inne. Das Dokument, das Anfang September in Rom Papst Franziskus überreicht wurde, gilt als erste offizielle Antwort von rabbinischen Organisationen zum Konzilsdokument „Nostra aetate“.
In dem Schreiben würdigen die Vertreter des Judentums dieses Konzilsdokument „Nostra aetate“ über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen und erklären zu den Beziehungen mit der katholischen Kirche: Die Rabbiner wollten partnerschaftlich und solidarisch gemeinsam mit den Christen für Toleranz, für eine positive Einstellung zu anderen Religionen, gegen Hass und für den Frieden eintreten – trotz theologischer Differenzen.
In dem Dokument wird nicht nur auf die Initiative von Papst Johannes Paul II hingewiesen, der 1994 schrieb: „Zu Recht nimmt sich die Kirche, während sich das zweite christliche Jahrtausend seinem Ende zuneigt, mit stärkerer Bewusstheit der Schuld ihrer Söhne und Töchter an“.  Es werden auch zwei Männer hervorgehoben, die Helden der Geschichte genannt werden:
Abt Bernard von Clairvaux während der Kreuzzüge und Jules-Géraud Kardinal Saliège von Toulouse während des Zweiten Weltkriegs.
Als während der Kreuzzüge ein Zisterziensermönch begann, die Deutschen zu mahnen, Juden zu vernichten, bevor sie den Krieg gegen die Muslime führten, schritt Abt Bernard von Clairvaux persönlich ein, um dies zu beenden. Wie Rabbiner Efraim von Bonn schrieb: „Ein ehrbarer Priester namens Bernhard, eine große Gestalt und ein Meister aller Priester, die ihre Religion kannten und verstanden, sagte zu ihnen: ‚Mein Schüler, der predigte, dass die Juden vernichtet werden sollten, sprach unzulässig, denn es steht für sie im Buch der Psalmen geschrieben: ‚Tötet sie nicht, damit mein Volk nicht vergisst.‘ Alle Leute betrachteten diesen Priester als einen ihrer Heiligen, und unsere Nachforschung ergab nicht, dass er Bestechungsgelder annahm, um gut von Israel zu sprechen. Als sie dies hörten, beendeten viele von ihnen ihr Tun, das über uns den Tod brachte“ (Sefer Zekhirah, hg. von A.M. Haberman, S. 18).

Jules-Géraud Saliège (24. Februar 1870 – 5. November 1956) war von 1928 bis zu seinem Tod der katholische Erzbischof von Toulouse und eine bedeutende Persönlichkeit des katholischen Widerstandes gegen das Pro-Nazi-Regime in Frankreich. Er wurde 1946 von Papst Pius XII. zum Kardinal ernannt. Jad WaSchem ehrte ihn als Gerechten unter den Völkern für seine Verdienste, Juden während der Schoa geschützt zu haben.

Die Autoren des Dokuments „Zwischen Jerusalem und Rom“ sehen tiefgreifende theologische Unterschiede, trotzdem „teilen Katholiken und Juden den Glauben an den göttlichen Ursprung der Tora und an eine endgültige Erlösung und nun auch in der Bekräftigung, dass Religionen moralisches Verhalten und religiöse Erziehung einsetzen – nicht Krieg, Zwang oder sozialen Druck –, um Einfluss auszuüben und Inspiration zu geben.“
Sie schließen mit dem Ziel, zusätzliche Wege zu suchen, „die es uns ermöglichen, gemeinsam die Welt zu verbessern: auf Gottes Wegen zu gehen, die Hungrigen zu ernähren und die Nackten zu bekleiden, den Witwen und Waisen Freude zu bereiten, Zuflucht den Verfolgten und Unterdrückten zu gewähren und so Seinen Segen zu verdienen.
Im Zweiten Vatikanischen Konzil (1963-65) stellte die katholische Kirche fest:
„Die Kirche glaubt, daß Christus, unser Friede, Juden und Heiden durch das Kreuz versöhnt und beide in sich vereinigt hat. Gewiß ist die Kirche das neue Volk Gottes, trotzdem darf man die Juden nicht als von Gott verworfen oder verflucht darstellen, als wäre dies aus der Heiligen Schrift zu folgern. Darum sollen alle dafür Sorge tragen, daß niemand in der Katechese oder bei der Predigt des Gotteswortes etwas lehre, das mit der evangelischen Wahrheit und dem Geiste Christi nicht im Einklang steht.
Im Bewußtsein des Erbes, das sie mit den Juden gemeinsam hat, beklagt die Kirche, die alle VerfoIgungen gegen irgendwelche Menschen verwirft, nicht aus politischen Gründen, sondern auf Antrieb der religiösen Liebe des Evangeliums alle Haßausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgend jemandem gegen die Juden gerichtet haben. Auch hat ja Christus, wie die Kirche immer gelehrt hat und lehrt, in Freiheit, um der Sünden aller Menschen willen, sein Leiden und seinen Tod aus unendlicher Liebe auf sich genommen, damit alle das Heil erlangen. So ist es die Aufgabe der Predigt der Kirche, das Kreuz Christi als Zeichen der universalen Liebe Gottes und als Quelle aller Gnaden zu verkünden.“
Quellen:
Nostra Aetate
Orf Religion
Jewish-Christian Relations
Kathpress
Links: Jüdische Allgemeine
Zenit
Heute
katholisch.de
Radio Vatikan
Domradio.de

So verschieden waren sie nicht: Luther und Loyola

In der Zeitschrift „Stimmen der Zeit“ vergleicht Michael Sievernich SJ die beiden Reformatoren und kommt zu überraschendem Ergebnissen. „Der Monat Mai im Jahr 1521 sollte ihr Schicksalsjahr werden, da beide ihre äußere Bewegungsfreiheit verlieren, der eine durch Reichsacht, konfiniert auf der Wartburg; der andere durch Kriegsverwundung als Rekonvaleszent auf seiner Wohnburg Loyola. Doch beide gewinnen eine neue innere Freiheit, sei es durch Erfahrung der göttlichen Gerechtigkeit (Röm 1,17) oder durch Zuflucht bei Gott allein (solo Dios). Beide legen ihre Kleidung ab, Luther den Mönchshabit, Loyola die adelige Kleidung und das Schwert. Beide machen Übungen: Junker Jörg Übersetzungen der Heiligen Schrift, der Pilger Iñigo spirituelle Übersetzungen beim Dienst am Wort. Innere Anfechtungen und äußere Verfolgungen bleiben ihnen nicht erspart, weil beide unter Häresieverdacht gerieten; bei Luther mit den Folgen der Exkommunikation, bei Loyola verliefen mehrere Inquisitionsprozesse im Sande.“
Auch zitiert er den Frühneuzeithistoriker Heinz Schilling aus seinem Buch „Martin Luther. Rebell in einer Zeit des Umbruchs“ (Seite 156): „Auf lange Sicht sollte sich zeigen, dass der von Jesuiten eingeschlagene Weg der inneren Erneuerung nicht weniger erfolgreich und für die konfessionelle Kultur der europäischen Neuzeit prägend war als der von Luther begründete und von anderen Reformatoren, namentlich Calvin, eigenständig mitgeprägte Protestantismus. So lässt sich Ignatius von Loyola, der Gründervater der Jesuiten, der seinen Orden und mit diesem den römischen Reformprozess wie kein zweiter prägte, angesichts seiner weltgeschichtlichen Wirkung als dritter Reformator Luther und Calvin zur Seite stellen.“

Artikel in der Stimmen der Zeit

http://www.stimmen-der-zeit.de/zeitschrift/ausgabe/details?k_beitrag=4839832&cnid=13&k_produkt=None

 

Schön, dass du da bist!

Begrüßung vor und Kaffee nach dem Gottesdienst

Begrüßung vor und Kaffee nach dem Gottesdienst

In unserer Gottesdienstgemeinde wird man beim Eingang mit „Willkommen in unserem Gottesdienst“ begrüßt, und das seit drei Jahren. Auch zum regelmäßigen Pfarrkaffee werden alle, auch Neue angesprochen und eingeladen. Einige sagen: Es ist so schön, dass man da begrüßt wird. Es ist wie in der Familie. Einige meinen, sie bekommen ein Gefühl der Heimat.
Immer mehr Gemeinden haben einen Begrüßungsdienst am Anfang des Gottesdienstes eingerichtet, der die Ankommenden mit „Guten Morgen. Schön, dass Sie da sind!“ willkommen heißen. Auch das Pfarrkaffee braucht einen Begrüßungsdienst, damit sich alle zuhause fühlen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Begrüßungsteams erleben das meist als Bereicherung ihres Daseins.
Link zu Der Sonntag, Wr. Erzdiözese

Priesterinnen

Das Bild der vier Frauen zeigt, dass die Frauen in der Kirche immer schon die Priesterinnen Christi waren: Es sind Theodora Episcopa, Praxedis, Mutter Maria, Pudentia. Das Mosaik befindet sich in Rom, in der Zeno-Kapelle der Kirche Santa Prassede.

Das obige Bild der vier Frauen zeigt, dass die Frauen in der Kirche immer schon die Priesterinnen Christi waren: Es sind Theodora Episcopa, Praxedis, Mutter Maria, Pudentia. Das Mosaik befindet sich in Rom, in der Zeno-Kapelle der Kirche Santa Prassede.

Ich war traurig als eine gute Freundin aus der Kirche ausgetreten ist. Sie liebt Jesus, will aber den Kirchenbeitrag nicht zahlen und die „männliche Amtskirche“ nicht unterstützen. Da ist einiges schief gelaufen. Ich erinnerte mich, dass Jesus sagte: „Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein … Seid wie dieses Kind.“ Sollten sich Priester wie Diktatoren aufführen, dann verletzen sie Christus, denn die Kirche ist der lebendige Christus. Es ist oft für viele nicht klar, dass alle Getauften zu Priesterinnen und Priester getauft sind. Die „geheimen“ Priesterinnen (und Priester) der katholischen Kirche sind die Frauen (und Männer), die eine tiefe Beziehung zu Christus haben, ihren Kindern von Christus erzählen, die Lesungen vortragen, die Kommunion austeilen, in der Schule Religion unterrichten, die Firmgruppe oder die Erstkommuniongruppe leiten, Kuchen zum Pfarrkaffee bringen, auf der Universität Theologie lehren, das Pastoralamt oder das kirchliche Schulamt leiten und den Kirchenraum für die Gemeinde und für Christus schmücken. Sie sind so wichtig wie der Priester, der die Wandlungsworte spricht. Denn alle zusammen sind wir der lebendige Christus.

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Ich bin mit dir.
Die Matthäusgemeinde erinnert daran, dass Jesus den Rat gibt, den Bruder unter vier Augen zu sprechen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Er soll nicht vor aller Augen kritisiert werden. Das Ziel ist es, dass der Kritisierte nicht das Gesicht verliert, Einsicht zeigt und sein Verhalten bessert. Das zweite Jesuswort ist eine große Ermächtigung. Unsere Bündnisse wirken sich auch im Jenseits, bei Gott aus, wo es sie auch gebunden sind.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner. Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. (Evangelium nach Matthäus 18, 15-20)