Archiv der Kategorie: Kirche

EXCLUSIVE: Priest says he will return to work | CTV News Montreal

Quelle: EXCLUSIVE: Priest says he will return to work | CTV News Montreal

Montreal priest stabbed at Mass ‚eager‘ to return

Report on CNA

Bischof Overbeck: „Wir stehen vor einer kirchlichen Zeitenwende“

Wort des Bischofs zum Jahresbeginn 2019 wirbt dafür, mutig und frei über Fragen zu Priesterbild, Frauenamt und Sexualmoral nachzudenken. Vor einer Zeitenwende sieht der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck die katholische Kirche angesichts der Unruhe und des Zorns vieler Menschen aufgrund grundlegender Missstände in der Kirche. „Die alte Zeit ist zu Ende!“ schreibt Overbeck in seinem „Wort des Bischofs“, das am 12. und 13. Januar 2019 in allen Kirchen des Bistums Essen verlesen wurde. Priesterbild und Weiheamt, Hierarchie, Zölibat, Frauenamt und Sexualmoral ständen auf der Tagesordnung. … Nun gehe es nicht darum, eine bestimmte, vertraute Gestalt der Kirche zu retten, sondern nach neuen Wegen zu suchen, um mit Gott in Berührung zu kommen.

Quelle: Bischof Overbeck: „Wir stehen vor einer kirchlichen Zeitenwende“
und: Katholisch.de

Eine geheimnisvolle Bibelübersetzung aus Österreich

Evangelienwerk, Eröffnungsseite (fol. 6r)

Ein Rätsel: 200 Jahre vor Martin Luther (1483-1546) hat bereits ein Österreicher die Bibel ins Deutsche übersetzt. Die großartigen Texte waren in verschiedenen Bibliotheken und man erkannte erst spät, dass sie von ein und dem selben Autor stammen. Bekannt waren sie als „Klosterneuburger Evangelienwerk“,  „Schlierbacher Altes Testament“ und „Psalmenkommentar“.
Der sehr gebildete Autor lebte anscheinend um ca. 1330 n. Chr. in Österreich und forderte, dass die Heilige Schrift den „seligen“ Christen geöffnet wird und ins Deutsche gebracht wird. Er übersetzte auch andere Texte z.B. aus der Legenda Aurea und gab immer wieder seine Kommentare dazu. Deutsche Historiker  (Prof. Dr. Freimut Löser, Prof. Dr. Jens Haustein und Prof. Dr. Martin Schubert) erforschen mit ihren Arbeitsgruppen die rätselhaften Texte und wollen in nächster Zeit Stück für Stück dieser deutschsprachigen Bibel veröffentlichen.

Quellen:
Wikipedia
Süddeutsche Zeitung
Das Projekt der Bayrische Akademie der Wissenschaften
Der Spiegel
Kurier

Die Kirche reicht bis ins Jenseits

Himmlische LiturgieWarum gehe ich am Sonntag in die Kirche? Ich liebe Gott. Ich fühle mich hingezogen. Aber ich habe mich auch dafür entschieden. Es gibt für mich gute Gründe, am Sonntag in die Kirche zu gehen. Ich nenne einmal drei.
1. Es ist wahr: Gott erschuf das Universum, gab der Natur Ziele und beschenkte uns mit seinem Sohn. Mit ihm als Grund kann ich mein Lebenshaus bauen. Der Gottesdienst vermittelt mir dies.
2. Sein Sohn nahm uns in seine Familie, die Kirche auf, die in das Jenseits reicht. Nach unserem Tod werden wir am himmlischen Mahl teilnehmen, ähnlich wie wir es jeden Sonntag machen.
3. Mein persönliches Gebet vereinigt sich mit dem Gottesdienst-Gebet der Kirche. Ich stimme mich ein auf diese göttliche „Liturgie“, die meiner Seele Licht, Freiheit und seelische Gesundheit gibt und mich vor Chaos, Unfreiheit und seelischer Krankheit bewahrt.
Ich danke Gott dafür, dass er uns den Sonntag und den Gottesdienst geschenkt hat.

Der Jesuitenpater Roberto Busa als Vordenker des WWW

Roberto Busa SJ war ein italienischer Ordensgeistlicher, Theologe und Linguist. Roberto Busa gilt als Begründer der wissenschaftlichen Anwendung der EDV in den Geisteswissenschaften und Erfinder des Index

Roberto Busa SJ war ein italienischer Ordensgeistlicher, Theologe und Linguist. Roberto Busa gilt als Begründer der wissenschaftlichen Anwendung der EDV in den Geisteswissenschaften und Erfinder des Index

Im Herbst 1949 bekam IBM im New Yorker Stammsitz außergewöhnlichen Besuch. Ein junger italienischer Jesuitenpater bat den Büromaschinenhersteller um Unterstützung. Roberto Busa forderte Zugang zu den neuen raumgroßen Computern, die damals mit Lochkarten programmiert wurden. Er benötigte sie für ein wissenschaftliches Mammutprojekt zu den Schriften des mittelalterlichen Philosophen Thomas von Aquin.Der Plan des jungen Jesuiten ging auf und IBM stattete ein ganzes Forschungszentrum in Italien mit Rechenmaschinen aus. Busas Projekt verkürzte sich von kalkulierten 40 auf sieben Jahre. – Heute gilt der umtriebige, 2011 verstorbene Jesuitenpater als Vordenker der Digital Humanities.
Von Anna Masoner:  Hypertext und Soutane, 10.10. | 7 Tage Ö1 
Auch unseren E-Mail-Verkehr und das Surfen im Web verdanken wir teilweise Busa, der die noch junge Informatik auf das geschriebene Wort brachte, als Computer gerade einmal Rechenaufgaben in Banken und Versicherungen erledigten.

Missbrauchskrise – Krise der Moraltheorie? – JoBos Blog

Dass Missbrauch ein moralisches Problem ist, sollte nicht weiter erläuterungsbedürftig sein. Doch anders sieht es mit der These aus, Missbrauch sei das Ergebnis falscher Moraltheorie. Wie ist das zu versehen?

Quelle: Missbrauchskrise – Krise der Moraltheorie? – JoBos Blog

Josef Bordat zitiert den emeritierten Papst Bendedikt XVI und sagt dann: „Der ethische Proportionalismus – eine Variante des Relativismus – bestreitet, dass es Dinge gibt, die in sich schlecht sind. Er trägt uns stattdessen auf, die Moral einer Handlung situativ zu eruieren und damit immer neu zu beurteilen, was das Beste in einer bestimmten Konstellation ist – ohne dabei eine absolute Untergrenze des moralisch Vertretbaren anzuerkennen. Damit wird nicht nur das Bessere immer wieder neu definiert, sondern auch das Böse an sich geleugnet. Benedikt stellt klar, dass ein solches Denken in einigen Fällen verheerende Folgen hat. Zum Beispiel beim sexuellen Missbrauch.“

Das ist, so denke ich, ein Teil des Problems. Der andere Teil ist die Attraktivität der Kirche (und ähnlicher Organisationen) für Pädophile, die hoffen, ihre perversen Phantasien in ihr realisieren zu können.

 

Zahlen zum Missbrauch – JoBos Blog

Eigentlich sollten sie erst am 25. September rauskommen, aber dann lagen sie doch bereits heute vor: die Zahlen der DBK-Studie zum Missbrauch. Danach hat es von 1670 Priestern, Diakonen und männliche Ordensangehörigen in der Zeit von 1946 bis 2014 sexuelle Übergriffe auf (überwiegend männliche) Kinder und Jugendliche gegeben. 1670 von 38.156 – 4,4 Prozent Täteranteil. Damit viermal höher als in der Bevölkerung, in der von etwa ein Prozent Männern mit pädophilen Neigungen ausgegangen wird. Das ist signifikant. Und das finde ich schon bedenkenswert. Weiterlesen