Archiv der Kategorie: Himmel

Warum Herdenimmunität wahrscheinlich unmöglich ist – Spektrum der Wissenschaft

Wieso wir jetzt eine Strategie brauchen, um mit dem Virus zu leben.
Zu Beginn der Pandemie war die Hoffnung groß, dass das Virus mit der Impfung keine Chance mehr auf Verbreitung hat. Doch das klappt wohl nicht. Jetzt muss eine neue Strategie her. Von Christie Aschwanden

Es ist unklar, ob Impfstoffe die Übertragung verhindern. Der Impfstoff ist ungleichmäßig verteilt. Neue Varianten verändern die Rechnung. Immunität hält vielleicht nicht ewig an. Impfstoffe könnten das menschliche Verhalten verändern.

Das Beispiel Grippe wird in dem Artikel angeführt. Sie ist heuer sehr mild gewesen. Angenommen 30 % sind immun, weil sie in den Vorjahren Grippe hatten und 30% haben sich impfen lassen, ergibt 60% Immune. Jetzt kommt aber auch Maske tragen, Abstand halten und wenige Besuche dazu. Da schafft es die Grippe nicht, sich zu verbreiten.

Quelle: Warum Herdenimmunität wahrscheinlich unmöglich ist – Spektrum der Wissenschaft

Als Christ

In den nächsten Jahren wird es notwendig sein, Impfen, Testen, Masken und „social distancing“ beizubehalten.
Als Christ habe ich einen starken Anker in Gott, sodass ich diese Verhaltensweisen gelassen nehmen kann. Ich bitte: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ (Reinhold Niebuhr) Als Christ schaue ich genau auf die wissenschaftliche Forschung und versuche niemanden zu gefährden. Impfen, Testen, Masken und „social distancing“ sind mir ein Handeln aus Respekt vor den anderen Menschen. Ich rufe den liebevollen Heiligen Geist und lasse mich von ihm leiten. Ich weiß, dass auf uns das ewige Leben in Gottes zukünftigem Bereich wartet.
Hannes Daxbacher

Der große Schöpfer der Welt wird ein kleiner Mensch in der Welt.

Der große Denker Professor Leszek Kołakowsi hinterlässt uns einen Satz, der mir gerade vor Weihnachten durch den Kopf geht: Was für eine Hoffnung bleibt uns noch, außer dass Gott wiedergeboren wird? Er war Kommunist und ist zum Glauben gekommen, weil er das Ganze der Welt bedachte. Was für eine Hoffnung bleibt uns noch? Sollen wir hoffen, dass Gott wiedergeboren wird? Aber Vorsicht! Wenn Gott wiedergeboren wird, dann dreht sich wie in Betlehem alles um. Die Futterkrippe wird zum göttlichen Licht, der Stall wird zum himmlischen Paradies, das Stroh wird zum Flügelschlag der Engel, was klein und arm wird groß und himmlisch. Der große Schöpfer der Welt wird ein kleiner Mensch in der Welt. Und das Kleine in der Welt wird groß im himmlischen Paradies. Es wird sein, als hätt der Himmel die Erde still geküsst, – dass sie im Engelsschimmer von ihm nun träumen müsst. Wollen wir das? Wollen wir vom himmlischen Gott träumen?

Die Welt in Erschütterung

Die Zeit des Advent beginnt wenig besinnlich, ruhig und adventlich. Der 1. Adventsonntag steht in der Folge der letzten Sonntagsevangelien, die uns an das Ende der Welt erinnert haben.
Auch heute spricht Jesus vom jüngsten Tag, von dem Tag, an dem die Sonne sich verfinstert, der Mond nicht mehr scheint, die Sterne vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden. Es ist der Tag, an dem Christus mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen wird und die Seinen aus allen Windrichtungen zusammenholen wird.
Dieser letzte Tag wird kommen.
Deshalb lädt uns Jesus ein, aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum zu lernen. Die Menschen damals konnten anhand des Feigenbaums die Jahreszeit ablesen, erkennen, wann bzw. dass der Sommer nahe ist.
Genau so sollen wir erkennen, dass der jüngste Tag kommen wird, und bereit sein.
Den Tag und die Stunde kennt nur der Vater. Wir wissen nicht, wann dieser Tag kommen wird, wir wissen nur dass er kommen wird.
Umso wichtiger ist es, stets so zu leben, als könnte er heute oder morgen kommen, stets bereit zu sein, um Christus zu begegnen.
Wir sollen wachsam sein.
Lebe ich derzeit so, dass Jesus Christus jederzeit wiederkommen könnte?
Müsste ich in meinem Leben etwas ändern, um für Christus bereit zu sein?
Michael

Licht in der Finsternis

Ein Blick zurück ist ein Blick in die Zukunft

Im Markusevangelium lesen wir die Rede vom guten Ende. Die Menschen fragten sich: Gibt es in einer Welt, in der alles aus den Fugen gerät, Hoffnung? Das ist auch unsere Frage, wenn wir in die Welt schauen. Ja, wir können Hoffnung haben. Es gibt Zeichen der Hoffnung, die die Ankunft von Christus zeigen.

Beim Propheten Jesaja lesen wir, dass das Volk Israel, heimgekehrt aus dem Exil im 5. Jahrhundert vor Christus, den Tempel zerstört vorfindet. Der Schreck des verlorenen Krieges sitzt tief. Dennoch: Ein leiser Hoffnungsfunke ist noch da. Gott ist sein Vater, der sich ihm wieder zuwendet.
Im ersten Brief an die Gemeinde in Korinth zeigt Paulus seine Wertschätzung für die Gemeinde und erinnert sie an ihre Berufung. Auch er denkt an den Tag unseres Herrn Jesus Christus und fragt sich, ob wir zu einer Begegnung mit ihm bereit sind.

Der Tag des Christus: jetzt?

Es gibt drei Ereignisse, in denen der gute Tag des Christus nicht am Ende der Welt sich ereignet, sondern schon im Vorhinein wie in einem Vorgeschmack erfahrbar ist:
Im Sonntag, dem „Tag des Herrn“. Der Alltag wird unterbrochen. Es ist Zeit für die Familie, für Gott und die Freunde.
Im Gottesdienst in der Kirche ereignet sich ein Tag des Christus. Wir sind im Dialog mit Gott und er schenkt uns das gute Wort, das uns aufbaut und das Brot, das uns heilt.
Im Gebet in der Woche können wir den Tag des Christus erleben. Es unterbricht die Aufgaben, die Funktionalität und Gott sagt: Ich bin da. Ich bin, der ich für dich da bin.
In diesen drei Ereignissen kommt Gott und Jesus Christus einzigartig mit seinem Geist uns entgegen. Es ist vollkommene Liebe.

Ja, wir haben Hoffnung, dass diese Welt sich entwickelt und dass sie in den Punkt Omega übergeht, wie es Teilhard de Chardin sagte. Dieser Punkt Omega ist dieser kosmische Christus, auf den alles zuläuft. Es ist die große Kommunion, die große Kommunikation, das große universale Gespräch.
Danke, Gott!
Hannes

Begehrenswerter Schatz

Er verkaufte alles, und kaufte sich den Acker.

Wenn sich die Ehepartner begehren, kann das die Beziehung stärken. Begehren ist etwas zutiefst Menschliches. Wenn in einem Rosenkrieg beide Ehepartner sich um das Haus und die Kinder streiten und nicht loslassen, bringt dieses Begehren Probleme. Wenn die Manager von Wirecard oder der burgenländischen Commerzialbank die Bücher fälschen, dann verunsichert dies viele von uns. Wenn Menschen in der Coronazeit fröhliche Partys ohne Abstand oder Masken feiern, haben diese Personen oft nur ihre eigenen Glücksmomente, aber nicht die Gesundheit aller im Blick.
Nun, was ist ein angemessenes Begehren?
Jesus erzählt von einem Mann, der einen Schatz entdeckte, der in einem Acker vergraben war. Er grub ihn wieder ein, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte den Acker.
Auch ein Kaufmann suchte schöne Perlen. Als er eine besonders wertvolle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte die Perle.
So, sagt Jesus, ist es mit dem Reich Gottes. So intensiv kann ich das Reich Gottes, das Himmelreich begehren.
Jesus erzählt auch von einem Schriftkundler, der ein Jünger des Himmelreiches geworden ist. Über ihn sagt er: Er ist wie ein Hausherr, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt. Ich meine: Er begehrt das Richtige. Im Reich Gottes entdeckt er Neues und Altes. Altes, das Menschen vor mir entdeckten und Neues, das wir heute entdecken. Weil ich ein Mensch bin, darf und soll ich begehren. Ich soll das Gute begehren. Ich soll das Schöne begehren. Ich soll das Wahre begehren. Ich darf und soll das Reich Gottes begehren. Das macht Sinn.

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In dieser Adventzeit merke ich, dass Gott liebevoll im Hintergrund handelt.

Es gibt sie noch, die Weihnachtspost auf Papier. Wir bekommen von lieben Freunden Weihnachtskarten, teilweise sogar selbst gemalt. Sie stehen dann am Esstisch vor dem Adventkranz und erinnern uns an die Freunde und geben dem Raum vorweihnachtliche Atmosphäre. In dieser Adventzeit merke ich, dass Gott liebevoll im Hintergrund handelt. Es fügt sich vieles, was vorher nicht möglich war. Er kommt zu uns nicht nur in unsere Herzen, wie es der Romantiker Angelus Silesius weiß, sondern auch über unsere Augen durch das Licht der Kerzen. Da strahlt auch ein fast unbemerkbares Licht vom Kind aus Betlehem zu uns. Dieses Sinnliche kann ich auch in den Gottesdiensten wahrnehmen. Gott wird mir im Brot und im Wein sinnlich wahrnehmbar. Es ist für mich ein Privileg, in die Kirche zum Gottesdienst zu gehen und Gott in der Kommunion zu empfangen. Dieses Privileg wirkt sich merkbar im Alltag aus. Es entwickelt sich eine gewisse Distanz zu den Heiligtümern dieser Welt wie Auto, Konsum, Fernreisen oder Erfolg. Ich bekomme Lust, Weihnachtskarten zu schreiben und Geschenke auszusuchen. Das Schöne und Gute ist ein Vorgeschmack des Paradieses und umgekehrt wird vieles, was wir in dieser Welt erleben und gestalten ein Teil des göttlichen Himmels. Auch das Gute. Auch das Schöne. Und auch die lieben Menschen.

Was passiert uns nach dem Tod?

Abraham und Lazarus im Himmel und der reiche Mann im Schattenreich der Unterwelt
Wäre das gerecht? Abraham und Lazarus im Himmel und der reiche Mann im Schattenreich der Unterwelt?

Ich glaube, dass wir alle, ob Gläubige oder Ungläubige, Christen, Buddhisten, Moslem, Atheisten oder Esoteriker – alle – zu Gott kommen, der die unermessliche Liebe ist. Gott ist ja der, über den nichts Größeres gedacht werden kann und er hat sich in Abraham, Moses, den Propheten und unüberbietbar in seinem Sohn Jesus geoffenbart. In seiner Liebe lässt er uns auch im Tod nicht fallen.

Ich frage mich auch, ob es im Jenseits eine ausgleichende Gerechtigkeit gibt. Ich lasse zwei Männer über ihre Situation reden, den armen Lazarus und einen Reichen:

Ich liege vor der Tür dieses bescheuerten Reichen. Meine Glieder schmerzen mich höllisch. Diese Wunden jucken mich. Hunger habe ich auch. Ich würde gerne von dem essen, was diesem Reichen vom Tisch fällt. Seine Hunde dürfen das aufschlecken. Jetzt kommen diese Biester und wenn ich nicht aufpasse, schlecken sie an meinen Geschwüren. – Oh, was passiert mir? Ich werde getragen. Das ist aufregend. Das sind ja Engel! Ich fliege. Was machen die mit mir? Es kommt mir vor, ich bin in Abrahams Schoß! Oh Gott! Ist das schön! Wenn ich da hinunterschaue sehe ich den Reichen nicht mehr. Ist er tot? Recht geschieht ihm. Er war immer schon ein hartherziger Kerl.

Ich ziehe heute meinen neuen Anzug an. Heute wird ein super Fest gefeiert. – Oh, was passiert mir? Jetzt sehe ich nur Schatten. Wo bin ich? Was ist das? Ich habe höllischen Durst! Es muss mir doch wer helfen! Vater Abraham soll mir helfen! Er soll den Lazarus zu mir schicken, damit der mir hilft.- Ich verstehe nicht, warum er mir nicht hilft. Ich habe mir nichts zuschulden kommen lassen. Noch dazu will ich ohnehin meinen Brüdern helfen. Das ist doch Bruderliebe. Was habe ich verbrochen, dass ich in dieser bescheuerten Unterwelt so schrecklich dursten muss? Naja, vielleicht habe ich nicht vor die Tür geschaut. Aber sonst war ich doch anständig. Warum kann ich mein gutes Leben im Himmel nicht weiterleben? Wie lange soll ich hier leiden? Bis ich alle meine Sünden abgebüßt habe?

Wie kann ich als Reicher in den Himmel kommen? Wenn ich auf Moses und auf die Propheten höre? Wenn ich Nächstenliebe und Gottesliebe übe? Wenn ich auf mein Gewissen und auf Gott höre? Ich entscheide mich jetzt. Nach dem Tod ist es zu spät. Wir sollten darüber reden

Der Himmel kann zärtlich sein.

Maria wurde ganz und liebevoll in den Himmel aufgenommen
Maria wurde ganz und liebevoll in den Himmel aufgenommen

Das Christentum wurde von einigen Kritikern als leibfeindlich kritisiert. Das bezog sich aber hauptsächlich auf die Sexuallehre vor dem 2. Vatikanischen Konzil. Die Geschichte von der Aufnahme Marias mit Leib und Seele in den Himmel zeigt mir, dass wir Menschen mit Leib und Seele in den Himmel kommen und nicht nur mit einer durchsichtigen Flatterseele. Leib und Seele ist ja eine Einheit und kann nicht einfach so getrennt werden. So ist die ganzheitliche Aufnahme Mariens in den Himmel für mich etwas ganz Normales.
Ich denke mir, dass Maria für Gott sehr wichtig war. Mit ihr bereitete er seine Menschwerdung vor. Ihre Eltern, Anna und Joachim, freuten sich sehr, als sie noch im hohen Alter ein Mädchen bekamen. Als der Engel Gabriel die erwachsene Maria fragte, war sie nach Rückfragen bereit, Gott als Mensch auf die Welt zu bringen. Als Schwangere besuchte sie ein verwandtes älteres Ehepaar, Zacharias und Elisabeth, die den kleinen Johannes bekam. Sie erlebte das Auftreten ihres Sohnes in Israel, seine Passion in Jerusalem und zu Pfingsten den Heiligen Geist, hebräisch die Ruach, sodass sie das Herz der ersten christlichen Gemeinden wurde. Als sie im Kreise der Apostel starb, nahm sie Christus liebevoll und zärtlich mit Leib und Seele in den Himmel auf. Dieses Fest feiern wir am 15. August.

Wir bekommen einen Vorgeschmack

Verliebt in sich

Paradies nur virtuell

Schöne neue Welt
Es gibt Photoprogramme am Computer, die Porträts so schön machen, dass kein Pickel und keine Falte zu sehen sind. Die Haut glänzt und die Augen strahlen. Diese Bilder in der Werbung, in den Schows, und in den Rosemund-Pilcher-Filmen gaukeln uns eine heile Welt vor. Was sich dahinter abspielt sehen wir nur in manchen Dokumentationen und im wirklichen Leben.

Realistischer Blick
Als Christinnen und Christen haben wir im Grunde einen realistischen Blick auf das Leben, weil Gott uns mit seiner Passion und seinen Begegnungen mit Kranken und Armen seine Liebe zu den Verlorenen gezeigt hat. Er ist jetzt unsichtbar, aber wir wissen, dass er in jedem steckt, der uns begegnet. Jeder und jede kann ein Vermittler, ein Gottesmedium sein. Gott identifiziert sich mit jedem Menschen. „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan.“ Franziskus hatte den Mut, einen Aussätzigen zu umarmen und das war für ihn eine unbeschreibliche und schöne Erfahrung. Haben wir in der Liebe einen Vorgeschmack auf die Herrlichkeit?

Werden wir uns im Himmel wiedersehen?

AscensioneAlbert Einstein meinte: Abschiede sind Tore in neue Welten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das für mich, der ich zurückbleibe, nicht gilt. Als mein Vater vor 6 Jahren starb und als mein Bruder vor 6 Monaten starb, waren das für sie zwar Tore zu einer neuen Welt, aber ich blieb in meiner Welt. Ich glaube, dass beide in die neue göttliche Welt gekommen sind, dass sie zu Gott gekommen sind und sich beide im Himmel wiedergesehen haben. Vielleicht schauen sie einige Augenblicke kurz auf uns herab. Wenn ich sterbe, werde ich es wissen. Ein wenig Angst habe ich schon. Ich weiß ja nicht, was genau mich erwartet. Aber ich vertraue auf Gott und auf Christus.

Das gute Ende

In Brasilien besuchte ich eine Wallfahrtskirche zum guten Ende, zum Bon Fin. Die Christinnen und Christen beten dort für eine gute Sterbestunde. Das ist mir als Idee neu gewesen. Aber ich fand auch hier Christinnen und Christen, die um eine gute Sterbestunde beteten.

Er wechselt auf die göttliche Seite

Am Donnerstag feiern wir Abschied. Das Fest Christi Himmelfahrt ist ein Abschiedsfest. Die Jünger und Jüngerinnen mussten sich vom Auferstandenen verabschieden, weil er endgültig auf die göttliche Seite der Welt wechselte. Er verließ die Jünger und gab ihnen ein Versprechen. Er bleibt unsichtbar anwesend und er wird den Heiligen Geist schicken. Sie werden nicht nur gefirmt, sondern auch stark werden, sodass sie Zeugen sein können für den guten Weg der Liebe.