Archiv der Kategorie: Kinder

Schwere Vorwürfe gegen Ratzinger zum Umgang mit Missbrauch

Das am Donnerstag, 20. Jänner 2022, vorgestellte Gutachten zum Umgang mit Missbrauchsfällen in der deutschen Erzdiözese München belastet nicht nur den jetzigen Erzbischof Reinhard Marx, sondern auch den früheren Papst Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger). Die Anwälte der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) werfen ihm zum einen Fehlverhalten in vier Fällen während seiner Amtszeit als Erzbischof von München und Freising (1977-1982) vor. Zum anderen äußern sie deutliche Zweifel an der von ihm behaupteten Unkenntnis. Diese sei mit den aus den Akten gewonnenen Erkenntnissen bisweilen „kaum in Einklang zu bringen“.

Ich glaube, dass der Heilige Geist der Kirche zeigen will, dass man auf die Missbrauchsopfer hören soll. Selig die Armen. Was ihr den Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.
Jesus: Nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird. Deshalb wird man alles, was ihr im Dunkeln redet, im Licht hören, und was ihr einander hinter verschlossenen Türen ins Ohr flüstert, das wird man auf den Dächern verkünden. (Lukas 12,2-3)
Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien. (Johannes 8,32)

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Heilige Drei Könige: Aufbruch in eine lichte Zukunft

Abraham ist aufgebrochen, weil ihm Gott ein gutes Land und viele Nachkommen versprochen hat. Viele unserer Vorfahren sind nach Amerika, dem Land der großen Versprechungen aufgebrochen. Aus einem anderen Grund sind die Sterndeuter aufgebrochen. Sie suchten das göttliche Königskind.

Heute kam mir der Gedanke, dass ich mit anderen aufbreche. Es bewegt mich, wenn ich daran denke, dass wir alle jetzt mit Gottes Geist aufbrechen, um das göttliche Jesuskind besuchen. Ich stelle mir vor, dass wir wie die Sterndeuter voll Freude uns bei Maria und dem göttlichen Kind treffen, Jesus preisen und loben und ihm königliche, priesterliche und ärztliche Geschenke wie Gold, Weihrauch und Myrrhe bringen.

Das ist der Anfang. Wir werden, so hoffe ich, trotz allem Schwierigen, eine helle Zukunft erleben.

Sehnsucht nach dem Christkind

Es war für viele Kinder und Jugendliche ein schweres Jahr. Während die Pandemie kein Ende zu nehmen scheint, ist mehr als sonst Trost notwendig. „Im zweiten Jahr des Ausnahmezustands ist das Magische, das das Christkind umgibt, vielleicht wichtiger denn je. Hat es hierin dem Weihnachtsmann etwas voraus?“

David Novakovits, katholischer Religionspädagoge: Eine Schülerin der Unterstufe habe von der Erfahrung gesprochen, „dass da jemand außer deinen Eltern ist, der dich mag und an dich denkt“. Im Prinzip sei doch die christliche Botschaft von Weihnachten genau das, „dass unser menschliches Dasein für jemanden wichtig ist, dass Gott selbst sogar in dieses Dasein tritt. Dass die Welt also nicht einfach ein stahlhartes Gehäuse ist, sondern etwas, mit dem man in Beziehung treten kann.“ Für Kinder ist das umso einfacher, wenn dieses Etwas, dieser Jemand ein anderes „Kind“ ist.

Quelle: Sehnsucht nach dem Christkind, ORF.at

Gott macht unsere Armseligkeit herrlich.

Es ändert sich alles im armen Betlehem, wenn der der Schöpfer der Welt ein kleines Kind wird. Gott kommt in unsere Armseligkeit und bringt seine Herrlichkeit.
Die Futterkrippe wird zum göttlichen Licht, der Stall wird zum himmlischen Paradies, das Stroh wird zum Flügelschlag der Engel, was klein und arm wird groß und himmlisch.

Der große Schöpfer der Welt wird ein kleines Kind in unserer Welt. So kann sein Geist uns erfüllen, die Welt erneuern und das Kleine in der Welt groß machen. Es wird sein, als hätt der Himmel die Erde still geküsst, – dass sie im Engelschimmer von ihm nun träumen müsst.

Ich wünsche dir, liebe Leserin, lieber Leser die Erfahrung, dass Gott dich liebt und das Christkind in deinem Herzen und in deiner Welt geboren wird.

Wie Ochs und Esel an die Krippe kamen

Als Josef und Maria auf dem Weg nach Betlehem waren, rief ein Engel die Tiere heimlich zusammen, um einige auszuwählen, der Heiligen Familie im Stall zu helfen. Als erster meldete sich natürlich der Löwe: „Nur ein König ist würdig, dem Herrn der Welt zu dienen“ brüllte er, „ich werde jeden zerreißen, der dem Kinde zu nahe kommt.“
„Du bist mir zu grimmig“, sagte der Engel.
Darauf schlich sich der Fuchs näher. Mit unschuldiger Miene meinte er: „Ich werde die gut versorgen. Für das Gotteskind besorge ich den süßesten Honig, und für die junge Mutter stehle ich jeden Morgen ein Huhn.“
„Du bist mir zu verschlagen“, sagte der Engel.
Da stelzte der Pfau heran. Rauschend entfaltete er sein Rad und glänzte in seinem Gefieder. „Ich will den armseligen Schafstall köstlicher schmücken als Salomon seinen Tempel!“
„Du bist mir zu eitel“, sagte der Engel.
Da kamen noch viele und priesen ihre Künste an. Vergeblich. Zuletzt blickte der Engel noch einmal suchend um sich und sah Ochs und Esel draußen auf dem Felde dem Bauern dienen. Der Engel rief auch sie heran: „Was habt ihr anzubieten?“
„Nichts“, sagte der Esel und klappte traurig die Ohren herunter, „Wir haben nichts gelernt außer Demut und Geduld. Denn alles andere hat uns immer noch Prügel eingetragen!“ Und der Ochse warf schüchtern ein: „Vielleicht können wir dann und wann mit unseren Schwänzen die Fliegen verscheuchen!“
Da sagte der Engel: “Ihr seid die richtigen!“

(Nach einer Geschichte von Heinrich Waggerl, von Willi Hoffsümmer gekürzt, aus Kurzgeschichten 2)

Advent: Jesus ist noch nicht geboren. Aber der Geist ist da.

Maria bei Elisabet

In der Zeit des Wartens auf das Kind, das in Betlehem in einer Krippe geboren wird können wir nicht davon ausgehen, dass Jesus uns begleitet. Er ist zum Vater gegangen und hat uns den Heiligen Geist gesandt, damit dieser uns begleitet. In jeder Messe rufen wir den Heiligen Geist auf die Gaben herab, damit sie uns Leib und Blut Jesu werden. Sie werden zu Gottesmedien, durch die Gott, speziell der Sohn zu uns kommt und wir werden zu einem Körper des Messias.

Aber jetzt, in dieser Zeit des Wartens auf die Geburt des Messias wäre es unlogisch, wenn er uns begleiten würde. Wir werden aber vom Geist Gottes begleitet und wir begleiten spirituell, mit Hilfe des Heiligen Geistes, die schwangere Maria und ihren Verlobten Josef auf ihren Wegen.

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Die 9 Aktionen des Heiligen Geistes

Ganz neue Erfahrungen machte die Gemeinde, in der Lukas lebte. Sie war bewegt vom Heiligen Geist und in den Erzählungen kommt der Geist immer wieder vor. Im großen Glaubensbekenntnis der Christenheit steht: Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, … und der gesprochen hat durch die Propheten. – Lassen wir uns erfüllen vom Heiligen Geist. In ihm können wir die Erzählungen lesen:
1. Der Heilige Geist schickte dem Zacharias einen Engel, der ihm einen Sohn verkündete.
2. Der Heilige Geist war in dem Kind, als es noch im Körper Elisabets wuchs.
3. Der Heilige Geist schickte den Engel Gabriel zu Maria.
4. Der Heilige Geist kam über Maria, sodass sie mit Jesus schwanger wurde.
5. Er erfüllte Elisabet, sodass sie laut und voll Freude Maria begrüßte.
6. Der Heilige Geist ließ das Kind im Körper der Elisabet hüpfen.
7. Er erfüllte Maria, sodass sie Gott und ihre Beziehung zu ihm pries.
8. Der Heilige Geist kam über Zacharias und dieser pries Gott und seine Beziehung zum Volk Israel.
9. Er stärkte Johannes den Täufer seit seiner Geburt und führte ihn wie Israel in die Wüste.

Wenn der Heilige Geist uns lebendig macht, wenn wir uns so von ihm erfüllen lassen wie Zacharias, Elisabet, Maria und Johannes, dann machen wir ganz neue Erfahrungen.

(Im ersten Kapitel des Lukasevangeliums sind diese Aktionen des Heiligen Geistes erzählt, nachzulesen im Link Lukas 1.)

Der Papst beruft Frauen. Sie forschen zu Corona und Klimawandel

Papst Franziskus beruft zwei Entwicklerinnen der „Genschere“, die französische Genforscherin Emmanuelle Marie Charpentier und die US-amerikanische Biochemikerin Jennifer A. Doudna, an die Päpstliche Akademie der Wissenschaften. Sechs Wissenschaftlerinnen hat Papst Franziskus in diesem Jahr in die Päpstliche Akademie der Wissenschaften berufen: Diese Woche waren es die französische Genforscherin Emmanuelle Marie Charpentier (52) und die US-amerikanische Biochemikerin Jennifer A. Doudna (57). Für die Entwicklung der „Genschere“ Crispr-Cas9 erhielten sie im vergangenen Jahr den Nobelpreis für Chemie. Die Genschere ist die Grundlage schnellerer Corona-Tests und Anticorona-Medikamente.

Susan Salomon

Weiters berief er die deutsche Soziologin Jutta Allmendinger, die südafrikanische Anthropologin Mpilenhe Pearl Sithole (48), die niederländische Astronomin Ewine van Dishoeck (66), die kanadische Physik-Nobelpreisträgerin Donna Strickland (62) und die die US-amerikanische Chemikerin und Klimaforscherin Susan Solomon (65). Salomon forscht zur Veränderung der Atmosphäre und fordert ein Stopp des Verbrennens von Kohle, Erdöl und Erdgas.

Quellen: ORF, Katholisch.de, Domradio

Die Wissenschaft ist in meinen Augen vom Heiligen Geist durchdrungen und er treibt sie voran. Im Gottesdienst am Sonntag hören wir von zwei Frauen, die von diesem Heiligen Geist erfüllt waren.

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Wir spielen gemeinsam

Wie ein Orchester

Kinder Gottes

Die Israeliten sahen sich als Kinder Gottes. Jesus, das einzigartige Kind Gottes, gab allen Menschen, die ihn in der Kommunion aufnehmen, die Macht, Kinder Gottes zu sein.

Ein Orchester mit Jesus als Dirigenten

Als Kinder Gottes sind wir wie ein Orchester, jeder spielt ein Instrument und tönt. Im Zusammenspiel ergibt es wunderbare Musik. Gottes Geist ist wie der Wind, der uns Luft für unsere Instrumente zuweht und Jesus ist der umsichtige Dirigent, der die Einsätze gibt und den Rhythmus schlägt. Da ist es wichtig, dass alle Instrumente gut gestimmt sind. Alle, die durch körperliche oder seelische Krankheit schwach sind, eine ansteckende Krankheit wie Covid-19 haben oder einen abwertenden Geist haben, müssen Heilung erfahren können.

Das ganze Musikstück soll zur Freude aller erklingen. Deswegen gibt uns Jesus die Vollmacht, die Kranken zu heilen und uns in den Beziehungen zu Gott und zu den Mitmenschen zu öffnen. Dafür haucht er uns an und macht uns lebendig. Als er am Kreuz seinen Geist aushauchte, wurden die entschlafenen Heiligen in der Stadt Jerusalem lebendig. Der Auferstandene hauchte die Jünger mit dem Heiligen Geist an. Petrus und Johannes heilten darauf einen Gelähmten.

Heilung passiert, wenn wir den Heiligen Geist nicht als Besitz halten, sondern weitergeben. Jesus sagt zu uns in diesem Sinne: Umsonst habt ihr Heilung empfangen, umsonst gebt ihr Heilung weiter.

Sehnsucht nach Liebe und Frieden

Jesus im Tempel, Simeon und Anna freuen sich

Ich habe mir mit netten Freunden die Oper Rusalka angesehen, in der eine Wassernixe und ein Prinz sich verlieben. Beide werden unglücklich. Er stirbt durch ihren Kuss und sie wird ein Irrlicht im Wald. Erlösung ist nicht zu erkennen. Nur zuletzt bittet sie, dass der ewige Gott seiner Seele gnädig sein soll. Die Wassernixe Rusalka wird aber nicht erlöst. Sie wartet noch immer voll Sehnsucht auf ihre Befreiung.
Wie viele Menschen sind unglücklich in ihren Beziehungen, müssen sich trennen, oder können sich nicht trennen. Sie sehnen sich danach, geliebt zu werden. Aber die Liebe eines anderen Menschen allein löst nicht alle Schwierigkeiten. Es braucht auch die Erlösung von Gott.
Ich bin fasziniert von jenen zwei Menschen, die solche Sehnsucht nach Erlösung hatten und die gleichzeitig auch so verbunden mit Gott und dem Heiligen Geist waren, dass sie in ihrer Umgebung etwas erkennen konnten, das sonst keiner sah. Die beiden, der Prophet Simeon und die Prophetin Hanna erkennen im kleinen neugeborenen Jungen Jesus den erlösenden Messias. Ich frage mich, wie sie diese große Sehnsucht nach Erlösung und dieses große Vertrauen auf Gott durchhalten konnten.

Simeon war anscheinend ganz tief verbunden mit dem Heiligen Geist. Dieser gab ihm die Botschaft, dass er nicht sterben wird, bis er den Erlöser sehen kann. Er ließ sich vom diesem Gottesgeist führen und im Tempel sah er das Kind, nahm es voll Freude in seine Arme und dankte Gott: „Nun lässt du mich in Frieden sterben. Ich habe den Erlöser gesehen.“

Ähnlich erging es der 84 jährigen Witwe Hanna, die ununterbrochen liebevoll und mit Hingabe im Tempel Gott mit Fasten und Beten diente. Auch sie sah voll Freude das Kind und zeigte es allen anderen, die auch wie sie auf die Erlösung warteten. Ich bemerke viele Menschen, die verzweifelt sind und vereinsamen. Dem Propheten Elias ist es so ergangen. Da braucht es einen Engel, der zu ihnen kommt und ihnen sagt: Steh auf, iss, trink und geh zum Berg Gottes! Egal, wie alt du bist. Du hast eine Aufgabe!

Da war doch was im Urknall

Ich liebe den Beginn des Johannesevangeliums. Es heißt dort, dass der Gottessohn am Herzen des Vaters ruht und uns, die Verlorenen im Universum zu Kindern Gottes macht. Es beginnt mit dem Anfang des Universums, dem Urknall und dass etwas im Urknall war. Es heißt dort „im“ Anfang und nicht „am“ Anfang. Im Anfang war etwas. Der ursprüngliche Anfang des Universums hatte etwas in sich. Er war nicht nur ein einfacher Punkt, mit dem alles begann, sondern da war etwas drinnen, das mit diesem Anfang mit ging. Die Physik klärt uns auf, dass das Universum mit einem unendlich heißen Punkt begann. Im sogenannten Urknall war aber auch etwas Zusätzliches. In diesem Anfang war, so glaube ich und so sagt es das Johannesevangelium, das Wort, im Griechischen: Ho Logos. Der Logos hat eine umfassende Bedeutung: Logos bedeutet nicht nur Wort, sondern auch Logik, Lehre und Vernunft. Dieser Logos, der im Urknall war, ist der Gottessohn. Er war nicht nur bei Gott, am Herzen des Vaters, er war sogar Gott und wurde ein Mensch vor 2000 Jahren.

Ich war verloren. Er wurde mein Retter.
Schon im ersten Anfang war der Retter der Verlorenen drinnen. Dieser Retter wurde mein Bruder und Freund. Ich kann nicht anders als Danke sagen.
Auch im Anfang des Neuen Jahres 2020 war der Retter der Verlorenen. Deswegen macht es Sinn, uns einander im Vertrauen auf ihn viel Glück, Gesundheit, Freude und Gottes Segen im Neuen Jahr zu wünschen!

Königlich
Durch die Begegnung mit dem Gottessohn sind wir zu Königinnen und Könige geworden, singen mit den Sternsingern und mit Jesus für die Verlorenen und preisen die Herrlichkeit Gottes.