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Die Würze des Salzes

Ich liebe den Spruch von Jesus: Ihr seid das Salz der Erde!

Studien belegen: Menschen, die ihre Speisen salzen, leben gesünder und länger. https://science.orf.at/stories/2929311/

Das Salz ist wie das Leben der Christinnen und Christen.

  • Das Salz würzt die Speisen, damit sie nicht fad schmecken. Wenn wir Christinnen und Christen das Salz der Erde sind, so würzen wir das Leben und stoppen unter anderem die Fadess und das Bore-out.
  • Das Salz ist als weißer Stoff sichtbar und wird in den Speisen unsichtbar. So werden wir, wenn wir die Welt würzen, unsichtbar. Wir geben uns der Aufgabe hin (Hingabe).
  • Wir sind Salz, weil wir in einer Beziehung zu Gott leben. Durch diese Beziehung wird die Welt genießbarer. Wir sind Mitschöpferinnen und Mitschöpfer Gottes.
  • Zum Würzen braucht es wenig Salz. So braucht es auch wenige Christinnen und Christen, um eine große Wirkung zu erzielen.
  • Das Salz weist durch den guten Geschmack auf das Gute und Schöne hin. So weisen wir Christinnen und Christen mit unserem Leben auf das große Du, auf Gott und sein Paradies hin.
  • Du bist eingeladen, zum Gewürz Gottes zu werden.

Sehnsucht nach Liebe und Frieden

Jesus im Tempel, Simeon und Anna freuen sich

Ich habe mir mit netten Freunden die Oper Rusalka angesehen, in der eine Wassernixe und ein Prinz sich verlieben. Beide werden unglücklich. Er stirbt durch ihren Kuss und sie wird ein Irrlicht im Wald. Erlösung ist nicht zu erkennen. Nur zuletzt bittet sie, dass der ewige Gott seiner Seele gnädig sein soll. Die Wassernixe Rusalka wird aber nicht erlöst. Sie wartet noch immer voll Sehnsucht auf ihre Befreiung.
Wie viele Menschen sind unglücklich in ihren Beziehungen, müssen sich trennen, oder können sich nicht trennen. Sie sehnen sich danach, geliebt zu werden. Aber die Liebe eines anderen Menschen allein löst nicht alle Schwierigkeiten. Es braucht auch die Erlösung von Gott.
Ich bin fasziniert von jenen zwei Menschen, die solche Sehnsucht nach Erlösung hatten und die gleichzeitig auch so verbunden mit Gott und dem Heiligen Geist waren, dass sie in ihrer Umgebung etwas erkennen konnten, das sonst keiner sah. Die beiden, der Prophet Simeon und die Prophetin Hanna erkennen im kleinen neugeborenen Jungen Jesus den erlösenden Messias. Ich frage mich, wie sie diese große Sehnsucht nach Erlösung und dieses große Vertrauen auf Gott durchhalten konnten.

Simeon war anscheinend ganz tief verbunden mit dem Heiligen Geist. Dieser gab ihm die Botschaft, dass er nicht sterben wird, bis er den Erlöser sehen kann. Er ließ sich vom diesem Gottesgeist führen und im Tempel sah er das Kind, nahm es voll Freude in seine Arme und dankte Gott: „Nun lässt du mich in Frieden sterben. Ich habe den Erlöser gesehen.“

Ähnlich erging es der 84 jährigen Witwe Hanna, die ununterbrochen liebevoll und mit Hingabe im Tempel Gott mit Fasten und Beten diente. Auch sie sah voll Freude das Kind und zeigte es allen anderen, die auch wie sie auf die Erlösung warteten. Ich bemerke viele Menschen, die verzweifelt sind und vereinsamen. Dem Propheten Elias ist es so ergangen. Da braucht es einen Engel, der zu ihnen kommt und ihnen sagt: Steh auf, iss, trink und geh zum Berg Gottes! Egal, wie alt du bist. Du hast eine Aufgabe!

Als neuer Mensch aus dem Wasser steigen

Ich lade Sie ein, sich Folgendes vorzustellen: Wir gehen mit Jesus zum Fluss Jordan, wo Johannes die Menschen tauft. Wir hören wie Jesus mit Johannes redet. Wir steigen mit Jesus in den Jordan und tauchen ganz unter. Dann gießt Johannes Wasser über unsere Köpfe. Wir sehen den Heiligen Geist wie eine Taube auf uns herabkommen und hören die Stimme von Gott Vater: Das ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich Freude. Wir steigen mit Jesus aus dem Jordan. Ich vermute, dass einige von uns sich freuen. Ich wäre ein wenig verwirrt und doch von Freude erfasst.

Er fürchtete zu ertrinken
Ähnlich erging es Christophorus. Er hieß zuerst Phorus, das heißt Träger. Er trug Menschen durch einen Fluss. Eines Nachts hörte er eine Kinderstimme rufen: „Phorus, trage mich hinüber!“ Vor seiner Hütte konnte er aber niemanden finden. Erst beim dritten Ruf sah er ein Kind, das er auf seine Schultern setzte. Im Wasser wurde ihm die Last immer schwerer, das Wasser wurde höher und höher; er fürchtete zu ertrinken und glaubte, die ganze Welt läge auf seinen Schultern. „Mehr als die Welt trägst du auf deinen Schultern“, sagte ihm das Kind, „du trägst den Herrn, der diese Welt erschaffen hat. Ich bin Jesus Christus, dem du in dieser Arbeit dienst.“ Und es drückte ihn unter Wasser und taufte ihn.

Der Stab trug Früchte     
    Er hatte jetzt den Namen Christophorus, das heißt Christusträger. Das Jesuskind befahl ihm, seinen Stab in den Boden zu stecken. Am nächsten Morgen grünte und blühte er und trug Früchte.
Ich liebe dieses Kind, das unter uns geboren wird, mächtiger als das Universum ist, unser Leben aufblühen und Früchte tragen lässt.

Da war doch was im Urknall

Ich liebe den Beginn des Johannesevangeliums. Es heißt dort, dass der Gottessohn am Herzen des Vaters ruht und uns, die Verlorenen im Universum zu Kindern Gottes macht. Es beginnt mit dem Anfang des Universums, dem Urknall und dass etwas im Urknall war. Es heißt dort „im“ Anfang und nicht „am“ Anfang. Im Anfang war etwas. Der ursprüngliche Anfang des Universums hatte etwas in sich. Er war nicht nur ein einfacher Punkt, mit dem alles begann, sondern da war etwas drinnen, das mit diesem Anfang mit ging. Die Physik klärt uns auf, dass das Universum mit einem unendlich heißen Punkt begann. Im sogenannten Urknall war aber auch etwas Zusätzliches. In diesem Anfang war, so glaube ich und so sagt es das Johannesevangelium, das Wort, im Griechischen: Ho Logos. Der Logos hat eine umfassende Bedeutung: Logos bedeutet nicht nur Wort, sondern auch Logik, Lehre und Vernunft. Dieser Logos, der im Urknall war, ist der Gottessohn. Er war nicht nur bei Gott, am Herzen des Vaters, er war sogar Gott und wurde ein Mensch vor 2000 Jahren.

Ich war verloren. Er wurde mein Retter.
Schon im ersten Anfang war der Retter der Verlorenen drinnen. Dieser Retter wurde mein Bruder und Freund. Ich kann nicht anders als Danke sagen.
Auch im Anfang des Neuen Jahres 2020 war der Retter der Verlorenen. Deswegen macht es Sinn, uns einander im Vertrauen auf ihn viel Glück, Gesundheit, Freude und Gottes Segen im Neuen Jahr zu wünschen!

Königlich
Durch die Begegnung mit dem Gottessohn sind wir zu Königinnen und Könige geworden, singen mit den Sternsingern und mit Jesus für die Verlorenen und preisen die Herrlichkeit Gottes.

Die Antwort auf die Zumutung: Er rettet kaum wahrnehmbar

Jetzt haben wir doch auf unseren Balkon eine winzige Lichterkette gegeben. Zuerst waren uns die Lichter-Orgien an den Häusern schon vor dem Advent unheimlich. Aber jetzt, knapp vor Weihnachten, schaffen wir es, einige kleine dezente Lichtpunkte auf das Tannenreisig zu setzen. Wir machen das auch, damit das Fest beginnen kann. Im Zentrum steht für mich das Ankommen des Gotteskindes. Vielleicht hat Gott das schon beim Urknall geplant, dass er Mensch und unser Bruder wird.

Gott mutet uns Menschen oft viel zu. Da ist seine Antwort: „Ich bin für euch da. Ich bin mit euch solidarisch.“ Der große Schöpfer des Universums wird aus Liebe zu uns ein kleines Kind. Als Erwachsener sammelt er Schülerinnen und Schüler und lehrt das Verzeihen statt dem Hass, die Liebe zu Gott und zu den Nächsten, die Vergebung der Sünden, den Glauben, der Wunder bewirkt, die Treue zwischen Menschen, die Liebe zu den Armen, zu den Kindern und zu den Kranken. Er zeigt uns, dass dieses Leben nicht alles ist, sondern dass unsere endgültige Heimat bei ihm jenseits des Todes liegt. Dazu bietet er seine Freundschaft an. Was hätte ich, wenn ich diese Freundschaft ablehne? Ich hätte nichts gewonnen. Eher alles verloren. Durch diese Freundschaft mit dem umfassenden Urgrund unseres Lebens merke ich, dass mir so vieles geschenkt wird. Dafür bin ich dankbar. Und ich habe eine Ahnung bekommen wie man gut und zufrieden leben kann.



Vergiss das Königsdrama und schau auf die Kleinsten

Der, auf den wir warten, kommt.

Ein Königsdrama mit Gier und Mord spielte sich zurzeit Jesu in Galiläa am Hof von Herodes Antipas ab. Herodias, die Frau seines Bruders, begehrte ihn. Das gefiel ihm. Nur seine Frau, die Tochter des nabatäischen Königs Aretas IV war ihrem Begehren im Weg. Er verstieß sie. Der gekränkte Schwiegervater brachte ihm in einem Grenzkrieg eine schwere Niederlage bei. Johannes der Täufer kritisierte die Ehe mit Herodias. Es war nicht nur Ehebruch, sondern Herodias war als Halbnichte zu eng verwandt. Für die Juden ein doppeltes Gräuel.

Herodias bat ihren Mann, Johannes den Täufer zu verhaften. Davon berichten die Evangelien Markus, Matthäus und Lukas. Da Antipas ohnehin befürchtete, der radikale Johannes könne mit seinen Predigten einen Aufstand anzetteln, ließ er ihn in den Kerker seiner Festung Machaerus werfen. Bei einem Fest tanzte die Tochter von Herodias, Salome so hinreißend, dass Herodes Antipas ihr die Erfüllung eines Wunsches freistellte. Mutter und Tochter berieten sich und forderten den Kopf des Johannes, der in einer silbernen Schüssel gebracht wurde.

Jesus ging in einer Rede darauf ein, indem er auf das Schilfrohr hinwies, das Herodes Antipas auf seinen Münzen prägen ließ. Er fragte die Zuhörer, ob sie wegen einem schwankenden Schilfrohr gekommen sind. Das war ein Hinweis auf die schwankende Politik Herodes Antipas. Jesus lenkt aber dann den Blick weg vom Königsdrama hin zu den Kleinsten. Zu ihnen gehören für mich die verlassenen und traurigen Kinder und die einsamen Menschen. Die Kleinsten sind mir jene, die jahrelang an einer Krankheit leiden; jene, die vom Partner Verlassenen und jene, die vor Schuld oder Angst nichts machen können. Zu diesen Kleinsten kommt die stille und teilweise verborgene Herrlichkeit Gottes.

Das Evangelium: Mt 11,2-11

Dem Reichen fehlt etwas

Ein reicher Mann merkt, dass ihm etwas fehlt. Aber was fehlt ihm? Er hat eine liebe Frau. Er hat liebe Kinder. Er hat ein schönes Haus. Er hat einige Angestellte und er hat ein gutes Einkommen. Was fehlt ihm? Was kann er noch erwarten? Er schaut herum und sucht. Er fragt sich: Was erwarten die anderen? Vielleicht hilft es ihm, wenn er genauer auf die anderen schaut.

Die Menschen laufen auf die Straße und erwarten jemanden. Sie sagen, er kommt auf dieser Hauptstraße. Er fragt einen, wen er erwartet. Er sagt, es ist Jesus, der viele geheilt hat. Er fragt nach, was er von Jesus hält. Dieser sagt, dass Jesus den Glanz vom Himmel bringt. Das macht ihn neugierig. Er bemerkt, dass er als kleiner Mensch nicht über die Menge blicken kann und steigt auf einen Baum. Die Äste drücken ihn. Da hört er das Schreien der Menge. „Er kommt!“ Er sieht einen Mann, der fast erdrückt wird von den Menschen. Da wendet sich dieser Jesus in seine Richtung und schaut auf ihn, den reichen Zöllner Zachäus. Er kommt unter den Baum und ruft zu ihm hinauf: „Zachäus, komm schnell herunter! Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.“

Die Menschen um ihn sind verärgert, denn er, Zachäus war nicht einer von ihnen. Jesus hingegen meint beim gemeinsamen Essen: „Heute ist diesem Haus die Rettung geschenkt. Du gehörst dazu.“ Ich liebe diese Geschichte. Ich möchte Jesus auch zum Essen einladen. Heute. Ich habe für ihn aufgedeckt. „Komm, Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast.“