Archiv der Kategorie: Jesus

Gott ist hilfreich und extern

Übergänge

Übergänge

Ein Freund erzählte, dass ihm ein elfjähriger Junge gesagt hätte, dass Menschen ohne Religion Schwierigkeiten bekämen. Er meinte, dass es ihnen nach dem Tod schlecht gehen würde. Ich hingegen glaube, dass Gott sehr barmherzig ist, dass aber Menschen sich oft falsch entscheiden. Ich kann mich ja fragen, welchen Anteil ich daran habe, dass es mir nicht so gut geht. Ich kann mich prüfen, ob ich im Geist der Liebe lebe oder nicht. Mir hilft es, wenn ich weiß, dass ich für Gott lebe. Nicht nur Bewegung, ausgewogene Ernährung und gute soziale Beziehungen sind für mein Leben wichtig. Meine Erfahrung sagt mir, dass auch die Liebe zum dreifaltigen Gott sehr hilfreich ist.

Gott ist sehr extern. Er beleuchtet vieles in meinem Leben anders. Wenn es mir schlecht geht, versinke ich nicht im absoluten Nichts und wenn ich funktioniere schafft er mir Zeiten und Räume des Übergangs:
Einmal Stille, dann Musik,
einmal Körper, dann Geist,
einmal Nähe, dann wieder Weite,
einmal Gegenwart, dann wieder Suchen,
einmal Leere, dann wieder Fülle,
einmal Kult, dann wieder Ideen
einmal Gebet, dann wieder Schauen.
Dafür bin ich Jesus sehr dankbar. Diese Zeiten und Räume des Übergangs sind auch Einübungen in das Sterben am Ende des irdischen Lebens in die Hände Gottes.

Ich bekenne

Ich bekenne, ich möchte nicht der Größte in der christlichen Gemeinschaft sein. Ich möchte einfach nur ein Mensch unter anderen sein. Die zwei Söhne des Zebedäus wollen rechts und links von Jesus sitzen und die Welt regieren. Das will ich auf keinen Fall. Jesus spricht einen Satz gelassen aus, der es in sich hat: „Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein“ Mit dem zweiten Teil könnte ich mich anfreunden, wenn es nicht eine Überforderung ist. Gebraucht zu werden, nützlich zu sein und anderen behilflich zu sein ist wunderbar.

Der Sonntag ist ein Zeichen für Gott

Der Sonntag ist ein Zeichen für Gott, der sich nicht verzwecken lässt.

Aber man muss sich auch Ruhe gönnen. Es gibt einen Tag, an dem nicht gearbeitet wird. Der Sabbat beziehungsweise der Sonntag ist so ein Geschenk. Er lässt sich oft verzwecken. Aber er ist nicht dafür da. Er ist ein Freiraum fürs Nichtstun. Er ist ein Spalt, der unsere Arbeit unterbricht. So wie Gott, der sich nicht verzwecken lässt und sich uns entzieht.

Er wirft seinen Mantel weg

Blinde werden geheilt, auch der blinde Bartimäus.

Blinde werden geheilt, auch der blinde Bartimäus.

Die Leute ärgerten sich über den blinden Bartimäus. Er aber ruft unbeirrbar nach Jesus. Er sieht in ihm wie Maria Magdalena, die den Auferstandenen sieht, einen „Rabbuni“, einen übergroßen Meister. Dieses Vertrauen hilft ihm sehr:
In jener Zeit, als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg. (Markus 10,46-52)
Ich nehme an, dass im Herzen des blinden Bartimäus Gott im Spiel war. Deshalb konnte er erkennen, dass Jesus nicht irgendwer, sondern der Messias und der große Lehrer ist. Der blinde Bartimäus ist mein Bruder geworden. Durch ihn spricht der Geist Gottes. Er zeigt mir meinen Erlöser und macht mich Blinden sehend. In manchen meiner Mitmenschen ist mehr als ich vermutete.

Das Schwert! – Bedingungslose Liebe

„Ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien, die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; die eigenen Angehörigen werden zu Feinden.“ (Matthäus …

Quelle: Das Schwert! – Bedingungslose Liebe

Ein Leben auch nach dem Tod

Der reiche Jüngling fragt Jesus nach dem ewigen Leben.

Der reiche Jüngling fragt Jesus nach dem ewigen Leben.

Was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Das fragt ein reicher Mann den Lehrer aus Nazaret. Wenn jemand Gutes tut, kommt er dann in den Himmel? Ist das wie bei einem Vertrag? Ich gebe Gott gute Taten und er gibt mir das ewige Leben im Himmel. Das ist wie ein Automat, wie der Karma-Mechanismus in Indien. Ich frage mich, ob das bei Gott, der über allem steht, auch so ist. Ich glaube nicht, dass er einen Automaten hat.
Jesus zeigt es mir: Bei Gott geht es um Beziehung, speziell um eine ungleiche Beziehung. Es ist eine Form von Liebe, die anders ist als Liebe unter Menschen. Dieser Gott, der alles geschaffen hat, schenkt mir seine Liebe ohne zu sagen, warum. Er schenkt mir Augenblicke der Freude und der Freiheit ohne dass ich ihm etwas dafür gegeben habe und ohne dass ich ihm etwas dafür im Nachhinein geben muss. Das ist seine Art der Liebe. Eine starke Sache!

Kinder, Kranke, Kreuze

KreuzinderHandMein Bruder liegt zurzeit im Krankenhaus, er kann nicht mehr viel reden. Am Dienstag habe ich ihm ein kleines Kreuz aus Olivenholz mitgebracht. Er hat es ganz fest in seiner Faust gehalten. Zum Abschluss meines Besuches fragte ich ihn, ob ich das Kreuz auf den Nachttisch legen soll. Er hielt das Kreuz aber ganz fest und ließ es nicht los. Es ist für mich ein Zeichen, dass wir uns an Christus ganz fest anhalten können und sollen. Das hat Folgen im Alltag.
Von den ersten Jüngern wird erzählt, dass sie darüber redeten, wer von ihnen der Größte sei. Jesus sagte: Wer der Größte sein will, soll der Diener aller sein. In den Mitmenschen kommt uns Jesus entgegen. „Du bist nicht allein. Ich bin mit dir.“

Jesus stellt ein Kind in die Mitte und sagt: Wer ein unscheinbares Kind aufnimmt, nimmt mich auf und den, der mich gesandt hat.
(Heute würde er den Missbrauch an Kindern anklagen und sagen: Wer ein Kind missbraucht, missbraucht mich und meinen Vater. Hört die Klagen! Der Wiener Dechant Jansen schreibt im aktuellen Sonntag, der Kirchenzeitung dazu: Sie töten Jesus.)

Keine Zukunft ohne Jesus

Jesus111Ich liebe ein Lied, das im Religionsunterricht gern gesungen wird:
„Höre, Israel, der Herr ist ein einiger Gott, und du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit allen deinen Kräften, und deinen Nächsten so wie dich selbst. Diese Worte, die ich dir gebiete, sollst du dir zu Herzen nehmen. Diese Worte, die ich dir gebiete, sollst du deinen Kindern lehren. Wenn du im Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, sollst du davon reden.“
Jesus hebt einige Worte der jüdischen Bibel auf und legt den Wert auf die Liebe und das Herz.
Darf er das? Seine Geschichte zeigt, dass er nicht nur ein Mensch war. Er war auch Gott. Er hat eine menschliche und eine göttliche Natur. Er wurde Mensch und blieb Gott. Deswegen darf er das. Es geht ihm um uns Menschen. Wir sollen nicht äußere Reinheitsgebote befolgen, sondern unser Herz ausrichten.
Ich sehe bei orthodoxen Juden, orthodoxen Moslems und orthodoxen Hindus, dass äußere religiöse Reinheitsgebote unvernünftig sind. Alle drei Gruppen fesseln die kreativen Kräfte und vertrauen nicht auf die unerschöpfliche Erfindungskraft des Heiligen Geistes.
Die Wirkgeschichte von Jesus ist weltweit sichtbar. Ich wage zu behaupten, dass der technische Fortschritt ohne Jesus nicht möglich wäre. Auch gibt es keine Zukunft ohne Christus. Er bleibt der Orientierungspunkt für alle wichtigen Entscheidungen.