Archiv der Kategorie: Jesus

Kinder, Kranke, Kreuze

KreuzinderHandMein Bruder liegt zurzeit im Krankenhaus, er kann nicht mehr viel reden. Am Dienstag habe ich ihm ein kleines Kreuz aus Olivenholz mitgebracht. Er hat es ganz fest in seiner Faust gehalten. Zum Abschluss meines Besuches fragte ich ihn, ob ich das Kreuz auf den Nachttisch legen soll. Er hielt das Kreuz aber ganz fest und ließ es nicht los. Es ist für mich ein Zeichen, dass wir uns an Christus ganz fest anhalten können und sollen. Das hat Folgen im Alltag.
Von den ersten Jüngern wird erzählt, dass sie darüber redeten, wer von ihnen der Größte sei. Jesus sagte: Wer der Größte sein will, soll der Diener aller sein. In den Mitmenschen kommt uns Jesus entgegen. „Du bist nicht allein. Ich bin mit dir.“

Jesus stellt ein Kind in die Mitte und sagt: Wer ein unscheinbares Kind aufnimmt, nimmt mich auf und den, der mich gesandt hat.
(Heute würde er den Missbrauch an Kindern anklagen und sagen: Wer ein Kind missbraucht, missbraucht mich und meinen Vater. Hört die Klagen! Der Wiener Dechant Jansen schreibt im aktuellen Sonntag, der Kirchenzeitung dazu: Sie töten Jesus.)

Keine Zukunft ohne Jesus

Jesus111Ich liebe ein Lied, das im Religionsunterricht gern gesungen wird:
„Höre, Israel, der Herr ist ein einiger Gott, und du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit allen deinen Kräften, und deinen Nächsten so wie dich selbst. Diese Worte, die ich dir gebiete, sollst du dir zu Herzen nehmen. Diese Worte, die ich dir gebiete, sollst du deinen Kindern lehren. Wenn du im Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, sollst du davon reden.“
Jesus hebt einige Worte der jüdischen Bibel auf und legt den Wert auf die Liebe und das Herz.
Darf er das? Seine Geschichte zeigt, dass er nicht nur ein Mensch war. Er war auch Gott. Er hat eine menschliche und eine göttliche Natur. Er wurde Mensch und blieb Gott. Deswegen darf er das. Es geht ihm um uns Menschen. Wir sollen nicht äußere Reinheitsgebote befolgen, sondern unser Herz ausrichten.
Ich sehe bei orthodoxen Juden, orthodoxen Moslems und orthodoxen Hindus, dass äußere religiöse Reinheitsgebote unvernünftig sind. Alle drei Gruppen fesseln die kreativen Kräfte und vertrauen nicht auf die unerschöpfliche Erfindungskraft des Heiligen Geistes.
Die Wirkgeschichte von Jesus ist weltweit sichtbar. Ich wage zu behaupten, dass der technische Fortschritt ohne Jesus nicht möglich wäre. Auch gibt es keine Zukunft ohne Christus. Er bleibt der Orientierungspunkt für alle wichtigen Entscheidungen.

Brot und Fisch als Appetitanreger

Sucht und Langeweile ohne GottAls Kind las ich gerne ein Mecki-Buch vom Schlaraffenland, in dem man Köstliches essen konnte.
Hoffmann von Fallersleben schreibt in seinem Gedicht „Vom Schlaraffenlande“: Ja, das mag ein schönes Leben und ein herrlich Ländchen sein! Mancher hat sich hinbegeben, aber keiner kam hinein.
Ja, und habt ihr keine Flügel, nie gelangt ihr bis ans Tor, denn es liegt ein breiter Hügel ganz von Pflaumenmus davor. – Ins Schlaraffenland ist in dieser Version noch niemand hineingekommen und wenn, wäre es ein Land der Süchte und der Langeweile.
Bei Jesus konnten die hungrigen Menschen einmalig Brot und Fisch essen so viel sie wollten. Das war für Jesus der Appetitanreger für mehr.
Er zeigt den Hunger nach Gott.

Wir kümmern uns um andere

16569275341_6a5261c0fe_bDer Fisch stinkt vom Kopf. Eine Firma, die schlecht geführt wird, hat viele Krankenstände. Das Arbeitsklima wird von der Leitung geprägt. Gute Leiter kümmern sich nicht nur um ihre Leute. Sie haben einen Blick dafür, wer am Rand steht oder wer in Gefahr gerät, unter die Räder zu kommen.
Bei Jesus und bei den Propheten werden die guten Hirten zu Vorbildern für diejenigen, die für die Schwächeren verantwortlich sind. Sie gehen den Verlorenen nach, bis sie sie finden. Sie stellen wie Jesus die Kranken und die Kinder in die Mitte.
Junge Erwachsene stellen Kinder und Jugendliche in die Mitte und wagen den Aufbruch ins Unbekannte. 15 junge Erwachsene beginnen in Kürze ihren Freiwilligendienst im Ausland beginnen. Im Rahmen von „VOLONTARIAT bewegt“ werden sie in Kinder- und Jugendsozialprojekten der Salesianer Don Bosco in Afrika, Asien oder Lateinamerika tätig werden.

Heilung durch Beziehung

Um_ein_Wunder_beten1Im Fußball geschehen Wunder. Ein erlösendes Tor in der 95. Minute. Auch im Leben geschehen Wunder. Ich liebe es, den Ereignissen Gottes nachzugehen. Dass Gott unser Universum mit einem Urknall erschuf ist nicht das einzige Wunder. Unsere moderne Naturwissenschaft mit Physik, Mathematik und Biologie eröffnet uns eine Welt, die sehr beweglich und dynamisch ist. So ist auch das Handeln von Gott sehr beweglich und dynamisch. Gott, so können wir denken, handelt im Jetzt. Es sind überraschende Ereignisse möglich. Bei Jesus sehen Blinde, gesunden Kranke, werden Tote lebendig und gehen Lahme. Er erklärt das mit dem Glauben und der Gottesbeziehung der Menschen: „Dein Glaube hat dir geholfen.“ Gott, so meine Überzeugung, kann heilen, wenn Menschen in der Beziehung zu Gott leben. Ich habe in meinem Leben schon sehr viele heilende Geschenke von Gott bekommen, sodass ich ihm sehr dankbar bin. Ich weiß nicht, vor welchen Krankheiten er mich schon bewahrt hat. Gewisse Heilungen sind nicht möglich. Sie sind anscheinend gegen die Logik des Universum. Vielleicht sind manche Handlungen Gottes gegen die Freiheit von uns Menschen, sodass Gott sie unterlässt. Meine Krankheiten sind mir jedenfalls oft ein Zeichen, dass unsere letzte Heimat nicht auf dieser Erde, sondern bei Gott ist.

Was, wenn ich sterbe?

Himmel über RotDas ist ein Ding. Ich danke Gott, dass ich gesund bin. Ich habe keine Allergien, keinen Krebs, keine Herzbeschwerden. Ich weiß nicht, worüber ich klagen soll. Ich danke Gott, dass ich in diesem Land und in dieser Zeit lebe.
Ich werde sicher einmal sterben. Was ist dann? Ich möchte dann bei Gott sein. Sterben ist für mich eine Reise zu Gott. Ich sterbe zwar alleine, aber ich möchte, dass ich auch meine Familie und meine Freunde dort treffe.
Wer gibt mir Sicherheit, dass ich zu Gott komme? Jesus. Er ist als einziger nach seinem Tod wiedergekommen. Er hat eine Botschaft von Gott gebracht: „Ich bin für euch da.“ Das glaube ich.

Ängstliche werden mutig

Ich habe viele „Fehler“ gemacht. Auf einige bin ich heute noch stolz.

Er inspiriert uns in der Wissenschaft, in der Kunst und beim sozialen Verstehen und Handeln.

Die Angst macht sie sprachlos und lässt sie in ihr Zimmer verkriechen. „Ich traue mich nicht“ sagen sie. Menschen schämen sich und haben Angst, von den anderen verurteilt zu werden. Sie haben keinen Mut, zu ihrer Geschichte zu stehen.
Auch viele Christinnen und Christen haben Angst. Was sagen die anderen, wenn ich mich als Christin oder Christ bekenne? Werde ich abgelehnt?
Ich bekam oft die Antwort: Du musst das ja sagen, denn du bist Religionslehrer. Aber jetzt bin ich in Pension und höre das nicht mehr. Jetzt muss ich schauen, wo ich gefragt bin. Geholfen hat mir mein geistlicher Begleiter immer das Gute zu sehen. Jetzt vor Pfingsten bitte ich vor allem den Heiligen Geist, dass er alle ermutigt, zu ihrer Geschichte zu stehen, ihre Zimmer zu verlassen und sich für das Gute in der Öffentlichkeit und in der Arbeitswelt einzusetzen.