Der Tod ist nicht das Letzte

Verlorener Sohn

Der barmherzige Vater hat offene Arme für seinen verlorenen Sohn

Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann? „Niemand!“ Schrien wir als Kinder und rannten auf einen Fänger zu. Es war ein großer Spaß. Wenn heute gefragt wird: Wer fürchtet sich vor dem Tod? Schreien dann auch alle „Niemand“? Einige scheuen den Tod und einige erklären schon im Vorfeld: „Das Wichtigste ist die Gesundheit.“ Aber der Tod ist trotz gesundem Leben unausweichlich. Und was ist dann? Einige fürchten sich vor Gott, der uns nach dem Tod begegnen könnte und sagen: „Wer weiß schon, was dann passiert?“ Ich persönlich glaube, dass Gott uns mit offenen Armen empfangen möchte. Jetzt, in diesem Augenblick und auch im Tod. Das ist der eine Grund, warum ich die Freundschaft mit Gott pflegen möchte. Es gibt noch zwei andere Gründe:
Einerseits entspricht es meiner menschlichen Natur, dass ich mich einem Größeren liebevoll zuwende und damit eine gute seelische Gestimmtheit habe.
Andererseits kann ich Miseren und Nöte besser durchhalten, wenn ich diese Beziehung mit Gott pflege. Mit dem Blick auf Jesus Christus gehe ich nicht unter – im Alltag nicht und auch nicht im Tod.

Reiner Montag

Ich wünsche allen orthodoxen Schwestern und Brüdern einen gesegneten Fastenbeginn. Die 40 Tage sollen allen zur Zeit der Gnade werden.

Orthodoxe fasten strenger als Katholikinnen und Katholiken. Sie essen 40 Tage kein Fleisch (auch kein Fisch) oder tierische Produkte (Eier, Käse, Milch). Am ersten Tag der Fastenzeit, am Reinen Montag und am Karfreitag verzichten sie auf feste Nahrung.
Auch Jesus fastete 40 Tage und ging in die Wüste zum Beten. Er sprach mit seinem göttlichen Vater und wurde vom Teufel in Versuchung geführt.

Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Da trat der Versucher an ihn heran und sagte: Wenn du Gottes Sohn bist, so befiehl, dass aus diesen Steinen Brot wird.
 Er aber antwortete: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.
 Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt, stellte ihn oben auf den Tempel und sagte zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab; denn es heißt in der Schrift: Seinen Engeln befiehlt er um deinetwillen, und: Sie werden dich auf ihren Händen tragen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt.
 Jesus antwortete ihm: In der Schrift heißt es auch: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht auf die Probe stellen.
 Wieder nahm ihn der Teufel mit sich und führte ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.
Da sagte Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen.
Darauf ließ der Teufel von ihm ab und siehe, es kamen Engel und dienten ihm.

https://religion.orf.at/stories/2969299/

 

Gott tanzt mit der Evolution und Drei singen „Du“

Gott gab der Evolution die Ziele

Gott gab der Evolution die Ziele

Für mich ist die Evolution des Lebens mit der Entstehung der Menschen ein Gottesbeweis. Der Grund, warum wir entstanden sind, ist keine unpersönliche Kraft, kein „Es“, sondern kann nur, wie es der große Philosoph Martin Buber bezeichnet, ein „Du“ sein. Denn eine unpersönliche Kraft hätte dem Universum nicht das Ziel geben können, sodass Du-fähige Lebewesen entstehen sollen. Dieses Ur-„Du“ hat dem Universum aber allem Anschein nach ein Ziel gegeben. Diese Aufgabe bestand darin, Du-fähige Wesen entstehen zu lassen. Sie sollen untereinander „Du“ sagen können. Und wenn sie ihre Sehnsucht wahrnehmen, können Sie auch zu diesem Urgrund Du sagen. Der Urgrund liebt und geht auf diese Du-fähigen Lebewesen zu. Für mich ist diese Entwicklung ein Gottesbeweis. Der liebende Gott gab der Evolution ein wunderbares Ziel: Du, liebe Leserin, lieber Leser, sollst entstehen. Und du sollst Freiheit, Kreativität und Inspiration erleben. Die Grundierung für meine Freiheit und meine Kreativität habe ich durch den dreifaltigen Gott, der ständig kommunikativ tanzt und immer wieder „Du“ ruft und singt.

Die Drei tanzen in Gott und singen „Du“.

Sehr heilend!

Wir sind von einer befreundeten Frau eingAls sie starb nahm sie Christus zärtlich in den Himmel auf.eladen worden, den Film „Die Beste aller Welten“ anzusehen. Die autobiographische Geschichte handelt von einem Jungen, der bei einer drogensüchtigen, aber liebevollen Mutter aufgewachsen ist. Sein mittlerweile von der Drogensucht geheilter Adoptivvater erzählte nach der Vorführung, dass ihm und der Mutter die Beziehung zu Gott und zu Jesus geholfen hat, vom Heroin loszukommen. Es war ein sehr beeindruckender Abend, der mir gezeigt hat, dass Gott, wenn wir wollen, in unser Leben heilend eingreift.
Ich bin, wenn ihr das lest, im Kapuzinerkloster Irdning, wo ich das Jesusgebet praktiziere. Was da herauskommt und wie und ob Jesus Christus in mein Leben eingreift, weiß ich noch nicht.

Ö: Karfreitag wird persönlicher Feiertag

Melker Altarkreuz von Arnulf RainerIn Österreich gibt es bald eine einheitliche Regelung für den Karfreitag. Die Regierung (ÖVP und FPÖ) gibt den Arbeitnehmern (Angestellten und Arbeitern) die Möglichkeit, den Karfreitag oder einen anderen Tag als persönlichen Feiertag beim Arbeitgeber zu beantragen. Dieser muss zustimmen.

In Österreich haben Arbeitnehmer 5 Wochen Urlaub. Bei einer 5 Tage-Woche sind dies 25 Urlaubstage. Wenn ein persönlicher Feiertag als Urlaubstag konsumiert wird, bleiben 24 Urlaubstage übrig.

Dann gibt es noch folgende Reglung: „Sollte der Arbeitnehmer auf Wunsch des Arbeitgebers, verursacht durch dringende betriebliche Gründe, dennoch an diesem selbst gewählten ‚persönlichen Feiertag‘ freiwillig seiner Arbeit nachgehen, so erhält er für diesen Tag sämtliche Vergütungen wie an jedem anderen Feiertag. Der Urlaubsanspruch bleibt selbstverständlich bestehen. Damit erhält der Arbeitnehmer stattdessen einen anderen Urlaubstag“. Das heißt, der Arbeitnehmer erhält dann einen Feiertagszuschlag für einen Urlaubstag.

Diese Regelung ist die Reaktion auf das EuGH-Urteil, das den Karfreitag als Feiertag allein für die evangelischen und altkatholischen Arbeitnehmern als diskriminierend für die anderen kippte. Ein zusätzlicher Feiertag oder ein halber Feiertag ab 14:00 Uhr wären die anderen Alternativen gewesen. Wenn die Regierung nichts gemacht hätte, wäre für alle der Karfreitag zu einem Feiertag geworden.

Evangelische und altkatholische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verlieren nun einen  Feiertag.

Diese Regelung sieht vor, dass die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer drei Monate vorher den persönlichen Feiertag beantragen muss. In diesem Jahr wird diese Frist verkürzt.
Regierungskoordinatoren Gernot Blümel (ÖVP) und Norbert Hofer (FPÖ): „Mit einem ‚persönlichen Feiertag‘ soll die Religionsausübung ermöglicht werden.“

Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich. Gewerkschaft, Arbeiterkammer und SPÖ kritisieren diese Regelung, die Kirchen finden sich anscheinend mit dem Kompromiss ab.

Jesus_leidetDer Karfreitag ist der Passions- und Todestag Jesus. Er ist für Christen und Christinnen ein trauriger Tag. Der Sohn Gottes, der die Liebe brachte, wird ermordet.

Grundsätzlich werden diese Ostertage nach dem Mondkalender begangen. Der Ostersonntag ist der erste Sonntag nach Frühlingsvollmond.
Die Tage der Vorbereiung sind die 40 Tage der Fastenzeit. Sie beginnt mit dem Aschermittwoch und endet am Karsamstag. Die Sonntage sind keine Fastentage. Man kann als Katholikin oder Katholik an Freitagen vegetarisch essen, den Kreuzweg besuchen und am Karfreitag sich nur einmal satt essen. Das gilt nicht für Kinder, Kranke und Alte.
Am Palmsonntag wird der Einzug Jesu in Jerusalem gefeiert, Jesu Passion in verschiedenen Rollen vorgelesen und es beginnt die Karwoche. Am Gründonnerstag wird mit Jesus das Abendmahl gefeiert und an die Verhaftung Jesu gedacht. Der Karfreitag ist der traurige Tag des Todes Jesu: „Vater, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun.“

Am Abend des Samstags beginnt die Osternacht mit der Auferstehungsfeier und am Ostersonntag erscheint Jesus den Frauen und dann den Männern am Grab. Mit dem Ostersonntag beginnt die 40-tägige Osterzeit bis Christi Himmelfahrt. Am Ostermontag erscheint Jesus den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus und dann immer wieder bis Christi Himmelfahrt. 50 Tage nach Ostern wird Pfingsten gefeiert (Pentekoste – 50), an dem der Heilige Geist auf die Jünger herabkam. 60 Tage nach Ostern wird am Fronleichnamstag der Leib Jesu in der Gestalt des Brotes verehrt. Wenn das Brot gebrochen wird, wird der Karfreitag zur Gegenwart. Wenn das Brot hochgehalten wird, wird Kreuz und Auferstehung gegenwärtig.

In der katholischen Kirche wird am Karfreitag am Nachmittag der Kreuzweg gefeiert. 15:00 beginnt die Todesstunde. Am Abend wird die Leidensgeschichte Jesu gelesen, die Kommunion empfangen, das Kreuz verehrt und beim Grab gebetet.
In der evangelischen Kirche wird durch die Predigt gegenwärtig, dass Jesus Christus für uns gestorben ist. Deswegen wurde früher nur am Karfreitag das Abendmahl gefeiert: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Das ist mein Blut, das für euch vergossen wird.“

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Streit oder Nachgeben?

Jesus: Liebt eure Feinde, tut denen gut, die euch hassen

Jesus: Liebt eure Feinde, tut denen gut, die euch hassen.

Ich wollte schon einen Streit beginnen, weil ich dachte, mein Freund ist übervorteilt worden. Es wäre ein aussichtsloser Rechtsstreit geworden. Mein Ärger schien aber berechtigt. – Da habe ich das Evangelium des nächsten Sonntags gelesen: Wenn dir jemand das Deine wegnimmt, verlang es nicht zurück! – Ich ärgerte mich. Ich dachte mir, dass das eine übertriebene Forderung Jesu sei. Da wäre ja jede Verteidigung des Eigentums sinnlos. Ich dachte nach und bemerkte, dass mir Gott sagt: Lass los! Der Rechtsstreit ist ohnehin aussichtslos. Verstrick dich nicht in diesen Kampf. – Ich war gefühlsmäßig aber noch nicht bereit. Ich brauchte Zeit, damit ich mich wirklich neu orientieren konnte.

Mein Herz war leer

Ich habe es erlebt. Mein Herz war leer wie eine Wüste. Ich fuhr mit Kollegen zu einem Gestaltpädagogik-Kurs. Ich erinnere mich noch gut, als ich auf der Fahrt sagte: „Ich bin innerlich leer.“ Langsam lernte ich in den nächsten Jahren mich selber besser wahrzunehmen und eine intensivere Beziehung zu Gott einzugehen. Eine Hilfe dazu waren die Seligpreisungen: Ich fühlte mich arm. Ich hungerte nach mehr. Ich habe geweint. Ich fühlte mich verstoßen. Aber Christus blieb mir treu. Ich freute mich und hängte mein Herz nicht an den Reichtum, an den Konsum, an den Spaß und an die Meinung der anderen. Das tat gut. Die Seligpreisungen und die Weherufe sind, so finde ich, gute Impulse in den Beziehungen zu Gott, zu mir und zu den Mitmenschen. Reich und arm sein, hungern und satt sein, traurig sein und lachen, verzweifelt sein und sich freuen, verspottet und gelobt werden – alles ist möglich in der Welt, wenn der weite Raum des liebenden Gottes mich trägt und er das Wasser in meiner Wüste ist.