Covid-19: Der Heilige Geist beflügelt die Wissenschaft

Ärger, Zorn und Traurigkeit

Die Krankheit Covid-19 zeigt, wie abhängig wir von der biologischen Natur sind. Der Virus Sars-CoV-2 bewirkt, dass Mitmenschen vorzeitig sterben oder, wenn sie die Krankheit durchmachen, sich sehr schwach fühlen und lange danach körperliche Folgen davontragen. Diese Abhängigkeit von der biologischen Natur zeigt uns unsere Grenzen. Sie bewirkt Ärger, Zorn und Traurigkeit. Ich kann mich da in meine Mitmenschen einfühlen oder ich kann mich von ihnen distanzieren. Ich kann auch über dieses Weltereignis nachdenken.

Begleiter

Es gibt einen, der sich in dieser Situation einfühlt, sich uns vorstellt und uns in unserem Ärger und unserer Traurigkeit begleitet: Es ist der Grund von allem, es ist Gott. Er stellt sich in unserer Zeit von Corona so vor:

Ich bin derjenige, der da ist. Ich kann euch verstehen, wenn ihr euch ärgert, wenn ihr zornig seid, wenn ihr traurig seid. Ich bin ein Mensch geworden und habe mich auch geärgert, war zornig und sehr traurig. Ich weiß, wie tief eure Not sein kann.

Hoffnung

Jetzt ist es auch Zeit, wieder vom kalten Grab aufzustehen. Ich hauche euch mit dem heißen kreativen Geist an. Vielleicht braucht ihr wieder Hoffnung und Mut. Ich komme als Brausen und in Feuerzungen zu euch und gebe euch neue Kraft.

Covid-19 geht vorbei. Ich sende euch einen Geist, der eure Wissenschaft beflügelt, sodass ihr hilfreiche Medizin und guten Impfstoff entwickeln könnt. Ich sende euch einen Geist, der euch inspiriert, eure Kontakte und Beziehungen neu aufzubauen und tiefer zu pflegen. Ich sende euch einen Geist, der euch eine eurem Leben angepasste Technik entwickeln lässt. Ich sende euch einen Geist, der euch in der Musik und in den schönen Künsten stärkt. Ich sende euch einen starken Geist, der euch für Freiheit und gegen Abwertung und Rassismus hilft. Die nächste Zeit wird gut.

Ich kann nicht atmen

Es ist mein Gesicht, Mann
Ich hab nichts Schlimmes gemacht, Mann
Bitte
Bitte
Bitte, ich kann nicht atmen
Bitte, Mann
Bitte, irgendjemand
Bitte, Mann
Ich kann nicht atmen
Ich kann nicht atmen
Bitte
(unverständlich)
Mann, ich kann nicht atmen, mein Gesicht
Stehen Sie auf
Ich kann nicht atmen
Bitte, ein Knie auf meinem Nacken
Ich kann nicht atmen, Scheiße
Ich werde
Ich kann mich nicht bewegen
Mama
Mama
Ich kann nicht
Mein Knie
Mein Nacken
Ich kann nicht mehr
Ich kann nicht mehr
Ich habe Platzangst
Mein Bauch tut weh
Mein Nacken tut weh
Alles tut weh
Ein Schluck Wasser oder so was
Bitte
Bitte
Ich kann nicht atmen, officer
Bringen Sie mich nicht um
Sie werden mich umbringen, Mann
Kommen Sie schon, Mann
Ich kann nicht atmen
Ich kann nicht atmen
Sie werden mich umbringen
Sie werden mich umbringen
Ich kann nicht atmen
Ich kann nicht atmen
Bitte, Sir
Bitte
Bitte
Bitte, ich kann nicht atmen.

Dann schließen sich seine Augen und die Bitten verstummen. Kurz darauf wurde George Floyd für tot erklärt.

Es sind die letzten Worte von George Floyd, einem 46-jährigen Mann, der starb, während ein Polizist ihn auf den Boden drückte und fast neun Minuten lang auf seinem Nacken kniete, bis er erstickte. Eine Autopsie im Auftrag seiner Familie hat bestätigt, dass George Floyd erstickt ist.

I CAN’T BREATHE – PROTEST
GOD AND MAN CAN’T BREATHE

„Build your kingdom here“ – Dein Reich komme

Jugendliche aus der Erzdiözese Wien haben für Pfingsten zum virtuellen Chor geladen. Das Ergebnis: 62 Einsendungen, 12 Solisten, 7 Instrumentalisten im Studio und ein gemeinsames Video! Mehr auf: https://www.erzdioezese-wien.at/site/home/nachrichten/article/84278.html

62 Einsendungen aus der ganzen Diözese und darüber hinaus, zwölf Solisten quer über die ganze Erzdiözese Wien, aus allen Musikgenres, vom Domkantor über die Worshiperin dem Ordensbrider bis hin zum ausgebildeten Opernsänger und sieben Instrumentalisten im Studio.

Abenteuer mit dem Geist

Ich atme federleichte unsichtbare Aerosole aus und wenn sie nicht mit dem Coronavirus behaftet sind, dann sind sie ungefährlich. Auch Jesus atmete aus, als er die Jünger anhauchte. Er schenkte ihnen damit den Heiligen Geist. Vielleicht haucht auch uns Jesus an. Den Atem Gottes werden wir am Sonntag herbeirufen, er soll in uns atmen: Atme in uns, Heiliger Geist, brenne in uns, Heiliger Geist, wirke in uns, Heiliger Geist, Atem Gottes komm!  (Link zum Lied)
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir die Verbindung mit dem Geist Gottes Freiheit und große Freude bringt.
Im Gottesdienst haben wir seit Ostern ein Lied, das gerne und begeistert als Schlusslied gesungen wird. Im Lied „Tanzen, ja tanzen wollen wir“ bewegen sich die Tiere, die Sterne und die Engel vor Gott. Auch wir, die Menschen, tanzen, weil Gott uns gern hat. Ein Ensemble in St. Pölten singt und spielt das fetzige Lied (Link zum Lied). Es ist eine gute Antwort auf den Heiligen Geist. Wir müssen uns nicht fürchten, wenn wir singen: Der Geist des Herrn erfüllt das All mit Sturm und Feuersgluten (Link zum Lied). Es ist geistiges Feuer und ein Liebessturm, der inspiriert und begeistert.
Weil der Heilige Geist uns bewegt, lade ich zu einer Stunde der spirituellen Musik und der geistlichen Gedanken am Abend des Pfingstsonntages ein. Um 22:00 über Zoom kann jede und jeder etwas vorlesen, singen, mitteilen und hören. Diese eine Stunde widmen wir dem Heiligen Geist. Wir können planen, aber was dann passiert, wissen wir nicht.
Hannes

Tanzen, ja tanzen wollen wir

Im Gottesdienst haben wir seit Ostern ein Lied, das begeistert gesungen wird. Im Lied „Tanzen, ja tanzen wollen wir“ bewegen sich die Tiere, die Sterne und die Engel vor Gott. Auch wir, die Menschen, tanzen, weil Gott uns gern hat: 

Tanzen, ja tanzen wollen wir und springen, tanzen vor dem Herrn.
Tanzen, ja tanzen wollen wir und springen, denn uns, seine Kinder hat er gern. (Refrain)
1. Sterne wandern ihre Bahn, sie stehen nicht still, sie kreisen.
Und schaust du dir die Wolken an, auch sie sind stets auf Reisen.
2. Vögel ziehen durch die Luft, auch Schmetterling und Fliegen,
und Bienen suchen nach dem Duft, in dem sich die Blumen wiegen.
3. Fische tummeln sich im See und Schwäne ziehen Kreise
ein jedes Tier, ob Hund, ob Reh, das regt sich auf seine Weise.
4. Gott ließ die ganze Welt sich drehn, ihm Lob und Dank zu zeigen.
Und auch im Himmel, sollt ihr sehn, da tanzen die Engel Reigen.
Tanzen, ja tanzen wollen wir und springen, tanzen vor dem Herrn.
Tanzen, ja tanzen wollen wir und springen, denn uns, seine Kinder hat er gern.
(Text: Lothar Zenetti; Musik: Norbert Caspers, Gotteslob 462)

Musiker in St. Pölten singen und spielen das Lied: https://www.youtube.com/watch?v=hn2sIDcScaQ

Gottesdienstgemeinde Sacré Coeur Pressbaum, Niederösterreich.

Wer auf ihn schaut, sieht Gott

Der große Kunstphilosoph Bazon Brock findet, dass nur dadurch, dass Gott Mensch wurde, die Christenheit einen Eindruck von ihm haben kann. Das sei das Herausragende des Christentums. Alle anderen Religionen sehen in Gott nur ihre eigenen Fantasien. (Johannes Kaup im Gespräch mit Bazon Brock, ORF) So provokant sehe ich es nicht, aber die Menschwerdung Gottes ist ja wirklich unüberbietbar. Der Mensch gewordene Gott Jesus wurde zum Lehrer, Vorbild und Weg zu Gott für Milliarden Menschen.

Partnerschaft über Abgründe

Aufnahme in die Unsichtbarkeit

Meine Partnerin hat mich verlassen. Das erzählte mir ein Freund und fügte hinzu: Nach einer Woche hatte ich einen Zusammenbruch. Ich weinte und konnte zwei Tage nicht schlafen.
Verlassen werden ist für viele eine Katastrophe. Eine Trennung kann aber auch langsam passieren. Für die ersten Christinnen und Christen war der Abschied von Jesus eine Hochschaubahn. Zuerst sein grauenhafter Tod, danach die wunderbaren Erscheinungen und dann die endgültige Aufnahme in den Himmel – das war ein langsames Abschiednehmen mit Auf und Ab. Es zeigt von Liebe, dass Jesus einen zweiten Partner schickte, der bei ihnen blieb. Zum bald unsichtbaren Jesus kam der unsichtbare starke Heilige Geist. Beide, Jesus und der Heilige Geist werden unsichtbar hilfreich inspirierend anwesend sein.
Es zeigt, wie sich Gott um uns sorgt. Es zeigt aber auch, dass er uns als seine Partner und Partnerinnen sieht, uns mit seinem Geist bewegt und uns kreativ inspiriert. Für uns kann das bedeuten, dass diese Partnerschaft uns ein Leben lang beschäftigt. In der Ehe versprechen wir die Treue bis der Tod uns scheidet. Die Partnerschaft mit Gott geht hingegen über den Tod hinaus.
Hannes