Das Netz der helfenden Hände

Das Ehepaar Tutić leben in Bosnien von Aushilfsarbeiten. Die Eltern von 4 minderjährigen Kindern haben ihr Haus durch Überschwemmungen verloren. Die Familie wohnt in einem verlassenen Haus. Das Ehepaar Tutić hilft bei humanitären Aktionen und kümmert sich um ältere Menschen und Flüchtlingsfamilien.

Das Wiener Pfarrnetzwerk hilft ihnen. Es werden Nahrungsmittel organisiert und Wohnungen gesucht. Hier ist der Geist Jesu spürbar. Die Pfarren lesen nächsten Sonntag das Evangelium der Fischer vor. Sie sind bei ihren Netzen und Jesus ruft sie. Die Fischer sehen ihn, sind von seiner Ausstrahlung fasziniert und folgen ihm. Später erkennen sie, dass er erfüllt ist vom Heiligen Geist. Dieser Geist Gottes ist ein Netzwerker. Er hilft ein Netz helfender Hände zu knüpfen.

Statt dem Fischernetz ein Netz der Hilfe

Sie verlassen ihre Netze und bilden ein neues Netz, ein Netz der helfenden Hände. Dieses Netz wird immer größer. Über Jahrhunderte hinweg bis heute. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pfarrnetzes reicht das Netz bis Bosnien. Da sieht man, was Nachfolge Jesu und Geist Gottes bewirkt.

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Amanda Gorman Reads Poem „The Hill We Climb“ at Inauguration

Mr. President, Dr. Biden, Madam Vice President, Mr. Emhoff, Americans, and the world, when day comes, we ask ourselves where can we find light in this never-ending shade? The loss we carry a sea we must wade. We have braved the belly of the beast. We have learned that quiet is not always peace. In the norms and notions of what just it is not always justice. And yet, the dawn is ours before we knew it. Somehow, we do it. Somehow, we have weathered and witnessed a nation that is not broken, but simply unfinished. We, the successors of a country and a time where a skinny black girl descended from slaves and raised by a single mother can dream of becoming president only to find herself reciting for one.

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Der Segen Gottes möge dich umarmen

Sonne
und
Segen,
Wind
und
Regen.

Es gibt ein Lied, das einigen in unserer Gemeinde sehr nahe geht. Es besingt die Zuwendung Gottes. Sonne, Wind, Regen und Schlaf sollen deine Freunde sein. Sie sind uns wie der umarmende Segen und der kreative Heilige Geist die guten Erfahrungen der liebevollen Anwesenheit Gottes.

Der Segen Gottes möge dich umarmen, egal, wohin dich deine Wege führ’n.
Die Liebe und sein göttliches Erbarmen, sollst du bis in die Zehenspitzen spür’n.
Der Segen Gottes möge dich umarmen.
1. Möge die Sonne dich wie ein Freund begleiten, wohin dein Weg auch immer führen mag.
Möge die Sonne dir deine Seele weiten, in dieser Stunde, an jedem Regentag.
Refrain: Der Segen Gottes möge dich umarmen, egal, wohin dich deine Wege führ’n.
Die Liebe und sein göttliches Erbarmen, sollst du bis in die Zehenspitzen spür’n.
Der Segen Gottes möge dich umarmen.
2. Möge der Wind dir seine Sanftheit zeigen, die Freiheit und die Unbekümmertheit.
Möge der Wind dich immer vorwärts treiben, und dich bewahren vor Kummer und vor Leid.
Refrain: Der Segen Gottes möge dich umarmen, egal, wohin dich deine Wege führ’n.
Die Liebe und sein göttliches Erbarmen, sollst du bis in die Zehenspitzen spür’n.
Der Segen Gottes möge dich umarmen.

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Thomas Bernhard: Ich bin so allein

Am 9. Februar 2021 wäre Thomas Bernhard 90 Jahre alt geworden.
Mir gefallen seine ausdrucksstarken Texte. Zwei Texte veröffentlichte er 1958, die mir sehr nahe gehen.

Der eine beginnt mit:
Ich weiß keine Straße mehr die hinaus führt
ich weiß keine Straße mehr
komm hilf
ich weiß nicht mehr was mich befallen wird in dieser Nacht
ich weiß nicht mehr was Morgen ist
und Abend
ich bin so allein
o Herr
und niemand trinkt mein Leiden
keiner steht an meinem Bett
und nimmt die Qual mir ab
und schickt den Wolken mich
und grünen Flüssen
die ins Meer hinrollen …

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Die Liebe zu den Menschen lernen

Der Messias, der sein Volk und die Welt von Hass und Neid befreien wird

Ich liebe die unverständlichen Sätze in der Bibel und die Szenen, die sich dabei abspielen. Da sieht Johannes der Täufer Jesus vorbeigehen und sagt zu seinen Anhängern: Seht, das Lamm Gottes! Da verlassen die zwei Anhänger Johannes und folgen Jesus.

Schon dass Jesus bei Johannes vorbeigeht, erstaunt mich. Anscheinend hatte Jesus schon eine Richtung nach seiner Taufe.

Als Jesus sich von Johannes taufen ließ, sagte der Täufer im Blick auf Jesus: „Seht das Lamm Gottes,“ mit dem Zusatz: „das die Sünde der Welt hinweg nimmt.“ In der aktuellen Szene wiederholte er seine Aufforderung: „Seht, das Lamm Gottes.“ Ich staune, dass seine zwei Anhänger das verstehen und Jesus nachfolgen. Ich hätte es nicht verstanden und wäre nicht mitgegangen.

Aber die Menschen damals sahen auf den Tempel, in denen Lämmer Gott geopfert wurden. Ein „Lamm Gottes“ gehört Gott. Es kann meiner Ansicht nach nicht Gott geopfert werden, es gehörte ja schon Gott. Wem soll es dann geopfert werden? Den Menschen? Wir kennen bei Jesus eine andere Szene, in der er sagt: “Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt“ (Joh 15,13). Wenn das beim Lamm Gottes gemeint ist, dann wäre das eine Umdrehung der Opferhandlung. Nicht Menschen opfern Gott ein Lamm, sondern Gott selbst opfert sich den Menschen.

Ich glaube, Gott zeigt sich uns als großer Liebender. So kann ich verstehen, dass sich die zwei Jünger Jesus anschlossen, um etwas Neues, zum Beispiel Nächstenliebe zu lernen. Sie nannten Jesus Lehrer und sahen in ihm den Messias, der sein Volk und die Welt von Hass und Neid befreien wird.

Da passte es gut, wenn Johannes den Zusatz „Der die Sünde der Welt hinweg nimmt“ dem Jesus und seinen Anhängern auf den Weg mitgab. Die Sünde der Welt ist für mich die „Absonderung von Gott“. Die Welt hat sich von Gott distanziert und diese Absonderung überwindet der Messias, der heilt, stirbt und zu Ostern aufersteht. Die Nähe Gottes kommt dann endgültig zu Pfingsten, wenn er in unseren Herzen Wohnung nimmt. Vielleicht spüren wir das.

Gott: Opfert keine Schafe

Eine Szene mit Gott und opfernden Priestern

Gott: Opfert keine Schafe und Lämmer. Ich opfere mich selbst. Nicht für mich, sondern für euch. Weil ich euch liebe.

Priester: Das ist schön. Aber die Opfer bleiben.

Gott: Macht den Tempel zu einem reinen Gebetshaus.

Priester: Dann haben wir keine Opfer, keine Einnahmen, keine Aufgaben. Wir verarmen. Willst du das?

Gott: Nein. Ihr habt viele Talente. Ich schlage mein Zelt unter euch auf.

Priester: Zelte kann der Sturm abreißen und mitnehmen. Ein steinerner Tempel ist da besser.

Gott: Aber unbeweglich und er kann leicht zerstört werden, wie es die Babylonier gemacht haben und es die Römer auch machen werden. Nein, mein Heiliger Geist betet dann in euch allen.

Priester: Aber dann gibt es keinen Unterschied mehr zwischen uns und dem Volk.

Gott: Dafür bin ich euch sehr nahe. Wir werden sehen.

Priester: Wir werden sehen.

Die Liebe steigt aus dem Jordan

Wenn ich über den Jordan gehe, dann heißt das, dass ich sterbe und ins Jenseits gehe. Am Jordan geschieht nicht immer, aber oft Außergewöhnliches. Wenn Jesus sich von Johannes taufen lässt, dann taucht er ganz tief hinein in den Fluss dieser Welt. Der Jordan ist der Übergang von der Unterdrückung zur Freiheit, vom Tod zum Leben, von der Gottesferne zur Gottesnähe. Wenn Jesus aus dem Jordan steigt, dann kommt er als Botschafter der Liebe Gottes. Wenn wir am Sonntag das feiern, dann wird das gegenwärtig und Jesus kommt uns aus dem Jordan entgegen.
Die Taufe Jesu ist eine einmalige Sache. Damit das keine einmalige Sache bleibt, passiert es, dass der Himmel aufreißt und der Heilige Geist auf ihn herabschwebt. Der Geist schwebt immer schon gerne, wie es schon im Anfang, im Buch Genesis bei der Erschaffung des Universums heißt: Gottes Geist schwebte (Gen 1,2b). Dieser Heilige Geist inspiriert nicht nur Jesus in einmaliger Weise, sondern er setzt fort, was mit Jesus begann. Nach Jesu Aufnahme in den Himmel, als er zum Vater entschwebte, waren wir allein. Wer, wenn nicht der Geist Gottes, zeigte uns zu Pfingsten, dass wir nicht verlassen sind. Dieser Gottesgeist begleitet die Kirche seit zweitausend Jahren. Nicht immer habe ich mich gefragt, was er mir sagen will. Ich verspreche, ich werde den Heiligen Geist das fragen.

Die Heiligen Könige waren ergriffen

Kaspar, Melchior und Balthasar sehen die seltene Konjunktion von Jupiter und Saturn SN

Ich habe mich immer gewehrt, das Fest der Heiligen Drei Könige „Erscheinung des Herrn“ zu nennen. Dabei habe ich mich an dem Wort „Erscheinung“ gestoßen, das eine doppelte Bedeutung hat. Einerseits ist der „Schein“ nicht echt und wirklich. Andererseits erscheinen Gäste bei einem Fest. Nun ist Gott aber nicht nur kurz als Gast in Betlehem erschienen, sondern er ist Mensch geworden und liegt in einer Futterkrippe.

Ist Gott den drei Weisen erschienen oder wie haben sie erkannt, dass das Kind Gottes Sohn ist? Gut, sie haben eine kosmische Erscheinung als Sterndeuter gesehen. Sie brachten drei königliche Geschenke und wurden dadurch zu drei Königen. Es ist eine schöne Geste, dass Könige vor dem kleinen Baby im Stall niederfallen. Aber wie kommen sie dazu? Das Rätsel löste sich, als ich einen Hunger nach Spiritualität verspürte und mir ein Buch über den Heiligen Geist organisierte. Der Autor Michael Böhnke, Professor in Wuppertal, schreibt zwar nichts von den Heiligen Drei Königen. Warum die drei heiligen Könige sich vor dem Kind in der Futterkrippe niederwarfen, kann ich mir aber jetzt erklären: Sie waren erfüllt vom Geist Gottes. Er führte sie, zeigte ihnen Gottes Anwesenheit im Kind, ergriff sie und sie warfen sich vor dem Kind anbetend nieder. Wir Christinnen und Christen können genauso wie die drei Könige vom Heiligen Geist erfüllt sein, können ihn zu Hilfe rufen, ihm voll Freude zujubeln und Gott im Kind von Betlehem anbeten.

2021: Szenen der Liebe

Der Heilige Geist handelt in Szenen der Liebe, in freundlichen Beziehungen und in zärtlichen Gesten.

Meine Großmutter sagte oft: Die Welt steht nicht mehr lang. Aber: Warum soll die Welt untergehen? Jesus ist für mich das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Er hat die Welt mit dem Vater und dem Geist erschaffen und er wird alles zusammenführen. Er ist unsere Zukunft. Teilhard de Chardin spricht von ihm als Punkt Omega, auf den alles hinausläuft. Es gibt Anzeichen, dass dabei eine Geist-Sphäre entsteht, wo alle mit allen im Gespräch sein können. Wenn es kein Telefon gibt, dann hätten wir uns in der Corona-Pandemie nicht so gut verständigen können. Die Vernetzung in der Welt nennt Teilhard Noosphäre und dieses Wort haben die Internet-Philosophen auf die Vernetzung im Internet übertragen. Sie träumten von einer friedlichen Welt. Das hat sich nicht ganz erfüllt. Es gibt im Internet Hass, Kampf und Böses. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass sich immer wieder der gute Geist durchsetzt und sich helfende Begegnungen ereignen, auch über’s Telefon und über’s Internet. Das sind für mich Zeichen, dass sich die Welt auf Christus zubewegt. Ohne den Heiligen Geist, der uns auf dem Weg nicht nur begleitet, sondern auch formt, wäre das nicht möglich. Er handelt in unseren Szenen der Liebe, in freundlichen Beziehungen und in zärtlichen Gesten. Wir müssen es ihm nur ermöglichen, in unseren Gemeinschaften Impulse zu setzen. Das wünsche ich allen im Neuen Jahr 2021.

‚Gott ist mein Licht‘: Die Bekehrungsgeschichte einer chinesischen Teenagerin

Als Wenxuan Yuan als Kind zum ersten Mal eine katholische Kirche in Peking besuchte, war sie von deren Schönheit tief beeindruckt.

Quelle: ‚Gott ist mein Licht‘: Die Bekehrungsgeschichte einer chinesischen Teenagerin