Das unbekannte Lebewesen

LebendigEs gibt viele Lebewesen, die beschützt werden müssen. Bienen sind gefährdet, sie brauchen wir, damit unsere Obstblüten bestäubt werden. Unsere Haustiere beschützen wir. Sie sind uns ans Herz gewachsen. Sorgen bereiten uns unsere Kinder, die wir fördern, fordern und beschützen. Ein Lebewesen ist mir bis jetzt in Vergessenheit geraten. Ich bin so froh, dass mich Romano Guardini daran erinnert hat. Es ist ein Lebewesen, das im Zentrum den Sohn Gottes hat. Ich bilde mit anderen dieses Lebewesen, indem wir, Christinnnen und Christen, eine Beziehung zu Jesus pflegen. Aber vor allem beatmet Christus dieses Lebewesen, weil er in diesen Freundschaften lebt. Paulus nennt es den mystischen Leib Christi. Er ist wie ein Lebewesen, das atmet und das seit 2000 Jahren – und vielleicht die nächsten 2000 Jahre. Das Atmen ist ein Geben und Nehmen. Im Evangelium sagt Jesus: „Mein Vater liebt mich, weil ich das Leben für euch hingebe und es wieder nehme.“ In diesem Lebewesen leben wir, atmen wir, weinen wir, lachen wir, geben wir und nehmen wir – verbunden mit Christus. Ich möchte dir für so vieles danken, Gott!

Schwierige Entscheidungen

BuschwindröschenEin Satz kann einem die Augen öffnen. Am Sonntag sprach ich mit einer Freundin über meinen Bruder, der im Bett liegt, kaum reden kann und den ich betreue. Sie meinte, dass ich in meinem Bruder Jesus diene. Das hat mich gefreut. Ich bin jetzt mit anderen Augen durch den Alltag gegangen.
Ich habe gesehen, wie in einer Nebenstraße ein älterer Herr mit Rollator sich zu Buschwindröschen hinunterbeugte. Ich bemerkte, dass er sich nicht bücken konnte. Ich bin mit dem Auto stehen geblieben und habe ihm einen Buschen Blumen gepflückt. Er freute sich: „Buschwindröschen habe ich so gern.“
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es in schwierigen Entscheidungen sinnvoll ist, den Beistand des Heiligen Geistes zu erbeten. Ich musste mich entscheiden, meinen 53jährigen Bruder in einem Pflegeheim anzumelden. Zurzeit bekommt er eine 24 Stunden-Pflege und muss wegen Entzündungen immer wieder ins Krankenhaus. Seine Wohnung im 2. Stock hat keinen Lift und ist für einen Rollstuhl zu eng. Ich muss immer wieder weite Strecken fahren, um ihn zu besuchen und die Pflegerinnen zu betreuen. Als ein Bett frei wurde, musste ich mich schnell entscheiden. Jetzt bin ich froh, dass er Morgen in ein sehr schönes „Sozialzentrum“ geführt wird, das ich auch leicht erreichen kann. Ich habe Bilder in sein Zimmer gebracht und hoffe, er lebt sich dort gut ein.

Gott handelt heute

 

Sich von Christus leiten lassen

Sich von ihm leiten lassen

Ich erlebe Mitchristen, die traurig sind, dass der Glaube in Europa immer weniger wird. Ich habe mich davon auch einige Tage anstecken lassen. Heute in der Früh kam mir der Gedanke, dass Gott in unser Leben eingreift. Er handelt so, wie sein Sohn die ängstlichen Jünger sandte und ihnen den Heiligen Geist brachte. Das heißt: Gott handelt. Nicht ich muss alles tun. Gott schafft mehr.
Ich habe jetzt den Eindruck, dass mich Christus die letzten Tage führte. Gestern rief ein Freund an und fragte, ob ich mich bei einem Türschloss auskenne. Ich packte Werkzeug ein und fuhr zu ihm. Im Nachhinein weiß ich, dass mich Christus zu ihm führte.
Nicht nur das. Er führte mich auch zu meinem Bruder ins Krankenhaus, er beschenkte mich mit einem Anruf einer Bekannten aus Klosterneuburg, er führte mich in das Konzert meines Sohnes, er beschenkte mich mit dem Kommen eines Freundes, der eine gute Stimmung mitbrachte.
Christus beschenkte mich auch mit den Gesprächen beim Sacré-Coeur-Kaffee. Ich staunte, als ich erfuhr, dass einer einen riesigen Festbraten für seine große Familie und eine moslemische Familie kochte. Ähnliches erlebte ich, als wir zu Ostern Freunde und Kinder einluden. Es war ein Geschenk, als 14 Leute kamen und die Gespräche sich an den Tischen um Gott und die Welt drehten. Das erinnert mich an Kardinal Lustiger von Paris, der sagte: Die Zukunft des Christentums liegt noch vor uns!

Gott wurde geschlagen. Gott ist auferstanden!

Jesus, bespuckt gegeißelt, ausgestoßen

Gott wird bespuckt, gegeißelt und ausgestoßen

Jesus zeigt sich in seinem Auftreten als Gott. Bei seiner Taufe, bei den Heilungen, bei der Verklärung. Trotzdem wird er geschlagen. Gott wird ausgelacht und verspottet. Gott bekommt eine Dornenkrone aufgesetzt. Gott wird verurteilt. Gott wird gegeißelt. Gott muss sein Kreuz tragen. Gott fällt unter dem Kreuz. Gott begegnet seiner irdischen Mutter. Simon von Cyrene hilft Gott das Kreuz tragen. Gott begegnet den weinenden Frauen. Gott wird seiner Kleider beraubt. Gott wird ans Kreuz geschlagen. Gott stirbt als Mensch am Kreuz. Gott wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner irdischen Mutter gelegt. Der heilige Leichnam wird in das Grab gelegt.

Gott-Sohn im Brot und Wein

Gott-Sohn im Brot und Wein

Am dritten Tag steht Gott mit seinem menschlichen Leib auf. Das Grab ist leer. Gott kommt als Paradiesgärtner (wie zu Adam und Eva) zu Maria Magdalena. Gott erscheint den Jüngerinnen und Jüngern, bricht das Brot und isst mit ihnen Brot und Fisch. Gott ist auferstanden!
Die Royal Choral Society in England singt seit 1876 jeden Karfreitag Händels Messias in der Royal Albert Hall. Hier das Halleluja. Der Text: Halleluja! Denn Gott der Herr regieret allmächtig. Das Königreich der Welt ist fortan das Königreich des Herrn und seines Christ; und er regiert auf immer und ewig: Herr der Herrn, der Welten Gott. Halleluja!

Sommerzeit: Heute in die Kirche gehen?

Heute beginnt die Sommerzeit. Die Uhren müssen vorgestellt werden. Langes Ausschlafen am Wochenende bringt die innere Uhr durcheinander. Statistisch passieren an Montagen mehr Herzinfarkte und Unfälle durch Konzentrationsstörungen.
Ich gehe in die Kirche.
Der Gottesdienst beginnt im Sacré Coeur mit der Palmprozession um 9:00.
Ein schönes Hosanna-Lied ist „Ich seh den König kommen. Mächtig und in Herrlichkeit. Die Erde bebt, die Erde bebt.

Das Lied könnte am Palmsonntag gesungen werden, wenn Jesus unter Hosianna als Erlöser in Jerusalem und in die Kirche einzieht.

Übrigens: Heute ist auch die Verkündigung des Herrn. In 9 Monaten ist Weihnachten.

Ostern. Eine Bilanz. Von Josef Bordat

Am 6. April des Jahres 30 wird ein jüdischer Wanderprediger ohne festen Wohnsitz aufgrund des römischen Besatzungsstatuts in der Provinz Judäa wegen der Vorbereitung, Planung und Durchführung von Störaktionen gegen die öffentliche Ordnung, insbesondere wegen Aufrufs zur Steuerhinterziehung, nach kurzem Prozess (Anhörung ohne Zeugenbefragung) hingerichtet. Den Behörden zugeführt wurde er nach mehreren Provokationen durch die […]

über Ostern. Eine Bilanz — JoBos Blog

Ein Lehrer in Ghana benutzte eine Tafel um Schülern das Wordprogramm zu lehren und wurde berühmt

Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen. 5. Kreuzwegstation. Bild von Sieger Köder

Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen. 5. Kreuzwegstation. Bild von Sieger Köder

Ich freue mich so für den Lehrer Akoto in Ghana: Der EDV-Lehrer hatte keine Computer für seine Schüler und zeichnete das Programm „Word“ an die Tafel. Eine Freundin machte das bekannt und es fanden sich Menschen, die seine Klassen mit Computern unterstützten Microsoft lud Richard Appiah Akoto zu einer Tagung für Digitale Bildung nach Singapur ein. Er nennt sich auf Facebook Owura Kwadwo Hottish, wo er ein Lied veröffentlichte: Singing Hallelujah, Amen, Amen. Jesus standing as the conquerer. … Saved by grace, not by might. … singing hallelujah, Amen, Amen.
Das Lied könnte am Palmsonntag gesungen werden, wenn Jesus unter Hosianna als Erlöser in Jerusalem und in die Kirche einzieht.
In der folgenden Passionsgeschichte gefällt mir, dass Simon von Cyrene dem Sohn Gottes half das Kreuz zu tragen. Wenn ich an die Leidenden in meiner Umgebung denke, dann gibt es einige, die solche Simon von Cyrene sind.