Archiv der Kategorie: Angst

Der Heilige Geist rührt uns an

Ich merke, wie schwer es mir fällt, gute Gespräche zu führen. Da brauche ich die Hilfe des pfingstlichen Geistes. Pfingsten ist das Fest der Gemeinschaft, ja der ganzen Menschheitsfamilie. Die Verbindung mit anderen wird durch den Heiligen Geist tiefer, schöner und liebevoller. Der Geist schenkt uns die große Hoffnung, dass nach dem Tod ein Leben mit Gott und allen Verstorbenen wartet. Diese große Hoffnung auf Vollendung verändert unser konkretes Leben auf der Erde. Wir brauchen keine Angst vor dem Tod haben und können locker mit anderen arbeiten, spielen, sporteln, musizieren und feiern. Wir müssen nicht gestresst von einem Termin zum anderen hetzen. Wir haben unendlich viel Zeit. Der Heilige Geist verbindet uns mit unseren Toten, die auf uns bei Gott warten. Wenn eine Mutter stirbt und voll Sorgen um ihr Kind ist, kann sie nicht vollendet glücklich sein. Nur dann, wenn alle bei Gott sind, sind wir erfüllt, glücklich und vollendet.

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Der Raum der Liebe

Draußen waren Verfolger. Die Jünger hatten Angst und schlossen die Türen. Sie beteten. Da geschah etwas Unerwartetes. Die Erde bebte. Jesus trat in ihre Mitte, trotz verschlossener Türen. Sie erkannten ihn nicht gleich. Er zeigte ihnen seine Wunden und sagte: Friede sei mit euch! Der Raum wurde hell, erfüllt von Gott.
Menschen werden bedroht, flüchten und schließen sich in Räumen ein. Es sind Keller in den Kriegsgebieten und es sind innere persönliche Räume, in die sich Menschen zurückziehen müssen, um zu überleben. Sie verstummen.
Ich bitte Jesus, dass er sich in diesen Schutzräumen zeigt, dass er in die Mitte kommt und den Frieden Gottes bringt. Dass er den Menschen in diesen verschlossenen Räumen den lebensspendenden Heiligen Geist bringt, der mutig macht und Gemeinschaft stiftet.
Ich bitte Jesus, dass er die traumatisierten verstummten Menschen in ihren innersten Räumen heilt.
Ich schaue auf Jesus. Er nimmt mich am Ende mit zum grenzenlosen Leben. Mit ihm können wir ewig leben.
Die Liebe Gottes soll uns im Tiefsten unseres Herzens mit Freude erfüllen und uns von unseren Verletzungen heilen. Sie soll uns springen und fliegen lassen.

Sieben Tipps über das Virus zu reden

Nachdem ich immer wieder mit Impfgegnern und Impfbefürwortern geredet habe, Fehler gemacht habe und auch gute Erfahrungen gemacht habe, finde ich diese sieben Tipps sehr hilfreich:

  1. Versuchen Sie, ihre Gesprächspartnerin als wertvollen Menschen zu sehen.
  2. Stimmen Sie sich mit solchen Sätzen ein: Ich bin OK und du bist OK.
  3. Sprechen Sie die Gefühle des Gesprächspartners an.
  4. Wiederholen Sie das, was die Gesprächspartnerin sagt. Danach sagen Sie Ihres.
  5. Der Feind ist immer das Virus.
  6. Erzählen Sie, was Sie freut und welche Sorgen Sie haben.
  7. Rufen Sie den Heiligen Geist, damit er beim Gespräch dabei ist.

Warum Leiden?

Leiden ist ein Zumutung. Wie ich mir die biblischen Texte zum letzten Sonntag angesehen habe und dann im Gottesdienst gehört habe, ist mir aufgefallen, dass es vor allem im Jesaja-Text eine Auffassung von Schuld und Leiden auftaucht, die ich ablehne. Schuld ist kein Gegenstand, kein Paket, das ich mit Arbeit oder Leiden abarbeiten kann.

Im Alten Testament werden die Katastrophen der Geschichte des Volkes Israel als Folge der Schuld und des Fehlverhaltens erklärt. Auch Personen, die leiden, sind selber schuld. Es gibt dagegen wie bei Hiob eine Reflexion, die zeigt, dass Unschuldige leiden. Auch in den sogenannten Gottesknechtliedern beim Propheten Jesaja wird diese Form der Erklärung des sogenannten Tun-Ergehen-Zusammenhangs, kritisiert. Der unschuldige Gottesknecht übernimmt die Schuld der anderen in seinem Leiden und kann die anderen von der Schuld erlösen. Diese Erklärung wird dann auch von einigen in der jungen Kirche auf Jesus übertragen. Bei Markus 10,45 steht: „Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.“ Das Lösegeldmotiv wurde dann auch auf das Gefängnis der Schuld übertragen. Damals gab es Schulden-Gefängnisse oder Schuldsklaverei, wo Lösegeld notwendig war, um die Menschen daraus zu befreien. Aber wenn Jesus nicht mit Geld, sondern mit seinem Leben bezahlt, um andere von Schuld zu befreien, dann ist das keine wirtschaftliche Schuld, sondern eine Schuld gegenüber Gott und Gott wird zum Gefängnisaufseher. Sein Sohn soll durch sein Leben als Lösegeld die Gefängnisinsassen befreien. Das ist aber absurd. Gott könnte die Gefangenen einfach entlassen und sein Sohn müsste nicht sterben. Diese Erklärung ist mit der Botschaft Jesu von Gottes Verzeihen nicht gedeckt. Befreiung geschieht bei Jesu Handlungen und Heilungen als Befreiung von Angst und Einsamkeit.

Es stellt sich die Frage: Warum ist Jesu Leiden, sein Tod, seine Auferstehung und seine Geistsendung eine Befreiung? Der Hebräerbrief bringt uns auf eine Spur, die Licht ins Dunkel bringt: „Wir haben ja nicht einen Hohepriester, der nicht mitfühlen könnte mit unseren Schwächen, sondern einen, der in allem wie wir versucht worden ist, aber nicht gesündigt hat.“ (Hebräer 4,15)

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Panikattacken und eine mögliche Rettung

Es gibt sie, die Menschen, die alles „wissen“ und an ihren Überzeugungen festhalten, obwohl sie damit krank werden. Sie sind wie dieser Mensch, der sich in der Wüste verirrte und dann eine Oase mit Wasser sah. Er dachte sich: „Das ist nur eine Fata Morgana. Mein Hirn spielt verrückt.“ Beduinen fanden ihn verdurstet knapp vor dem Wasser der Oase liegen. Sie wunderten sich, dass er nicht die paar Schritte zum Wasser gemacht hatte. Das wäre seine Rettung gewesen.

Ich kenne einige, die ständig Panikattacken haben. Gott möchte ihnen ihre Angst nehmen, aber sie öffnen nicht ihr Herz. Sie haben die fixe Idee, Gott sei nur die Projektion der menschlichen Wünsche. In Wirklichkeit existiere er nicht. Dabei ist er ihnen näher als sie denken. Er könnte sie von den Panikattacken befreien. Dabei müssten sie nur einen Schritt machen.

Der Tod und die Ewigkeit in der Coronakrise

Raupe Kokon Schmetterling

Es gibt jetzt die Nachrichten, dass viele ältere Menschen mit Vorerkrankungen durch das Coronavirus sterben. Sterben und Tod kann Angst machen. Mit dem Sterben und dem Tod kann die Politik sinnvolle, aber auch unsinnige Maßnahmen durchsetzen. Panik ist aber kein guter Ratgeber.

Dazu passen die Texte des Mystikers, Priesters und Poeten Ernesto Cardenal, die ich wieder gelesen habe und mich überraschten, wie einfach er über den Tod und das Sterben spricht.

In seinem Buch von der Liebe spricht er über die Ewigkeit und darüber, dass es „den Tod nicht gibt“. Das kann uns helfen, Panik zu vermeiden und gelassener das Leben zu leben:

Der Tod existiert für uns nicht mehr

Der Tod existiert für uns nicht mehr. Unser Tod ist die Taufe, durch die wir am Tode Christi teilhaben, durch die wir in Christus sterben. Christus starb für uns und an unserer Statt, darum brauchen wir nicht mehr zu sterben. Der leibliche Tod ist nichts anderes als der Anfang des ewigen Lebens, die Bedingung für die Auferstehung. Wer getauft ist, hat den Tod schon überstanden. Der andere „Tod“ ist nicht mehr Tod, sondern das Zusammentreffen mit Christus.

Christus ist der „Erstgeborene unter den Toten“ wie Paulus sagt. Das heißt, Christus war der erste, der von den Toten auferstanden ist, der als erster aus dem Leib des Todes ins neue Leben hineingeboren wurde. Alle anderen folgen ihm später nach wie die weiteren Geschwister, die nach dem Erstgeborenen aus dem Mutterleib hervorgehen.

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Angst vor dem Coronavirus? Händewaschen ist wichtiger als Hamsterkäufe

Es kann in diesen Tagen sein, dass Menschen in Hysterie verfallen und glauben, sie müssten riesige Vorratslager anlegen. Dagegen zeigt Jesus, wie es geht. Er bekam großen Hunger, als er 40 Tage in der Wüste lebte. Der Versucher kam auf ihn zu und meinte, dass er doch befehlen könne, dass die Steine zu Brot werden. Jesus meisterte die Angst vor dem Verhungern und der Versuchung mit dem Vertrauen auf Gott. Er sagte: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt. Dorothee Sölle meinte dazu: Am Brot allein stirbt sogar der Mensch.

Richtiges Händewaschen

Wenn einige in dieser Zeit aus der Angst zu Verhungern unsinnige Hamsterkäufe machen, kann es übel ausgehen. Wie es einem erging, der einen riesigen Vorrat anlegen wollte, zeigt ein eher lustiger Vorfall in Innsbruck, wo ein Mann mit großer Atemmaske und weißen Handschuhen in zwei Supermärkten riesige Mengen einkaufte und sein Motorrad so stark belud, dass er nicht wegfahren konnte. Ein Passant konnte ihm helfen, sodass der Motorradständer hochklappte. Kaum war das Hinterrad am Boden, kippte das Motorrad um und die Fracht knallte auf den Asphalt. Er selbst rollte sich zusammen und kullerte über den Boden. Von solchen Hamsterkäufen ist abzuraten. Hier ist der Link zum Kurier.

Der christliche Glaube hat drei hilfreiche Prinzipien: Hoffnung, Vertrauen und Liebe. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich dadurch realistisch die Probleme angehen kann. Die Orientierung auf Gott hilft mir, nicht in Hysterie zu verfallen.

Hier Informationen zum Coronavirus:
ÖSTERREICH: Zwei Telefonnummern sind wichtig: Die Gesundheitsberatung ist mit Tel. 1450 erreichbar. Die Hotline des Sozialministeriums (bzw. AGES) zu den Informationen ist Tel. 0800 555621. Die häufig gestellten Fragen finden Sie im Link zum Sozialministerium hier.
DEUTSCHLAND: Bitte Ihr Gesundheitsamt anrufen. Ihr zuständiges Amt können Sie über diesen Link sehen, indem sie dort Ihren Ort eingeben: https://tools.rki.de/PLZTool/
Information der deutschen Bundesregierung.
Information des Robert Koch Instituts.

Corona-Hotline des Münchner Referats für Gesundheit und Umwelt: 089/233 47 819 (8.30-15 Uhr); Hotline des bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: 09131/6808-5101

Der Wolf lernt die Macht zu teilen

Je mehr die Mächtigen Angst bekommen, umso mehr kontrollieren sie. Einige schrecken nicht vor Morden zurück. Die chinesische Regierung hat Angst vor den Islamisten und unterdrückt die moslemischen Uiguren. Die Mächtigen in Malta bekamen Angst vor der Journalistin Daphne Caruana Galizia und ermordeten sie mit einer Autobombe. Johannes der Täufer machte Herodes Antipas und seiner Frau Herodias Angst, worauf sie ihn köpften. Johannes erwartete einen Gott-König, der ein allmächtiger Rivale der führenden Köpfe sein sollte. Auch das Friedensreich bei Jesaja baut auf einen politischen Nachfolger des König Davids, der seine Rivalen, die Frevler tötet. Dann liegt der Wolf friedlich neben dem Lamm und der Löwe frisst Heu. Eine Utopie, aufgebaut auf ein machtvolles Eingreifen Gottes. Dieses Eingreifen Gottes bleibt aber aus. Es passiert ein anderes Eingreifen Gottes. Das geschieht im Stillen. Ein junges Mädchen wird gefragt, ob es Gott als Mensch auf die Erde bringen will. Diese junge Frau wuchs in Nazaret auf und wir feiern am 8. Dezember ihre Zeugung. Ihre Eltern waren Anna und Joachim. Ihr Sohn, den sie in Betlehem zur Welt bringt, wird Menschen heilen und Arme seligpreisen. Er wird ohne Waffen und Soldaten auftreten und die führenden Köpfe werden trotzdem Angst bekommen. Sie werden ihn umbringen. Er aber wird den Tod besiegen und Menschen mit seinem Geist der Liebe anhauchen. Bis heute.
Dieser Liebesgeist hilft den Ohnmächtigen kleine Schritte zu gehen und er hilft auch den Mächtigen, keine Angst zu haben und ihre Macht zu teilen.

Befreit von Angst und Einsamkeit

Äpfel sind gesund. Jeden Tag einen Apfel und ich brauch nicht so oft zum Arzt. Außer ich bin allergisch gegen Äpfel. Ansonsten gibt es im Alltag sinnvolle Regeln, die einen gesund erhalten. Viel Bewegung, vielseitige Ernährung, Freunde treffen, eine gute Partnerschaft pflegen und mit Gott Kontakt halten. Das hält gesund. Wenn ich einen Bereich vernachlässige, kann es übel ausgehen. In den christlichen Gemeinden versuchen wir die Kontakte untereinander zu pflegen, die Familien zu unterstützen, dort zu helfen, wo wir gebraucht werden und die Beziehung mit dem aktiven und dreifaltigen Gott zu pflegen.
Jesus staunte nicht schlecht. Jene Aussätzigen, die durch Gott geheilt wurden, ließen sich zwar von den Priestern begutachten, aber verabsäumten es, sich bei Gott zu bedanken. Es stießen da zwei unterschiedliche religiöse Arten aufeinander: Gesetzesreligion und Beziehungsreligion. Die Gesetzesreligion ist eine Vorstellung von Religion, die auch heute für viele gilt. Sichtbar wird sie im strengen Islam und im orthodoxen Judentum. Sie kümmern sich um die Gesetze von gutem und schlechtem Verhalten im Alltag. Der Islam kennt die Sharia, das Judentum kennt die Kaschrut. Nahrungsmittel sind koscher oder halal. Dazu kommen noch Kleidervorschriften, Haarvorschriften, Fastenvorschriften und Gebetsvorschriften. Das Christentum kennt zwar auch Gesetze wie die 10 Gebote, sie sind aber wie weite Straßenbegrenzungen. Denn für Jesus ist das Heilen und die Liebe wichtig. Er zeigt uns die Liebe zum Nächsten und die Ausrichtung auf das göttliche Du. Beide befreien mich von Angst und Einsamkeit.

Der Tod ist nicht das Letzte

Verlorener Sohn

Der barmherzige Vater hat offene Arme für seinen verlorenen Sohn

Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann? „Niemand!“ Schrien wir als Kinder und rannten auf einen Fänger zu. Es war ein großer Spaß. Wenn heute gefragt wird: Wer fürchtet sich vor dem Tod? Schreien dann auch alle „Niemand“? Einige scheuen den Tod und einige erklären schon im Vorfeld: „Das Wichtigste ist die Gesundheit.“ Aber der Tod ist trotz gesundem Leben unausweichlich. Und was ist dann? Einige fürchten sich vor Gott, der uns nach dem Tod begegnen könnte und sagen: „Wer weiß schon, was dann passiert?“ Ich persönlich glaube, dass Gott uns mit offenen Armen empfangen möchte. Jetzt, in diesem Augenblick und auch im Tod. Das ist der eine Grund, warum ich die Freundschaft mit Gott pflegen möchte. Es gibt noch zwei andere Gründe:
Einerseits entspricht es meiner menschlichen Natur, dass ich mich einem Größeren liebevoll zuwende und damit eine gute seelische Gestimmtheit habe.
Andererseits kann ich Miseren und Nöte besser durchhalten, wenn ich diese Beziehung mit Gott pflege. Mit dem Blick auf Jesus Christus gehe ich nicht unter – im Alltag nicht und auch nicht im Tod.