Archiv der Kategorie: Wirtschaft

Der Ort der Gottesbegegnung

Jesus verteibt die HändlerDer Tempel von Jerusalem war der Ort der Gottesbegegnung, an dem die Herrlichkeit Gottes wohnte. Die Armen mussten dort oft ihr letztes Geld geben.
Er wird oft mit einem Wallfahrtsort verglichen, an dem ich nicht nur bete, sondern auch meiner Frau Lebkuchenherzen und meiner Enkelin Schneekugeln kaufe. Die Händler sind aber nicht zu vergleichen mit den Geldwechslern und Opfertierhändler in Jerusalem. Wenn ein Jude unrein war, musste er ein Opfer bringen. Das war lebensnotwendig, um in der Gemeinschaft weiterleben zu können. Schneekugeln sind nur Andenken.

Die Opfertiere waren keine Andenken, sie waren notwendig und konnten nur mit Tempelwährung bezahlt werden. Die Geldwechsler und Tierhändler bereicherten sich in unverschämter Weise an den Armen, die sich mit einem Opfer reinigen mussten. Die Tempel in der Antike waren ähnlich den heutigen Banken. Heute ist die Wall Street in New York die größte Wertpapierbörse der Welt. Täglich werden bis zu 8 Milliarden Dollar gehandelt.
Für Jesus war der Bankbetrieb am Tempel von Jerusalem wie eine „Räuberhöhle“. Der Ort sollte ein Haus des Gebetes sein. Vielleicht bereichert sich heute auch jemand in unverschämter Weise an den Armen. Aber ob die Börsen ein Ort des Gebetes sein sollen ist mir nicht klar.

Es lohnt sich für dich zu leben

Das Himmlische JerusalemIch liebe das Universum. Es hat noch viele Geheimnisse. Aber ob es sich immer weiter und weiter ausdehnt oder sich wieder zusammenzieht ist noch unklar.
Jedenfalls dehnt es sich immer schneller aus und die dunkle Materie gibt Rätsel auf. Die Naturwissenschaft löst immer mehr Rätsel. In unserem christlichen Glauben fördert Gott die Wissenschaft.
Dadurch ändert sich das Weltbild, aber nicht der Glaube. Der Glaube sagt: Das Universum hat sein Ziel in Gott. Die Schöpfung hat sein Ziel im kosmischen Christus.
In unserer Religion ist Gott der Anfang und das Ende, das Alpha und das Omega, der Urheber des Urknalls und der Vollender des Universums. Er ist der Urgrund der biologischen Evolution und der Inspirator der kulturellen Geschichte. Jeder Mensch ist Teil der Evolution und Teil der Geschichte und wir alle haben das Ziel in Gott und im kosmischen Christus.

Die Liebe in der Evolution

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Ich war krank und du hast mich besucht.
Jesus lädt jene Menschen ein, die den Hungrigen zu essen geben, die Fremden und Obdachlosen aufnehmen und die Kranken und Gefangenen besuchen. Im Armen kommt uns allen Jesus Christus entgegen.

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken. Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. … (Evangelium nach Matthäus 25, 31-46 Link zum Bibelwerk)

Die Jugendlichen in Afrika wollen es selber schaffen

Ziel einer von der österreichischen Initiative ACT.NOW organisierten Konferenz in Ugandas Hauptstadt Kampala war es, die Beweggründe für Flucht und Migration besser zu verstehen. Warum wagen junge Afrikaner/innen den langen und riskanten Weg nach Europa?

Eine Journal-Panorama Sendung im Ö1 von ORF. Gestaltung: Simone Schlindwein

Staaten aus halb Afrika waren in dem kleinen Konferenzsaal in Ugandas Hauptstadt Kampala vertreten: Aus Nigeria, Ghana, Togo und Mali aber auch aus Burundi, dem Südsudan, Kongo und Südafrika reisten Anfang September Jugendvertreter an, um zu diskutieren, welche Beweggründe es für Auswanderung gibt: Von machthungrigen Diktatoren angezettelte Kriege, miserable Bildungssysteme und das Fehlen jeglicher Perspektive, die Hoffnung auf ein besseres Leben in Europa oder anderswo in Afrika. Einig waren sich die meisten: Wenn das Leben zu Hause besser wäre, würden viele lieber bleiben. Was wünschen sich die afrikanischen Jugendlichen in ihren Heimatländern eigentlich?

Act.Now in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Institut für Frieden (IPP) veranstalteten die 4. Internationale Konferenz NOW zum Thema “African Youth and Migration” vom 3-5. September in Kampala, Uganda.
Die TeilnehmerInnen der Konferenz stammten aus über 10 afrikanischen Ländern. Weiters nahmen VertreterInnen der Europäischen Union am gemeinsamen Austausch teil. Lokale EntscheidungsträgerInnen beteiligte siche ebenso an der Konferenz wie lokale und internationale NGO-VertreterInnen und ForscherInnen. Wie bereits bei vorhergehenden NOW Konferenzen nahmen auch Betroffene an den Diskussionen und Workshops teil. Gemeinsam erarbeitete Vorschläge und Empfehlungen werden in den 5. EU-Afrika Gipfel im November einfließen, bei dem das Thema „Jugend“ im Zentrum stehen wird. Kurator der 4. NOW Konferenz ist Hannes Swoboda, ehemaliger EU-Abgeordneten und Leiter des IPPs.

 

Afrika, ihr schafft es ohne Hilfe von außen!

Wir Menschen in Afrika schaffen es!

Wir Menschen in Afrika schaffen es! Wir ermächtigen uns!

Was in Afrika fehlt ist Empowerment, ist Ermächtigung. Afrikanerinnen und Afrikaner sehen sich als Opfer, denen geholfen werden muss. Deswegen der Aufruf:
Afrikanerinnen und Afrikaner, ihr schafft es alleine, aus eurer eigenen Kraft. Mit Entwicklunghilfe werdet ihr infantil. Beginnt bei euch selber. Ihr schafft es. Ihr könnt euch gegen Diktaturen wehren, ihr könnt Schulen und Universitäten errichten und ihr könnt eine angepasste und nachhaltige Wirtschaft aufbauen! Ihr habt Talente, Fähigkeiten und Sinn für Gemeinschaft.

Dazu zwei Stimmen aus Afrika:
Kritik an der staatlichen Entwicklungshilfe kommt von der senegalesischen Autorin Ken Bugul. Afrika muss lernen, auf eigenen Füßen zu stehen.
Eine zweite Kritik kommt von Asfa-Wossen Asserate, der die Ächtung autoritärer und korrupter Regime fordert.

Afrikanerinnen und Afrikaner, ihr schafft es aus eurer eigenen Kraft!

Fluchtursachen sehen und den Menschen helfen: Entwicklungszusammenarbeit und Entwicklungspolitik

Afrika bekam lange die falsche Hilfe

Infusion: Afrika bekam lange Zeit die falsche Hilfe

Flüchtlinge aus Afrika sind für uns Christinnen und Christen nicht nur eine caritative Herausforderung, sondern ein Zeichen der Zeit, dass es im afrikanischen Kontinent Verwerfungen gibt, die wir wahrnehmen müssen, denen wir uns mit Liebe stellen müssen und mit Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen müssen.

Der Pastoraltheologe Paul Michael Zulehner schreibt in seinem Blog über die Herausforderungen einer christlichen Politik:

Es ist immer besser (und auch langfristig wie staatspolitisch vernünftig), an der Abmilderung der Fluchtursachen zu arbeiten als nur Symptome zu bekämpfen.

Fluchtursachen für Afrika sind:

  • die Waffenexporte, die kriegerische Konflikte beflügeln
  • der Wirtschaftsimperialismus Europas
  • der Klimawandel
  • diktatorische Staaten
  • Bildungsdefizite
  • Fehlende Investitionen

Nationale Agrarwirtschaften müssen geschützt werden

Zum Wirtschaftsimperialismus führt Zulehner aus: „Es verschlechtert die wirtschaftliche Situation afrikanischer Länder massiv, wenn Europa seine Agrarprodukte subventioniert und billig auf die afrikanischen Märkte wirft und auf diese Weise die Lebensgrundlage der hoffnungsarmen Bevölkerung mancher afrikanischen Regionen zerstört.“ Kleinbauern müssen ihre Waren (z.B. Hirse) am Markt verkaufen können. Genossenschaften helfen gegen Zwischenhändler, die die Preise drücken. Es gibt auch falsche Landwirtschaft, die Abholzung, Überweidung und Wüstifizierung, auf die eine angepasste intelligente Landwirtschaft reagieren kann.Baumwurzeln können wieder zum sprießen gebracht werden und Solarkocher können die Abholzung vermeiden.

Küstenfischerei muss geschützt werden

Kleine Fischer verlassen ihre Dörfer, weil die Küsten von riesigen industriellen Fangschiffen leergefischt werden. Die kleinräumige Küstenfischerei muss geschützt werden.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die Entwicklungshilfe der NGO und der europäischen Staaten reagiert darauf mit Hilfe zur Selbsthilfe.

Angepasste finanzielle Hilfe

Mikrokredite sind hier eine gute Hilfe, um eine kleinräumige Wirtschaft zu fördern. Zulehner erinnert auch an den Marshallplan, der für Afrika und „für Europa ganz wichtig sein wird“.  Heinz K. Becker (ÖVP/EVP) stellte so einen Marshallplan für Afrika 2016 vor.
Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) sprach bei seinem Besuch in Äthiopien im Februar 2016 von „Millionen Menschen“, die sich auf den Weg nach Europa machen würden.

Klimawandel braucht angepasste Technik

Die Überschwemmungen in Texas, Indien und jetzt auch in Nigeria sind eine Folge des von Menschen verursachten Klimawandels. Die Flüchtlinge verlassen ihre Heimat, weil das Klima sich ändert. Dürre und Überschwemmungen sind die zwei Extreme. Die Menschen zum Bleiben zu bewegen ist nur mit angepasster Technik (Häuser auf Stelzen, Solarenergie) und ökologisch sinnvollen Pflanzen und Tieren möglich.

Bildung hilft Perspektiven zu sehen

Gute Schulen sind ein Motor der Entwicklung. Einerseits um gute Fachkräfte auszubilden, andererseits um Kreativität in Kultur, Kunst, Wissenschaft und Technik zu entwickeln.

Konflikte sind zu bearbeiten

Beispiel: Das Leben der Bevölkerung in der Grenzregion zu Gambia und Guinea-Bissau ist geprägt durch einen der längsten Konflikte Afrikas. Trotz zahlreicher Friedensinitiativen und vielversprechender Verhandlungen zwischen den Rebellengruppen und der Regierung kommt die Region seit über 30 Jahren nicht zur Ruhe. Streitpunkte sind zum Beispiel Viehdiebstahl, Kleinwaffenhandel im Grenzgebiet oder die widerrechtliche Nutzung natürlicher Ressourcen. 60 VertreterInnen lokaler Organisationen, Radiosender und lokaler Behörden nahmen im April 2013 an einem Workshop in Ziguinchor teil. Der österreichische Botschafter in Dakar Gerhard Deiss und Dominique Mair, Expertin für Friedenssicherung und Konfliktprävention in der ADA, sprachen mit den lokalen VertreterInnen über die Herausforderungen in der Friedenssicherung. Das Zusammentreffen und der Austausch mit Betroffenen über Landesgrenzen hinweg war eine ganz neue Erfahrung. Aus: ADA, Austrian Development Agency

Die Bevölkerung muss vor den Übergriffen der Dschihadisten geschützt werden. Der ORF schreibt dazu: „Die Islamisten-Miliz Boko Haram hat Zeugen und amtlichen Angaben zufolge im Nordosten Nigerias 18 Menschen umgebracht. Im Schutze der Dunkelheit seien die mit Messern bewaffneten Angreifer auf Personen in der Stadt Banki unweit der Grenze zu Kamerun losgegangen. In der Region werden regelmäßig Anschläge verübt, zuletzt wieder verstärkt. So wurden seit Anfang Juni im Nordosten des afrikanischen Landes mindestens 172 Menschen getötet. In ihrem seit acht Jahren andauernden Kampf für einen islamistischen Staat wurden mehr als 20.000 Menschen von Boko Haram getötet. Hunderte wurden verschleppt, unter ihnen viele Frauen und Mädchen.“

Die Polizei und das Militär sind lange Zeit in Nigeria nicht gut gut ausgebildet gewesen und auch zahlenmäßig sehr klein gewesen. Erst in letzter Zeit wird der Kampf gegen Boko Haram ernst genommen.

Verträge mit den afrikanischen Staaten

Die europäischen Länder müssen mit den Herkunftsländern der Flüchtlinge in Verhandlung treten:

  • um Menschenrechte einzuklagen (wie in Eriträa)
  • um Minderheiten zu schützen
  • um Pressefreiheit zu gewähren
  • um Friedensverhandlungen zu führen (wie im Südsudan)
  • um oppositionelle Parteien zuzulassen

Kritik an der staatlichen Entwicklungshilfe

Kritik an der staatlichen Entwicklungshilfe kommt von der senegalesischen Autorin Ken Bugul. Afrika muss lernen, auf eigenen Füßen zu stehen. Die junge Generation ist ohne Schulbildung völlig desorientiert inmitten von Korruption und politischer Misswirtschaft ohne Zukunft und geistiger Werte aufgewachsen. Sie fordert einen Stop der staatlichen Entwicklungshilfe.
Eine zweite Kritik kommt von Asfa-Wossen Asserate, der die Ächtung autoritärer und korrupter Regime fordert. Die Diktatoren verhalten sich schlimmer, als es die europäischen Kolonialherren jemals taten. „Die afrikanischen Jugendlichen sehen, dass die Gewaltherrscher ihnen keine Möglichkeit für ein menschenwürdiges Dasein bieten. Sie haben keine Rechte, keine Arbeit und keine Perspektive. Deshalb stimmen sie mit den Füssen ab und kommen nach Europa. Ich habe Flüchtlingslager in Afrika besucht, und die Menschen sagten mir alle, sie wollten weg. In ihren Ländern gebe es für sie keine Perspektive mehr. Ähnliche Antworten erhielt ich an afrikanischen Universitäten, als ich Studierende nach ihren Zukunftswünschen befragte. Sobald sie ihr Ingenieurstudium abgeschlossen hätten, wollten sie sich nach Norden in die Maghrebstaaten aufmachen, um von dort nach Europa oder Amerika zu gelangen.“ Ganz schlimm ist Eritrea. Staaten wie Äthiopien, Somalia, der Sudan und Süd-Sudan, die Zentralafrikanische Republik, Kongo und der Tschad sind gescheiterte oder sehr fragile Staaten, mit denen Europa hart verhandeln müsse.

Humanitäre Korridore

Paul Michael Zulehner spricht in seinem Blog auch das Recht auf Asyl an und meint: Humanitäre Korridore sind für jene sehr wichtig, die einen Rechtsanspruch auf Asyl haben. Auf der Homepage des österreichischen Bundeskanzleramtes steht: Laut Genfer Flüchtlingskonvention werden jene Personen als Flüchtlinge bezeichnet, die sich aus wohl begründeter Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung außerhalb ihres Herkunftsstaates befinden und den Schutz des Herkunftsstaates nicht in Anspruch nehmen können oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen wollen.

Der Gulag konnte die Katholikin nicht brechen

Sie war mit 27 Jahren für den Wiederaufbau in Österreich zuständig: Margarethe Ottillinger. Die sowjetischen Besatzer hielten sie für eine US-Spionin und entführten sie 1948 nach Sibirien. Sie war Wirtschaftsexpertin, Sektionsleiterin und eine der ersten Frauen im Management der Schwerindustrie. An der Ennsbrücke, der Grenze zwischen sowjetischer und amerikanischer Zone wird sie am 5. November 1948 verhaftet. Margarethe Ottillinger ist zu dem Zeitpunkt 29 Jahre alt und im Planungsministerium verantwortlich für den Wiederaufbau Österreichs. Es war der spektakulärste Entführungsfall im Österreich der Nachkriegszeit: Sie war Vorstandsdirektorin der ÖMV (Öster. Mineralölverwaltung), Gründungsmitglied des Afro-Asiatischen Instituts in Wien. Die tiefgläubige Katholikin setzte sich maßgeblich für den Bau der Wotruba-Kirche in Wien ein und trat dem 3. Franziskus-Orden bei. Die ORF-Spiel-Dokumentation „Margarethe Ottillinger – Die Frau, die zuviel wusste“ zeigt am  4.März 2016, 22.45 Uhr, ORF 2 den Spionagefall. Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Livestream auf der ORF-TVthek angeboten: Freitag, 4.3.2016, 22.45 Uhr, ORF2. Beiträge auch in Ö1 Wissen aktuell und in der ZIB2.

ORF-Spiel-Doku: „Margarethe Ottillinger – Die Frau, die zu viel wusste“. erzdioezese-wien.at|Von Erzdiözese Wien / Der SONNTAG / Agathe Gansterer http://science.orf.at/stories/1768087/

Die griechische Regierung verweigert die Grundsicherung für Arme

Ab April 2015 erhalten die Armen in Griechenland kein garantiertes Grundeinkommen mehr. Die Mutter eines Kinder bekam bis März 350 Euro im Monat. Ab April 2015 erhält sie nichts. Die stellvertretende Ministerin für Arbeit, Theano Fotiou findet, dass das garantierte Grundeinkommen eine „Armutsfalle“ sei. Die Weltbank, die EU und der zuständige letzte Pasok-Minister Vassilis Kegeroglu führten die Grundsicherung ein, damit die Armen nicht wegen jedem Almosen der Regierung wie Lebensmittelkarten, Wohngeld, Strom- und Arztkosten einen Antrag stellen müssen. Das Grundeinkommen war von 200 bis 500 Euro gestaffelt, je nach Kinderanzahl, darin enthalten freie Krankenversorgung und Umschulungsprogramme. Die Syriza-Regierung ließ die Grundsicherung auslaufen und nahm die 1,75 Millionen Euro von der EU nicht in Anspruch, um die technische Weiterentwicklung der Grundsicherung voranzutreiben. Syriza geht den alten Weg. Wohltaten hier und dort, sodass die Abhängigkeit von den Parteibonzen wächst. Die linke Syriza-Regierung bleibt damit in ihrer Ideologie gefangen und verschließt ihre Augen vor dem Elend der Armen.
Link:
Die Zeit: Michael Thumann, Das linke Märchen
Papst Franziskus denkt vor allem an krisenbetroffene Familien.