Archiv der Kategorie: Verzeihen

Blind vor Rache

Mahatma Gandhi sagte: „Auge um Auge macht die ganze Welt blind.“ Ein Wort ergibt das andere, ein Schlag ergibt den anderen Schlag. Zum Schluss liegen alle am Boden. Wer beim Teufelskreis der Gewalt nicht mitmachen möchte, kann seinem Feind aus dem Weg gehen. Als Kinder haben wir gelernt: Der Gescheitere gibt nach, der Esel fliegt in den Bach. Aber es gibt Kränkungen, die tiefe Wunden in uns gerissen haben. Wir bemerken plötzlich, dass wir von einer wichtigen Person nicht geliebt werden. Dann ist Verzeihen sehr schwer. Verzeihen ist die schwerste Liebe nach Albert Schweitzer. Im Verzeihen liegt wahre Stärke (Roswitha Bloch). Es bringt Freude ins Herz (Marianne Einfeldt) und reißt mich aus der Vereinsamung heraus (Stefan Fleischer).

Der Prophet Nehemia lobt Gott, der ihm ein Vorbild ist: Du bist ein Gott, der verzeiht! (Nehemia 9,17b). Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir Gott beim Verzeihen hilft.

Weiße Wand: Was fehlt, wenn das Kreuz fehlt?

Das Kreuz ist mehr als ein kulturelles Zeichen. Gedanken zur Verbannung religiöser Symbole aus dem öffentlichen Raum.

Jan-Heiner Tück, Universität Wien, schreibt in der „Presse“, was fehlt, wenn es kein Kreuz im öffentlichen Raum gibt (Auszug):

Soll das Kreuz hier zur Verteidigung des „christlichen Abendlands“ missbraucht und für eine bestimmte Identitätspolitik funktionalisiert werden? Das Kreuz sprengt diesen Rahmen. Es ist mehr als ein kulturelles Zeichen.

Das Kreuz ist Anstoß. Es macht sichtbar, was gern verdrängt wird. Es gibt das Leid, den Schmerz und den Tod. Die Erinnerung daran ist gerade in Spitälern hilfreich. Wie oft verschleiern Ärzte durch elaborierte Vokabulare ihren Patienten den wahren Zustand, weil sie meinen, dieser sei nicht zumutbar. Das Kreuz sagt: Wahrheit ist zumutbar. Statt sie in Zonen des Schweigens abzudrängen, muss sie ausgesprochen werden – schon um der Kranken willen.

Das Kreuz ist Spiegel. Es zeigt: Wir machen Fehler und brauchen Vergebung. Statt Vergeltung zu fordern, hat der Gekreuzigte seinen Peinigern verziehen. In einer Gesellschaft, in der alle perfekt sein wollen, ist das eine heilsame Provokation. Wir sind nicht perfekt. Aber wir verschleiern uns das – und sind Virtuosen darin, es nicht gewesen zu sein. Das läuft fast immer darauf hinaus, es andere gewesen sein zu lassen. Dieser Unschuldswahn ist pathologisch. Das Kreuz unterbricht ihn – und befähigt zu einer Kultur der Vergebung, die wir alle brauchen, um neu anfangen zu können.

Das Kreuz als Spiegel und Trost

Das Kreuz bietet Trost. Dafür haben wir fast die Sprache verloren. „Nur der leidende Gott kann helfen“, hat Dietrich Bonhoeffer geschrieben, bevor er hingerichtet wurde. Die Pointe christlicher Kreuzestheologie ist, dass sie Gott nicht nur in Kategorien der Stärke buchstabiert. Paradox gesprochen: Gott ist so stark, dass er auch schwach sein kann, er ist nicht apathisch, sondern hat sich in der Passion auf die Seite der Leidenden gestellt.

Das Kreuz ist Zeichen des Lebens. Auf die Nacht des Karfreitags folgt das Licht von Ostern – mit der Botschaft: Der Gekreuzigte lebt! Diese Hoffnung mag vielen unerschwinglich sein. Aber die Sehnsucht, dass unser Leben nicht im Abgrund des Nichts versinkt, sondern rettend aufbewahrt wird, bricht gerade in Grenzsituationen des Leidens auf. Das Kreuz sagt: Das Leben ist stärker als der Tod.

Diese Sinngehalte scheinen heute mehr und mehr zu verblassen. Das müsste den Kirchen einen Ruck geben. Alle, nicht nur Kleriker, auch bzw. vor allem Laien müssten unter der Asche der Gewohnheiten die Glut des Evangeliums neu entdecken. Soll das, was Generationen Orientierung im Leben und Sterben gegeben hat, heute etwa nichts mehr bedeuten?

Dabei ist nicht zu vergessen, dass die Kirche selbst Anteil am Plausibilitätsverlust des Glaubens hat. Immer wieder in der Geschichte hat sie das Kreuz als Herrschaftssymbol missbraucht. Eine aufgeklärte christliche Religionskultur weiß darum. Sie wird schon deshalb jeden Triumphalismus vermeiden, gerade im Gespräch mit Juden, Muslimen und Agnostikern.

Leben ist stärker als der Tod

Allerdings ist der Dienst an den Kranken selbst aus einer Kultur der Barmherzigkeit erwachsen, die dem Evangelium Entscheidendes verdankt. Das hat um 1900 ein agnostischer Intellektueller klar gesehen, der protestierte, als der liberale Säkularismus die Kreuze aus den Spitälern Uruguays entfernen wollte.

José Enrique Rodó (1871–1917) hatte ein waches Gespür dafür, dass etwas fehlt, wenn das Kreuz fehlt. Neben abstrakten Ideen, in denen sich eine Moral ausdrückt, brauche es sprechende Symbole, um eine Passion für moralische Wahrheiten freizusetzen. Im Kreuz sah er ein Modell für Mitleid und Hingabe, das auch Anders- und Nichtgläubigen etwas sagen kann.

Das Kreuz bietet Trost. Dafür haben wir fast die Sprache verloren. „Nur der leidende Gott kann helfen“, hat Dietrich Bonhoeffer geschrieben, bevor er hingerichtet wurde. Die Pointe christlicher Kreuzestheologie ist, dass sie Gott nicht nur in Kategorien der Stärke buchstabiert. Paradox gesprochen: Gott ist so stark, dass er auch schwach sein kann, er ist nicht apathisch, sondern hat sich in der Passion auf die Seite der Leidenden gestellt.

Das Kreuz ist Zeichen des Lebens. Auf die Nacht des Karfreitags folgt das Licht von Ostern – mit der Botschaft: Der Gekreuzigte lebt! Diese Hoffnung mag vielen unerschwinglich sein. Aber die Sehnsucht, dass unser Leben nicht im Abgrund des Nichts versinkt, sondern rettend aufbewahrt wird, bricht gerade in Grenzsituationen des Leidens auf. Das Kreuz sagt: Das Leben ist stärker als der Tod.

Mehr zu lesen: Weiße Wand: Was fehlt, wenn das Kreuz fehlt?
Jan-Heiner Tück, 25.02.2020, Die Presse

Sozial kreativ

„Ich lasse mir das nicht gefallen, ich schlage zurück. Sogar in der Bibel steht: Auge für Auge, Zahn für Zahn.“ Wenn das Leute sagen, verkennen sie, dass das ein alter Spruch ist, der in späteren Jahren, im Buch der Sprüche aufgehoben wurde: „Sag nicht: Wie er mir getan hat, so will ich auch ihm tun.“ (Sprüche 24,29). Jesus greift das in der Bergpredigt auf: „Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand.“ Das erinnert mich an die buddhistischen Kampfmönche in China, die den Angriff des Gegners ins Leere laufen lassen. Aber auch Gott handelt ähnlich.

Friedrich Nietzsche lässt den tollen Menschen sagen: „Wohin ist Gott? Ich will es euch sagen! Wir haben ihn getötet – ihr und ich! Wir alle sind seine Mörder!“ Nun, Gott lässt diesen mörderischen Angriff ins Leere laufen. Er lacht darüber und kommt von wo anders zurück. Nietzsche bemerkt dies und schreibt in seinem Gedicht, das er dem unbekannten Gott widmet: „Ich will dich kennen, Unbekannter, du tief in meine Seele Greifender, mein Leben wie ein Sturm Durchschweifender, du Unfassbarer, mir Verwandter, ich will dich kennen, selbst dir dienen.“

Wenn wir wie Gott handeln, dann lassen wir den Angriff unserer Gegner auch ins Leere laufen. Ich bleibe frei und kann kreativ handeln.

Drei kreative Handlungen zeigt Jesus: Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. Wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. – Auf die Reaktion der Gegner bin ich neugierig. Ich denke, vor Feinden soll man sich schützen, aber man soll sie nicht hassen. Der Hass ist keine Tugend, sondern ein Gefühl, das zum Zerstören anregt. Ich kann den Hass wahrnehmen und warten, bis das Gefühl vorbeigeht. Ich sehe, dass tief in jedem Menschen Gott wohnt. Diese Überzeugung und Gottes Handeln hilft mir, zu lachen und sozial kreativ zu handeln.

Über den eigenen Schatten springen


Das Bild aus dem Benediktiner-Stift Melk stellt die Flucht nach Ägypten dar (1502). Der Maler ist Jörg Breu der Ältere (*1475, †1534).

Wenn die Familie zu Weihnachten zusammenkommt, wird deutlich, welche Aufgaben die einzelnen übernehmen und wie wir einander in Achtung und Wohlwollen begegnen können. Da müssen kleine Fehler entweder übersehen oder in eine liebevolle Erzählung umgewandelt werden.
Bei Kränkungen dem anderen zu vergeben ist schwierig, da man muss dann oft über den eigenen Schatten springen.
Die junge Christenheit erinnert an Josef, der umsichtig mit dem Gottessohn und dessen Mutter flieht. Er hört auf die Stimme Gottes.
Das hilft der Familie.



Sicherheit und Freiheit

Ich freute mich, als ein Freund mir erzählte, er sei so froh, dass es das Christentum und den Glauben an Gott gibt, der dem Ganzen einen Sinn gibt. Dass Gott so tief hinuntersteigt, dass er uns, wenn wir fallen, auffängt, ist erstaunlich.
Ich habe gestern die Tischler unterstützt, die die Küche brachten und ganz auf den Termin bei meinem geistlichen Begleiter vergessen. Ich habe mich entschuldigt und wir haben einen neuen Termin ausgemacht. Ähnlich passiert es mir, beim großen dreifaltigen Gott, wenn ich die Kontemplationszeit und das Gebet vergesse. Ich bin mir sicher, dass er mir, wenn ich mich entschuldige, mir verzeiht. Da bin ich Jesus sehr dankbar, dass er uns diese „Amazing Grace“, diese erstaunliche Gnade der Befreiung schenkte.

Sie haben den Feinden verziehen

Bunte Blumen„Ich habe erfahren, wie wichtig die christlichen Weisheiten sind.“ Das sagte ein Freund, als er von seinem Widerstand gegen den Hass erzählte. „Ich habe zu meiner Frau gesagt, dass wir lieben und verzeihen können.“ Verzeihen ist aber nicht immer leicht. Trotzdem gibt es Familien, die den Feinden verzeihen. Martin Mosebach hat die Familien in Ägypten besucht, deren 21 Söhne in Libyen vom IS umgebracht wurden. Sie wollen nicht hassen und wissen, dass ihre Söhne als Heilige im Himmel sind. Martin Mosebach gab ein Interview in der Wiener Zeitung und ich las es beim Gehen und war davon so angetan, dass ich zweimal den falschen Weg gegangen bin. Als ich das gemerkt habe, dankte ich Gott, dass ich überhaupt gehen konnte. Durch dieses unbewusste Herumgehen habe ich auch einen ehemaligen Schüler getroffen. Auch dafür dankte ich Gott. Dankbarkeit und Verzeihenkönnen ist etwas Wunderbares.

Gott verzeiht, aber verzeihen auch die Menschen?

Ich bekenne meine Schuld und bittee dich, Gott, mir zu verzeihen.

Ich bekenne meine Schuld und bitte dich, Gott, mir zu verzeihen.

Ich habe die letzten Tage mit Menschen gesprochen, die erkannten, dass sie schuldig geworden sind.
Ein Moslem erklärte mir, dass er in die Hölle kommt, weil er Hexerei betrieben hat. Er sah sich von den Menschen und von Gott verurteilt. Ich erzählte ihm, dass mir Gott vergeben hat und dass ich sicher bin, dass Gott ihm, wenn er bereut, verzeiht. Auch seine Familie und seine Freunde sollen sich ein Vorbild an Gott nehmen und ihm verzeihen.
Eine ältere Frau, die 4 Tage meditierte, musste immer wieder an den Menschen denken, den sie in jungen Jahren abgetrieben hat. Es war für sie schwierig, sich das zu verzeihen. Sie stellte sich vor, dass dieser Mensch jetzt eine junge Frau sein könnte, die sie beobachtet. Ihr war nicht klar, ob diese Frau ihr verzeiht. Ich denke mir, wenn diese Frau jetzt aber im Himmel ist, ist sie voll Liebe und kann ihr vielleicht verzeihen. Ich kann zu meiner Schuld deswegen stehen, weil ich weiß, dass Gott mir verzeiht.
Auch in unserer Bibelrunde haben wir über die Schuld mancher Priester und Bischöfe gesprochen. Wir bemerkten zwei Sachen: Die Kirche, das Volk Gottes, wird nicht von den Menschen geheiligt, sondern von Gott. Der Gottesdienst macht sichtbar, was sich in unsichtbarer Weise ereignet.

Warum ist in islamischen Ländern Krieg?

Wenn man die kriegerischen und terroristischen Aktionen betrachtet, dann fragt man sich unwillkürlich: Warum ist der Islam dabei? Die türkische Armee überfällt die Kurdengebiete in Syrien, Saudi-Arabien bombardiert die schiitischen Gebiete im Jemen, die IS oder die Taliban überfallen eine Kinderhilfsorganisation in Afghanistan, Islamisten zünden zwei Bomben in der Nähe einer Moschee in Libyen. Das sind Aktionen eines Tages. Was hat das mit dem Islam zu tun? Was hat das mit Mohammed zu tun? Wäre es nicht sinnvoller, wenn die islamischen Länder Jesus Christus als Messias und Erlöser annehmen würden?

Sie starben und lieferten ihre Brüder nicht den Mördern aus

Märtyrer in Buta, Burundi

Märtyrer in Buta, Burundi

Die Mission der Kirche ist die Verkündigung eines liebenden Gottes. Papst Franziskus hat diese Linie noch verstärkt: Die göttliche Barmherzigkeit und die christliche Nächstenliebe sind die treibende Kraft jeder Mission. Das wird heute überall deutlich sichtbar, wenn Christen gegen die vielfältigen Formen des religiösen Extremismus das Zeugnis der Liebe ablegen, oft bis zum Martyrium.

Ein besonders bewegendes Beispiel solcher christlicher Liebe haben zum Beispiel im Jahr 1997 vierzig junge Priesterstudenten in Buta in Burundi abgelegt. In dem jahrelangen Bürgerkrieg in Burundi wollten sie sich nicht nach Volkszugehörigkeit separieren lassen. Als die mordenden Rebellen ihr Seminar überfielen und ihnen befahlen, sich in Hutu und Tutsi aufzuteilen, blieben die Seminaristen vereint und weigerten sich, die Zugehörigkeit der anderen zu verraten. Sie wollten lieber gemeinsam sterben, als einzelne ihrer Brüder dem blinden Hass der Mörder auszuliefern. Überlebende bezeugen, dass sie von mehreren Sterbenden dasselbe Gebet gehört haben: „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Für Burundi sind diese vierzig Märtyrer heute ein Zeichen der Hoffnung und der Versöhnung, nach einem langen und unbeschreiblich grausamen Bürgerkrieg.
Quellen:
Im Oktober 2013 besuchten Paul und Rebecca Mosley Buta in Burundi
Am Missionssonntag 22.10.2017 baten die österreichischen katholischen Bischöfe ihren Hirtenbrief mit der Erinnerung an die Märtyrer von Buta in Burundi in den Gottesdiensten vorzulesen.

Rache oder Verzeihen?

Beschenkt von GottIch erlebe mich in den letzten Tagen als Beschenkter. Ich bin erfüllt von Dankbarkeit. Ich denke, wir alle werden soooooo beschenkt von Gott, wir sind im Strom der Gnade! Gott, ich danke dir für die vielen Geschenke in meinem Leben!
Auch dir, Heiliger Geist, möchte ich für die Weisheit danken, für die Weisheit der Liebe, der Vernunft und des Verzeihens. Das Verzeihen löst von Verstrickung und eröffnet neue Perspektiven. Ich kann verzeihen, weil du mir hilfst!

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Ich will verzeihen.
Die Matthäusgemeinde erinnert daran, dass Jesus den Auftrag gibt, dem Anderen zu verzeihen. Wer nicht verzeiht wird vom König verlassen und das schmerzt.

In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal. Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Diener vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr hatte Mitleid mit dem Diener, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Diener hinausging, traf er einen anderen Diener seines Herrn, der ihm hundert Denare schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und rief: Bezahl, was du mir schuldig bist! Da fiel der andere vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe. Als die übrigen Diener das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Diener! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast. Hättest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater jeden von euch behandeln, der seinem Bruder nicht von ganzem Herzen vergibt.(Evangelium nach Matthäus 18, 21-35)