Archiv der Kategorie: Maria

Über die Hochzeit von Kana

Der Sohn Gottes sorgt für Fülle

Christa Chorherr: Heute möchte ich Ihnen von der Hochzeit zu Kana erzählen. Die Hochzeit zu Kana ist ein Teil des Johannesevangeliums aus der Bibel, die davon berichtet, wie Jesus von Nazareth als Gast einer Hochzeit Wasser in Wein verwandelt.

Bei der Hochzeitsfeier eines namentlich unbekannten Paares in Kana sind auch Jesus, seine Jünger und seine Mutter Maria anwesend. Das war sicher eine der großen orientalischen Hochzeiten, wie sie auch heute noch gefeiert werden, dabei wird „die ganze Umgebung“ eingeladen und diese Hochzeitsfeiern erstrecken sich auch über mehrere Tage. Da kann es schon vorkommen, dass Wein und/oder auch Nahrungsmittel knapp werden.

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Heilige Drei Könige: Aufbruch in eine lichte Zukunft

Abraham ist aufgebrochen, weil ihm Gott ein gutes Land und viele Nachkommen versprochen hat. Viele unserer Vorfahren sind nach Amerika, dem Land der großen Versprechungen aufgebrochen. Aus einem anderen Grund sind die Sterndeuter aufgebrochen. Sie suchten das göttliche Königskind.

Heute kam mir der Gedanke, dass ich mit anderen aufbreche. Es bewegt mich, wenn ich daran denke, dass wir alle jetzt mit Gottes Geist aufbrechen, um das göttliche Jesuskind besuchen. Ich stelle mir vor, dass wir wie die Sterndeuter voll Freude uns bei Maria und dem göttlichen Kind treffen, Jesus preisen und loben und ihm königliche, priesterliche und ärztliche Geschenke wie Gold, Weihrauch und Myrrhe bringen.

Das ist der Anfang. Wir werden, so hoffe ich, trotz allem Schwierigen, eine helle Zukunft erleben.

Wie Ochs und Esel an die Krippe kamen

Als Josef und Maria auf dem Weg nach Betlehem waren, rief ein Engel die Tiere heimlich zusammen, um einige auszuwählen, der Heiligen Familie im Stall zu helfen. Als erster meldete sich natürlich der Löwe: „Nur ein König ist würdig, dem Herrn der Welt zu dienen“ brüllte er, „ich werde jeden zerreißen, der dem Kinde zu nahe kommt.“
„Du bist mir zu grimmig“, sagte der Engel.
Darauf schlich sich der Fuchs näher. Mit unschuldiger Miene meinte er: „Ich werde die gut versorgen. Für das Gotteskind besorge ich den süßesten Honig, und für die junge Mutter stehle ich jeden Morgen ein Huhn.“
„Du bist mir zu verschlagen“, sagte der Engel.
Da stelzte der Pfau heran. Rauschend entfaltete er sein Rad und glänzte in seinem Gefieder. „Ich will den armseligen Schafstall köstlicher schmücken als Salomon seinen Tempel!“
„Du bist mir zu eitel“, sagte der Engel.
Da kamen noch viele und priesen ihre Künste an. Vergeblich. Zuletzt blickte der Engel noch einmal suchend um sich und sah Ochs und Esel draußen auf dem Felde dem Bauern dienen. Der Engel rief auch sie heran: „Was habt ihr anzubieten?“
„Nichts“, sagte der Esel und klappte traurig die Ohren herunter, „Wir haben nichts gelernt außer Demut und Geduld. Denn alles andere hat uns immer noch Prügel eingetragen!“ Und der Ochse warf schüchtern ein: „Vielleicht können wir dann und wann mit unseren Schwänzen die Fliegen verscheuchen!“
Da sagte der Engel: “Ihr seid die richtigen!“

(Nach einer Geschichte von Heinrich Waggerl, von Willi Hoffsümmer gekürzt, aus Kurzgeschichten 2)

Da hüpfte das Kind in meinem Körper

Maria und Elisabet

Niemand ist eine Insel, schrieb Mario Simmel. Aber jede und jeder hat seine eigene Welt. Es gibt Menschen, die schwer unter der Vereinsamung leiden. Es gibt aber auch Personen, die sich ihr Leben gut eingerichtet haben. In der Telefonseelsorge rufen Personen an, die unterschiedlichen Faktoren die Schuld an ihrer Einsamkeit angeben: „Die ganze Welt ist schlecht.“ „Ich bin bei schlimmen Eltern aufgewachsen.“ Ich gehe im Gespräch ihrer Geschichte nach und schaue, wo Ausnahmen auftauchen. Dies kann helfen, einen kleinen Schritt hinaus zu machen.

Es gibt auch religiöse Hilfen, die ich selbst erfahren habe. Ich sehe mich von Gott gerufen, als Mensch unter Menschen zu leben. Ich merke, dass er mir sehr geholfen hat, meine individuelle Realität anzunehmen, auf andere zuzugehen und in den anderen ihn, den verborgenen Gott, zu entdecken. So wie schwangere Elisabet in Marias Körper den kleinen Jesus als ihren Gott entdeckt hat und uns das mitgeteilt hat: „Die Mutter meines Gottes kommt zu mir! Da hüpft das Kind in meinem Körper.“

Advent: Jesus ist noch nicht geboren. Aber der Geist ist da.

Maria bei Elisabet

In der Zeit des Wartens auf das Kind, das in Betlehem in einer Krippe geboren wird können wir nicht davon ausgehen, dass Jesus uns begleitet. Er ist zum Vater gegangen und hat uns den Heiligen Geist gesandt, damit dieser uns begleitet. In jeder Messe rufen wir den Heiligen Geist auf die Gaben herab, damit sie uns Leib und Blut Jesu werden. Sie werden zu Gottesmedien, durch die Gott, speziell der Sohn zu uns kommt und wir werden zu einem Körper des Messias.

Aber jetzt, in dieser Zeit des Wartens auf die Geburt des Messias wäre es unlogisch, wenn er uns begleiten würde. Wir werden aber vom Geist Gottes begleitet und wir begleiten spirituell, mit Hilfe des Heiligen Geistes, die schwangere Maria und ihren Verlobten Josef auf ihren Wegen.

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Der Papst beruft Frauen. Sie forschen zu Corona und Klimawandel

Papst Franziskus beruft zwei Entwicklerinnen der „Genschere“, die französische Genforscherin Emmanuelle Marie Charpentier und die US-amerikanische Biochemikerin Jennifer A. Doudna, an die Päpstliche Akademie der Wissenschaften. Sechs Wissenschaftlerinnen hat Papst Franziskus in diesem Jahr in die Päpstliche Akademie der Wissenschaften berufen: Diese Woche waren es die französische Genforscherin Emmanuelle Marie Charpentier (52) und die US-amerikanische Biochemikerin Jennifer A. Doudna (57). Für die Entwicklung der „Genschere“ Crispr-Cas9 erhielten sie im vergangenen Jahr den Nobelpreis für Chemie. Die Genschere ist die Grundlage schnellerer Corona-Tests und Anticorona-Medikamente.

Susan Salomon

Weiters berief er die deutsche Soziologin Jutta Allmendinger, die südafrikanische Anthropologin Mpilenhe Pearl Sithole (48), die niederländische Astronomin Ewine van Dishoeck (66), die kanadische Physik-Nobelpreisträgerin Donna Strickland (62) und die die US-amerikanische Chemikerin und Klimaforscherin Susan Solomon (65). Salomon forscht zur Veränderung der Atmosphäre und fordert ein Stopp des Verbrennens von Kohle, Erdöl und Erdgas.

Quellen: ORF, Katholisch.de, Domradio

Die Wissenschaft ist in meinen Augen vom Heiligen Geist durchdrungen und er treibt sie voran. Im Gottesdienst am Sonntag hören wir von zwei Frauen, die von diesem Heiligen Geist erfüllt waren.

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Die Liebe ist eine Himmelsmacht

Ist die Liebe wirklich eine Himmelsmacht?
Es gibt die Meinung, Liebe kann man nicht befehlen und zur Liebe kann man sich nicht entscheiden. Das stimmt dann, wenn man Liebe als Gefühl sieht. Dann liefert man sich den Gefühlen aus und wenn negative Gefühle hochkommen, werden diese Personen sogar gewalttätig.
Ich denke, Liebe ist eine bestimmte Art des Handelns. Lieben heißt, dass ich will, dass es dem oder der anderen gut geht. In solchem Handeln zeigt sich der Heilige Geist.
Gott vergleicht sich mit einer guten Mutter und einem guten Vater. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in unserem Herzen ganz tief Gott als Heiliger Geist seine Wohnung aufgeschlagen hat.
Es ist sinnvoll, ihn zu bitten, dass er uns in der Liebe leitet und dass er uns mit den Feuerzungen der Liebe segnet, so wie er zu Pfingsten in Jerusalem auf die Menschen herabgekommen ist (Apostelgeschichte 2) oder wie er in Cäsarea auf die Hausgemeinschaft des Kornelius gekommen ist. (Apostelgeschichte 10,24-48) Spannend wäre es zu schauen, wie er in unserer Gemeinde wirkt.

Ecce Homo – Seht, der Mensch!

Vor dem Bild der zur Anbetung ausgestellten Monstranz, das links zu sehen ist, singe ich gern das Lied mit folgendem Text:
Im Anschauen Deines Bildes, im Anschauen Deines Bildes, da werden wir verwandelt, da werden wir verwandelt, da werden wir verwandelt in Dein Bild.“ (Der St. Paulus-Chor Vörden singt das sehr schön – LINK)
Dieser Text wird zweimal gesungen und danach ein dreimaliges „Amen“.
Immer wieder frage ich mich, was der Text bedeutet.

Die Hostie, die den Leib des Herrn nicht nur darstellt, sondern die der Leib des Herrn ist, zeigt mir dennoch nicht den Leib des lebendigen Jesus Christus, sondern ein Bild von ihm. Wenn ich ihn nun in dieser Form anschaue, anbete, werde ich nicht in ihn verwandelt, sondern in ein Bild von ihm. Wenn diese Verwandlung wirklich geschieht, dann strahle ich die Anwesenheit unseres Herrn Jesus Christus in die Welt hinein aus.

Seine Anwesenheit in der konsekrierten Hostie ist die Anwesenheit eines, der sein Leben hingegeben hat, der gekreuzigt wurde, weil er die reine Wahrheit ausgesprochen, verkörpert und gelebt hat, in einer Art und Weise, von der uns die Evangelien berichten.

Im 19. Kapitel des Johannesevangeliums lesen wir, dass die Soldaten den gegeißelten Jesus als König der Juden verhöhnten, indem sie ihm einen purpurroten Mantel umlegten und einen Kranz aus Dornen auf das Haupt setzten. Pilatus brachte den blutenden Jesus hinaus zur Menge und sagte: „Seht euch den Menschen an.“ Und nun sehe ich ihn mir an, in der Darstellung von Tizian, gefesselt und mit einem Rohrstock statt eines Zepters.

Hinter seinen Kopf hat Tizian das Leuchten gemalt, das von Jesus auf dem Berg der Verklärung ausgegangen ist und das von der Hostie auf dem Bild der zur Anbetung ausgestellten Monstranz ausgeht, das ich oben wiedergegeben habe.

Wer Jesus nachfolgt, ob er sich nun zu ihm bekennt oder nicht, und wer das in der Öffentlichkeit bekennt und erfahrbar macht, wird angegriffen, verleumdet und in manchen Fällen auch verfolgt. Für den Schutz, den die Muttergottes für uns bereithält, können wir dabei dankbar sein.

Die Freude teilen

Ich freue mich, dass ich immer wieder durch Gespräche oder Mitteilungen beschenkt werde. Ein Nachbar meinte, dass in den Beziehungen nicht immer nur aufgerechnet werden muss, was gibt die Frau, was gibt der Mann. Man müsse sehen, dass in der Beziehung und im Leben eine Fülle existiert, die uns ein glückliches, zufriedenes Leben ermöglicht. Das hat mich sehr gefreut und ich möchte diese Freude an der Fülle mit anderen teilen.

Ich mag nicht, wenn eine Person gemobbt wird. Da stelle ich mich auf ihre Seite. Ich lernte das, als ich im Kreuzweg sah, dass Jesus von den Soldaten verspottet wurde. Da war ich auf seiner Seite. Ich fand das unmöglich. Dazu kommt: Wenn Jesus verspottet wird, dann wird damit auch Gott verspottet. Er identifiziert sich mit allen gemobbten und ausgestoßenen Menschen. Gott sei Dank bleibt es nicht dabei. Er nimmt sie alle in seine Herrlichkeit auf. So wie es Maria betet: Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. – Die Freude der Niedrigen wird unermesslich sein. Die Freude darüber möchte ich auch mit anderen teilen.

Mariä Empfängnis: Gott bereitet etwas vor

Joachim und Anna mit Maria

Mariä Empfängnis ist das große Marienfest im Advent. Wir erinnern uns an die Eltern von Maria, die mit Gott in guter Beziehung standen und auf ein Kind warteten. Beiden erscheint ein Engel, der sie auffordert, zum goldenen Tor von Jerusalem zu gehen. Es ist das Tor, durch den der Messias einziehen wird und wo sich die Liebenden gerne treffen. Anna und Joachim zeugen eine Tochter, die sie, wie der Engel ihnen aufträgt, MARIA nennen.

Gott bereitet seine Ankunft bei Joachim und Anna vor

Gott schickt einen Engel, um die Ankunft von Christus vorzubereiten. Joachim und Anna sind verzweifelt, weil sie keine Kinder bekommen. Aber Gott hat mit beiden etwas vor. Sie sollen die Großeltern von Jesus werden. Ihrer Tochter schenkt Gott bei ihrer Zeugung etwas Wunderbares. Er schenkt ihr den Segen und seine Anwesenheit, damit der Messias, der Sohn Gottes, der „Logos“ in ihrem Körper später gut wachsen kann. Sie bekommt diesen Segen und die Nähe Gottes schon im Körper ihrer Mutter Anna geschenkt, wo sie bis zu ihrer Geburt wächst. Diese Geburt feiern wir 9 Monate später, am 8. September. Die Anwesenheit und Nähe Gottes wird in der Sprache der Bibel „Gnade“, „Gratia“, „Geschenk“ genannt.

Auch der Engel, der Maria später fragen wird, ob sie den Sohn Gottes auf die Welt bringen will, sagt zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott seine Nähe, seine Anwesenheit, seine „Gnade“ gefunden. Und diese Anwesenheit Gottes hat sie seit ihrer Zeugung durch Anna und Joachim.

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