Archiv der Kategorie: Wunder

Die Antwort auf die Zumutung: Er rettet kaum wahrnehmbar

Jetzt haben wir doch auf unseren Balkon eine winzige Lichterkette gegeben. Zuerst waren uns die Lichter-Orgien an den Häusern schon vor dem Advent unheimlich. Aber jetzt, knapp vor Weihnachten, schaffen wir es, einige kleine dezente Lichtpunkte auf das Tannenreisig zu setzen. Wir machen das auch, damit das Fest beginnen kann. Im Zentrum steht für mich das Ankommen des Gotteskindes. Vielleicht hat Gott das schon beim Urknall geplant, dass er Mensch und unser Bruder wird.

Gott mutet uns Menschen oft viel zu. Da ist seine Antwort: „Ich bin für euch da. Ich bin mit euch solidarisch.“ Der große Schöpfer des Universums wird aus Liebe zu uns ein kleines Kind. Als Erwachsener sammelt er Schülerinnen und Schüler und lehrt das Verzeihen statt dem Hass, die Liebe zu Gott und zu den Nächsten, die Vergebung der Sünden, den Glauben, der Wunder bewirkt, die Treue zwischen Menschen, die Liebe zu den Armen, zu den Kindern und zu den Kranken. Er zeigt uns, dass dieses Leben nicht alles ist, sondern dass unsere endgültige Heimat bei ihm jenseits des Todes liegt. Dazu bietet er seine Freundschaft an. Was hätte ich, wenn ich diese Freundschaft ablehne? Ich hätte nichts gewonnen. Eher alles verloren. Durch diese Freundschaft mit dem umfassenden Urgrund unseres Lebens merke ich, dass mir so vieles geschenkt wird. Dafür bin ich dankbar. Und ich habe eine Ahnung bekommen wie man gut und zufrieden leben kann.



Er wirft seinen Mantel weg

Blinde werden geheilt, auch der blinde Bartimäus.

Blinde werden geheilt, auch der blinde Bartimäus.

Die Leute ärgerten sich über den blinden Bartimäus. Er aber ruft unbeirrbar nach Jesus. Er sieht in ihm wie Maria Magdalena, die den Auferstandenen sieht, einen „Rabbuni“, einen übergroßen Meister. Dieses Vertrauen hilft ihm sehr:
In jener Zeit, als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg. (Markus 10,46-52)
Ich nehme an, dass im Herzen des blinden Bartimäus Gott im Spiel war. Deshalb konnte er erkennen, dass Jesus nicht irgendwer, sondern der Messias und der große Lehrer ist. Der blinde Bartimäus ist mein Bruder geworden. Durch ihn spricht der Geist Gottes. Er zeigt mir meinen Erlöser und macht mich Blinden sehend. In manchen meiner Mitmenschen ist mehr als ich vermutete.

Heilung durch Beziehung

Um_ein_Wunder_beten1Im Fußball geschehen Wunder. Ein erlösendes Tor in der 95. Minute. Auch im Leben geschehen Wunder. Ich liebe es, den Ereignissen Gottes nachzugehen. Dass Gott unser Universum mit einem Urknall erschuf ist nicht das einzige Wunder. Unsere moderne Naturwissenschaft mit Physik, Mathematik und Biologie eröffnet uns eine Welt, die sehr beweglich und dynamisch ist. So ist auch das Handeln von Gott sehr beweglich und dynamisch. Gott, so können wir denken, handelt im Jetzt. Es sind überraschende Ereignisse möglich. Bei Jesus sehen Blinde, gesunden Kranke, werden Tote lebendig und gehen Lahme. Er erklärt das mit dem Glauben und der Gottesbeziehung der Menschen: „Dein Glaube hat dir geholfen.“ Gott, so meine Überzeugung, kann heilen, wenn Menschen in der Beziehung zu Gott leben. Ich habe in meinem Leben schon sehr viele heilende Geschenke von Gott bekommen, sodass ich ihm sehr dankbar bin. Ich weiß nicht, vor welchen Krankheiten er mich schon bewahrt hat. Gewisse Heilungen sind nicht möglich. Sie sind anscheinend gegen die Logik des Universum. Vielleicht sind manche Handlungen Gottes gegen die Freiheit von uns Menschen, sodass Gott sie unterlässt. Meine Krankheiten sind mir jedenfalls oft ein Zeichen, dass unsere letzte Heimat nicht auf dieser Erde, sondern bei Gott ist.

Gut, dass es dich gibt!

Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus

Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus

Liebe Leute! Gestern ist mir etwas Aufregendes passiert. Ich darf mich zuerst vorstellen. Ich bin die Schwiegermutter des Fischers Simon Petrus. Gestern, am Sabbat war ich krank. Ich lag mit Fieber im Bett. Da kam der bekannte Rabbi Jesus aus Nazaret in unser Haus. Es ist ja nicht üblich, dass Männer mit uns Frauen reden. Aber er betrat mein Zimmer und schaute mich an. Er sagte: „Gut, dass es dich gibt!“ Da ging mir mein Herz auf. Als er meine Hand nahm, spürte ich eine wunderbare, warme Kraft von ihm ausgehen. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals. Er sagte: „Steh auf!“ Ich bemühte mich aufzustehen. Er half mir, mich aufzurichten. Ich stammelte „Danke!“ Da spürte ich, dass das Fieber mich verließ, und ging schnell in die Küche. Ich musste mich von der Aufregung erst erholen. Was ist mit mir geschehen? Nachdem ich mich beruhigte, begann ich, den Gästen das gewärmte Sabbatessen zu bringen. Ich musste diesen Jesus immer wieder anschauen. Es ist so gut, dass es ihn gibt!

Danke, Gott, die Kinder in Tirol entgingen dem Felssturz.

Pfarrkirche Hl. Jodok in Vals

Pfarrkirche Hl. Jodok in Vals

Wenige Minuten vor dem gewaltigen Felssturz in Vals, Tirol hatten mehrere Kinder die betroffene Stelle auf dem Weg zur Christmette passiert. Sie und auch andere Bewohner des Tales blieben unverletzt. Auf Bildern ist zu sehen, dass die Geröllmassen genau zwischen zwei Siedlungen niedergegangen waren. Ich kann Gott nur danken.
Tiroler Tageszeitung