Archiv der Kategorie: Frauen

Der Papst beruft Frauen. Sie forschen zu Corona und Klimawandel

Papst Franziskus beruft zwei Entwicklerinnen der „Genschere“, die französische Genforscherin Emmanuelle Marie Charpentier und die US-amerikanische Biochemikerin Jennifer A. Doudna, an die Päpstliche Akademie der Wissenschaften. Sechs Wissenschaftlerinnen hat Papst Franziskus in diesem Jahr in die Päpstliche Akademie der Wissenschaften berufen: Diese Woche waren es die französische Genforscherin Emmanuelle Marie Charpentier (52) und die US-amerikanische Biochemikerin Jennifer A. Doudna (57). Für die Entwicklung der „Genschere“ Crispr-Cas9 erhielten sie im vergangenen Jahr den Nobelpreis für Chemie. Die Genschere ist die Grundlage schnellerer Corona-Tests und Anticorona-Medikamente.

Susan Salomon

Weiters berief er die deutsche Soziologin Jutta Allmendinger, die südafrikanische Anthropologin Mpilenhe Pearl Sithole (48), die niederländische Astronomin Ewine van Dishoeck (66), die kanadische Physik-Nobelpreisträgerin Donna Strickland (62) und die die US-amerikanische Chemikerin und Klimaforscherin Susan Solomon (65). Salomon forscht zur Veränderung der Atmosphäre und fordert ein Stopp des Verbrennens von Kohle, Erdöl und Erdgas.

Quellen: ORF, Katholisch.de, Domradio

Die Wissenschaft ist in meinen Augen vom Heiligen Geist durchdrungen und er treibt sie voran. Im Gottesdienst am Sonntag hören wir von zwei Frauen, die von diesem Heiligen Geist erfüllt waren.

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Gepriesen sei die Natur. Gepriesen sei die Autonomie!

Neue Religionen entstehen. Freunde erzählten uns, dass ihre Tochter die weibliche und männliche Anrede bei Briefen in neutrale Anreden umwandeln will. So soll es nicht mehr heißen: Liebe Maria, lieber Hans. Sondern: Lieb Maria, lieb Hans. Denn einige wollen weder Frau noch Mann genannt werden.

Dieses Phänomen reiht sich in die Reihe der Abwertung der eigenen biologischen Natur. Einige biologische Frauen wollen Männer sein und einige biologische Männer wollen Frauen sein. Das steigert sich jetzt, indem einige weder Mann noch Frau sein wollen. Sie wollen von der Natur nicht vorgeschrieben haben, wer sie biologisch sind.

Gleichzeitig wird von einigen die Natur religiös-göttlich verehrt. Die Natur und die Erde als Gaia, als große Mutter, die alles Leben hervorbringt. Die Natur, die sich wehrt gegen die Zerstörung der Erde.

Das steht im Gegensatz zu denen, die die eigene biologische Natur ablehnen, indem sie die eigene Autonomie über alles stellen und die biologische Identität ablehnen.

Zur gleichen Zeit entsteht staunenswert in unseren Gesellschaften eine Religion der Naturgläubigkeit und eine der Autonomie-Gläubigkeit. Friede den Gläubigen!

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Warum gibt es familiäre Gewalt? Einige kulturelle Überlegungen

Ich kenne viele Menschen in meiner Umgebung, die Entscheidungen treffen, die sie mit dem Bauchgefühl begründen. „Ich verlasse meine Frau, weil ich nichts mehr für sie empfinde.“ „Ich hasse die Maske und werde den Beruf aufgeben.“ „Ich bin in der Therapie dem Hass auf meine Mutter nachgegangen und werde ihr das bald sagen.“ Handlungen werden begründet, weil man etwas spürt und man ein spezielles Bauchgefühl hat. Die Handlungsautorität ist das blinde Gefühl.

Gefühle sind wahrzunehmen. Sie sind aber selbst blind. Gefühle sind wichtig für die Handlungsorientierung und ich brauche sie im Sinne von E-Motion, um handeln zu können. Sie muss ich nur richtig einsetzen.

Männer, die im familiären Umfeld Frauen schlagen oder umbringen, haben die Bauchgefühle Zorn, Ärger, Hass und sehen sie als Handlungsautorität. „Weil in mir Ärger hochkommt, muss ich meine Frau schlagen.“ Ich finde, dass diese Werthaltung katastrophale Folgen hat. Viele der Frauenmorde und andere Verbrechen (z.B. sexuelle Gewalt gegen Kinder) werden so legitimiert.

Der andere Aspekt ist die patriarchale Männerrolle, die Vorbildcharakter hat und in einem Familiensystem solange stabil gelebt wird, bis die Frau den Mann verlassen möchte. Da kommt es zu einer Abwertung dieses Männerbildes, zu einer Kränkung und zu einer schlechten Verarbeitung dieser Kränkung durch den Mann. Es werden keine Handlungsalternativen bedacht, sondern Gewalt als schnelles Handeln erscheint hilfreich, um die Kränkung auszulöschen. Oft begeht der Mann dann Selbstmord.

Der dritte Aspekt sind traditionelle Familiensysteme, die durch das Handeln einer Person in eine Krise geraten. Das Familiengericht spricht ein Urteil, das von einem meist männlichen Mitglied vollzogen werden muss. Handlungsautorität ist nicht das Gefühl, sondern die Familientradition und die Wichtigkeiten, die weitergegeben werden.

Ich habe den Eindruck, dass in der Diskussion über Frauenmorde, Femizide, die Einstellung der Männer übersehen wird und auch der Anteil, den eine Gefühlsideologie in unserer Gesellschaft dabei hat.

Wenn Männer die Handlungsautorität in ihrem Bauchgefühl sehen und nicht im Herzen, nicht im Gewissen (mit Unterstützung des Verstandes, des Geistes), dann sind die Auswirkungen fatal. Wenn Männer lebensfördernde Handlungsalternativen mit ihrer Vernunft erkennen und sich dafür im guten Geist entscheiden, dann ist ein friedliches Zusammenleben möglich.

Die Silberhochzeit aus Stahlbeton zwischen einem Büchlein und einer Frau

Am 22. Mai 2019 wurde das päpstliche Schreiben Ordinatio Sacerdotalis 25 Jahre alt. Jeder katholische Mensch ist, ob frei- oder widerwillig, mit dem Mann in Rom liiert.

Christiane Florin schreibt gegen eine Betonwand.

Wäre es eine Ehe zwischen „Ordinatio Sacerdotalis“ und mir, so begingen wir heute Silberhochzeit. Wobei das Silber stark ins Grau hinüberspielt.
An jenem 22. Mai 1994 feierte die Christenheit Pfingsten. Der Heilige Geist muss an diesem Tag über den Vatikan im Aggregatzustand des Stahlbetons herab gekommen sein. Die katholische Kirche ist nicht befugt, Frauen zu Priesterinnen zu weihen! Niemals! Das war die Pfingst-Botschaft des Papstes. Hätte Johannes Paul II. den Raumausstatter aus Loriots Film „Ödipussi“ um einen passenden Einband für sein Schreiben gebeten, der Fachmann hätte wohl aus seinen 28 Shades of Grey die Schattierung „zementgrau“ gewählt, mit Einsprengseln in Asch- und Bleigrau.

Weiterlesen: Silberhochzeit aus Stahlbeton

Ehe als Liebe zu dritt

Ich höre von vielen Beziehungen, die zerrüttet sind. Nicht immer ist der Individualismus der Grund. Es kann die Paarbeziehung auch an der Überforderung zerbrechen. Wenn es hingegen gut geht und Frau und Mann sich im Raum der Liebe bewegen, kommt es zu einem wunderbaren Wesen: Ein Kind erblickt das Licht der Welt. Die Stabilität einer Beziehung hängt nicht nur davon ab, ob man sich füreinander entschieden hat, ob man einander liebt und Kinder auf den Weg bringt. Die Beziehung hält, wenn auch Gott die Herrlichkeit schenkt. Die Paare schauen nicht nur aufeinander, sondern auf den Vermittler der Liebe Gottes, auf Christus. Die Ehe besteht dann trotzdem nicht nur aus süßen Zeiten, aber meine Erfahrung zeigt mir, dass unsere Blicke in den weiten Horizont jenseits dieser Welt gehen müssen. Von dort kommt die Gnade des Gottes, der die dreifaltige Liebe tanzt. Die drei Figuren in Gott zeigen, dass zwei liebende Personen nur mit einer dritten Person eine Gemeinschaft bilden. So besteht auch die Ehe aus drei Personen, aus Frau, Mann und dem anwesenden unsichtbaren Gott. Daraus erwachsen Kinder – und Kreativität.

Mann und Frau

Gibt es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen und wenn ja: wie sieht er aus? 1975 … hat mich und viele andere ein Buch elektrisiert, das den Unterschied thematisiert hat: „Der kleine Unterschied und seine großen Folgen“ von Alice Schwarzer. Der Unterschied der angeblich die Ursache von allem sein soll. Einfach naturgegeben, dieser Unterschied. Und die Folgen: katastrophal!
Manche glauben bis heute: Das ist die Ordnung von Gottes Schöpfung: Männer sind Männer und deshalb die Herren – und die Frauen halten ihnen den Rücken frei.
Aber stimmt das? Muss man das aus der Bibel herauslesen? Wollte Gott diesen Unterschied zwischen Männern und Frauen?

Quelle: Mann und Frau (26.08.2015) • Anstöße SWR1 BW / Morgengedanken SWR4 BW • Manuskripte • Kirche im SWR

Frauen setzen sich durch

Elisabet und Zacharias mit ihrem Sohn Johannes, gemalt von Louis Jean Francois

Elisabet und Zacharias mit ihrem Sohn Johannes, gemalt von Louis Jean Francois

Die Frauen in der christlichen Geschichte wurden keine Priesterinnen, aber sie setzten sich gegen die Normen der Gesellschaft durch wie die schwangere Maria, die sich in ihrer Familie durchsetzte oder Elisabet, die ihrem Sohn entgegen der Meinung der Verwandtschaft den Namen Johannes gab.
Da ich auch Johannes heiße, fragte ich mich, wer mir den Namen Johannes oder Hannes gegeben hat, mein Vater oder meine Mutter.
Gestern rief ich meine Mutter an. Sie erzählte mir, dass sie mir den Namen Johannes gegeben hat, weil ihre Freundin einen „feschen Burschen“ kannte, der Hannes hieß. Vielleicht sollte ich auch ein „fescher Bursche“ werden. Was mein Vater dazu sagte, ist unklar. Seine Schwester, eine Franziskanerin, gab mir als zweiten Namen „Maria“. Damit aber mein Vater nicht zu kurz kommt, bekam ich noch seinen Namen „Leopold“. Ich bin mit diesen drei Namen sehr zufrieden.

Vielleicht liebte Elisabet den Namen Johannes, weil er „Gott ist gnädig“ bedeutet. Sie hat ja im hohen Alter das Kind bekommen. Als ihr Mann sein Herz öffnete und sein Einverständnis für den Namen Johannnes gab, wurde er von seiner Stummheit geheilt. Ich frage mich, ob in dieser Geschichte nicht der Finger Gottes im Spiel war.

Gut, dass es dich gibt!

Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus

Jesus heilt die Schwiegermutter des Petrus

Liebe Leute! Gestern ist mir etwas Aufregendes passiert. Ich darf mich zuerst vorstellen. Ich bin die Schwiegermutter des Fischers Simon Petrus. Gestern, am Sabbat war ich krank. Ich lag mit Fieber im Bett. Da kam der bekannte Rabbi Jesus aus Nazaret in unser Haus. Es ist ja nicht üblich, dass Männer mit uns Frauen reden. Aber er betrat mein Zimmer und schaute mich an. Er sagte: „Gut, dass es dich gibt!“ Da ging mir mein Herz auf. Als er meine Hand nahm, spürte ich eine wunderbare, warme Kraft von ihm ausgehen. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals. Er sagte: „Steh auf!“ Ich bemühte mich aufzustehen. Er half mir, mich aufzurichten. Ich stammelte „Danke!“ Da spürte ich, dass das Fieber mich verließ, und ging schnell in die Küche. Ich musste mich von der Aufregung erst erholen. Was ist mit mir geschehen? Nachdem ich mich beruhigte, begann ich, den Gästen das gewärmte Sabbatessen zu bringen. Ich musste diesen Jesus immer wieder anschauen. Es ist so gut, dass es ihn gibt!

Er bereitet mit Liebe seine Ankunft vor

Die Eltern von Maria, Anna und Joachim. Die Geschichte stammt aus dem Evangelium von Jakobus, aus der Legenda Aurea des Jacobus de Voragine und vom Hl. Hieronymus

Die Eltern von Maria sind Anna und Joachim. Die Geschichte stammt aus dem Evangelium von Jakobus, aus der Legenda Aurea des Jacobus de Voragine und vom Hl. Hieronymus

Was würden Sie Gott raten, wenn er als Mensch und Erlöser auf die Erde kommen möchte? Soll er von einer berühmten Frau geboren werden? Wie würden Sie diese Frau auswählen? Soll sie liebevoll sein, eine gute Mutter sein? Soll sie von ihren Eltern, ihren Lehrern und Lehrerinnen eine gute Bildung bekommen?
So ähnlich hat es auch Gott gemacht. Die Eltern von Maria waren gebildete kinderlose Juden. Joachim und Anna hatten aber schon resigniert, als sie von einem Engel die Hoffnung auf ein Kind erhielten. Sie sollen sich beim goldenen Tor in Jerusalem treffen. Sie hörten auf den Engel und gingen zum Hoffnungstor. Gott erneuerte dort ihre Beziehung und voll Freude und Liebe gingen sie nach Hause. Anna wurde mit einem Mädchen schwanger. Dieses Kind wurde von Gott mit allem beschenkt, was er geben konnte. Dieses Ereignis feiern wir am 8. Dezember.
Wenn wir diese göttliche Geschichte feiern, dann wird diese Geschichte zur göttlichen Gegenwart. Dann zeugt Joachim mit Anna dieses Mädchen Maria jetzt, weil Gott als Befreier gegenwärtig ist. Gott lässt mit diesem Fest von Mariä Empfängnis die Beziehungsfähigkeit und Lebendigkeit auch in unserem Leben wachsen.
Es ist die Bedeutung jedes christlichen Gottesdienstes, dass Gott mit seinen Geschichten so gegenwärtig ist, dass sich alles Vergangene im Jetzt abspielt. Diese Erlösung spielt sich in uns ab. Angelus Silesius sagt zur Geburt Jesu ganz richtig: Und wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren, und nicht in dir: Du bliebest doch in alle Ewigkeit verloren.

Hier kommt das Evangelium zum 2. Adventsonntag: Er wird mich mit dem Heiligen Geist taufen.
Gott bereitet sein Kommen vor indem er Johannes zum Propheten beruft. Er soll den Messias voraussagen, der uns mit dem Heiligen Geist taufen wird.

Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes: Es begann, wie es bei dem Propheten Jesaja steht: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen. Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig. Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren. Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen! (Evangelium nach Markus 1,1-8 Link zum Bibelwerk)

Priesterinnen

Das Bild der vier Frauen zeigt, dass die Frauen in der Kirche immer schon die Priesterinnen Christi waren: Es sind Theodora Episcopa, Praxedis, Mutter Maria, Pudentia. Das Mosaik befindet sich in Rom, in der Zeno-Kapelle der Kirche Santa Prassede.

Das obige Bild der vier Frauen zeigt, dass die Frauen in der Kirche immer schon die Priesterinnen Christi waren: Es sind Theodora Episcopa, Praxedis, Mutter Maria, Pudentia. Das Mosaik befindet sich in Rom, in der Zeno-Kapelle der Kirche Santa Prassede.

Ich war traurig als eine gute Freundin aus der Kirche ausgetreten ist. Sie liebt Jesus, will aber den Kirchenbeitrag nicht zahlen und die „männliche Amtskirche“ nicht unterstützen. Da ist einiges schief gelaufen. Ich erinnerte mich, dass Jesus sagte: „Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein … Seid wie dieses Kind.“ Sollten sich Priester wie Diktatoren aufführen, dann verletzen sie Christus, denn die Kirche ist der lebendige Christus. Es ist oft für viele nicht klar, dass alle Getauften zu Priesterinnen und Priester getauft sind. Die „geheimen“ Priesterinnen (und Priester) der katholischen Kirche sind die Frauen (und Männer), die eine tiefe Beziehung zu Christus haben, ihren Kindern von Christus erzählen, die Lesungen vortragen, die Kommunion austeilen, in der Schule Religion unterrichten, die Firmgruppe oder die Erstkommuniongruppe leiten, Kuchen zum Pfarrkaffee bringen, auf der Universität Theologie lehren, das Pastoralamt oder das kirchliche Schulamt leiten und den Kirchenraum für die Gemeinde und für Christus schmücken. Sie sind so wichtig wie der Priester, der die Wandlungsworte spricht. Denn alle zusammen sind wir der lebendige Christus.

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Ich bin mit dir.
Die Matthäusgemeinde erinnert daran, dass Jesus den Rat gibt, den Bruder unter vier Augen zu sprechen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Er soll nicht vor aller Augen kritisiert werden. Das Ziel ist es, dass der Kritisierte nicht das Gesicht verliert, Einsicht zeigt und sein Verhalten bessert. Das zweite Jesuswort ist eine große Ermächtigung. Unsere Bündnisse wirken sich auch im Jenseits, bei Gott aus, wo es sie auch gebunden sind.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner. Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. (Evangelium nach Matthäus 18, 15-20)