Archiv der Kategorie: Brot

Jesus, Vollkorn und Omega 3

Ich liebe gesundes Essen. Aber ich habe mich bis jetzt nicht für die biologischen Hintergründe interessiert. Begonnen hat dieses Interesse, als meine Schwester von einem Buch schwärmte, das die aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen zum Thema Ernährung auswertet. Als der Wissenschaftsjournalist Bas Kast gerade 40-jährig mit Schmerzen in der Brust zusammenbrach, stellte sich ihm die existentielle Frage: Hatte er mit Junkfood seine Gesundheit ruiniert? Ich wurde ein Fan seiner Auswertung der vielen Mega-Studien und kaufte gleich am Brunnenmarkt Linsen, Kichererbsen, Vollkornbulgur und Hummus. Meine Frau machte köstliche Gerichte daraus, sagte aber, dass sie nicht nur diese Sachen verarbeiten möchte.
Im Evangelium vom Sonntag gibt es die Geschichte, wo Jesus mit fünf Broten und zwei Fischen tausende Menschen satt machte. Das war eine großartige Sache. Er zeigte, dass wir Hungrige speisen und auf Gott schauen sollen, der der Spender von allem Guten ist und aus unserem Wenigen viel macht.
Menschen machten schon immer die Erfahrung, dass die Schöpfung uns nicht nur manche Medizin schenkt, sondern auch gesunde Nahrung. Die Brote waren zurzeit Jesu nicht aus Auszugsmehl, sondern aus Vollkornmehl gebacken. Sie machten satt. Die Fische brachten gesunde Omega 3 Fette den Menschen, die vor tödlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Gott für uns gerne sorgt und uns im Brot der Hostie begegnen möchte. Er schenkt uns gesunde Nahrung, Liebe und Inspiration.

Der Geschmack des Gottesbrotes am Gründonnerstag

Trotz Corona sehe ich mich von Gott beschenkt. Ich habe etwas erlebt, was viele vielleicht schon erfahren haben. Als ich vom „Streaming“ eines Gottesdienstes gehört habe, bekam ich ein Bild vom Strömen. Ich fragte mich, ob Gott auf uns herabfließt.
Ich sah mich selbst in einem klaren Strom von oben, der mich umgab. Ich erlebte, dass Gott auf mich herabströmte und mich umgab. Das haben sicher schon viele erlebt. Diesen Strom von oben. Ich bin, wie viele Christinnen und Christen, dafür sehr dankbar.
Am Gründonnerstag passiert etwas Unglaubliches. Jesus verwandelt Brot in Gottesbrot. Ich frage mich, wie das möglich ist. Einige sagen, er ist ja nur ein Mensch. Aber – so mein Glaube – er kann es nur verwandeln, weil er nicht nur, wie es heißt, wahrer Mensch ist, sondern auch wahrer Gott. Damit kann er Brot in Gottesbrot wandeln. Gottesbrot für uns. Gott wird ein Körper in unserer Welt, den wir spüren können. Ich muss gestehen, ich liebe dieses Spüren.
Was ist mit dem Wein? Verkörpert sich Gott auch in den Wein und können wir ihn trinken? Ich denke, ja. Ich muss auch hier sagen, ich liebe diese Körperlichkeit Gottes.
Wenn Gott Mensch wird wie in Jesus, dann wird er auch ein Körper. Diesen konnten die Jünger und Jüngerinnen anfassen. Die Soldaten konnten ihn schlagen und kreuzigen. Dadurch ist Gott ein Teil der Lebensgeschichten dieser Folterer geworden. Er ist ein Teil der Lebensgeschichte seiner Feinde geworden.
Wenn ich dieses Gottesbrot esse und diesen Gotteswein trinke, dann ist Gott ein Teil meiner Lebensgeschichte geworden. In der Zeit der Corona können wir diese Körperlichkeit leider nicht spüren. Aber wir – wie Michael sagte – können durch unsere Sehnsucht danach das Gottesbrot und den Gotteswein aufnehmen. Gott, so glaube ich, überspringt diese Distanz.
Was passiert danach? Wenn wir diese Gottesspeise begehren, bilden wir alle einen Gotteskörper. Das soll Kirche sein. Sie soll allen, Urbi et Orbi, zum Segen sein. Ist sie das? Nicht immer. Gott hilf! Hilf deinen Körpern! Hilf deinem Körper!

Did early Christians see the Eucharist as Jesus’ body and blood?

Jesus said to his apostles, “Amen, amen, I say to you, unless you eat the flesh of the Son of Man and drink his blood, you do not have life within you. Whoever eats my flesh and drinks my blood has eternal life, and I will raise him on the last day” (John 6:53).

In recent centuries much debate has surrounded those words. Here is a sampling of what various Christian leaders of the first few centuries said about this teaching.

“I have no taste for the food that perishes nor for the pleasures of this life. I want the Bread of God which is the Flesh of Christ, who was the seed of David; and for drink I desire His Blood which is love that cannot be destroyed.” (St. Ignatius of Antioch – 1st century)

“This food we call the Eucharist, of which no one is allowed to partake except one who believes that the things we teach are true, and has received the washing for forgiveness of sins and for rebirth, and who lives as Christ handed down to us. For we do not receive these things as common bread or common drink; but as Jesus Christ our Savior being incarnate by God’s Word took flesh and blood for our salvation, so also we have been taught that the food consecrated by the Word of prayer which comes from him, from which our flesh and blood are nourished by transformation, is the flesh and blood of that incarnate Jesus.” (St. Justin Martyr – 2nd century)

“[Christ] has declared the cup, a part of creation, to be his own Blood, from which he causes our blood to flow; and the bread, a part of creation, he has established as his own Body, from which he gives increase to our bodies.” (St. Irenaeus of Lyons – 2nd Century)

“Since then He says that, if anyone eats of His bread, he lives forever, as it is manifest that they live who attain to His body and receive the Eucharist by right of communion, so on the other hand we must fear and pray lest anyone, while he is cut off and separated from the body of Christ, remain apart from salvation, as He Himself threatens, saying: ‘Unless you eat the flesh of the Son of man and drink His blood, you shall not have life in you.’ And so we petition that our bread, that is Christ, be given us daily, so that we, who abide and live in Christ, may not withdraw from His sanctification and body.” (St. Cyprian of Carthage – 3rd century)

“And extending His hand, He gave them the Bread which His right hand had made holy: ‘Take, all of you eat of this; which My word has made holy. Do not now regard as bread that which I have given you; but take, eat this Bread, and do not scatter the crumbs; for what I have called My Body, that it is indeed.’” (St. Ephrem of Syria – 4th century)

Quelle: Aleteia Did early Christians see the Eucharist as Jesus’ body and blood?

Kein Verhungern in der Sehnsucht. Fronleichnam

UngesäuertesBrotIch weiß nicht, was Jesus gedacht hat. Vielleicht war es das: Er wusste, dass die Auseinandersetzung mit den Hohenpriestern tödlich enden könnte. Als lebender Gottessohn war er die Gegenwart Gottes. Nun suchte er ein Medium, das seinen Tod überstand. Im Brot und im Wein sah er gute Speisen, in denen Gottes Geist gegenwärtig sein kann. Brot und Wein markierten im jüdischen Pessachfest und an jedem Sabbat die Gegenwart Gottes. Jüdinnen und Juden erlebten im Pessachfest jedes Jahr die Befreiung aus der Sklaverei. Befreiung wurde Gegenwart.

Brot wurde zum Gottesmedium

Brot und WeinJesus macht nun das Brot und den Wein zu Medien. Brot hat drei Bedeutungen: Es ist einerseits konkrete Nahrung. Es ist zum zweiten ein Symbol für Nahrung schlechthin. Brot ist aber in einem dritten Schritt Körper des Gottessohnes. Jesus sagt: Das ist mein Leib. Das Brot wird zum „Gefäß“ für Gott. Damit kann es in jeder Feier zum Medium für Jesus und Gott werden. Das Brot wird zum Fenster, durch das Gott in unsere Welt kommt. So passiert es auch mit dem Wein. Jesus sagt: Das ist mein Blut. Damit wird der Wein zum Medium für Gottes Gegenwart.

Wir werden Fenster für Gott

Wenn wir Christinnen und Christen dieses Brot essen und diesen Wein trinken, dann kommt Gott in unser Herz, in unsere Seele. Aber es passiert etwas mit uns. Wir werden auch Medien, Gottes Medien. So wie Jesus ein Gottesmedium geworden ist. So werden wir Gottesmedien. Wir werden trotz unserer Fehler Fenster, durch die Gott in die Welt kommt.

Quelle: Eckhard Nordhofen, Corpora, Die anarchische Kraft des Monotheismus

Lieben statt schlachten

Ich frage mich, warum verurteilten die Priester des Jerusalemer Tempels Jesus zum Tode? Wovor fürchteten sie sich? Der Tempel soll, so meinte er, ein Haus des Gebetes sein. „Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.“ Das war der religiöse Grund, warum sie ihn umbringen wollten. „Gebet statt blutiger Opfer“ würde ihre Lebensgrundlage zerstören. Er rief ihnen laut zu: „Wenn ihr den Tempel niederreißt, werde ich ihn in drei Tagen wiederaufbauen.“ Sollte der Opfer-Tempel wirklich untergehen, gibt es einen neuen Tempel ohne blutige Opfer.

Gott-Sohn im Brot und Wein und ein Menschen-Tempel

Gott im Brot und Wein

Dafür hat er mit dem Ritual des Brotes und des Weines vorgesorgt. Statt der geschlachteten Lämmer im Tempel gibt es spezielles Brot und einen speziellen Wein. Brot und Wein wird durch die Gnade Gottes der Leib Gottes und das Blut Gottes. Wenn wir Christinnen und Christen seinen Leib essen und sein Blut trinken, bilden wir den neuen Tempel. Dieser ist nicht aus Steinen erbaut, sondern aus Menschen.

Dieses „Gebet statt Opfer“ und dieses „Liebe statt blutiger Schlachtorgien“ fürchteten die Priester des Jerusalemer Tempels.
Deswegen wollten sie dich, Jesus eliminieren. Danke, Jesus, dass du durchgehalten hast!