Archiv der Kategorie: Liebe

Papst Franziskus zur Impfung

Sich impfen zu lassen hat etwas mit Liebe zu tun: mit Liebe zu sich selbst, Liebe gegenüber Angehörigen und Freunden, Liebe unter den Völkern. Mit solchen kleinen Gesten kann jede und jeder dazu beitragen, „die Gesellschaft zu verändern und zu verbessern“.

Das erinnert mich daran, dass Gott uns liebt. Er zeigt seine Liebe zu uns als er in seinem Sohn geschlagen und gekreuzigt wird und er sich nicht wehrt. Er breitet für uns die Arme aus.

Er sagt: Wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Matthäus 16,25.
Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Johannes 15,9-14.

Papst Franziskus sagt: Wir wissen, dass die Dinge in dem Maße besser werden, in dem wir mit Gottes Hilfe für das Gemeinwohl zusammenarbeiten und die Schwächsten und Benachteiligten in den Mittelpunkt stellen. (Angelus 3.1.21)

Link zu Papst Franziskus Impf-Aufforderung.

Hat mich jemand lieb?

Eine der wichtigsten Erfahrungen eines Menschen ist es, geliebt zu werden. „Es ist schön, dass es dich gibt.“ Eine andere Erfahrung ist es, sich auf einen Menschen verlassen zu können. „Ich kann dir vertrauen, dass du mir in der Not hilfst.“ Ähnlich ist es in meiner Beziehung zu Gott. Wenn ich zu ihm sage: Ich vertraue dir, dass du bei mir bist. Du hast im brennenden Dornbusch zu Moses gesagt: „Ich bin mit dir.“ Und dann hast du mit ihm das Volk aus Ägypten geführt. – Dann kann sich die Treue Gottes bei mir bewahrheiten. Ich kann bemerken, dass er mich aufrichtet, dass er mir einen Weg zeigt, mich heilt und dass er mich von üblen Ketten befreit. Es bewahrheitet sich seine Nähe und Zuwendung.

Sinn des Lebens

Viele fragen sich, worin der Sinn dieses Lebens besteht. Ein Freund meinte unlängst: Alles läuft auf die Liebe zu. Dem kann ich zustimmen. Ich möchte aber auch wissen, was hinter der Liebe steckt. Ich nehme an, dass dahinter eine göttliche Dynamik seit dem Urknall wirkt. Menschen entstehen auf der Erde und kommen zum Leben mit Gott. Dazu hat er das Universum erschaffen. Dazu ist aber auch sein Sohn Mensch geworden.

Meine Eltern haben mich auf den Evangelisten Johannes getauft. Erst in den letzten Jahren lese ich aufmerksamer das Johannesevangelium. Es hat den Sinn auf zwei Sätze zugespitzt: Im Anfang war das Wort und das Wort ist für uns Fleisch geworden. Wie bitte? Fleisch? Ich schau nach. Fleisch wurde damals allen Lebewesen zugesprochen. Aha. Wobei Fleisch damals allen Lebewesen zugesprochen wurde. Es zeigte sich, dass das Wort Gottes ein lebendiger Mensch wurde.

Dieser lebendige Mensch übernimmt das Wort Fleisch und sagt: Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben. Ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.

Ich glaube, darin steckt der Sinn des ganzen Universums.

Ehepartnerin als heiliges Medium

„Das habe ich in der Ehevorbereitung nicht gehört,“ sagte mir eine junge Frau. „Das tut mir gut, wenn ich das höre.“ Beide, Mann und Frau sind Medien, durch die Gott zur Partnerin und zum Partner kommt.

Die christliche Ehe ist nicht nur ein Bund fürs Leben. Sie ist ein heilendes Sakrament, in dem Menschen und Gott befreiend handeln.

Das christliche Handeln hat drei Bereiche. Die Nächstenliebe, das Gebet und die Sakramente. Für alle drei gibt es gute Gründe, die auf Jesus und den Heiligen Geist zurückgehen. Die Perspektive hat sich aber vor allem bei den Sakramenten geändert.

Weiterlesen

Das Heilige, die Gewalt und die Liebe

Die Gewalt ist in ihrer brutalen Ausprägung unverständlich. Wie es dazu kommt, dass eine Gruppe von Menschen eine Person brutal umbringt, ist unerklärlich. Die Szene zeugt von einem Ungeist, der in anderem Zusammenhang als Dämon oder Satan bezeichnet wird. Diese Gewalt wird in manchen Kulturen wegen dieser unverständlichen und ansteckenden Macht heilig bezeichnet. Ausdruck dieser unerklärlichen Gewalt ist das Menschenopfer und die Todesstrafe.

Dagegen entstand vor allem im christlichen Raum eine andere Form von Heiligkeit. Das Heilen und Helfen aus Nächstenliebe ist oft ebenfalls unverständlich. Wie es kommt, dass jemand einem fremden Verletzten am Straßenrand die Wunden reinigt und verbindet und ihn in ein Hospital bringt, ist ebenfalls unerklärlich. Die Szene zeugt von einem Geist, der in einem anderen Zusammenhang als Geist Jesu oder Heiliger Geist bezeichnet wird.

Diese beiden Phänomene stehen in einem urtümlichen Gegensatz. Das Heilige als brutale Gewalt und das Heilige als Nächstenliebe. Die ganze Menschheit steht und lebt in diesem Gegensatz und wir müssen uns entscheiden.

Photo by Engin Akyurt on Pexels.com

Das Geheimnis von Jesus

Jeder Mensch hat Geheimnisse. Eines ist die seelische Tiefe, die bis zum göttlichen Urgrund reicht. Jesus hatte nicht nur dieses Geheimnis. Die Bewohner von Nazaret waren verärgert. Sie kennen Jesus als Zimmermann. Sie kennen seine Mutter Maria, seine Brüder Jakobus, Joses, Judas und Simon. Sie kennen seine Schwestern. „Warum sehen die anderen Dörfer etwas Besonderes in ihm? Warum kann er dieses Besondere nicht auch bei uns in Nazaret zeigen?“

Als er in ihrer Synagoge sagte, der Geist des Herrn ruht auf ihm, wollten sie ihn umbringen. Wie kann sich einer von ihnen als etwas Besseres vorkommen? Das ärgert. Er aber kann nicht anders.

Eine Mission

Weiterlesen

Freude, schöner Götterfunken

Beim Fronleichnamsfest kam die Sonne heraus und wir hatten endlich wieder das Sacré Coeur Kaffee, diesmal im Birkenhof. Die Gespräche flogen dahin und wir freuten uns an der Gemeinschaft. Es war, als ob die Engel „Freude, schöner Götterfunken!“ gesungen hätten. Die Geschwisterlichkeit bekommt eine Leichtigkeit, wenn uns Gott trägt.

Die Parole „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ fußt auf den Losungen der Französischen Revolution 1789 und der europäischen Aufklärung. Obwohl die Kirchen dabei angegriffen wurden, hat die Parole christliche Wurzeln. Die Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei, die Gottesebenbildlichkeit der Menschen und die Nächstenliebe sind die Wurzeln von „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“.

Ich finde, dass die Brüderlichkeit oder besser die Geschwisterlichkeit leichter zu leben ist, wenn ich eine Beziehung zu Gott habe. Ich sehe sehr viele Gemeinschaften und Familien eher zerfallen, wenn die moralische Forderung nach Solidarität und Nächstenliebe allein ohne eine Liebe zu Gott gelebt wird. Eric Voegelin sagte dazu: „Wir haben es mit einer Krankheit des Geistes zu tun“, einer „Pneumapathologie“. Als Heilung bietet Jesus die Beziehung zum göttlichen Geist an, der Gottesliebe und Nächstenliebe verbindet. Mit ihm können wir im sonnigen und freien Garten fröhlich feiern.

(Quelle zu Eric Voegelin: https://christenwind.at/?cat=130)

Pfingsten: Happy Birthday

In guter Atmosphäre können wir wachsen und wunderbar aufblühen. Einer, der uns dabei unterstützt, ist der Heilige Geist. Wir werden in ihm neu geboren. Jesus sagt zu Nikodemus: „Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus dem Wasser und dem Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen.“ Und vorher sagt er: „Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von oben geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.“ (Johannes 3)

Diese Geburt von oben, durch den Heiligen Geist passiert immer wieder. Der Geist ist heutzutage wirksam. Wir werden alle neu geboren. Gratis. Da kommt der Geist auf uns herab. Da kommt das Brausen. Da kommen die Feuerzungen. Es ist die Geburtsstunde der versammelten Christinnen und Christen.

Kirche ist ursprünglich Ekklesia, Versammlung. Der Heilige Geist gründet mit Brausen und Feuerzungen die Kirche. Ohne ihn geht gar nichts. Er erinnert uns an Jesu Leben, Leiden und Handeln. Er beschenkt uns nicht nur mit Inspiration, sondern auch mit sich selbst. Wir können mit ihm in Liebe leben und handeln. Wir jubeln und singen zu diesem Geburtstag Halleluja!

Die gute Nachricht zum Pfingsten: Der Heilige Geist beglückt uns

Der Heilige Geist legt einen Garten an

Wer im Garten arbeitet, weiß: Die Nacktschnecken fressen vieles, was einem lieb ist. Unser Nachbar hat Laufenten, die sehr hilfreich sind, aber gute Betreuung brauchen. Voriges Jahr bekam ich Tigerschnegel geschenkt, die diese Nacktschnecken fressen sollen. Hoffentlich sind sie dieses Jahr noch da.
Ich danke Gott für die Blumen und die Sträucher, aber auch für die Tigerschnegel.

Ich glaube, dass der Schöpfer Geist für uns eine Atmosphäre bereitet, die ich mit einem Garten vergleichen kann, in dem wir wachsen und blühen können. In ihm können wir das Gespräch mit Jesus suchen, Gott mit seiner Schöpfung loben, preisen und unseren Mitmenschen beistehen und helfen. In seiner Atmosphäre können wir wachsen und wunderbar aufblühen.

Geistliche Texte von Sophie Scholl (1921–1943)

100 Jahre Sophie Scholl. Widerstand gegen Hitler:

Manchmal, wenn ich den Namen Gottes ausspreche, will ich in ein Nichts versinken.

Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag in der Kirche zu beten, damit Gott mich nicht verlasse. Ich kenne Gott ja noch gar nicht und begehe sicher die größten Fehler in meiner Vorstellung von ihm, aber er wird mir das verzeihen, wenn ich ihn bitte. Wenn ich ihn von ganzer Seele lieben kann, dann werde ich meinen schiefen Blick verlieren. Wenn ich die Menschen um mich herum sehe, und auch mich selbst, dann bekomme ich Ehrfurcht vor dem Menschen, weil Gott seinetwegen herabgestiegen ist. Auf der anderen Seite wird mir dies dann immer am unbegreiflichsten. Ja, was ich am wenigsten an Gott begreife, ist seine Liebe.

Weiterlesen und Quelle: Christ in der Gegenwart. 9.5.2021
Sophie Scholl. * 9. Mai 1921 in Forchtenberg; † 22. Februar 1943 in München.