Archiv der Kategorie: Naturwissenschaft

Der Astrophysiker des Papstes: Der Fotograf der Sonne

Angelo Secci (* 29. Juni 1818 in Reggio nell’Emilia, Italien; † 26. Februar 1878 in Rom)

Angelo Secci (* 29. Juni 1818 in Reggio nell’Emilia, Italien; † 26. Februar 1878 in Rom)

Er akzeptierte die Evolutionstheorie, studierte Mathematik, Physik und Theologie und leitete die vatikanische Sternwarte: Der Jesuit Angelo Secchi, vor 200 Jahren geboren, war ein Mitbegründer der modernen Astrophysik.

Mehr: Der Astrophysiker des Papstes: Der Fotograf der Sonne | Christ in der Gegenwart

Die Grenzen der Naturwissenschaft

Hawkings_letzte_WorteDer Naturwissenschaftler Stephen Hawking sagte in seinem letzten Interview: „Versucht einen Sinn zu erkennen in dem, was ihr seht und fragt euch, was das Universum existieren lässt.“ Er glaubte, dass es ein Gesetz gibt, das aus der Schwerkraft das Universum entstehen lässt. Der Physiker Anton Zeilinger fragte daraufhin: „Wer hat das Gesetz erschaffen?“ Die Naturwissenschaft kann die Frage nach dem großen Sinnzusammenhang nicht beantworten. Gott kommt uns dabei entgegen. Die Menschwerdung Gottes hilft mir, in Beziehung zu dem großen Grund zu kommen und ihn mit „Du“ anzusprechen. Diese Augenblicke haben einen kleinen oder großen Vorgeschmack des Himmels in sich. Stephen Hawking wird in diesen Stunden „seinen“ Augenblick haben. Er wird vor seinem Schöpfer stehen und erkennen, wer das Universum existieren lässt und welchen Sinn das Ganze hat.
Jesus hatte vor dem Osterfest Augenblicke, in denen er sich ganz intensiv mit seinem Vater austauschte. Dies erlebte er so stark, dass es seine Seele erschütterte.

Jesus: Jetzt ist meine Seele erschüttert. Was soll ich sagen: Vater, rette mich aus dieser Stunde? Aber deshalb bin ich in diese Stunde gekommen. Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn schon verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen. Die Menge, die dabeistand und das hörte, sagte: Es hat gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat zu ihm geredet. Jesus antwortete und sagte: Nicht mir galt diese Stimme, sondern euch. Jetzt wird Gericht gehalten über diese Welt; jetzt wird der Herrscher dieser Welt hinausgeworfen werden. Und ich, wenn ich über die Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen. Das sagte er, um anzudeuten, auf welche Weise er sterben werde. Joh 12,20-33

Ahnungen

Wissenschaftler1Durch Wissenschaft, die sich einer Kritik unterwirft, kommen wir zu sicheren Erkenntnissen. Das ist großartig. Aber dürfen wir dann auf die Unwissenden herabschauen? Könnte es nicht sein, dass wir als Hochmütige das Gesprächsangebot Gottes nicht erkennen können? Vielleicht wäre es besser, wenn wir wie Sokrates sagen: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Vielleicht erahnen wir dann die Offenbarungen Gottes.

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Ich gebe Jesus meine Sorgen.
Die Matthäusgemeinde erinnert an zwei Worte Jesu. Zuerst offenbart Jesus die tiefe Beziehung zu seinem himmlischen Vater. Danach lädt Jesus alle ein, die Belastungen und die persönlichen Katastrophen bei ihm abzugeben. Die Last, die Jesus verspricht, ist leicht wie eine Feder.

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht. (Evangelium nach Matthäus, Erklärungen im Bibelwerk: Matthäus 11, 25-30)

Lesung aus dem Buch des Propheten Sacharja: Ich freue mich über den leichten Reiter.
Die jüdische Gemeinde erinnert an die Freude, die jetzt ausbrechen kann, weil Gott kommt und ein Friedensreich herstellt. Er reitet leicht wie ein Kind auf einem Fohlen und trotzdem vernichtet er die Waffen.

Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin. Ich vernichte die Streitwagen aus Efraim und die Rosse aus Jerusalem, vernichtet wird der Kriegsbogen. Er verkündet für die Völker den Frieden; seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer und vom Eufrat bis an die Enden der Erde. (Erklärungen im Bibelwerk: Sacharja 9, 9-10)

Kulturelle Evolution durch Christus in Russland?

Der neue Stabschef von Putin Anton Waino kreiert ein Gebilde mit Namen Nooskop. Es erinnert mich an einen Begriff, den Teilhard de Chardin geprägt hat, die Noosphäre, ein kulturelles Zusammenwachsen der Menschheit, die sich immer mehr vernetzt. Teilhard sieht das Ziel dieses Internets im Punkt Omega. Prozessbeschleuniger ist dabei Jesus Christus. Ich vermute nicht, dass Waino das gemeint hat. Trotzdem Danke an Anton Waino, der mich an das Zusammenwachsen der Menschheit in Jesus Christus erinnert.

Putins neuer Stabschef und dein „Nooskop“

Teilhard de Chardin
Gott und die Evolution

Religion und Moderne (Teil 1): Konflikte und Aufbrüche

Die Moderne proklamiert Selbstbestimmung und Christen glauben an einen Gott, der vieles in der Natur und in der Geschichte beeinflusst. Wie glauben dann moderne Christen?

hinsehen.net

Der katholischen Kirche galten und gelten gewisse Ausprägungen moderner Theologie und Philosophie als „Modernismus“ und damit als „Sammelbecken aller Häresien“. Ähnliche Ausprägungen gab und gibt es in den evangelischen Kirchen. Was fanatisch klingen mag ist aber eine Analyse von Religionsverständnissen, die tatsächlich für traditionelle Formen des Christentums vernichtende Auswirkungen haben können. Die Moderne bringt neben naturwissenschaftlichen Erkenntnissen auch eine neue Interpretation von Mensch, Religion und Gott mit sich. Die Frage, die sich seit dem durch die Geschichte zieht lautet: Sind Moderne und Religion vereinbar oder hat man als moderner Mensch keine andere Möglichkeit als der Religion abzusagen?

5486890633_295f76e99a_o.jpg Foto: Yann Gar / flickr.com. Lizenz: CC BY-SA 2.0

Der Begriff Modernismus als Phänomen der Moderne

Der Begriff Modernismus ist eine Zuspitzung von theologischen Ansätzen, die vormals als „liberal“ gescholten worden. Erstmals fassen kann man den Begriff beim belgischen LaienundNationalökonomen Charles Périn.Er verwendete ihn inseinemAufsatz

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Gott ist kein Mann

Gott ist kein Mann. Gott ist keine Frau. Gott ist kein Zwitter. Gott hat keine Figur. Gott ist reiner Geist.

Gott ist allmächtig. Er erschuf den Urknall. Gott gab dem Universum Ziele. Gott ließ die Evolution sich entwickeln. Gott ließ aus der Natur Menschen entstehen.

Adam und Eva waren nicht die ersten Menschen. Adam und Eva sind Symbole für die Menschheit.

Die Menschheit suchte den Sinn des Ganzen. Da zeigte sich Gott dem Abraham und dem Moses. Gott zeigte sich dem Elija und dem Jesaja. Jesaja sagte voraus, dass Gott Mensch wird.

Gott wurde Mensch in Jesus, damit wir wissen, wie Leben geht, damit wir erkennen, was der Sinn des Ganzen ist.

Der Sinn ist das Leben mit dem allmächtigen Gott. Gott ist Anfang, Ende und Herrlichkeit.

Wovon möchte ich mich erlösen lassen? Was sind meine Sorgen?

Die Auferstehung Jesu ist eine Singularität

Mathias_GrünewaldDie Auferstehung Jesu ist die Initialzündung für die Christenheit. Es ist etwas Außergewöhnliches passiert. Das Grab war leer, Jesus wurde radikal von Gott-Vater in die Herrlichkeit geholt. Das ist zwar eine Geschichte von Glaubenden, aber man kann sie vernünftig bedenken. Im naturwissenschaftlichen Weltbild gibt es einzigartige Ereignisse. Die Naturwissenschaften beschäftigen sich normalerweise mit den Gesetzmäßigkeiten und Funktionen dieses Universums. Singularitäten fallen dabei heraus, sind sie doch Einzelereignisse, die keiner Gesetzmäßigkeit unterliegen. So eine Singularität ist der Urknall, der ein Einzelereignis darstellt, das keinem Gesetz unterliegt. Über die Ereignisse vor 10 hoch minus 43 Sekunden nach dem Urknall ist eine Aussage nach Max Planck (1848-1947) nicht möglich, weil nicht messbar.
Nun ist auch die Auferstehung Jesu ein ähnliches Einzelereignis, das weder vorher noch nachher in dieser Dichte von Menschen erfahren wurde. Es gibt dabei sehr viele Frauen und Männer, die diese Singularität bezeugen können. Ein römischer Hauptmann, Maria von Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus und Joses, die Mutter des Söhne des Zebedäus bezeugten seinen Tod. Der Ratsherr Josef von Arimathäa bat Pilatus um den Leichnam Jesu. Josef und Nikodemus wickelten den Leichnam mit Leinen ein, legten ihn in Josefs Privatgrab und wälzten einen Stein vor die Tür des Grabes. Maria von Magdala und Maria, die Mutter von Joses sahen dies und bereiteten zu Hause Salböl und Spezereien vor, um den Leichnam nach dem Sabbat zu salben. Pilatus gab am Sabbat den Hohenpriestern Grabwachen, damit der Leichnam nicht gestohlen wird. Am Morgen nach dem Sabbat kamen Maria von Magdala, Johanna, Maria, die Mutter des Jakobus und sahen ein leeres Grab, einen Engel und Jesus, der ihnen des Auftrag gibt, nach Galiläa zu gehen, wo sie ihn sehen können. Die Soldaten waren von den Ereignissen verwirrt, meldeten es den Hohen Priestern, die ihnen Geld gaben, damit sie sagen sollen, die Anhänger hätten den Leichnam gestohlen. Auf dem Weg nach Emmaus erscheint Jesus Kleopas und seinem Freund. Danach den elf Apostel und ihren Gefährten in Jerusalem, danach in Betanien und einige Male in Galiläa. Der Auferstandene zeigte ihnen seine Wunden und aß mit ihnen, danach verließ er sie. Dieses Ereignis ist auch deshalb so einzigartig, weil Jesus nicht nur mit seiner Geistseele auferstanden ist, sondern mit seinem Leib, in dem seine Körpererfahrungen gespeichert sind. Nicht nur das, auch sein Körper wurde radikal von Gott-Vater dem Zugriff der Erde entzogen. Das Grab war leer. Die Tücher lagen zusammengelegt auf der Stelle. Diebe hätten die Tücher mit der Leiche mitgenommen. Es war ein singuläres Ereignis, das Gott tat und das für Christinnen und Christen eine Quelle der Freude ist.
LINKS: http://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit
http://de.wikipedia.org/wiki/Urknall#Die_Planck-.C3.84ra
http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck