Archiv der Kategorie: Christentum

Geistliche Texte von Sophie Scholl (1921–1943)

100 Jahre Sophie Scholl. Widerstand gegen Hitler:

Manchmal, wenn ich den Namen Gottes ausspreche, will ich in ein Nichts versinken.

Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag in der Kirche zu beten, damit Gott mich nicht verlasse. Ich kenne Gott ja noch gar nicht und begehe sicher die größten Fehler in meiner Vorstellung von ihm, aber er wird mir das verzeihen, wenn ich ihn bitte. Wenn ich ihn von ganzer Seele lieben kann, dann werde ich meinen schiefen Blick verlieren. Wenn ich die Menschen um mich herum sehe, und auch mich selbst, dann bekomme ich Ehrfurcht vor dem Menschen, weil Gott seinetwegen herabgestiegen ist. Auf der anderen Seite wird mir dies dann immer am unbegreiflichsten. Ja, was ich am wenigsten an Gott begreife, ist seine Liebe.

Weiterlesen und Quelle: Christ in der Gegenwart. 9.5.2021
Sophie Scholl. * 9. Mai 1921 in Forchtenberg; † 22. Februar 1943 in München.

Warum Herdenimmunität wahrscheinlich unmöglich ist – Spektrum der Wissenschaft

Wieso wir jetzt eine Strategie brauchen, um mit dem Virus zu leben.
Zu Beginn der Pandemie war die Hoffnung groß, dass das Virus mit der Impfung keine Chance mehr auf Verbreitung hat. Doch das klappt wohl nicht. Jetzt muss eine neue Strategie her. Von Christie Aschwanden

Es ist unklar, ob Impfstoffe die Übertragung verhindern. Der Impfstoff ist ungleichmäßig verteilt. Neue Varianten verändern die Rechnung. Immunität hält vielleicht nicht ewig an. Impfstoffe könnten das menschliche Verhalten verändern.

Das Beispiel Grippe wird in dem Artikel angeführt. Sie ist heuer sehr mild gewesen. Angenommen 30 % sind immun, weil sie in den Vorjahren Grippe hatten und 30% haben sich impfen lassen, ergibt 60% Immune. Jetzt kommt aber auch Maske tragen, Abstand halten und wenige Besuche dazu. Da schafft es die Grippe nicht, sich zu verbreiten.

Quelle: Warum Herdenimmunität wahrscheinlich unmöglich ist – Spektrum der Wissenschaft

Als Christ

In den nächsten Jahren wird es notwendig sein, Impfen, Testen, Masken und „social distancing“ beizubehalten.
Als Christ habe ich einen starken Anker in Gott, sodass ich diese Verhaltensweisen gelassen nehmen kann. Ich bitte: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ (Reinhold Niebuhr) Als Christ schaue ich genau auf die wissenschaftliche Forschung und versuche niemanden zu gefährden. Impfen, Testen, Masken und „social distancing“ sind mir ein Handeln aus Respekt vor den anderen Menschen. Ich rufe den liebevollen Heiligen Geist und lasse mich von ihm leiten. Ich weiß, dass auf uns das ewige Leben in Gottes zukünftigem Bereich wartet.
Hannes Daxbacher

Mijou Kovacs: „Ich lasse mich nicht verbiegen“

„Ich lasse mich nicht verbiegen“ Mijou Kovacs: Sie wuchs nicht nur zweisprachig, sondern zwischen zwei Welten auf. Ihre doppelte Herkunft prägte die Schauspielerin Mijou Kovacs auch in der Auswahl ihrer Rollen. Am Höhepunkt ihrer internationalen Karriere war sie trotz ihres Erfolges innerlich ausgebrannt.

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‚Gott ist mein Licht‘: Die Bekehrungsgeschichte einer chinesischen Teenagerin

Als Wenxuan Yuan als Kind zum ersten Mal eine katholische Kirche in Peking besuchte, war sie von deren Schönheit tief beeindruckt.

Quelle: ‚Gott ist mein Licht‘: Die Bekehrungsgeschichte einer chinesischen Teenagerin

Mariä Empfängnis: Gott bereitet etwas vor

Joachim und Anna mit Maria

Mariä Empfängnis ist das große Marienfest im Advent. Wir erinnern uns an die Eltern von Maria, die mit Gott in guter Beziehung standen und auf ein Kind warteten. Beiden erscheint ein Engel, der sie auffordert, zum goldenen Tor von Jerusalem zu gehen. Es ist das Tor, durch den der Messias einziehen wird und wo sich die Liebenden gerne treffen. Anna und Joachim zeugen eine Tochter, die sie, wie der Engel ihnen aufträgt, MARIA nennen.

Gott bereitet seine Ankunft bei Joachim und Anna vor

Gott schickt einen Engel, um die Ankunft von Christus vorzubereiten. Joachim und Anna sind verzweifelt, weil sie keine Kinder bekommen. Aber Gott hat mit beiden etwas vor. Sie sollen die Großeltern von Jesus werden. Ihrer Tochter schenkt Gott bei ihrer Zeugung etwas Wunderbares. Er schenkt ihr den Segen und seine Anwesenheit, damit der Messias, der Sohn Gottes, der „Logos“ in ihrem Körper später gut wachsen kann. Sie bekommt diesen Segen und die Nähe Gottes schon im Körper ihrer Mutter Anna geschenkt, wo sie bis zu ihrer Geburt wächst. Diese Geburt feiern wir 9 Monate später, am 8. September. Die Anwesenheit und Nähe Gottes wird in der Sprache der Bibel „Gnade“, „Gratia“, „Geschenk“ genannt.

Auch der Engel, der Maria später fragen wird, ob sie den Sohn Gottes auf die Welt bringen will, sagt zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott seine Nähe, seine Anwesenheit, seine „Gnade“ gefunden. Und diese Anwesenheit Gottes hat sie seit ihrer Zeugung durch Anna und Joachim.

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Jürgen Manemann: Weg mit dem Selbstmitleid!

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Otto Friedrich

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In den Umbrüchen der Zeitläufte steht auch die Rolle der Religion in Diskussion. Der Rede vom „christlichen Europa“ haftet etwas Vergangenes an, und die Gegenwart der Pandemie beschleunigt die gesellschaftlichen Transformationsprozesse immens. Das konstatieren Zeitdiagnostiker aller Couleur. Aber wenn sich Europa nicht auch über die Religion definiert, was tritt an deren Stelle? Und welche Zukunft hat dann das Christentum? Die FURCHE sprach darüber mit dem Theologen und politischen Philosophen Jürgen Manemann, Schüler und Denker in der Nachfolge des im Vorjahr verstorbenen Begründers der „Neuen Politischen Theologie“, Johann Baptist Metz.

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Herzlichen Dank, Ihre Doris Helmberger‐Fleckl (Chefredakteurin)

DIE FURCHE: Wenn ein Wort das Jahr 2020 charakterisiert, dann ist es „Krise“. Natürlich kommt da in unseren Breiten zuerst die Pandemie in den Blick. Was ist die Rolle der Religion in dieser Krise?
Jürgen Manemann: Aus meiner christlichen Perspektive hat das Phänomen der Religion sehr viel mit dem Unverfügbaren zu tun. Religionen helfen, das Unverfügbare wahrzunehmen und damit zu leben. Der amerikanische Philosoph George Santayana hat das so formuliert: „Religion ist die Liebe zum Leben im Bewusstsein eigener Ohnmacht.“ Diese Liebe ist in der Krise von großer Bedeutung. Denn wir werden gegenwärtig auf unterschiedlichen Ebenen mit Ohnmachtserfahrungen konfrontiert. Auch privilegierte Menschen erfahren plötzlich, dass sie ihr Leben nicht vollends kontrollieren können, dass auch ihr Leben gefährdet ist. Religion als genau diese Liebe im Bewusstsein der Ohnmacht könnte helfen, dass eine neue Empfindlichkeit für die unterschiedlichen Verwundbarkeiten von Menschen entsteht. Gerade in der Coronakrise haben wir es mit unterschiedlichen Verwundbarkeiten zu tun, die nicht mit dem Leben an sich zusammenhängen, sondern ökonomisch, politisch und gesellschaftlich inszeniert sind.

Weiterlesen: https://www.furche.at/religion/juergen-manemann-weg-mit-dem-selbstmitleid-4194555

Terrorangst, Vereinsamung und die Hoffnung

Freie Beziehung zu Gott

Es dauerte einige Zeit, bis ich etwas bemerkte. Ich glaubte an Gott und an Jesu Auferstehung, aber etwas fehlte mir. Jesus sagt zu uns: Ihr seid die Hoffnung der Welt. Ihr seid das Licht der Welt. Aber so kam ich mir nicht vor. Ich sah mich wie eine Glühbirne, die nicht leuchtet. Ich brauchte Strom. Aber wie bekomme ich Strom, wenn er nicht da ist? Wie kann ich für Gott und Jesus Licht sein, wenn ich keinen Strom in meiner Lampe habe? Da hörte ich von den fünf Jungfrauen, die das Öl für ihre Lampen vergaßen. Der Bräutigam wies sie ab mit der Begründung: Ich kenne euch nicht. Da erkannte ich, dass das Öl der Jungfrauen und der Strom für meine Lampe die Beziehungskultur zu Gott ist. Wer nicht in die Beziehungskultur investiert, kann kein Licht der Welt sein. Erst durch die Beziehung zu Gott können wir leuchten. Ich machte mich daran, in die Beziehung zu Gott zuerst eine Regelmäßigkeit zu bringen.

Kontaktbeschränkung und Hoffnung

Jetzt ergab sich, dass unsere Gemeinschaft im Sacré Coeur unter der Kontaktbeschränkung durch Corona leidet. Dann kam auch dieser perfide Terroranschlag hinzu, der viele so in Angst versetzte, dass sie nicht schlafen konnten. Ein Gespräch mit Gott um seinen Segen, ein Rückblick auf den Tag und eine Vorschau auf den nächsten Tag erschienen mir sinnvoll. Zoom kenne ich schon und so bot ich jetzt ein freies Abendgebet um 18:30 mit Liedern über Zoom an. Das half mir.

Wer sich Zeit nimmt, kann dabei sein. Wer ein Gebetsanliegen hat, kann mir auch schreiben. Wem Zoom zu aufwändig ist, kann zu dieser Zeit ein Abendgebet machen. Wie haben es in der Hand.

Integration braucht gemeinsame Werte

Christian Buetker schreibt in der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) am 5.11. 2020 einen interessanten Leserkommentar.

Integration bedeutet letztendlich, gemeinsame Werte zu teilen. Unsere Gesellschaft ruht auf dem Fundament des christlichen Glaubens, – auch wenn das vielen ebensowenig bewusst ist, wie einem Fisch das Wasser bewusst ist, in dem er lebt. Integration würde dann wohl reibungslos funktionieren, wenn wir die neuen Mitbürger für die christliche Ethik begeistern könnten. Dazu müssten wir aber wohl zuerst selbst vom christlichen Glauben begeistert sein. Dass es damit nicht  mehr weit her ist, und wir auch deshalb kein überzeugendes ethisches Angebot machen können, das ist die ganze Tragik einer entchristlichten Gesellschaft. Der deutsche Verfassungsrichter und Rechtsphilosoph Böckenförde hat es auf den Punkt gebracht: „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann. Als freiheitlicher Staat kann er nur bestehen, wenn sich die Freiheit, die er seinen Bürgern gewährt, von innen her, aus der moralischen Substanz des einzelnen und der Homogenität der Gesellschaft, reguliert.“

Quelle: NZZ

Christ ist nicht, wer Mitglied der Institution Kirche ist, sondern… – katholisch.de

Christ ist nicht, wer Mitglied der Institution ist und an deren Aktivitäten teilnimmt, sondern wer glaubt und betet, wer aus der Schrift lebt, wer solidarisch ist und Schwachen hilft: Es gibt christliche Menschen, die nicht kirchlich sind, aber auch kirchentreue Menschen, die wohl eher wenig christlich sind – aber der Kirche steht gerade nicht zu, darüber zu urteilen.

Quelle: Christ ist nicht, wer Mitglied der Institution Kirche ist, sondern… – katholisch.de

Liebe – wie geht das?

Wenn ich mich verliebe, ist das eine Sache des Gefühls. Diese Liebe vergeht. Die Liebe zu Gott und zu meinem Nächsten ist keine Sache des Bauchgefühls. Da wäre die Liebe nach einiger Zeit erloschen. Es ist auch keine Sache des Kopfes. Da wäre die Liebe nur ein Gedanke, hätte aber keine Auswirkung. Nein, Liebe ist eine Sache des Herzens. Im Herzen entscheide ich mich. Im Herzen sage ich: Ich will dich lieben. Im Herzen sage ich: Ich will, dass es dir gut geht. Ich will, dass du glücklich bist. Ich will, dass deine Sehnsucht sich erfüllt.
Ich sage das in meinem Herzen zu meinem Nächsten, ich sage das in meinem Herzen zu meiner Frau. Ich sage in meinem Herzen zu Gott: Ich liebe dich und ich möchte, dass dein Wille geschieht.
Lieben kann ich, weil Gott mir dabei hilft.

Rätsel:
Eines der zwei Liebesgebote sind: Du sollst
A. die Tiere lieben
B. Gott lieben
C. deine Eltern lieben