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Freude, schöner Götterfunken

Beim Fronleichnamsfest kam die Sonne heraus und wir hatten endlich wieder das Sacré Coeur Kaffee, diesmal im Birkenhof. Die Gespräche flogen dahin und wir freuten uns an der Gemeinschaft. Es war, als ob die Engel „Freude, schöner Götterfunken!“ gesungen hätten. Die Geschwisterlichkeit bekommt eine Leichtigkeit, wenn uns Gott trägt.

Die Parole „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ fußt auf den Losungen der Französischen Revolution 1789 und der europäischen Aufklärung. Obwohl die Kirchen dabei angegriffen wurden, hat die Parole christliche Wurzeln. Die Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei, die Gottesebenbildlichkeit der Menschen und die Nächstenliebe sind die Wurzeln von „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“.

Ich finde, dass die Brüderlichkeit oder besser die Geschwisterlichkeit leichter zu leben ist, wenn ich eine Beziehung zu Gott habe. Ich sehe sehr viele Gemeinschaften und Familien eher zerfallen, wenn die moralische Forderung nach Solidarität und Nächstenliebe allein ohne eine Liebe zu Gott gelebt wird. Eric Voegelin sagte dazu: „Wir haben es mit einer Krankheit des Geistes zu tun“, einer „Pneumapathologie“. Als Heilung bietet Jesus die Beziehung zum göttlichen Geist an, der Gottesliebe und Nächstenliebe verbindet. Mit ihm können wir im sonnigen und freien Garten fröhlich feiern.

(Quelle zu Eric Voegelin: https://christenwind.at/?cat=130)