Archiv der Kategorie: Geschwisterlichkeit

Rettung aus der Finsternis

Jesus bringt uns ein großes Versprechen. Wir leben zwar oft in einer unangenehmen Finsternis, aber wir können darauf vertrauen, dass Jesus in Herrlichkeit kommt, uns befreit und dass jene, die die Liebe leben, eingeladen werden, ein himmlisches Fest voll des Glücks zu feiern. Diese Abfolge von göttlichen Ereignissen geschieht im Leben jedes Menschen und man kann es individuell erfahren.

Mir ist es so ergangen. Ich betete und erlebte die gottlose Finsternis. Wo bist du, Gott? Ich rief zu seinem helfenden Geist. Komm, lass mich ein neues Pfingsten erleben. Bring mir Jesus als Licht in meine Finsternis!

In dieser Erfahrung zeigte er mir, dass ich auf Menschen zugehen kann, dass ich in einer Gemeinschaft bin, die zwar brüchig ist, aber in der der Geist Gottes da ist.

So erwarte ich es auch, wenn ich sterbe. Meine Welt stürzt ein, ich bin in der Finsternis, aber nach dem Tod kommt mir Jesus mit seinem Licht entgegen und ich sehe alle, die die Liebe leben, sodass wir im himmlischen Jerusalem Wohnung finden und ein grandioses Fest feiern.

Freude, schöner Götterfunken

Beim Fronleichnamsfest kam die Sonne heraus und wir hatten endlich wieder das Sacré Coeur Kaffee, diesmal im Birkenhof. Die Gespräche flogen dahin und wir freuten uns an der Gemeinschaft. Es war, als ob die Engel „Freude, schöner Götterfunken!“ gesungen hätten. Die Geschwisterlichkeit bekommt eine Leichtigkeit, wenn uns Gott trägt.

Die Parole „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ fußt auf den Losungen der Französischen Revolution 1789 und der europäischen Aufklärung. Obwohl die Kirchen dabei angegriffen wurden, hat die Parole christliche Wurzeln. Die Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei, die Gottesebenbildlichkeit der Menschen und die Nächstenliebe sind die Wurzeln von „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“.

Ich finde, dass die Brüderlichkeit oder besser die Geschwisterlichkeit leichter zu leben ist, wenn ich eine Beziehung zu Gott habe. Ich sehe sehr viele Gemeinschaften und Familien eher zerfallen, wenn die moralische Forderung nach Solidarität und Nächstenliebe allein ohne eine Liebe zu Gott gelebt wird. Eric Voegelin sagte dazu: „Wir haben es mit einer Krankheit des Geistes zu tun“, einer „Pneumapathologie“. Als Heilung bietet Jesus die Beziehung zum göttlichen Geist an, der Gottesliebe und Nächstenliebe verbindet. Mit ihm können wir im sonnigen und freien Garten fröhlich feiern.

(Quelle zu Eric Voegelin: https://christenwind.at/?cat=130)