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Die 9 Aktionen des Heiligen Geistes

Ganz neue Erfahrungen machte die Gemeinde, in der Lukas lebte. Sie war bewegt vom Heiligen Geist und in den Erzählungen kommt der Geist immer wieder vor. Im großen Glaubensbekenntnis der Christenheit steht: Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, … und der gesprochen hat durch die Propheten. – Lassen wir uns erfüllen vom Heiligen Geist. In ihm können wir die Erzählungen lesen:
1. Der Heilige Geist schickte dem Zacharias einen Engel, der ihm einen Sohn verkündete.
2. Der Heilige Geist war in dem Kind, als es noch im Körper Elisabets wuchs.
3. Der Heilige Geist schickte den Engel Gabriel zu Maria.
4. Der Heilige Geist kam über Maria, sodass sie mit Jesus schwanger wurde.
5. Er erfüllte Elisabet, sodass sie laut und voll Freude Maria begrüßte.
6. Der Heilige Geist ließ das Kind im Körper der Elisabet hüpfen.
7. Er erfüllte Maria, sodass sie Gott und ihre Beziehung zu ihm pries.
8. Der Heilige Geist kam über Zacharias und dieser pries Gott und seine Beziehung zum Volk Israel.
9. Er stärkte Johannes den Täufer seit seiner Geburt und führte ihn wie Israel in die Wüste.

Wenn der Heilige Geist uns lebendig macht, wenn wir uns so von ihm erfüllen lassen wie Zacharias, Elisabet, Maria und Johannes, dann machen wir ganz neue Erfahrungen.

(Im ersten Kapitel des Lukasevangeliums sind diese Aktionen des Heiligen Geistes erzählt, nachzulesen im Link Lukas 1.)

Frauen setzen sich durch

Elisabet und Zacharias mit ihrem Sohn Johannes, gemalt von Louis Jean Francois

Elisabet und Zacharias mit ihrem Sohn Johannes, gemalt von Louis Jean Francois

Die Frauen in der christlichen Geschichte wurden keine Priesterinnen, aber sie setzten sich gegen die Normen der Gesellschaft durch wie die schwangere Maria, die sich in ihrer Familie durchsetzte oder Elisabet, die ihrem Sohn entgegen der Meinung der Verwandtschaft den Namen Johannes gab.
Da ich auch Johannes heiße, fragte ich mich, wer mir den Namen Johannes oder Hannes gegeben hat, mein Vater oder meine Mutter.
Gestern rief ich meine Mutter an. Sie erzählte mir, dass sie mir den Namen Johannes gegeben hat, weil ihre Freundin einen „feschen Burschen“ kannte, der Hannes hieß. Vielleicht sollte ich auch ein „fescher Bursche“ werden. Was mein Vater dazu sagte, ist unklar. Seine Schwester, eine Franziskanerin, gab mir als zweiten Namen „Maria“. Damit aber mein Vater nicht zu kurz kommt, bekam ich noch seinen Namen „Leopold“. Ich bin mit diesen drei Namen sehr zufrieden.

Vielleicht liebte Elisabet den Namen Johannes, weil er „Gott ist gnädig“ bedeutet. Sie hat ja im hohen Alter das Kind bekommen. Als ihr Mann sein Herz öffnete und sein Einverständnis für den Namen Johannnes gab, wurde er von seiner Stummheit geheilt. Ich frage mich, ob in dieser Geschichte nicht der Finger Gottes im Spiel war.