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Gott zieht mit Jesus die Decke weg

Jesus bespuckt gegeißelt, ausgestoßen

Gott deckt mit Jesus auf

Zu Ostern wird etwas aufgedeckt, was unter der Decke von Osterhase und Ostereier versteckt war. Es sind drei unterirdische Veränderungen:

  1. Gott verbindet sich über Jesus mit dessen Freunden bei der Kommunion. Diese Verbindung ist ein Bund, der mit dem gemeinsamen Essen und Trinken von Brot und Wein geschlossen wird. Ein Bund mit Gott verlangte damals ein blutiges Opfer, meist ein Schaf. Jesus ersetzte das Fleisch und das Blut des Opfertieres mit Brot und Wein. Die Bedeutung ist für ihn aber eine andere. Er gibt sich selber als Opfer hin. Brot und Wein werden dabei sein Fleisch und sein Blut. Real, nicht symbolisch vergießt er sein Blut am Kreuz. Warum er das tut, erklären die zwei anderen Veränderungen. Bei dieser ersten aber geht es zuerst um den Bund mit seinen Freunden, die das neue Gottesvolk werden sollen. Dies wird am Gründonnerstag gefeiert.
  2. In der zweiten Veränderung beginnt Gott in Jesus mit den Leidenden mitzuleiden: „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan.“ Die ausgebeuteten Armen, die Kranken und Depressiven sind nicht allein. Gott geht mit ihnen auf ihrem Kreuzweg mit. Er identifiziert sich mit den Gefolterten und zu Unrecht Eingesperrten. Sie werden durch diese Liebe Gottes teilweise jetzt und endgültig in der Herrlichkeit, im Paradies entschädigt. Das wird am Karfreitag gefeiert.
  3. In der dritten Veränderung hilft Gott mit Jesus den Mördern, die von der Sünde unterdrückt werden, damit sie die Sünde loswerden. Wenn die Verbrecher, Mörder und Vergewaltiger von der Sünde zu diesen Verbrechen verführt werden, müssen sie von dieser Sünde befreit werden. Gott ist mit Jesus ihnen insofern nahe, als er sich in ihre Biographien schreibt. Er identifiziert sich mit den Verbrechensopfern und ruft die Täter zur Umkehr auf. Zu Saulus sagt Jesus, als dieser die Christen verfolgte: „Saul, Saul warum verfolgst du mich?“ Saul bekehrt sich darauf.

Diese drei Aktionen Gottes – Bündnis, Mitleiden und Aufruf zur Umkehr – werden zu Ostern aufgedeckt. Es ist eine Aufklärung über die österliche Tätigkeit Gottes im Untergrund. Die letzten Ereignisse der Aufdeckung sind die Erscheinungen Jesu und die Sendung des Heiligen Geistes.

Jesus schreibt sich in die Lebensgeschichte der Täter

Jesus schreibt sich in die Biographie der Täter

Jesus schreibt sich in die Biographie der Täter

Als Jesus ans Kreuz geschlagen wurde, sagte er „Vater, verzeih ihnen, sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lk 23,34)
Warum bittet er Gott-Vater, den Tätern zu verzeihen und was wissen sie nicht, was sie tun? Diese zwei Fragen sind zentrale Fragen, die Jesu Handeln erklären sollen.

Was wissen die Täter nicht? Sie wissen nicht, dass er unschuldig ist. Falsche Zeugen sind gegen ihn aufgetreten und das Urteil war auf Lügen aufgebaut. Damals wurden aber auch bewusst Unschuldige hingerichtet. Vielen war das egal, weil sie durch diese gemeinsame Aktion die Rivalitäten untereinander verhinderten. Einige aber sahen, dass es Unrecht war und dass hier ein außergewöhnlicher Mensch ermordet wurde. Ein Hauptmann der Römer sagte: „Es ist wahr, dieser war der Sohn Gottes!“
Die anderen Täter wussten nicht, dass sie hier Gott-Sohn ermorden: Römische Soldaten ermorden den menschgewordenen Gott und dieser betet für sie. Er schreibt sich in ihre Lebensgeschichte und wird ihnen so ganz nahe.

Warum bittet Jesus seinen Gott-Vater, ihnen zu verzeihen? Es schmerzt Gott-Vater, dass Jesus gegeißelt, ans Kreuz geschlagen und ermordet wird. Sein Zorn würde bedeuten, dass er den Tätern den Segen verweigert und sich zurückzieht. Gott lässt den Menschen auch die Freiheit zum Bösen. Er zieht sich aber dann zurück und lässt sie in ihrer Schuld und ihrer Verschlossenheit zurück. Jesus aber bittet Gott-Vater, ihnen ihre Schuld zu vergeben. Er will seine Mörder zur Umkehr bewegen. Denn er möchte alle Menschen zu einem Gottesvolk sammeln. Da ist es notwendig, dass sich alle zum guten Gott bekehren.