Schlagwort-Archive: Todesstrafe

Play together now

Wenn im Iran gewählt wird, dann kann ich nicht vergessen, dass unsere Freundin nicht mehr in den Iran zurückkehren kann, weil sie Christin geworden ist. Sie kann ihre Eltern nicht mehr besuchen, ihr droht die Todesstrafe. Sie ist mit ihrer Schwester vor zwei Jahren zu Fuß und mit Bussen aus dem Iran geflohen, hat sich in Wien ein Jahr auf die Taufe vorbereitet, besucht jetzt eine Schule in Wien, spielt beim Theater der Träume mit und setzt sich im Verein „Play Together Now“ für Freizeitgestaltung von Flüchtlingen ein. Die Sehnsucht nach Liebe und Freiheit lässt sich auf Dauer nicht unterdrücken.

Zum Tode verurteilte schwangere Christin soll zuerst gebären

Meriam und Daniel

Meriam und Daniel

Die im Sudan wegen Glaubensabfall zum Tode verurteilte schwangere Christin kann noch einige Monate leben. Sie soll zuerst das Kind austragen und gebären und wird nach zwei Jahren gehängt. Ihre Mutter, eine orthodoxe Christin war mit einem Muslim verheiratet, der die Familei verließ. Jedes Kind ist nach islamischem Recht durch einen muslimischen Vater automatisch Muslim/a. Meriam Yahia Ibrahim wurde als Christin erzogen. Nachdem sie einen Christen heiratete, wurde sie von den Verwandten ihres Vaters angezeigt. Als Muslima ist die Heirat mit einem Christen nach islamischem Recht Ehebruch und wird – wie im Koran festgelegt – mit einhundert Peitschenhieben bestraft. Es gibt eine andere Rechtstradition, die auf Hadiths (Geschichten Mohammeds) zurückgehen, die Steinigung gebietet. Weil Meriam dazu steht, Christin zu bleiben, wird sie wegen Glaubensabfall zum Tode verurteilt. Glaubensabfall bedeutet gleichzeitig Beleidigung Allahs. Die 27 Jahre alte Meriam Ibrahim befindet sich mit ihrem 20 Monate alten Sohn im Gefängnis. Dem Richter erklärte sie immer wieder, sie sei Christin und die Ehe mit ihrem Mann sei kein Ehebruch. Ihr Ehemann Daniel Wani ist verzweifelt: „Da kann ich nur beten.“ Ihr Anwalt möchte das Urteil beim Höchstgericht anfechten. Kürzlich wurde eine 18-jährige Äthiopierin, die von mehreren Männern vergewaltigt worden war, wegen Ehebruchs und Prostitution verurteilt. Angesichts dieser Vorgänge fragt man sich, ob diese Art des Islam eine Religion ist. Um als Religion anerkannt zu werden, sollten gewisse Kriterien erfüllt werden.
Links:
Berliner Zeitung
n-tv.de
Zeit online
Focus
ORF online

Christliches Paar in Pakistan zum Tode verurteilt

Shafaqat Emmanuel and his wife Shagufta Kauser

Shafaqat Emmanuel and his wife Shagufta Kauser

Am Freitag, 4. April 2014 verurteilte ein Gericht in Toba Tak Singh / Pakistan das christliche Ehepaar, Shafaqat Emmanuel und seine Frau Shagufta Kauser, angeklagt wegen Beleidigung Gottes zum Tode. Das Ehepaar hätte blasphemische Texte per SMS versandt. Laut „World Vision in Progress“ hat der Richter Mian Amir Habib das Todesurteil über das Ehepaar verkündet. Vor einem Jahr, am 21. Juli 2013 wurde der körperbehinderte Shafaqat Emmanuel und seine Frau Shagufta Kauser laut Akte 407/13 gemäß § 295 – B&C festgenommen, weil sie angeblich SMS an lokale Moslems versandt haben, die Gott (Allah) beleidigen. „World Vision in Progress“ (WVIP) berichtet, dass die SIM-Karte nicht auf ihre Namen registriert war und dass das Paar gar nicht so qualifiziert war, diese Texte in Englisch zu verfassen. Furrakh H Saif, ein führender Mitarbeiter von WVIP, der diesen Fall bearbeitet, sagte in einer Erklärung, dass sich hier die Heuchelei und die Oberflächlichkeit des pakistanischen Rechtssystems zeigen. „Wie üblich geht das Erstgericht populistisch und mit islamistischer Haltung vor und spielt den Ball des heiklen Blasphemie-Falls an das Höchstgericht weiter.“ Solange das Blasphemiegesetz in den Gesetzbüchern steht, werde Pakistan in einer bösen Lage bleiben und die Gerichte würden von gewalttätigen Extremisten unter Druck gesetzt.

Eine Woche davor, am 27. März 2014 wurde ein Christ in Lahore zum Tode verurteilt, nachdem radikale Moslems randalierten. Furrakh H Saif, von WVIP befürchtet, dass Pfarrer Adnan und Asif Pervaiz weitere Opfer der pakistanischen Tötungen werden. Beide erwarten in den nächsten Tagen das Urteil.

Daily Times
World Vision in Progress
ORF
Spiegel online
PETITION TO END THE ABUSE OF BLASPHEMY LAW IN PAKISTAN