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Hass gelernt, Liebe erfahren – Vom Islamisten zum Brückenbauer

(Yassir Eric)
Yassir Eric Von Kindesbeinen an wurde er darauf getrimmt, Ungläubige zu verachten und für Allah zu kämpfen. Stark zu sein, sich dem Clan gegenüber solidarisch zu zeigen und die Nachfolge seines Vaters anzutreten, der einer der führenden Politiker des Landes war. In einer solchen Welt ist kein Platz für Zweifel, Fragen oder gar schwache Momente. Umso bemerkenswerter ist die Geschichte von Yassir Eric. Aufgewachsen im Nordsudan, findet er beim Versuch, seinen zum Christentum konvertierten Onkel wieder auf den „rechten Pfad“ des Islam zu lenken, selbst zum Glauben an Jesus. Yassir Eric muss fliehen, wird in seiner Heimat für tot erklärt. In Deutschland beginnt er ein neues Leben. Hier lernt er Werte wie Freiheit und Gleichberechtigung schätzen, die er früher verachtete. Sein Credo: Es braucht einen längst überfälligen, kritischen Dialog der Kulturen und Religionen. „Wir müssen Konflikte offen benennen und lösen, nur so ist ein friedliches Miteinander möglich.“
Erscheint am 28.8.2017, jetzt vorbestellen!
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Sudanesin Mariam Ishag trifft Papst Franziskus

Meriam_IshagDie sudanesische Ärztin und Mutter zweier Kinder konnte nach Italien ausreisen, nachdem das Todesurteil wegen Glaubensabfall aufgehoben wurde, sie wegen unklarer Papiere nicht ausreisen durfte und sich drei Wochen in der US-Botschaft von Khartum wegen Todesdrohungen aufhalten musste. Die 26-jährige Mariam Jahia Ibrahim Ishag und ihre Kinder Maya und Martin landeten heute Vormittag auf dem römischen Flughafen Ciampino in Begleitung von Italiens Vizeaußenminister Lapo Pistelli, der sich seit längerer Zeit mit dem Fall beschäftigt. In Rom hieß es, ihre Ausreise sei aufgrund einer Einigung zwischen den sudanesischen und den italienischen Behörden möglich geworden. Bei ihrer Ankunft wurde die junge Frau am Flughafen von Ministerpräsident Matteo Renzi und Außenministerin Federica Mogherini begrüßt. Ibrahim wird sich vor ihrer Weiterreise in die USA einige Tage in Italien aufhalten. Vor ihrer Heirat mit Daniel Wani ist sie von der ätiopischen orthodoxen Kirche in die katholische Kirche übergetreten. Bereits vor einigen Wochen hat sie angekündigt, dass sie gerne auch Papst Franziskus treffen möchte. Heute, 24. 7.2014 wurde dies möglich. Die gesamte Familie wurde von Papst Franziskus empfangen, das Treffen soll etwa 30 Minuten gedauert haben. Vatikan- Presseprecher Federico Lombardi berichtete, dass das Treffen „sehr herzlich“ gewesen sei. Ihr Mann Daniel Wani ist südsudanesischer Abstammung und US-Bürger. Meriam wird mit ihren Kindern Maya und Martin voraussichtlich von Rom in die USA weiterreisen.

Links
KRONE: Zum Tode verurteilte Christin von Papst empfangen
AD HOC NEWS: Mariam Jahia Ibrahim Ishag ist in Freiheit

40 Agenten des sudanesischen Sicherheitsdienstes gegen eine Christin

Vierzig Agenten des sudanesischen Inlandsgeheimdienstes NISS (National Intelligence and Security Service) wurden aufgeboten, um Meriam Ibrahim mit ihren zwei Kindern wieder am Flughafen zu verhaften. Angeblich haben die drei keine gültigen Ausreisepapiere. Die Christin wurde am Montag, 23.6.2014 frei gelassen, nachdem sie wegen der islamischen Scharia zum Tode und zur Auspeitschung verurteilt war. Es erinnert an kommunistische Staaten, in denen die Reisefreiheit ihrer Bürger verboten war. Im Sudan existiert anscheinend weder Religionsfeiheit noch Reisefreiheit. Um eine christliche Familie festzunehmen sind vierzig Agenten bestellt worden. James Copnall, ein früherer BBC Sudan Korrespondent vermutet, dass es verschiedene Interessen in der Regierung gibt, die ihre Muskeln spielen lassen.
BBC

Sudanesische Christin wurde freigelassen!

Die Mutter von zwei Kindern, die wegen der Ehe mit einem Katholiken zu hundert Peitschenschlägen und wegen ihrer Weigerung, zum islamischen Glauben überzutreten, zum Tode verurteilt wurde, ist auf internationalen Druck hin freigelassen worden. Sie ist bei ihrer orthodoxen Mutter aufgewachsen, wurde Ärztin und hat in der katholischen Kirche von Khartum den Sudanesen Daniel Wani geheiratet. Die islamischen Verwandten ihres Mannes zeigten sie bei Gericht an und sie wurde im Sinne der Scharia doppelt verurteilt. Nach den internationalen Solidaritätsaktionen hat sie ein Khartumer Berufungsgericht am Montag, 23.6.2014 freigelassen. Sie befindet sich an einem geschützten Ort, weil ihr Halbbruder Todesdrohungen gegen sie ausgesprochen hat. Er wolle sie töten, sollte nicht ein Gericht die Hinrichtung veranlassen. Meriam Ibrahim brachte im Gefängnis ein Mädchen zur Welt und es war schockierend, dass sie bei der Geburt die Fesseln nicht ablegen durfte. Erst der internationale Druck und die Unterschriftenlisten bewirkten, dass sie die letzten Tage ohne Fesseln ausharren konnte. Ihr Mann, der im Rollstuhl sitzt und mittlerweile ein US-Bürger ist, hofft, dass sie jetzt in den USA Flüchtlingsstatus bekommt.
DailyMail

Meriam bringt im Gefängnis ein Mädchen auf die Welt

Meriam Yahia Ibrahim und Daniel Wani

Meriam Yahia Ibrahim und Daniel Wani

Nachdem sie im Sudan zum Tode verurteilt wurde, bringt die Christin ihr Kind auf die Welt. Wir gratulieren ihr herzlich zur gesunden Geburt von Maya. Meriam wurde von einem islamischen Gericht wegen Glaubenswechsel zum Tode verurteilt. Sie befindet sich mit ihrem zweijährigen Sohn im Gefängnis. Die ausgebildete Ärztin ist mit einem Christen verheiratet. Nach der Scharia ist eine Heirat einer Muslima mit einem Christen Ehebruch. Sie wurde deswegen zusätzlich zu 100 Peitschenhieben verurteilt. Sie versteht sich seit ihrer Kindheit als Christin. Ihre Mutter ist Christin, ihr Vater, der die Familie verlassen hat, ist Moslem. Wenn ein Elternteil islamisch ist, sind nach der Scharia die Kinder automatisch Moslems. Meriam ist bei ihrer Mutter aufgewachsen und sieht sich als Christin. Meriams Rechtsanwalt möchte die Verurteilungen bis zum Höchstgericht anfechten.
Es gibt eine Unterschrifteninitiative bei CitizenGO.
Links:
BILD
The Telegraph

Zum Tode verurteilte schwangere Christin soll zuerst gebären

Meriam und Daniel

Meriam und Daniel

Die im Sudan wegen Glaubensabfall zum Tode verurteilte schwangere Christin kann noch einige Monate leben. Sie soll zuerst das Kind austragen und gebären und wird nach zwei Jahren gehängt. Ihre Mutter, eine orthodoxe Christin war mit einem Muslim verheiratet, der die Familei verließ. Jedes Kind ist nach islamischem Recht durch einen muslimischen Vater automatisch Muslim/a. Meriam Yahia Ibrahim wurde als Christin erzogen. Nachdem sie einen Christen heiratete, wurde sie von den Verwandten ihres Vaters angezeigt. Als Muslima ist die Heirat mit einem Christen nach islamischem Recht Ehebruch und wird – wie im Koran festgelegt – mit einhundert Peitschenhieben bestraft. Es gibt eine andere Rechtstradition, die auf Hadiths (Geschichten Mohammeds) zurückgehen, die Steinigung gebietet. Weil Meriam dazu steht, Christin zu bleiben, wird sie wegen Glaubensabfall zum Tode verurteilt. Glaubensabfall bedeutet gleichzeitig Beleidigung Allahs. Die 27 Jahre alte Meriam Ibrahim befindet sich mit ihrem 20 Monate alten Sohn im Gefängnis. Dem Richter erklärte sie immer wieder, sie sei Christin und die Ehe mit ihrem Mann sei kein Ehebruch. Ihr Ehemann Daniel Wani ist verzweifelt: „Da kann ich nur beten.“ Ihr Anwalt möchte das Urteil beim Höchstgericht anfechten. Kürzlich wurde eine 18-jährige Äthiopierin, die von mehreren Männern vergewaltigt worden war, wegen Ehebruchs und Prostitution verurteilt. Angesichts dieser Vorgänge fragt man sich, ob diese Art des Islam eine Religion ist. Um als Religion anerkannt zu werden, sollten gewisse Kriterien erfüllt werden.
Links:
Berliner Zeitung
n-tv.de
Zeit online
Focus
ORF online