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Er konnte Außergewöhnliches versprechen

Keine lebendige Beziehung zu anderen

Die Geschichte vom Narziss wird verschieden erzählt. Immer geht sie schlecht aus. Eine Variante gefällt mir: Ein junger Mann sah sein Spiegelbild und fand es so schön, dass er es immer wieder anschauen musste. Er fand keine reizvollere Person als sich selbst. Die anderen verabscheute er. Im Alter, als seine Kräfte nachließen und er krank wurde, fasste ihn eine große Verzweiflung. Er fragte sich: Was ist mit mir geschehen? Warum habe ich gelebt? Es ist doch alles sinnlos.
Narzissten stehen neben dem Leben. Sie sind nicht in der Realität angekommen. Sie haben keine lebendige Beziehung zu anderen.
Anders als dem jungen Narziss erging es Jesus. Er kümmerte sich um seine Freundinnen und Freunde. Er heilte die Kranken. Er gründete eine neue Gemeinschaft, die einen Sinn im Leben und eine Hoffnung auf ein universelles Friedensreich hatte. Jesus konnte, verbunden mit seinem Vater, den Freunden und Freundinnen etwas Außergewöhnliches versprechen. Er konnte ihnen versprechen, dass ihr Leben kein Ende haben wird. Er nimmt sie nach ihrem Tod mit in seine göttliche Welt. Er wurde zum Begleiter in die Herrlichkeit.