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Seine Liebe ist das Wasser, das wir trinken

Ich liebe die Gedanken des Mystikers Ernesto Cardenal. Sie haben mir in meinem Leben sehr geholfen, die Kälte der Welt und der Menschen zu ertragen und mir einen Blick auf das Dahinter geöffnet.

Er schreibt: Die ganze Natur ist Caritas, aber nur die Mystikerin und der Mystiker erleben diese Art von Liebe mit der eigenen Erfahrung. Die Liebe Gottes umgibt uns von allen Seiten. Seine Liebe ist das Wasser, das wir trinken, die Luft, die wir atmen und das Licht, das wir schauen. Alle natürlichen Phänomene sind nichts Anderes als verschiedene materielle Formen der Liebe Gottes. Wir bewegen uns in Seiner Liebe wie der Fisch im Wasser. Und wir sind so nahe bei Ihm, so durchtränkt von Seiner Liebe und Seinen Gaben (wir sind selbst eine Gabe Gottes), dass wir es gar nicht merken, weil uns die Perspektive fehlt. Seine Liebe hüllt uns von allen Seiten ein, darum spüren wir sie nicht, wie wir auch den Druck der Atmosphäre nicht spüren.

Die Natur ist die fühlbare, die materialisierte Liebe Gottes. Seine Vorsehung ist sichtbar in allem, was wir anschauen. Aber die Menschen hasten durch die Straßen, voller Sorgen und ohne einen Augenblick innezuhalten und an Ihn zu denken, an Ihn, der sie von allen Seiten einhüllt, der die Haare auf ihrem Haupte gezählt hat und alle ihre Zellen.

Warum sorgen wir uns dann eigentlich?

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Den Berg der Sorgen abbauen

Der Geist bringt uns Glück

Eine gute Nachricht: Gott möchte eine Verbindung zu uns bauen. Eine der wichtigsten Prophetenschulen war die von Jesaja. Sie ruft auf, das Kommen Gottes vorzubereiten und möchte, dass wir die Beziehung zu ihm wie eine Straße bauen. Damit Gott kommen kann, sollen wir für diese Gottesstraße störende Schluchten überbrücken und hemmende Berge abtragen. Ich denke da an Schluchten zwischen mir und Gott, aber auch an Schluchten zwischen den Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen. Und bei den Bergen denke ich an Berge voller Sorgen und Gebirge voller Schwierigkeiten. Ich sehne mich danach, dass die Schluchten des Misstrauens aufgefüllt werden und die Berge der Kränkung abgetragen werden. Das können wir in einem guten Geist des Vertrauens und des Verzeihens. Der Geist Gottes will uns dabei unterstützen. Wenn wir einverstanden sind, kommt er und erfrischt unser Herz. Er trägt mit uns den Berg der Sorgen ab. Er macht uns die schweren Wege leicht und schenkt uns eine freie Sicht zum weiten Horizont.

Fünf Tipps um die Sorgen abzubauen
1. Schauen Sie genau hin: Was macht mir konkret Sorgen.
2. Sprechen Sie das Konkrete aus oder schreiben Sie es auf.
3. Sprechen Sie mit einem Menschen, der nur zuhört, ihre Sorgen wiederholt und keine Ratschläge gibt.
4. Übergeben Sie ihre Sorgen dem Heiligen Geist. Er kann Ihr Handeln inspirieren.
5. Beginnen Sie mit einem kleinen konkreten Schritt der Veränderung – jetzt.

Du bist willkommen, wie du bist

Geburt ChristiZur Krippe darfst du kommen, wie du bist!
Komm mit deinen heimlichen Tränen!
Nimm dein Leid mit, deine Sorgen!
Komm mit allen deinen Fragen!
Bring auch deine Fehler mit und deinen Ärger!
Komm, an der Krippe ist wirklich niemand fehl am Platz!
Wenn du ruhig geworden bist und Trost gefunden hast, geh noch nicht fort!
Mach‘ erst seine Augen zu deinen Augen und seine Hände zu deinen Händen!
Mach‘ sein Lächeln zu deinem Lächeln und seinen Gruß zu deinem Gruß!
Dann erkennst du in jedem Menschen deinen Bruder und deine Schwester!
Wenn du ihre Tränen trocknest und ihre Freude teilst, dann ist Jesus in dir geboren – dann ist Weihnachten!
„Wenn du dich satt gesehen hast an dem schönen Kind in der Krippe, geh noch nicht fort. Mach erst seine Augen zu deinen Augen, seine Ohren zu deinen Ohren, seinen Mund zu deinem Mund. Mach seine Hände zu deinen Händen, sein Lächeln zu deinem Lächeln und seinen Gruß zu deinem Gruß. Dann erkennst du in jedem Menschen deinen Bruder, deine Schwester. Wenn du ihre Tränen trocknest und ihre Freude teilst, dann ist Gottes Sohn wahrhaft geboren und du darfst dich freuen.“ (Marisa Roos)