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Schwester und Bruder. Dreikönig

Bruder Caspar, Bruder Melchior und Bruder Balthasar

Ich freue mich immer, wenn ich nette Menschen treffe. Einmal wurde ich ein wenig überschwänglich und sagte zu einer Bekannten „Schwester in Christus“. Sie war überrascht, freute sich sehr. Sie gab mir zurück: „Bruder in Christus“. Es ist eine gute Tradition in unserer Kirche, dass wir uns als Schwestern und Brüder sehen. Wir sind ja Beschenkte. Joseph Ratzinger und Karl Rahner arbeiteten heraus, dass Gott uns nicht nur einzelne Gaben gibt, sondern dass Gott sich selbst uns schenkt. So können wir davon ausgehen, dass Gott sich in unser Herz begibt. Wenn meine Mitchristinnen und Mitchristen alle Gott in ihrem Herzen tragen, dann sind sie meine Brüder und meine Schwestern. Aber Achtung. Wir besitzen Gott nicht. Gott ist vielmehr unser Partner, der durch uns in die Welt wirkt. Von Augustinus wird erzählt, dass er eine Stimme hörte: „Augustinus! Nicht für dich wirst du verwandelt. Ich verwandle dich, damit du ein liebendes Herz für andere wirst.“ Ich denke, die drei Sterndeuter aus dem Osten wurden verwandelt und sind unsere Brüder geworden. Bruder Caspar, Bruder Melchior und Bruder Balthasar.

Du bist willkommen, wie du bist

Geburt ChristiZur Krippe darfst du kommen, wie du bist!
Komm mit deinen heimlichen Tränen!
Nimm dein Leid mit, deine Sorgen!
Komm mit allen deinen Fragen!
Bring auch deine Fehler mit und deinen Ärger!
Komm, an der Krippe ist wirklich niemand fehl am Platz!
Wenn du ruhig geworden bist und Trost gefunden hast, geh noch nicht fort!
Mach‘ erst seine Augen zu deinen Augen und seine Hände zu deinen Händen!
Mach‘ sein Lächeln zu deinem Lächeln und seinen Gruß zu deinem Gruß!
Dann erkennst du in jedem Menschen deinen Bruder und deine Schwester!
Wenn du ihre Tränen trocknest und ihre Freude teilst, dann ist Jesus in dir geboren – dann ist Weihnachten!
„Wenn du dich satt gesehen hast an dem schönen Kind in der Krippe, geh noch nicht fort. Mach erst seine Augen zu deinen Augen, seine Ohren zu deinen Ohren, seinen Mund zu deinem Mund. Mach seine Hände zu deinen Händen, sein Lächeln zu deinem Lächeln und seinen Gruß zu deinem Gruß. Dann erkennst du in jedem Menschen deinen Bruder, deine Schwester. Wenn du ihre Tränen trocknest und ihre Freude teilst, dann ist Gottes Sohn wahrhaft geboren und du darfst dich freuen.“ (Marisa Roos)