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Zukunft ist möglich

Der Fortschritt und die Zukunft wurden von Gott dem Abraham gezeigt. Dieser lebte in einer Welt des Kreislaufes von Sommer und Winter, von Regenzeit und Trockenzeit. Der Kreislauf bestimmte das Leben. Abraham bekam von Gott den Auftrag, diese Kreislaufwelt zu verlassen. Gott versprach ihm ein Land voll Milch und Honig und Nachkommen so zahlreich wie Sand am Meer und wie Sterne am Himmel. Der Kreislaufgedanke wurde von Gott durchbrochen und ein Ziel wurde dem Abraham gegeben. Die Zukunft wurde eine Mischung aus dieser Welt und einer Welt des Jenseits. Kleine Schritte verbessern diese Welt und bauen mit an der Welt in Gott.

Ein solch kleiner Schritt in die Zukunft geschah in der Pfarre Breitenfeld in Wien. Ehrenamtliche dämmten zwei Pfarrgebäude. Konkret wurden die Decke des Pfarrhauses, die Decke des Jungscharzimmers und die Gewölbe von Sakristei und Marienkapelle gedämmt. Das hilft gegen den Klimawandel und spart Energie.

Ein kleiner Schritt geschah heute, als ich mit einem Nachbarn ein Handy reparierte. Reparieren ist besser als wegwerfen.

– Wir bauen an der Zukunft.

Kapellari: Ein Konzil könnte die Frauenpriesterweihe einführen

 

Bischof Egon Kapellari

Bischof Egon Kapellari

Bischof Kapellari von Graz-Seckau sagte heute in der ZIB2 (ORF2), ein Konzil könne die Frauenpriesterweihe einführen und Laien könnten an der Leitung der Pfarrgemeinden beteiligt werden. Bischof Kapellari war heute in der ZIB2 zu Gast und er wurde wegen des Aufrufs zum Ungehorsam der Pfarrerinitiative mit Helmut Schüller an der Spitze gefragt, was er an den Forderungen auszusetzen habe. Er unterschied zwischen Themen, über die geredet werden kann und jenen, über die geschwiegen werden muss. Da die Frage der Frauenweihe zwei Päpste abgelehnt haben, sei dieses Thema nicht mehr diskutierbar – außer es käme zu einem Konzil, das diese Ablehnung aufheben könnte. (Übrigens meinte Kardinal José Policarpo, der Patriarch von Lissabon, im Mai 2011 in der Zeitschrift Oa, es werde Frauenpriester geben, wenn Gott es will.)

Beim Thema Zölibat verwies Kapellari auf die Weltkirche, die seiner Meinung nach zölibatsfreundlich eingestellt ist. (Dabei hat er sicherlich nicht an den australischen Bischof William M. Morris gedacht, der wie viele Bischöfe der Weltkirche für die Aufhebung des Pflichtzölibates eintritt.)

Worüber man nach Bischof Kapellari reden könne ist die Beteiligung von Laien (Nichtpriestern) an der Leitung der Pfarrgemeinden. Die Pfarrerinitiative fordert für die Pfarrgemeinden darüber hinaus, dass Nichtpriester predigen dürfen.

Adolf Holl, der im Vorspann interviewt wurde, beklagte eine fehlende „theologische Unterfütterung“ der Reformforderungen. Holl hat die Reformzeit miterlebt und weiß, wie Kirche sich ändern kann.

Kirche wird nur, so hat das 2. Vatikanische Konzil (1962-65) gezeigt, über die religiöse Bedeutung und den Rückgriff auf Jesus Christus und den Heiligen Geist reformiert.