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Ahnungen

Wissenschaftler1Durch Wissenschaft, die sich einer Kritik unterwirft, kommen wir zu sicheren Erkenntnissen. Das ist großartig. Aber dürfen wir dann auf die Unwissenden herabschauen? Könnte es nicht sein, dass wir als Hochmütige das Gesprächsangebot Gottes nicht erkennen können? Vielleicht wäre es besser, wenn wir wie Sokrates sagen: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Vielleicht erahnen wir dann die Offenbarungen Gottes.

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Ich gebe Jesus meine Sorgen.
Die Matthäusgemeinde erinnert an zwei Worte Jesu. Zuerst offenbart Jesus die tiefe Beziehung zu seinem himmlischen Vater. Danach lädt Jesus alle ein, die Belastungen und die persönlichen Katastrophen bei ihm abzugeben. Die Last, die Jesus verspricht, ist leicht wie eine Feder.

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht. (Evangelium nach Matthäus, Erklärungen im Bibelwerk: Matthäus 11, 25-30)

Lesung aus dem Buch des Propheten Sacharja: Ich freue mich über den leichten Reiter.
Die jüdische Gemeinde erinnert an die Freude, die jetzt ausbrechen kann, weil Gott kommt und ein Friedensreich herstellt. Er reitet leicht wie ein Kind auf einem Fohlen und trotzdem vernichtet er die Waffen.

Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin. Ich vernichte die Streitwagen aus Efraim und die Rosse aus Jerusalem, vernichtet wird der Kriegsbogen. Er verkündet für die Völker den Frieden; seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer und vom Eufrat bis an die Enden der Erde. (Erklärungen im Bibelwerk: Sacharja 9, 9-10)

Ostern: Gott zeigt sich und erlöst uns

Jesus Christus offenbart Gott

Jesus offenbart Gott Vater als einen guten Gott

JESUS HILFT DEN AUSGESTOßENEN

Hat uns Jesus durch seinen Tod von den Sünden erlöst? Nein.

Warum soll sein Tod etwas bringen? Der Tod ist immer ein Hinübergehen zu Gott. Wenn jemand zu Gott geht, wie soll er dadurch jemand von Sünden (und Schuld) erlösen?

Sünden sind einerseits bewusst begangene schlechte Taten, andererseits bewirken Sünden eine „Absonderung“ von den Gemeinschaften. Es gibt zwei Gemeinschaften: Gemeinschaft mit Gott und Gemeinschaft mit Menschen. Diese Wirkweise von Sünde wollte Jesus durchbrechen und Menschen mit und ohne Sünden sammeln und ihnen die Sünden vergeben.

Wenn Jesus die Sünden erlässt und die Menschen wieder in die Gemeinschaft mit Gott und den Menschen holt, braucht er nicht Leiden und Sterben, damit sie in die Gemeinschaft mit Gott und den Menschen kommen können.

DIE OFFENBARUNG GOTTES

Wodurch hat er uns dann erlöst? Er zeigt uns den Vater. Diese Offenbarung Gottes ist die große Erlösung.

Warum muss er dann diesen Weg zu den Hohen Priestern und in den Tod gehen? Er lässt sich aus zwei Gründen gefangen nehmen.

1. Er wollte den Priestern eine Chance geben, bei der Sammlung des Gottesvolkes dabei zu sein. Jesus predigte Feindesliebe und jetzt musste er sich entscheiden: Flucht, Gewalt oder Feindesliebe

2. Er war sich bewusst, dass er die Offenbarung Gottes war. Eine Offenbarung, in der sich Gott als gewaltfreier und die Feinde liebender Gott zeigt. Da kann er nicht kneifen.

ER SCHENKT HERRLICHKEIT

Was haben Menschen davon, wenn Gott solch eine Botschaft hinterlässt?

1. Sie haben einerseits eine gewisse Sicherheit, was der Urgrund des Universums will. Das gibt Sinn. Er ist nicht das eine Mal böse und dann wieder barmherzig. Er ist nicht einmal gewalttätig und dann wieder zärtlich. Er ist nicht einmal hinterhältig und dann wieder wahrheitsliebend und treu. Nein, er ist durch die Offenbarung eindeutig ein guter, gütiger, schöner und wahrer Gott.

2. Andererseits lädt er zu einer Freundschaft mit ihm ein, die sehr heilsam sein kann. Denn in den Verstrickungen des sozialen Lebens mit den Rivalitäten und Begehrlichkeiten ist es gut, eine dritte Richtung und Beziehung zu haben, die ins unendliche weist. Das kann vieles heilen.

3. Zum dritten ist der Weg in die Herrlichkeit mit ihm dadurch geöffnet. Jeder Mensch kann darauf hoffen, dass er in die Herrlichkeit der Liebe Gottes aufgenommen werden kann.

DREI OFFENBARUNGEN BEFREIEN

Die Erlösung geschieht durch die Selbstoffenbarung Gottes. Jesus ist das Fenster zum Vater: „Wer mich sieht, sieht den Vater.“ Gottes Wille zur Feindesliebe sehen die Menschen nicht im Leiden Jesu, sondern in seinen 7 Worten am Kreuz und im Verzicht auf Gewalt. Er lehnt es ab, ein rivalisierender Herrscher unter anderen zu sein. Als Urgrund des Universums reagierte er auf die Ablehnung seiner Offenbarung mit Sanftmut.

Er starb in die göttliche Herrlichkeit seines Vaters, um als Lebendiger seinen Freundinnen und Freunden zu erscheinen. Dies war die zweite Offenbarung. Die dritte Offenbarung war die Ermutigung durch den Gottesgeist: Gott als Mutmacher. Er erlöst von der Angst und macht Mut. Er erlöst von der Einsamkeit und sammelt zu neuer Gemeinschaft.

Die Selbstoffenbarung Gottes erlöst und befreit uns Menschen.

Im Anfang war die Vernunft

Im Anfang war die Vernunft, und die Vernunft war bei Gott, und die Vernunft war Gott. Im Anfang war sie bei Gott. Alles ist durch die Vernunft geworden und ohne die Vernunft wurde nichts, was geworden ist. Woher wissen wir das? Weil sich Gott in der Geschichte der Menschheit gezeigt hat. Er zeigte sich Abraham, er befreite die Israeliten unter Mose, er offenbarte sich dem Elias. Zu guter Letzt zeigte er sich als Mensch in Jesus Christus, damit wir lernen, wie Leben sinnvoll geht – mit ihm. Er befreit uns zu uns selbst. Wenn wir mit ihm leben, durchstehen wir alles und entfalten unsere Anlagen und Talente. Es kann nicht sehr vernünftig sein, auf die Geschenke Gottes und auf seine Freundschaft zu verzichten.