Schlagwort-Archive: Nächstenliebe

Was hilft gegen Überforderung?

Die Liebe zu Gott hilft gegen Überforderung

Die Liebe zu Gott hilft gegen Überforderung

Was ist das wichtigste Gebot? Du sollst nicht töten? Nein. Du sollst Gott und den Nächsten lieben. Die Bekehrung in meinem Leben erlebte ich in einer Phase meines Lebens, als ich den politischen Forderungen nach Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung nachging.
Die Befreiung war, als ich sah, dass ich Gott und den Nächsten lieben soll. Für mich als Christ, der ich in der österreichischen katholischen Kirche groß geworden bin, war in den 80er Jahren Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung das zentrale Gebot. In allen Lebensbereichen erkannte ich die großen Herausforderungen, die dieses Gebot mit sich brachte. Ich fühlte mich dabei überfordert. Ich fragte mich: Was muss ich nicht noch alles tun? Ich wurde Gott sei Dank nicht depressiv. Es gab zwei befreiende Faktoren.
Die eine große Hilfe für mich war die Kreativität, die ich in meinem Beruf als Religionslehrer und die wir in unserer Familie pflegten.
Die andere Hilfe für mich wurde die Liebe zu Gott. In dieser Liebe erkannte ich, dass der dreifaltige Gott überall am Werk war. Er war so viel aktiver als ich. Ich durfte meine Grenzen anerkennen. Ich war nicht für alles und alle verantwortlich. Ich konnte zu ihm in voller Freiheit sagen: Dein Wille geschehe, führe mich und mach mit mir, was du willst. Du bist die große vernünftige Kraft und die wunderbare Liebe. (Wenn du willst, gehen wir Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung gemeinsam an.)

Hier kommt das Evangelium zum Sonntag: Liebe Gott und liebe den Nächsten.
Ein Gesetzeslehrer wollte Jesus auf die Probe stellen. Jesus zitierte aus der Tora, den 5 Büchern Moses, Deuteronomium 6,5 und Levitikus 19,18. Diese zwei Gebote nannte er als die grundlegendsten:
In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie bei ihm zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten. (Evangelium nach Matthäus 22, 34-40)

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich die wunderbare Liebe Gottes!

Wie kann ich Flüchtlingen helfen?

Wie kann ich Flüchtlingen helfen? Diese Frage stellen sich viele Menschen in diesen Tagen. Moslems, Jesiden und Christen fliehen vor dem IS. Unterstützung wird überall gebraucht. Man kann sich ehrenamtlich einsetzen und Zeit zur Verfügung stellen oder mit Spenden die Flüchtlingshilfe unterstützen:

Deutschland:
Misereor http://www.misereor.de/projekte/nothilfe-wiederaufbau/spenden-syrien-irak.html
Diakonie: http://www.diakonie.de/fluechtlinge-9092.html
UNO Flüchtlingshilfe http://www.uno-fluechtlingshilfe.de/
Children for Tomorrow http://www.children-for-tomorrow.de/
Misereor ehrenamtlich: http://www.misereor.de/mitarbeit/ehrenamt.html
UN-Volunteers: http://www.unhcr.de/unhcr/jobs-und-business/un-volunteers.html

Österreich:
Caritas http://www.caritas.at/hilfe-einrichtungen/fluechtlinge/
Nachbar in Not: http://nachbarinnot.orf.at/?story=157
Diakoniewerk: www.diakoniewerk.at/fluechtlingshilfe
Österreichische JungArbeiterBewegung http://www.oejab.at/site/de/bildungeuropaeza/greifenstein/fluechtlingshilfe
Don Bosco http://www.donbosco.at/de/startseite/unsere-aufgaben/fluechtlingshilfe.html
SOS Kinderdörfer http://www.sos-kinderdorf.at/wie-sie-helfen-koennen/
Caritas ehrenamtlich: http://www.caritas-wien.at/mitarbeit-bildung/freiwilliges-engagement/aktuell/

Schweiz:
Dachorganisation Schweizer Flüchtlingshilfe http://www.fluechtlingshilfe.ch/
Caritas ehrenamtlich: http://www.caritas-bern.ch/p84000889.html

Jesus schreibt sich in die Lebensgeschichte der Täter

Jesus schreibt sich in die Biographie der Täter

Jesus schreibt sich in die Biographie der Täter

Als Jesus ans Kreuz geschlagen wurde, sagte er „Vater, verzeih ihnen, sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lk 23,34)
Warum bittet er Gott-Vater, den Tätern zu verzeihen und was wissen sie nicht, was sie tun? Diese zwei Fragen sind zentrale Fragen, die Jesu Handeln erklären sollen.

Was wissen die Täter nicht? Sie wissen nicht, dass er unschuldig ist. Falsche Zeugen sind gegen ihn aufgetreten und das Urteil war auf Lügen aufgebaut. Damals wurden aber auch bewusst Unschuldige hingerichtet. Vielen war das egal, weil sie durch diese gemeinsame Aktion die Rivalitäten untereinander verhinderten. Einige aber sahen, dass es Unrecht war und dass hier ein außergewöhnlicher Mensch ermordet wurde. Ein Hauptmann der Römer sagte: „Es ist wahr, dieser war der Sohn Gottes!“
Die anderen Täter wussten nicht, dass sie hier Gott-Sohn ermorden: Römische Soldaten ermorden den menschgewordenen Gott und dieser betet für sie. Er schreibt sich in ihre Lebensgeschichte und wird ihnen so ganz nahe.

Warum bittet Jesus seinen Gott-Vater, ihnen zu verzeihen? Es schmerzt Gott-Vater, dass Jesus gegeißelt, ans Kreuz geschlagen und ermordet wird. Sein Zorn würde bedeuten, dass er den Tätern den Segen verweigert und sich zurückzieht. Gott lässt den Menschen auch die Freiheit zum Bösen. Er zieht sich aber dann zurück und lässt sie in ihrer Schuld und ihrer Verschlossenheit zurück. Jesus aber bittet Gott-Vater, ihnen ihre Schuld zu vergeben. Er will seine Mörder zur Umkehr bewegen. Denn er möchte alle Menschen zu einem Gottesvolk sammeln. Da ist es notwendig, dass sich alle zum guten Gott bekehren.

Gott ermöglicht die universale Menschenwürde

Papst Franziskus

Papst Franziskus

Mittlerweile gibt es fast eine Milliarde KatholikInnen und über 300 Millionen andere ChristInnen. Es gibt eine Vielzahl von Sprachen und Kulturen, in denen ChristInnen leben. Alle eint der Glaube an Gott und an Jesus Christus – nicht zu vergessen den Glauben an den Heiligen Geist, der das christliche Leben erst zu einem Abenteuer macht.
Gott hat sich dieses Volk aus zwei Gründen gewählt. Einerseits geht es ihm um die Heilung von Angst und Einsamkeit. Alle, die sich an Gott halten, brauchen keine existentielle Angst mehr haben und sind geborgen in dieser Gemeinschaft.
Andererseits hat dieses Volk die Aufgabe, zum Segen für alle anderen Völker zu werden.
Der Historiker Arnold Angenendt schreibt dazu:
Im Anfang war der Glaube:
Europa ist im Monotheismus begründet.
Der christliche Gott der Liebe zeigt sich:
Das biblische Hauptgebot verlangt, Gott und den Nächsten zu lieben
Die Herausbildung des inneren Menschen kommt aus dem Monotheismus mit dessen Vorstellung des liebenden Gottes.
Es geht um Menschenliebe:
Kirche erfand die Hospitäler, die Hospiz- und Armenhäuser und die organisierte Wohltätigkeit. Derzeit gelten der heilige Franziskus und Mutter Teresa weltweit als Identifikationsfiguren.
Der moderne Sozialstaat hat sich von der Bibel her durchgesetzt.
Die persönliche Berufung begründet die neue Identität:
Gott hat dich berufen
Die Entwicklung persönlicher Identität und beruflicher Zuverlässigkeit ist Folge biblisch-christlicher Berufung.
Es gilt das Prinzip Verantwortung:
Die ehemals vor Gott persönlich geforderte Verantwortung gilt heute für die Zukunft der Menschheit.
Eine Religion des Universalismus:
Wer Christ wurde, musste sich zur Gleichheit bekennen.
Der eine und einzige Gott begründet die Einheit der Menschheitsfamilie und damit die Gleichheit aller Menschen.
Gott ermöglicht die Menschenwürde:
Gott schuf den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn.
Die Menschenwürde zehrt von transzendenter Überhöhung.

Vgl. Arnold Angenendt, Was hat das Christentum Gutes gebracht; CIG 34/2013