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Masken im Gottesdienst?

Ich empfehle sie, die Masken.

Eine Bekannte musste wegen eines Eingriffes ins Krankenhaus und wurde routinemäßig auf Covid19 getestet. Obwohl sie keine Symptome hat, war sie positiv. Jetzt kommt sie sich wie im Gefängnis vor. Eine Krankenschwester meinte, dass sie noch Glück habe. Sie betreute schon viele Patienten, denen es sehr, sehr schlecht ging, die nicht mehr gut atmen konnten und deren Organe aussetzten. Einige verstarben. Am Telefon meinte die Bekannte zu mir, dass wir in den Gottesdiensten aufpassen sollen, dass wir uns nicht anstecken. Daraufhin habe ich mich über die Übertragungsarten intensiver informiert. Die meisten medizinischen Artikel und Studien sehen die ganz leichten Schwebeteilchen, die „Aerosole“ als hauptsächliche Überträger des Virus. Sie werden durch die Atemluft ausgestoßen, fallen wie Gase kaum zu Boden und haben eine Reichweite von ca. 5 Metern. Vor allem beim Husten, Rufen oder Singen sind weite Distanzen möglich. In großen Produktionshallen, Klassenräumen und Großraumbüros kann eine ansteckender Person ohne Maske nach einer Stunde viele Aerosole in die Luft blasen.
Die erste gute Nachricht: Nicht jeder und jede Infizierte ist ansteckend.
Die zweite gute Nachricht: Je weniger Viren ich inhaliere, umso geringer sind die Symptome.

Die dritte gute Nachricht: Die normalen Masken für den Mund- und Nasenbereich können die Aerosole gut abhalten. Sie schützen meine Nächsten und ich werde geschützt, wenn meine Nächsten Masken tragen.
Aus diesen Überlegungen heraus empfehle ich, in der Kirche einen Mund- und Nasenschutz zu tragen.
Im Eingangsbereich der Kirche lege ich Masken auf. Jeder und jede kann sich einfach eine nehmen.
Liebe Grüße, Hannes

Gottesdienste sind in Österreich ab Mitte Mai mit Auflagen möglich

Die österreichische Kultusministerin Susanne Raab und Kardinal Christoph Schönborn stellten am Donnerstag die Bedingungen vor, unter denen Gottesdienste nach dem Freitag, 15. Mai 2020 stattfinden können. Eine Woche später wurden Erleichterungen veröffentlicht.

  1. Zum Ersten werde es eine Beschränkung der Gesamtteilnehmerzahl je nach Größe des Gotteshauses geben. Pro Person müssen 10 Quadratmeter der Gesamtfläche des Gottesdienstraumes zur Verfügung stehen.
  2. Zweitens sei ein Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten, wenn Menschen nicht in einem gemeinsamen Haushalt leben.
  3. Kontrollen werde es beim Eingang und durch Ordnerdienste geben. Wie der Zugang geregelt wird, soll noch in den Kirchen ausgearbeitet werden.
  4. Mund-Nasen-Schutz sei ebenfalls Pflicht, mit Ausnahme von Kindern bis zum sechsten Lebensjahr.
  5. Flächen und Vorrichtungen, die oft angegriffen werden, würden desinfiziert.
  6. Diese Vereinbarung ist weder eine Verordnung, noch wird sie ein Gesetz. Die 16 anerkannten Religionsgemeinschaften und Kirchen sind für die Umsetzung selbst verantwortlich.
  7. Weihwasser wird es weiter nicht geben.
  8. Kommunion wird nicht so leicht möglich sein.
  9. Risikogruppen sollen nicht zu den Gottesdiensten kommen. Religionsausübung ist auch zu Hause mit Gebet, Singen, TV- und Radiogottesdienste und Internet möglich.
  10. Ob Priester oder Lektoren Masken tragen müssen, hänge von den Größenverhältnissen in den Kirchen ab. Bei einem Sicherheitsabstand von etwa fünf Metern eher nicht.
  11. Begräbnisse mit max. 30 Personen sind möglich.
  12. Für Hochzeiten wird man sich eventuell an diese Regelung anlehnen.
  13. Gottesdienste über Fernsehen, Radio, Streaming und interaktives Video wird es weiter geben.
  14. In manchen christlichen Gemeinden bietet sich die Möglichkeit von Freiluft-Gottesdiensten an, wenn die Regierung Versammlungen zulässt.

Quellen:
Österreichischer Rundfunk ORF.at online am 23.4.2020
Pressekonferenz ZIB13 in ORF2 am 23.4.2020
Erzdiözese Wien Nachrichtenmagazin vom 23.4.2020
Kleine Zeitung Ab 15. Mai Gottesdienste