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Frauen setzen sich durch

Elisabet und Zacharias mit ihrem Sohn Johannes, gemalt von Louis Jean Francois

Elisabet und Zacharias mit ihrem Sohn Johannes, gemalt von Louis Jean Francois

Die Frauen in der christlichen Geschichte wurden keine Priesterinnen, aber sie setzten sich gegen die Normen der Gesellschaft durch wie die schwangere Maria, die sich in ihrer Familie durchsetzte oder Elisabet, die ihrem Sohn entgegen der Meinung der Verwandtschaft den Namen Johannes gab.
Da ich auch Johannes heiße, fragte ich mich, wer mir den Namen Johannes oder Hannes gegeben hat, mein Vater oder meine Mutter.
Gestern rief ich meine Mutter an. Sie erzählte mir, dass sie mir den Namen Johannes gegeben hat, weil ihre Freundin einen „feschen Burschen“ kannte, der Hannes hieß. Vielleicht sollte ich auch ein „fescher Bursche“ werden. Was mein Vater dazu sagte, ist unklar. Seine Schwester, eine Franziskanerin, gab mir als zweiten Namen „Maria“. Damit aber mein Vater nicht zu kurz kommt, bekam ich noch seinen Namen „Leopold“. Ich bin mit diesen drei Namen sehr zufrieden.

Vielleicht liebte Elisabet den Namen Johannes, weil er „Gott ist gnädig“ bedeutet. Sie hat ja im hohen Alter das Kind bekommen. Als ihr Mann sein Herz öffnete und sein Einverständnis für den Namen Johannnes gab, wurde er von seiner Stummheit geheilt. Ich frage mich, ob in dieser Geschichte nicht der Finger Gottes im Spiel war.

Die Menschwerdung Gottes wurde diesmal verlegt

Maria sagte JA

Maria sagte JA

Normalerweise wird die Verkündigung von Jesus Christus (Verkündigung des Herrn, Annuntiatio Domini, Conceptio Christi (‚Empfängnis Christi‘)) am 25. März, genau neun Monate vor Weihnachten gefeiert. Da dieses Hochfest diesmal in die Karwoche fiel, wurde es auf den Montag nach dem ersten Sonntag nach Ostern verlegt. Diesmal fragt der Engel Gabriel am 4. April Maria, ob sie bereit sei. Es geht um nichts Größeres als um die Menschwerdung des allmächtigen Gottes. Maria sagte bekannter Weise „Ja“ und die Heilige Ruach, die im Hebräischen der Heilige Geist ist, kam über sie, die Kraft des Höchsten überschattete sie und sie wurde mit Jesus schwanger. Es ist für gläubige Christen ein singuläres Ereignis, eine Singularität, bei der der allmächtige Gott ein Mensch wurde, um den Sinn des Lebens zu zeigen: Die Liebe zu Gott und zu den Nächsten.

Frauen sind in der katholischen Kirche allgemeine Priesterinnen

Priesterin Maria

Priesterin Maria

Durch die Taufe werden Frauen in der Katholischen Kirche Priesterinnen. Sie sind dazu berufen, als katholische Priesterinnen in der Welt zu handeln. Katholisch heißt allgemein. Sie sind als Katholikinnen allgemeine Priesterinnen. Durch ihr gütiges Handeln handelt Gott. Mit der Firmung empfangen sie nocheinmal den Heiligen Geist, der sie zu selbständigen, autonomen und freien Katholikinnen macht und dazu ermuntert, als allgemeine Priesterinnen öffentliche Gebete zu sprechen. Sie sind als katholische allgemeine Priesterinnen von Gott berufen, den Segen des allmächtigen Gottes zu spenden, Menschen mit der Weitergabe der Liebe Gottes zu heilen und einen Zugang zum lebendigen Gott zu eröffnen.

Die Jungfrauengeburt ist ein Ärgernis? Benedikt beschrieb sie 1968.

Maria wird gefragt

Maria wird gefragt

Heiner Geißler findet bei der Talk-Sendung mit Maischberger die Jungfrauengeburt peinlich. Aber was soll dabei unverständlich sein? Sogar die Reformatoren Martin Luther, Jean Calvin und Ulrich Zwingli übernahmen die Lehre von der Jungfrauengeburt. Die Empfängnis Jesu ist ein einzigartiges Ereignis, eine Singularität, die von den Urchristinnen und den ersten Christen erschlossen und geglaubt wurde. Die Empfängnis wurde einerseits aus den Erfahrungen mit Jesus erschlossen, andererseits wurde den Erzählungen Marias, der Mutter Jesu, und ihren Verwandten geglaubt. Gott wurde nicht zum biologischen Vater, sondern die Empfängnis Jesu ist eine Neuschöpfung. Sie beruht nicht darauf, dass Jesus keinen biologischen Vater hatte. Jesus wäre auch ganz Gott und ganz Mensch, wenn er aus einer normalen menschlichen Ehe hervorgegangen wäre. Zufällig wurde er aber nicht von einer Ehefrau, sondern von einer Jungfrau geboren. Das ist etwas Einzigartiges, eine Singularität, die zum Zeichen der großartigen Neuschöpfung wurde. Darin zeigt sich ein Gott, der in sich nicht einsam ist, sondern Gemeinschaft hat. Gott ist immer schon Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Geist. Er zeigt sich bei der Empfängnis als Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Geist: „Der Heilige Geist (die Ruach) wird über dich kommen und die Kraft des Allerhöchsten (Gott-Vater) wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.“ Das sagte der Engel Gabriel zu Maria. Durch die Empfängnis Jesu entsteht nicht ein neuer Gott-Sohn. Sondern Gott-Sohn zieht in dem Menschen Jesus das Geschöpf Mensch an sich, sodass er selber Mensch wird. Joseph Ratzinger schrieb ähnliche Gedanken in seiner Einführung in das Christentum 1968. Das natürliche Ereignis wird überschritten, damit die Menschheit bei Jesus lernen kann, wie Leben geht. Maria ist das Tor, durch das Gott ganz Mensch wird, ganz unser Bruder wird. Die Jungfrauengeburt ist typisch für Gott. Das sieht ihm ähnlich. Er macht immer wieder das Unmögliche möglich und zeigt schon bei seiner Menschwerdung, dass da etwas ganz Neues anbricht.

Mariä Empfängnis – Die falsche Geschichte!

Joachim und Anna

Joachim und Anna

Die Zeugung von Maria durch ihre Eltern Joachim und Anna wird am 8. Dezember gefeiert. Dieses Fest wird oft mit der Zeugung Jesu am 25. März verwechselt. Mit Marias Empfängnis beginnt innerhalb der jüdischen Heilsgeschichte die christliche Heilsgeschichte.
Leider wird die Geschichte von Joachim und Anna nicht im Gottesdienst vorgelesen, sondern die andere Geschichte von der Zeugung des Gottessohnes Jesu (Lk 1,26-38). Das ist verwirrend. Es gäbe andere Evangelienstellen, die dem Fest entsprechen würden, zum Beispiel die Hochzeit von Kana (Joh 2, 1-11).

Es gibt keinen Platz im Gottesdienst für religiöse Texte außerhalb der Bibel. Dadurch beschneidet sich die katholische Kirche einer wichtigen Dynamik.

Es muss, um diese außerbiblische Überlieferung nicht zu beschneiden, am 8. Dezember auch das Jakobusevangelium mit der Geschichte von Joachim und Anna gelesen werden.

Maria, das Vorbild der Bischöfe und selbst Bischöfin

Maria zu Pfingsten

Maria im Kreise der Apostel, Gemeindeleiterin, Priesterin und Bischöfin, erfüllt vom Hl. Geist

Der Blick auf Maria ermöglicht viele kreative Möglichkeiten.
Ein Fest, das oft übergangen wird, ist das Fest Jesu Empfängnis am 25. März. Der Engel Gabriel erschien Maria, um ihr mitzuteilen, dass sie auserwählt wurde, den Sohn Gottes auf die Welt zu bringen. Sie verstand nicht, wie sie ohne Mann ein Kind empfangen soll.  Gabriel aber erklärte ihr: Die Ruach, der Hl. Geist, wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Neun Monate später brachte sie Jesus, den Sohn Gottes zur Welt, der nach christlicher Tradition das Ursakrament ist.
Dadurch wird Maria zur ersten christlichen Sakramentenspenderin und zur archetypischen Figur der christlichen Priester, aber auch der christlichen Priesterinnen. Sie ist eine der Frauen, die Jesus in der Passion begleiteten und unter dem Kreuz ausharrten. Sie war in der Urgemeinde „das spirituelle Herz“, „Mutter und Vorbild der Kirche, die erste und vollkommenste Jüngerin Jesu“ (so Benedikt XVI am 9.5.2010).  In der Sorge um die Christen ist sie die Mutter der Kirche und war neben Petrus die Päpstin der Urgemeinde.

Mutter Gottes von Guadalupe

Maria sorgt sich wie eine Mutter um uns Christen

Sie ist als Gottesmutter die Spenderin der Gnadengaben und erste Spenderin aller Sakramente. Die marianische Tradition ist eine sehr kreative. Was liegt näher, als dass Frauen, so sie Gott beruft, in ihrer Tradition zu Priesterinnen geweiht werden können.