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Der Heilige Geist legt einen Garten an

Wer im Garten arbeitet, weiß: Die Nacktschnecken fressen vieles, was einem lieb ist. Unser Nachbar hat Laufenten, die sehr hilfreich sind, aber gute Betreuung brauchen. Voriges Jahr bekam ich Tigerschnegel geschenkt, die diese Nacktschnecken fressen sollen. Hoffentlich sind sie dieses Jahr noch da.
Ich danke Gott für die Blumen und die Sträucher, aber auch für die Tigerschnegel.

Ich glaube, dass der Schöpfer Geist für uns eine Atmosphäre bereitet, die ich mit einem Garten vergleichen kann, in dem wir wachsen und blühen können. In ihm können wir das Gespräch mit Jesus suchen, Gott mit seiner Schöpfung loben, preisen und unseren Mitmenschen beistehen und helfen. In seiner Atmosphäre können wir wachsen und wunderbar aufblühen.

Lobet den Herrn des Kosmos

Lobet den Herrn des Kosmos,
das Weltall ist sein Heiligtum
mit einem Radius von hunderttausend Millionen Lichtjahren
Lobt ihn
den Herrn der Sterne
und der interstellaren Räume,
Lobt ihn
den Herrn der Milchstraßen
und der Räume zwischen den Milchstraßen,
Lobt ihn
den Herrn der Atome
und der Vakuen zwischen den Atomen,
Lobt ihn
mit Geigen, mit Flöten
und Saxophon,
Lobt ihn
mit Klarinetten und Englisch Horn.
mit Waldhörnern und Posaunen,
mit Flügelhörnern und Trompeten,
Lobt ihn
mit Bratschen, Violinen und Celli
mit Klavieren und Keyboards.
Lobt ihn
mit Blues und Jazz
und Sinfonieorchestern
mit den Spirituals der Schwarzen
und der Fünften von Beethoven,
Mit Gitarren und Xylophonen
Lobt ihn
mit Plattenspielern und Tonbändern
Alles was atmet
lobe den Herrn,
jede lebendige Zelle,
Halleluja!

Nah ist
und schwer zu fassen bist du, Gott.
Wo aber Gefahr ist, wächst
das Rettende auch.

Aus: Ernesto Cardenal, Zerschneide den Stacheldraht, Psalm 150. (Lateinamerikanische Psalmen, Jugenddienstverlag, 3. Auflage 1973, Übersetzung Stefan Baciu) und
Friedrich Hölderlin (Nah ist – Und schwer zu fassen der Gott. – Wo aber Gefahr ist, wächst – Das Rettende auch.) Patmos, in: Werke und Briefe, Bd 1.