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Ostern: Jesus hat den Tod besiegt – Halleluja!

Unsere Hoffnung hat einen Grund
Der Stein ist weg, das Grab ist leer
Gott handelt
Tod, wo ist dein Stachel?

Hallelujah – Jesus ist auferstanden.
So dürfen wir in der Osternacht und am heutigen Ostersonntag jubeln. Wir wissen, was damals geschehen ist, glauben an die Auferstehung. Was für eine Herausforderung muss es für die Jünger Jesu gewesen sein?
Maria von Magdala kommt frühmorgens, es ist noch Nacht, zum Grab. Der Stein ist weg, das Grab ist leer. Verwirrt läuft sie zu den Jüngern, holt Petrus und Johannes. Sie untersuchen das Grab. Gegen einen Diebstahl des Leichnams sprechen die römischen Wachsoldaten und die ordentlich zusammengelegten Leinenbinden. Sie wissen noch nichts von der Auferstehung.
Was uns so selbstverständlich ist, der Glaube an die Auferstehung Jesu, muss in ihnen noch geweckt werden und wachsen. Petrus und Johannes kehren nach Hause zurück. Das leere Grab alleine reicht nicht. Es braucht die persönliche Begegnung mit dem auferstanden Herrn.
Maria von Magdala bleibt beim Grab. Ihr wird die erste Begegnung mit dem Auferstandenen geschenkt, sie ist die erste Zeugin.
Sie sieht Jesus hinter ihr stehen, ohne zu wissen, dass es Jesus ist, ohne ihn zu erkennen. Erst als er sie anspricht, beim Namen nennt, weiß sie, wer da vor ihr steht: Der Meister, der Herr. Von ihm wird sie zu den Aposteln gesandt. Sie ist die erste Zeugin, wird zur ersten Verkünderin der Frohen Botschaft: ich habe den Herrn gesehen – er lebt.
Michael Scharf

Rückblick auf den Karsamstag:
Haben wir eine begründete Hoffnung?
Die ganze Welt hält den Atem an
Karsamstag, der Tag der Grabesruhe. Ein stiller Tag, der an die Atempause zwischen zwei Atemzügen erinnert. Jesus Christus ist gekreuzigt und in das Grab gelegt. Nun herrscht gespannte Stille, Atemholen vor der Auferstehung.
Das Bild des Karsamstags passt gut in die jetzige Zeit. Die ganze Welt hält den Atem an, gespannt wartend ob es eine Auferstehung aus der Pandemie geben wird.
Als Christen dürfen wir aus der Hoffnung auf Auferstehung leben. Wir wissen, dass Jesus Christus den Tod besiegt hat, das Grab konnte ihn nicht festhalten.
Auch heuer feiern wir Osternacht, feiern Seine Auferstehung.
Wie schon gewohnt über die Videokonferenzplattform Zoom.
Ich wünsche Euch die Erfahrung Seiner Nähe, Seine Kraft und Seinen Segen.
Möget Ihr die Kraft der Auferstehung in Euch spüren und erfahren.
Ich wünsche Euch ein gesegnetes Osterfest.
Michael Scharf

Die Verdoppelung der Liebe

Passion und Ostern: Jesus liebt seine Feinde

Jesus merkte, dass das Reich Gottes in Israel nicht so gut wächst. Er wollte ja alle Menschen unter Gottes Flügel sammeln und Zion zu einem Berg des Gebetes machen. Er sah den Widerstand und weinte über Jerusalem. Seine prophetische Predigt und sein prophetisches Zeichen im Tempel verstärkten eher den Widerstand gegen das Reich Gottes, das er als Reich der Liebe sah. Die Alternativen, sich wie die Essener in die Wüste zurückzuziehen, oder gewaltsam ein Reich Gottes zu errichten, waren durch die Themen der Bergpredigt nicht denkbar. Auf welchem Wege konnte er die Feinde gewinnen?

Er sah einen Weg, der aber gefährlich war. Er wollte sich in die Höhle des Löwen begeben und die Liebe verdoppeln. Es ist die Liebe, die er gepredigt hat und die Liebe, die er von seinem Vater im Himmel bekam. Zur Liebe der Gewaltlosigkeit mit dem Hinhalten der anderen Wange kam jetzt die Liebe zum Täter hinzu, der selber Opfer der Gewalt ist. Seine Feinde sah er als Opfer der Gewalt, des Bösen und der Sünde. Paulus wird später schreiben: Hasse die Sünde, aber liebe den Sünder. Das machte Jesus in Jerusalem im Jahr 30 n. Chr. und starb zum Paschafest am 9. April.

Malchus, dem Beamten der Tempelwache, heilte er das Ohr, das ihm Petrus abschlug. „Steck das Schwert weg!“, sagte Jesus, und: „Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen.“ Die Tempelwache nahm Jesus fest, brachte ihn zu Annas und dann zu Kaiphas, dem Hohen Priester. Die Beamten verdeckten sein Gesicht, schlugen ihn und fragten: „Wer hat dich geschlagen?“ Er wird zum Opfer des Sündenbockmechanismus.

Petrus wechselte die Seiten und verleugnete Jesus: „Ich kenne ihn nicht.“ Als Jesus ihn anblickte, weinte er.

Diesen Seitenwechsel der Jünger befürchtete Jesus und ermahnte sie, nicht zu schlafen. Bei Judas sah er, dass dieser seinen Entschluss gefasst hatte. Da konnte er ihn nicht mehr vom Verrat abhalten. Judas bereute, sah keine Vergebungsmöglichkeit und erhängte sich.

Alle seine Feinde, Annas, Kaiphas, Pilatus, Herodes Antipas, Beamte der Tempelwache, Römische Soldaten, abgefallene Jünger und die „Kreuzige ihn “ schreienden Menschen waren Täter des Bösen und Opfer der mimetischen Verblendung.

Anregendes Buch von Raymund Schwager