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Dankbarkeit und Freude

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Ich bin dankbar, dass ich gestern ehemalige Mitschülerinnen getroffen habe. Da ist mir bewusst geworden, dass ich so vieles schon erlebt habe und heute frage ich mich, warum ich noch immer lebe und was der Auftrag Gottes für mich ist. Wie alle Menschen sehe ich mich in meiner Eigenart von Gott berufen. Ich bin kein Fischer Petrus, kein Prophet Jesaja, kein Missionar Paulus. Ich habe keine großen Gotteserfahrungen gemacht, eher nur kleine Zeichen am Lebensweg erlebt. Ich stehe da mit leeren Händen und kann nur mit Worten und Gesten etwas geben. Meine drei Themen sind in diesen Tagen der Frieden in der Ukraine, die Heizung mit Erdwärme und die Erneuerung der Kirche. Die Erdwärme wegen der Reduzierung des CO2-Ausstoßes und die Erneuerung der Kirche hat für mich den Zweck, dass die Liebe Gottes zu den Menschen sichtbarer und erfahrbarer wird.

Dazu trägt auch der Synodale Weg der katholischen Diözesen Deutschlands bei. Es wurden Beschlüsse zur Aufhebung des Pflichtzölibats, der Bischofsbestellung, der Machtaufteilung und der Weihe von Diakonissinen getroffen.

Gebrochene Herzen heilen

Christl hat uns letzten Sonntag durch die Kirche zum Hochaltar geführt. Sie zeigte über uns das Fenster, in der der Heilige Geist in Form einer Taube dargestellt ist, und stimmte ein selbstkomponiertes Lied an: „Heiliger Geist, erfülle uns, komm in unser Denken, unser Herz, unser Tun.“ Ich war sprachlos.

Der Geist Gottes soll zu uns in unser Herz kommen. Das macht ihn zu unserem Freund. Er soll auch in unser Tun und Denken kommen. Da leitet er uns an wie die Menschen der Bibel: Lukas untersucht sorgfältig alles, was sich unter ihnen ereignet und „erfüllt“ hat und hört auf die Augenzeugen.

Jesus bezieht den Bibeltext Jesaja 61,1-2 auf sich, dass der Geist Gottes auf ihm ruht und dass er den Armen nicht nur eine gute Nachricht bringt, sondern dass er heilend wirkt, die Trauernden tröstet, die gebrochenen Herzen heilt, die Zerschlagenen in Freiheit setzt. Nun, das wäre doch ein Abenteuer, wenn der Geist Gottes nicht nur auf Jesus ruht, sondern auch auf uns und wir mit ihm die Trauernden trösten, die Ängstlichen bestärken, die Einsamen besuchen und die gebrochenen Herzen heilen.

Den Berg der Sorgen abbauen

Der Geist bringt uns Glück

Eine gute Nachricht: Gott möchte eine Verbindung zu uns bauen. Eine der wichtigsten Prophetenschulen war die von Jesaja. Sie ruft auf, das Kommen Gottes vorzubereiten und möchte, dass wir die Beziehung zu ihm wie eine Straße bauen. Damit Gott kommen kann, sollen wir für diese Gottesstraße störende Schluchten überbrücken und hemmende Berge abtragen. Ich denke da an Schluchten zwischen mir und Gott, aber auch an Schluchten zwischen den Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen. Und bei den Bergen denke ich an Berge voller Sorgen und Gebirge voller Schwierigkeiten. Ich sehne mich danach, dass die Schluchten des Misstrauens aufgefüllt werden und die Berge der Kränkung abgetragen werden. Das können wir in einem guten Geist des Vertrauens und des Verzeihens. Der Geist Gottes will uns dabei unterstützen. Wenn wir einverstanden sind, kommt er und erfrischt unser Herz. Er trägt mit uns den Berg der Sorgen ab. Er macht uns die schweren Wege leicht und schenkt uns eine freie Sicht zum weiten Horizont.

Fünf Tipps um die Sorgen abzubauen
1. Schauen Sie genau hin: Was macht mir konkret Sorgen.
2. Sprechen Sie das Konkrete aus oder schreiben Sie es auf.
3. Sprechen Sie mit einem Menschen, der nur zuhört, ihre Sorgen wiederholt und keine Ratschläge gibt.
4. Übergeben Sie ihre Sorgen dem Heiligen Geist. Er kann Ihr Handeln inspirieren.
5. Beginnen Sie mit einem kleinen konkreten Schritt der Veränderung – jetzt.