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Jerusalem bringt Frieden, Schalom und Salam

JerusalemWem gehört Jerusalem? Gehört es den Israelis oder den Palästinensern? Oder gehört Jerusalem dem Gott, der Frieden bringt?
In allen katholischen Gottesdiensten wurde am 3. Adventsonntag aus dem jüdischen Propheten Jesaja vorgelesen. Der Prophet lässt die Freudenbotin Zion zu Wort kommen. Sie ist mit dem prophetischen Gottesgeist ausgestattet und sagt das Ende aller sozialen Ungerechtigkeit, Trauer und Not an.
Diese Freudenbotin Zion ist eine mutige Frau, deren zweiter Name Jerusalem ist. Die Frau Jerusalem sagt von sich, dass der Geist Gottes auf ihr ruht. Wenn wir heute auf diese Frau Jerusalem schauen, dann sehen wir, dass Anhängerinnen und Anhänger von drei Religionen in ihr wohnen. Wenn der Geist Gottes auf ihr ruht, dann ist er für drei Religionen wichtig. Dieser Geist wird von der Christenheit als Heiliger Geist angebetet, von Jüdinnen und Juden als Heilige Ruach und von Muslima und Moslem als Rawh Allah verehrt.
Die Freudenbotin Zion-Jerusalem begründet das Ruhen des Gottes-Geistes auf ihr damit, dass Gott sie gesalbt hat. Könige wurden gesalbt. Der Messias, der Erlöser wird gesalbt. Wenn das stimmt, dass sie gesalbt wurde, dann ist sie eine Königin und eine erlösende Frau. Wie aber kann die Freudenbotin Zion-Jerusalem eine Königin und eine erlösende Frau sein?
Sie kann es aus der Kraft des Herrn. Sie weiß: „Er hat mich gesandt“.
Wenn man das auf das heutige zerteilte Jerusalem, das auf dem Berg Zion gebaut ist, überträgt, heißt das, dass Gott für die Stadt einen Auftrag hat. Er hat sie gesandt. Er hat sie beauftragt wie eine Königin und erlösende Frau, die eine frohe Botschaft überbringen soll.
Sie kennt die Adressaten ihrer Botschaft:
Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung, damit ich ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.
Das sind die Aufträge Gottes an Jerusalem und die Friedensbotin Zion. Wissen das die Palästinenser, wissen das die Israelis? Wissen das die Moslems, wissen das die Juden?
Eine frohe Botschaft für die Armen würde bedeuten, dass das Geld nicht in die Waffen gesteckt wird, sondern in Bildung und nachhaltiger Wirtschaft.
Zerbrochene Herzen heilen würde bedeutet, die seelischen Verletzungen heilen und einander verzeihen.
Den Gefangenen Entlassung verkünden würde bedeuten, die Journalisten freizulassen, die gut recherchieren und die Wahrheit schreiben wollen.
Die Gefesselten befreien würde heißen, die Fesseln der Unfreiheit zu sprengen und Freiheit in Verantwortung zu leben.
Ein Gnadenjahr würde bedeuten, die finanziellen und die moralischen Schulden zu erlassen und sich auf den barmherzigen Gott auszurichten.
Wenn das die Freudenbotin Zion-Jerusalem in der Stadt, in Israel und Palästina ausruft und sich die Bewohnerinnen und Bewohner danach richten, dann ist mit dem Rückenwind Gottes der Frieden, der Schalom, der Salam ausgebrochen.
Dann gehört Jerusalem wieder Gott und den Bewohnerinnen und Bewohnern.
Dann kann die Friedensbotin singen:

„Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn.
Meine Seele soll jubeln über meinen Gott.
Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils,
er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit,
wie ein Bräutigam sich festlich schmückt
und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt.
Denn wie die Erde die Saat wachsen lässt
und der Garten die Pflanzen hervorbringt,
so bringt Gott, der Herr, Gerechtigkeit hervor
und Ruhm vor allen Völkern.
(Jesaja 61,1-2a.10-11)

Verzeihen – eine politische Forderung an die Hamas und Andere

In der Auseinandersetzung zwischen Hamas und Israel ist Verzeihen angesagt. Auch einseitiges Verzeihen ist zumutbar. Die Ausrede lautet sehr oft: Die anderen sollen mit Zugeständnissen beginnen. Das verlängert nur den Krieg. Deshalb: Schluss mit den Schuldzuweisungen wie „Israel hat uns in den Gaza gesperrt“ oder „Ihr erkennt das Existenzrecht Israels nicht an. “ oder „Ihr schießt mit Raketen auf uns!“ oder „Ihr tötet unsere Kinder.“ Schuldzuweisungen sind unproduktiv und zerstörerisch. Die Palästinenser und Israelis können mit dem Verzeihen ihre Würde zeigen und nur Handlungsspielräume gewinnen.
Die Forderung an die Hamas lautet: Verzeiht den Israelis! Auch in der Auseinandersetzung von russischen Separatisten und Ukrainern ist eine wichtige Forderung, sich gegenseitig nichts aufzulisten, sondern sich die vermeintlichen und realen Verletzungen zu verzeihen. Sich gegenseitig zu beschimpfen mit „Ihr seid Verbrecher!“ oder „Ihr seid Faschisten!“ verlängert den unproduktiven und zerstörerischen Krieg.
Verzeihen ist eine politische Forderung an alle Gruppen und Parteien, die Schuldzuweisungen und Beschimpfungen zu unterlassen und einseitig dem Feind und Gegner zu verzeihen. Es bringt nichts, darauf zu warten, bis der andere den ersten Schritt macht.

Die Forderung an die Hamas lautet: Verzeiht der israelischen Regierung!
Die Forderung an die Israelis lautet: Verzeiht der Hamas!
Die Forderung an die russischen Separatisten lautet: Verzeiht der ukrainischen Regierung!
Die Forderung an die Ukrainer lautet: Verzeiht den ukrainischen Separatisten!

LINKS:
The Forgiveness Project

Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg
Gewaltfrei Handeln
Wie Vergeben?

Israel – Iran: Wir werden euer Land nie bombardieren

Iraner, wir lieben euch!

“We will never bomb your country”
Etwas Wundervolles ist geschehen. Ronny, ein 41 Jahre alter Israeli, hat die Initiative übernommen und das einzige getan, was sinnvoll ist. Auf seiner Facebookseite macht er am 15. März 2012 dem iranischen Volk ein Liebeskompliment. Ronny ist Vater und gelernter Grafikdesigner. Um seiner Kampagne mehr Schwung zu verleihen hat er seine Botschaft in ein fröhlich, unschuldiges Design eingebettet, bestehend aus rosafarbenem Hintergrund und blauen Herzen. Die Botschaft lautet:

·         „Iranians, we will never bomb your country, we love you!“

In Windeseile machte das Beispiel Schule. Israelis stellten ihr fröhliches Lachen und das ihrer Kinder gemeinsam mit der ‚Frohen Botschaft‘ ins Netz. Mittlerweile kann nicht einmal die Tagesschau diese Entwicklung länger ignorien. Songs wurden geschrieben, Lieder, in denen Israelis dem iranischen Volk ihre tiefe Sympathie unverhüllt aussprechen. Dieses gibt das Kompliment zurück, hat bereits ebenfalls ein Musikvideo mit einer ins Herz gehenden Friedensbotschaft an die Israelis veröffentlicht.

Israeli, wir lieben euch

Schnell tauchte eine neue, israelische Website im Netz auf mit dem Titel: Israelovesiran.com – die iranische Jugend reagierte unverzüglich mit einer eigenen Seite unter dem Titel: Iranlovesisrael.com.

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad, der Israel von der Landkarte ausradieren will, hat jetzt ein Problem. Ihm fehlt bald ein Feind.

Ronny auf YouTube