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Zum vollen Leben

tres_santos_reyesIn letzter Zeit sind in meiner Umgebung einige Menschen gestorben und einige haben eine sehr schwere Erkrankung bekommen. Ich frage mich, wie man weiterlebt, wenn der Tod plötzlich so nahe rückt. Der Dramatiker Christoph Schlingensief setzte sich intensiv mit seiner Krebserkrankung und mit Unsinn und Sinn des Glaubens auseinander. Er schimpfte auf Gott und dann sagte er wieder: “Dann hab ich die Kommunion empfangen und habe Gott und Jesus und Maria um Erlösung gebeten. Schon auf dem Weg nach Hause habe ich gemerkt, dass ich ruhiger war. Zuhause habe ich mich ins Wohnzimmer gelegt und bin entspannt eingeschlafen.“ Mich berührt, dass er um Erlösung bat. Ich möchte so gern, dass wir von Krankheit und Tod befreit werden. Da bin ich nicht allein. Vielleicht hatten die Sterndeuter, die zum Kind in Betlehem kamen, auch den Wunsch nach Erlösung.
Zu Silvester gab es zum Tod ein Gespräch in meinem Freundeskreis. Wir waren uns einig, dass der Tod eine Lücke in das Leben reißt. Ich bin mir sicher, es gibt einen Ausweg. Gott hilft uns hinüber. Seine Liebe ist stärker als der Tod. Er hilft zum vollen Leben.

Könige, Sternsinger und die Weisen aus dem Morgenland – JoBos Blog

Edith Stein hat dies einmal so ausgedrückt: „Die Könige sind an der Krippe als Vertreter der Suchenden aus allen Ländern und Völkern. Die Gnade hat sie geführt, ehe sie noch zur äußeren Kirche gehörten. In ihnen lebte ein Verlangen nach der Wahrheit, das nicht haltmachte vor den Grenzen heimischer Lehren und Überlieferungen. Weil Gott die Wahrheit ist und weil er sich finden lassen will von denen, die ihn von ganzem Herzen suchen, mußte diesen Weisen früher oder später der Stern aufleuchten, der ihnen den Weg zur Wahrheit zeigte. Und so stehen sie jetzt vor der menschgewordenen Wahrheit, sinken anbetend nieder und legen ihre Kronen zu Füßen, weil alle Schätze der Welt nur ein wenig Staub sind im Vergleich zu ihr.“

Quelle: Die Sternsinger. Und die Weisen aus dem Morgenland – JoBos Blog

Waren die Sterndeuter Atheisten?

Die Sterndeuter kamen vermutlich von der babylonischen Sternwarte Sippar am Euphrat, die die Begegnung von Jupiter und Saturn im Sternbild des Fisches berechnet hatte. Auch Johannes Kepler hatte diese seltene Sternkonstellation berechnet und darin den Stern von Betlehem erkannt. Jupiter weist auch öfters mit einem Zodiakallicht auf die Erde. Es ist ein kegelförmiger Lichtstrahl, dem die Sterndeuter folgen konnten. Sie glaubten offenbar an Götter, die sich in den Sternkonstellationen zeigten. Eine andere Interpretation der Sterne geht davon auch, dass Jupiter der Königsplanet, Saturn der Planet Israels ist und das Sternbild des Fisches den Erlöser, den Messias zeigt. Die Sterndeuter suchten den neugeborenen König in Israel. Sie fanden das Kind, fielen vor ihm nieder und huldigten ihm. Vielleicht sollte ich das auch machen.

Hier kommt die gute Nachricht zum Dreikönigsfest: Wir finden Jesus und haben einen guten Traum
Die Sterndeuter kamen zu Herodes, weil sie die Zeichen erkannten. Der König war ein großer Bauherr und verteidigte seinen Thron mit der Ermordung von 28 Verwandten. Durch die Sterndeuter bekam er Angst und verfolgte einen hinterhältigen Plan.
Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle. Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige. Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land. (Evangelium nach Matthäus 2, 1-12)