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Waren die Sterndeuter Atheisten?

Die Sterndeuter kamen vermutlich von der babylonischen Sternwarte Sippar am Euphrat, die die Begegnung von Jupiter und Saturn im Sternbild des Fisches berechnet hatte. Auch Johannes Kepler hatte diese seltene Sternkonstellation berechnet und darin den Stern von Betlehem erkannt. Jupiter weist auch öfters mit einem Zodiakallicht auf die Erde. Es ist ein kegelförmiger Lichtstrahl, dem die Sterndeuter folgen konnten. Sie glaubten offenbar an Götter, die sich in den Sternkonstellationen zeigten. Eine andere Interpretation der Sterne geht davon auch, dass Jupiter der Königsplanet, Saturn der Planet Israels ist und das Sternbild des Fisches den Erlöser, den Messias zeigt. Die Sterndeuter suchten den neugeborenen König in Israel. Sie fanden das Kind, fielen vor ihm nieder und huldigten ihm. Vielleicht sollte ich das auch machen.

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Die Sterndeuter kamen zu Herodes, weil sie die Zeichen erkannten. Der König war ein großer Bauherr und verteidigte seinen Thron mit der Ermordung von 28 Verwandten. Durch die Sterndeuter bekam er Angst und verfolgte einen hinterhältigen Plan.
Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden solle. Sie antworteten ihm: In Betlehem in Judäa; denn so steht es bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel. Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige. Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land. (Evangelium nach Matthäus 2, 1-12)