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Fronleichnam: Die Götter und das Brot

Unser lebendiges Brot

In den Götterstatuen der Antike wohnten die Götter, denen Opfer gebracht wurden, um ihre Hilfe zu bekommen. Statt der heiligen Götterstatuen verehrten die Juden die Schrift, in der der heilige Name Gottes, Jahwe geschrieben stand.

Der Kult der Götterstatuen konnte abgelöst werden, weil es einen neuen Kult gab, den Kult der heiligen Schrift.

Was Gott will

Durch dieses Medium war den Juden nach dem Babylonischen Exil klar, was der Wille Gottes war: Die Gesetze der Tora, der fünf Bücher Moses, mussten eingehalten werden. Jesus fand das nicht falsch, aber er setzte auf zwei Liebesgebote, die in der Tora stehen: Gott und die Nächsten zu lieben. Das war sein Herzensanliegen. Paulus wird später sagen: Die Gesetze von Moses sind aufgehoben (wie in einem Schatzkästchen und inaktiv).

Das neue Gottesmedium

Jesus schrieb nichts auf, er setzte ein neues Gottesmedium ein, das ungesäuerte Brot. Er identifizierte sich mit dem speziellen Brot, das er bricht und den Aposteln austeilt. Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Die Jünger in Emmaus erkannten ihn beim Brotbrechen. Er offenbart: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.“ Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.

Von Herz zu Herz

Das neue Medium ist keine Götterstatue, kein heiliges Buch, es ist das ungesäuerte Brot, durch das der Sohn Gottes spricht: Direkt in unser Herz. Wenn wir ihn aufnehmen, werden wir Gottesmedien und Kinder Gottes. Wir merken: Gott ist da – für uns und die anderen.