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Terror ist kurzsichtig

Jesus zieht in Jerusalem ein.

Gott-Sohn zieht in Jerusalem ein.

Terror erzeugt in manchen Ländern Gegenterror oder aggressiven Einsatz des Militärs gegen die möglichen Unterstützer des Terrors.
Als eine Splittergruppe der kurdischen PPK in der Türkei einen Terroranschlag machte, wurde sofort das Waffenstillstandsabkommen mit der PPK aufgekündigt und das Militär machte gegen die türkischen Kurden in aggressiver und unverhältnismäßiger Weise mobil. Nach dem Ende des arabischen Frühlings kommt jetzt das Ende des türkischen Frühlings. Die Länder mit einer moslemischen Kultur zerstören sich mit diesen Racheaktionen selbst. Vergeltungsaktionen rufen wieder Vergeltung hervor. Jesus sagt: Wer zum Schwert greift kommt durch das Schwert um. (Mt 26,52) Die Zeloten haben immer wieder einen Aufstand zurzeit Jesu angezettelt und das Ergebnis war die totale Zerstörung Jerusalems mit dem 2. Salomonischen Tempel durch die römische Großmacht. Jesus wendet sich gegen das Prinzip Aug um Aug, Zahn um Zahn: „Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. (Matthäus 5,38-41)
Diese drei Beispiele hat der Bibelwissenschaftler Dr. Walter Wink in den damaligen Lebenszusammenhang gestellt und kommt zu dem Ergebnis, dass sie Aufforderungen sind, sich in schwierigen Situationen kreativ zu verhalten.
Jesus ist in Jerusalem auf einem Jungesel als Friedensfürst eingezogen. Als er gekreuzigt wurde, bat er seinen Vater-Gott: Vater, verzeih ihnen, sie wissen nicht, was sie tun. „Vergebung ist lebensnotwendig. Sie ist der Weg nach vorn, selbst dort, wo es keine versöhnte Beziehung mehr geben kann. Glück und Zufriedenheit hängen entscheidend davon ab, ob wir verzeihen, ob wir uns aussöhnen können!“ schreibt Melanie Wolfers in ihrem Buch Die Kraft des Vergebens. Wie wir Kränkungen überwinden und neu lebendig werden. Petrus trat zu Jesus und fragte: “Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Sieben Mal?” Jesus sagte zu ihm: “Nicht sieben Mal, sondern siebenundsiebzig Mal.” (Matthäus 18,21-22)

Im Verzeihen bricht etwas wirklich Neues in unsere Welt ein. Wer kreativ leben möchte, muss verzeihen. Dann bricht etwas Neues durch. Ohne Verzeihung bleiben wir gefangen im Teufelskreis der endlosen Wiederholungen oder in der Eindimensionalität, fern von Gott. Vergeben heißt: das Leben wählen, und nicht vergeben bedeutet den Tod wählen, die kleinen glück- und segenslosen Tode. Vergeben kann einen Menschen, eine Gemeinschaft und sogar ein Volk erneuern. Vergeben ist ein mutiger Akt des wachen Menschen, der die Faszination des Bösen aufbrechen und sogar den Feind aus der Sterilität und der Isolation befreien will. Damit öffnet Vergebung wieder Zukunft, für mich und für den anderen. Verzeihen ist ein Akt der Freiheit, die sich nicht die Logik des Gegners zu eigen macht. Das kann freilich sehr schwer sein. Aber nicht verzeihen ist ebenfalls schwer, vielleicht noch schwerer! Es gibt ein chinesisches Sprichwort: „Wer Rache sucht, soll zwei Gräber graben.“ Die Rache, das Zürnen, der Groll, der Hass vergiften das eigene Leben. Es ist eine Wohltat und eine Erlösung, vergeben zu dürfen, verzeihen zu können. Vergeben gehört zur Liebe, so wie Jesus sie versteht. „Die Liebe trägt das Böse nicht nach … Die Liebe erträgt alles, ist voller Hoffnung, voller Glaube, hält allem stand“ (1Korinther 13,5.7). (Piet van Breemen)

Boston-Bomber: Gab der Islam Orientierung?

Tamerlan Zarnajew /Tsarnaev

Tamerlan Zarnajew /Tsarnaev

Ein strenggläubiger Moslem aus Tschetschenien bricht sein Ingenieurstudium in Boston ab, trainiert für den Box-Wettbewerb National Golden Gloves und zündet beim Bostoner Marathon mit seinem Bruder zwei Bomben, tötet drei Menschen und verletzt 170 teilweise schwer.
Wie kommen die Brüder Tamerlan (26) und Dzhokhar (19) Zarnajew dazu, zwei (relativ primitive) Bomben zu bauen, zwei Frauen und ein Kind zu töten und viele Menschen zu verletzen?
Dem Fotografen Johannes Hirn erzählte Tamerlan, er habe keinen einzigen amerikanischen Freund gehabt. Er war einsam und suchte Anschluss. Er hatte noch keine amerikanische Staatsbürgerschaft, kam aus einer zentralasiatischen Kultur, vieles war in den USA anders und seine Eltern lebten mittlerweile weit weg in Dagestan. Was bewegte ihn? Woran orientierte er sich?
Wie Johannes Hirn, der eine Fotogeschichte über ihn machte, mitteilte, hoffte er mit dem Box-Wettbewerb die amerikanische Staatsbürgerschaft zu bekommen.
Sein Vater, Ansor Zarnajew beschrieb ihn als als strenggläubigen Moslem. Was war sein Glaube?
Tamerlan schaute auf YouTube islamische Filme an, abonnierte und bewertete sie und lud selbstgemachte islamische Videos hoch.
Seine letzten Filme schaute er vor 2 Monaten auf dem YouTube-Kanal „Allah is the one“ von MercifullServant (Barmherziger Diener) an.
Tamerlan abonnierte Videos des Moslem-Sängers Timur Mutsurajew, der „Widme dein Leben dem Dschihad“ singt und hörte sich die Videobotschaft des dagestanischen Terroristen Abu Dudjana an. In Dagestan besuchte er vor einem halben Jahr seinen Vater Ansor Zarnajew.
Intensiv interessierte sich Tamerlan für die Reden von Feiz Mohammed, einen wahhabitischen Hassprediger aus Australien. Wie Tamerlan war auch dieser Boxer.
Feiz Mohammed machte vergewaltigte Frauen für die Vergewaltigung selbst verantwortlich, beschrieb den Unglauben als Schmutz, ermunterte Kinder, Dschihadkämpfer zu werden und bezeichnete Juden als Schweine. Dann wieder entschuldigte er sich, Juden als Schweine bezeichnet zu haben und verurteilte Gewalt und Selbstmordanschläge. 2010 rief er dazu auf, den niederländischen Politiker Geert Wilders zu ermorden.
Wenn Tamerlan in Feiz Mohammed ein Vorbild erblickt hat, ist einiges erklärbar. Tamerlan und Feiz Mohammed verbanden ihre Leidenschaft zum Boxen und ihr islamischer Glaube.
Vielleicht hatten sie auch die gleiche Einstellungen zu Frauen. Gegenüber seiner ersten Freundin wurde er gewalttätig, wie die Bostoner Polizei 2009 feststellte.
Sein Bruder Dzhokhar (19) war ebenfalls Sportler, er trainierte als Ringer. Vielleicht sah er in seinem Bruder sein großes Vorbild.
Es war naheliegend, dass beide Brüder einen Sportevent in ihrer Stadt für ihren Anschlag nutzten.
Das Boxen ist anscheinend für einige radikale Moslems eine Gemeinsamkeit. Auch der Kölner Islamist Pierre Vogel war Boxer.
Was hat das aber mit dem Islam zu tun? Der Onkel von beiden Brüdern, Ruslan Tsarni meinte, das habe nichts mit dem Islam zu tun. Auch der YouTube-Kanal „Allah is the one“ meint, dass Gewalt und Terror verboten (haram) macht.
Warum aber gibt es immer wieder im islamischen Umfeld Hassprediger und Terroristen? Warum fühlen sich manche Moslem als Opfer der westlichen Staaten? Wenn der Islam mit der Gewalt nichts zu tun hat, dann müsste es einen Ausschluss für Gewalttäter im Namen Allahs und Hassprediger aus der islamischen Gemeinschaft (Umma) geben.
Solange das nicht geschieht, halten die Gewalttäter alle Moslems und Muslimas in Geiselhaft. Ob das allen Moslems gefällt?
Es kann doch sein, dass sich Moslems ein Vorbild an gewaltfreien Personen wie Mahatma Gandhi, Jesus Christus oder Martin Luther King nehmen.

Tamerlan Tsarnaev auf YouTube

Die Täter im Porträt: Kleine Zeitung

Dzhokhar Zarnajew auf Twitter

ZDF: Die Täter

Standard: Was über die Täter bekannt ist

Ostern: Gott zeigt sich und erlöst uns

Jesus Christus offenbart Gott

Jesus offenbart Gott Vater als einen guten Gott

JESUS HILFT DEN AUSGESTOßENEN

Hat uns Jesus durch seinen Tod von den Sünden erlöst? Nein.

Warum soll sein Tod etwas bringen? Der Tod ist immer ein Hinübergehen zu Gott. Wenn jemand zu Gott geht, wie soll er dadurch jemand von Sünden (und Schuld) erlösen?

Sünden sind einerseits bewusst begangene schlechte Taten, andererseits bewirken Sünden eine „Absonderung“ von den Gemeinschaften. Es gibt zwei Gemeinschaften: Gemeinschaft mit Gott und Gemeinschaft mit Menschen. Diese Wirkweise von Sünde wollte Jesus durchbrechen und Menschen mit und ohne Sünden sammeln und ihnen die Sünden vergeben.

Wenn Jesus die Sünden erlässt und die Menschen wieder in die Gemeinschaft mit Gott und den Menschen holt, braucht er nicht Leiden und Sterben, damit sie in die Gemeinschaft mit Gott und den Menschen kommen können.

DIE OFFENBARUNG GOTTES

Wodurch hat er uns dann erlöst? Er zeigt uns den Vater. Diese Offenbarung Gottes ist die große Erlösung.

Warum muss er dann diesen Weg zu den Hohen Priestern und in den Tod gehen? Er lässt sich aus zwei Gründen gefangen nehmen.

1. Er wollte den Priestern eine Chance geben, bei der Sammlung des Gottesvolkes dabei zu sein. Jesus predigte Feindesliebe und jetzt musste er sich entscheiden: Flucht, Gewalt oder Feindesliebe

2. Er war sich bewusst, dass er die Offenbarung Gottes war. Eine Offenbarung, in der sich Gott als gewaltfreier und die Feinde liebender Gott zeigt. Da kann er nicht kneifen.

ER SCHENKT HERRLICHKEIT

Was haben Menschen davon, wenn Gott solch eine Botschaft hinterlässt?

1. Sie haben einerseits eine gewisse Sicherheit, was der Urgrund des Universums will. Das gibt Sinn. Er ist nicht das eine Mal böse und dann wieder barmherzig. Er ist nicht einmal gewalttätig und dann wieder zärtlich. Er ist nicht einmal hinterhältig und dann wieder wahrheitsliebend und treu. Nein, er ist durch die Offenbarung eindeutig ein guter, gütiger, schöner und wahrer Gott.

2. Andererseits lädt er zu einer Freundschaft mit ihm ein, die sehr heilsam sein kann. Denn in den Verstrickungen des sozialen Lebens mit den Rivalitäten und Begehrlichkeiten ist es gut, eine dritte Richtung und Beziehung zu haben, die ins unendliche weist. Das kann vieles heilen.

3. Zum dritten ist der Weg in die Herrlichkeit mit ihm dadurch geöffnet. Jeder Mensch kann darauf hoffen, dass er in die Herrlichkeit der Liebe Gottes aufgenommen werden kann.

DREI OFFENBARUNGEN BEFREIEN

Die Erlösung geschieht durch die Selbstoffenbarung Gottes. Jesus ist das Fenster zum Vater: „Wer mich sieht, sieht den Vater.“ Gottes Wille zur Feindesliebe sehen die Menschen nicht im Leiden Jesu, sondern in seinen 7 Worten am Kreuz und im Verzicht auf Gewalt. Er lehnt es ab, ein rivalisierender Herrscher unter anderen zu sein. Als Urgrund des Universums reagierte er auf die Ablehnung seiner Offenbarung mit Sanftmut.

Er starb in die göttliche Herrlichkeit seines Vaters, um als Lebendiger seinen Freundinnen und Freunden zu erscheinen. Dies war die zweite Offenbarung. Die dritte Offenbarung war die Ermutigung durch den Gottesgeist: Gott als Mutmacher. Er erlöst von der Angst und macht Mut. Er erlöst von der Einsamkeit und sammelt zu neuer Gemeinschaft.

Die Selbstoffenbarung Gottes erlöst und befreit uns Menschen.