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Dem Reichen fehlt etwas

Ein reicher Mann merkt, dass ihm etwas fehlt. Aber was fehlt ihm? Er hat eine liebe Frau. Er hat liebe Kinder. Er hat ein schönes Haus. Er hat einige Angestellte und er hat ein gutes Einkommen. Was fehlt ihm? Was kann er noch erwarten? Er schaut herum und sucht. Er fragt sich: Was erwarten die anderen? Vielleicht hilft es ihm, wenn er genauer auf die anderen schaut.

Die Menschen laufen auf die Straße und erwarten jemanden. Sie sagen, er kommt auf dieser Hauptstraße. Er fragt einen, wen er erwartet. Er sagt, es ist Jesus, der viele geheilt hat. Er fragt nach, was er von Jesus hält. Dieser sagt, dass Jesus den Glanz vom Himmel bringt. Das macht ihn neugierig. Er bemerkt, dass er als kleiner Mensch nicht über die Menge blicken kann und steigt auf einen Baum. Die Äste drücken ihn. Da hört er das Schreien der Menge. „Er kommt!“ Er sieht einen Mann, der fast erdrückt wird von den Menschen. Da wendet sich dieser Jesus in seine Richtung und schaut auf ihn, den reichen Zöllner Zachäus. Er kommt unter den Baum und ruft zu ihm hinauf: „Zachäus, komm schnell herunter! Ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein.“

Die Menschen um ihn sind verärgert, denn er, Zachäus war nicht einer von ihnen. Jesus hingegen meint beim gemeinsamen Essen: „Heute ist diesem Haus die Rettung geschenkt. Du gehörst dazu.“ Ich liebe diese Geschichte. Ich möchte Jesus auch zum Essen einladen. Heute. Ich habe für ihn aufgedeckt. „Komm, Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast.“

Mein Platz in der Welt

Ein Bekannter kam von einer Reise zu einer Hochzeit zurück und erzählte, dass seine Reisegruppe über die Feier immer wieder abfällige Bemerkungen fallen ließ. Er selbst fühlte sich in der Gruppe unwohl, weil er Angst hatte, etwas falsch zu machen. Könnte es sein, dass die Teilnehmer untereinander misstrauisch waren, rivalisierten und einen Außenfeind suchten, der die Gruppe zusammenschweißt? Vielleicht.
Jesus sieht in die Herzen der Menschen und bemerkt ihre Rivalität bei einem Mahl im Haus eines führenden Pharisäers. Er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten und sich gegenseitig genau beobachten. Hilfreich, so meinte Jesus, sind dabei in seinen Augen drei Sachen:
1. Ich steige nicht in den Rivalitätskampf ein und nehme beim Fest einen unteren Platz ein.
2. Ich lade Arme ein. Das bewahrt mich vor dem Blick auf die Berühmten.
3. Ich pflege eine gute Nächstenliebe und Gottesliebe. Ich lasse mich von Gott beschenken.
Diese Handlungen machen uns zu erlösten und befreiten Menschen, die einen Platz in der Welt und bei Gott haben.