Schlagwort-Archive: Freundschaft

Dreifaltigkeit: Drei Freunde

Drei Freunde treffen sich.

Gott Vater, Gott Sohn und Heiliger Geist. Sie schauen auf die Erde hinunter. Da stößt der Vater den Sohn an: „Was sagst? Da läuft doch einiges schief.“ Der Sohn zum Vater: „Ich halte das nicht aus. Ich geh.“ Darauf der Geist: „Da komm ich mit.“ Der Vater meinte dazu: „Na gut, aber passt aufeinander auf.“

Diese Szene habe ich erfunden, aber die Figuren habe ich nicht erfunden. Die Personen haben sich in der Menschheitsgeschichte gezeigt. Gott kann man nicht erfinden, jedenfalls nicht so einen Gott. Es ist der Gott, der uns erfindet. Das habe ich erfahren: Nicht ich erfinde Gott, sondern Gott erfindet mich. So ist es auch mit dem Glauben. Nicht ich glaube an Gott, sondern Gott glaubt an mich. Obwohl immer wieder Zweifel aufkommt, wie er an jemanden wie mich glauben kann.

Auch Moses hatte bei seiner Berufung Bedenken, dass er nicht gut reden konnte. Gott glaubte an ihn. Und obwohl Simon Petrus den verhafteten Jesus drei Mal verleugnete, glaubte Jesus an ihn: „Du bist der Fels, auf den ich meine Gemeinschaft baue.“

Aber der Sohn ging zum Vater und baute seine Gemeinschaft nicht auf. Da musste Gott noch einmal kommen. Aber Überraschung: Gott kommt jetzt als Heiliger Geist. Der baut seine Gemeinschaft auf. Die Vorteile liegen auf der Hand: Er kann immer anwesend sein. Er kann immer gerufen werden. Er glaubt an uns.

Ich habe einen treuen Freund über den Tod hinaus

Meinen Vater erfasste vor fast zwei Jahren ein Schwindel, er fiel um und verlor das Bewusstsein. Die Notärztin kam, versuchte ihn wiederzubeleben, konnte aber nur seinen Tod feststellen. Wir waren betroffen und traurig. Bei der Begräbnismesse beteten wir: Gott, öffne ihm das Tor zum Paradies, zur Heimkehr in das Land der ewigen Freude und des Friedens. Ich glaube, er ist bei Gott gut aufgehoben. Und ich hoffe, ich werde ihn, wenn ich sterbe, im Himmel wiedersehen.

Beim Schulgottesdienst erinnerte ich an die 16 Schülerinnen und Schüler eines Gymnasiums und ihre zwei Lehrerinnen, die beim Flugzeugabsturz am Dienstag getötet wurden. Es ist ungemein traurig, dass sie nicht mehr auf dieser Erde leben. Freunde und ihre Familien trauern. Ich bin mir aber sicher, dass sie bei Gott gut aufgehoben sind. Ich glaube, sie werden sich im Himmel treffen und sich auch freuen können.

Ein Bekannter fragte mich einmal: Sind Sie sicher, dass aus dem Jenseits schon jemand zurückgekommen ist? Ja, sagte ich. Ich bin mir sicher, dass Jesus zurückgekommen ist und sich seinen Jüngern gezeigt hat. Die Türen waren aus Furcht verschlossen und Jesus ist ihnen erschienen. Er zeigte ihnen seine Wunden. Er sagte: Friede sei mit euch. So wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Erzählt allen davon. Ihr könnt Freunde Gottes werden. Alle können Freunde von Gott werden. Er ist ein treuer Freund. Er lässt niemand fallen.