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Meriam bringt im Gefängnis ein Mädchen auf die Welt

Meriam Yahia Ibrahim und Daniel Wani

Meriam Yahia Ibrahim und Daniel Wani

Nachdem sie im Sudan zum Tode verurteilt wurde, bringt die Christin ihr Kind auf die Welt. Wir gratulieren ihr herzlich zur gesunden Geburt von Maya. Meriam wurde von einem islamischen Gericht wegen Glaubenswechsel zum Tode verurteilt. Sie befindet sich mit ihrem zweijährigen Sohn im Gefängnis. Die ausgebildete Ärztin ist mit einem Christen verheiratet. Nach der Scharia ist eine Heirat einer Muslima mit einem Christen Ehebruch. Sie wurde deswegen zusätzlich zu 100 Peitschenhieben verurteilt. Sie versteht sich seit ihrer Kindheit als Christin. Ihre Mutter ist Christin, ihr Vater, der die Familie verlassen hat, ist Moslem. Wenn ein Elternteil islamisch ist, sind nach der Scharia die Kinder automatisch Moslems. Meriam ist bei ihrer Mutter aufgewachsen und sieht sich als Christin. Meriams Rechtsanwalt möchte die Verurteilungen bis zum Höchstgericht anfechten.
Es gibt eine Unterschrifteninitiative bei CitizenGO.
Links:
BILD
The Telegraph

Zum Tode verurteilte schwangere Christin soll zuerst gebären

Meriam und Daniel

Meriam und Daniel

Die im Sudan wegen Glaubensabfall zum Tode verurteilte schwangere Christin kann noch einige Monate leben. Sie soll zuerst das Kind austragen und gebären und wird nach zwei Jahren gehängt. Ihre Mutter, eine orthodoxe Christin war mit einem Muslim verheiratet, der die Familei verließ. Jedes Kind ist nach islamischem Recht durch einen muslimischen Vater automatisch Muslim/a. Meriam Yahia Ibrahim wurde als Christin erzogen. Nachdem sie einen Christen heiratete, wurde sie von den Verwandten ihres Vaters angezeigt. Als Muslima ist die Heirat mit einem Christen nach islamischem Recht Ehebruch und wird – wie im Koran festgelegt – mit einhundert Peitschenhieben bestraft. Es gibt eine andere Rechtstradition, die auf Hadiths (Geschichten Mohammeds) zurückgehen, die Steinigung gebietet. Weil Meriam dazu steht, Christin zu bleiben, wird sie wegen Glaubensabfall zum Tode verurteilt. Glaubensabfall bedeutet gleichzeitig Beleidigung Allahs. Die 27 Jahre alte Meriam Ibrahim befindet sich mit ihrem 20 Monate alten Sohn im Gefängnis. Dem Richter erklärte sie immer wieder, sie sei Christin und die Ehe mit ihrem Mann sei kein Ehebruch. Ihr Ehemann Daniel Wani ist verzweifelt: „Da kann ich nur beten.“ Ihr Anwalt möchte das Urteil beim Höchstgericht anfechten. Kürzlich wurde eine 18-jährige Äthiopierin, die von mehreren Männern vergewaltigt worden war, wegen Ehebruchs und Prostitution verurteilt. Angesichts dieser Vorgänge fragt man sich, ob diese Art des Islam eine Religion ist. Um als Religion anerkannt zu werden, sollten gewisse Kriterien erfüllt werden.
Links:
Berliner Zeitung
n-tv.de
Zeit online
Focus
ORF online