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Die große Liebe

Ich habe in meinem Leben erfahren, dass Jesus eine große Freiheit brachte. Augustinus bringt es für mich auf den Punkt, wenn er sagt: Wenn du liebst, kannst du alles tun. Die Liebe ist die Voraussetzung für das freie Leben. Wenn ich die Geschichte und die Kulturen erforsche, dann merke ich, dass die Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen eine der Voraussetzungen ist, die uns in Europa die Freiheit, den Wohlstand und den Fortschritt gebracht hat.

Leider erlebe ich, dass viele die Hoffnung verlieren. Sie erleben sich ohnmächtig, ausgelaugt, leer und depressiv. Eine Frau erzählte von ihrem Exmann, der sich stark sozial engagierte, die Hoffnung aber verlor und depressiv wurde. Ihm half unter anderem die Änderung seiner Situation und kurz vor seinem Tod konnte er sich noch einen Jugendtraum erfüllen. Ich hoffe für ihn, dass er jetzt bei Gott ist und auf seine Exfrau und seine Kinder warten kann.

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Rettung aus der Finsternis

Jesus bringt uns ein großes Versprechen. Wir leben zwar oft in einer unangenehmen Finsternis, aber wir können darauf vertrauen, dass Jesus in Herrlichkeit kommt, uns befreit und dass jene, die die Liebe leben, eingeladen werden, ein himmlisches Fest voll des Glücks zu feiern. Diese Abfolge von göttlichen Ereignissen geschieht im Leben jedes Menschen und man kann es individuell erfahren.

Mir ist es so ergangen. Ich betete und erlebte die gottlose Finsternis. Wo bist du, Gott? Ich rief zu seinem helfenden Geist. Komm, lass mich ein neues Pfingsten erleben. Bring mir Jesus als Licht in meine Finsternis!

In dieser Erfahrung zeigte er mir, dass ich auf Menschen zugehen kann, dass ich in einer Gemeinschaft bin, die zwar brüchig ist, aber in der der Geist Gottes da ist.

So erwarte ich es auch, wenn ich sterbe. Meine Welt stürzt ein, ich bin in der Finsternis, aber nach dem Tod kommt mir Jesus mit seinem Licht entgegen und ich sehe alle, die die Liebe leben, sodass wir im himmlischen Jerusalem Wohnung finden und ein grandioses Fest feiern.

Mit Gott werde ich frei

Viele machen sich das Leben selbst schwer, indem sie undankbar sind, einander nicht vergeben oder sich nicht versöhnen wollen, sich rivalisieren, andere Menschen abwerten und bekämpfen. Da bekommen viele Depressionen, Herzinfarkte, werden unglücklich und begehen Suizid. Sie können nicht loslassen und verstricken sich immer mehr in ihre Gedanken.

Es hängt stark mit der fehlenden Gottesbeziehung zusammen. Klar ist, es gibt viele Ursachen für Depressionen, Herzinfarkte und Suizid. Aber klar ist auch, je intensiver ich mich auf Gott einlasse, umso freier werde ich. Der Grund ist die Treue Gottes zu uns Menschen. Viele, auch Atheisten, müssen aber ihr Gottesbild fallen lassen. Dieses fixe Bild eines Gottes, der ein Automat ist oder der uns nach dem Tod in die Hölle schickt, muss man hinter sich lassen. Er ist größer, liebevoller und freier als wir denken können.

Ich habe erfahren, dass er mich und andere mit seinem Geist fördert und herausfordert. So wie er frei ist, werden wir mit ihm frei. Sein Heiliger Geist macht uns mutig und einsatzfreudig. Er unterstützt uns, anderen zu helfen und uns für das Wohl der Gemeinschaft einzusetzen. Und: Die Gewissheit, dass er mich im Tod auffängt, macht mich locker und froh.

Die Depressiven

DepressionViele Menschen leiden unter Überforderung und schlittern in Depressionen. Es gibt viele Ursachen einer Depression, aber eine Ursache ist die zu große Verantwortung, die man sich selber auferlegt. Man möchte zu viel in der Familie oder in der Welt verbessern und fällt, da es nicht gelingt, in ein tiefes Loch. Da ist es wichtig, die Entlastung, die Gott einem schenkt, anzunehmen. Gott kennt einen und weiß, wozu er einen beruft. Er überfordert nicht sondern gibt überschaubare Aufgaben. Er sorgt sich um uns und möchte, dass wir die Verantwortung ihm übergeben können. „Du, Gott, bist jetzt für das verantwortlich, was ich nicht machen kann. Dann kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir“ (GL 907).

Im Evangelium zum Sonntag hören wir, dass Jesus Mitleid mit den Erschöpften hat und Hilfe holt. Die Gemeinde des Matthäus erinnert sich an das Mitleid Jesu mit den Müden und Erschöpften und die Berufung und Aussendung der Apostel, um die Menschen mit Gottes Botschaft aufzurichten:
Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.