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Die Auferstehung Jesu ist eine Singularität

Mathias_GrünewaldDie Auferstehung Jesu ist die Initialzündung für die Christenheit. Es ist etwas Außergewöhnliches passiert. Das Grab war leer, Jesus wurde radikal von Gott-Vater in die Herrlichkeit geholt. Das ist zwar eine Geschichte von Glaubenden, aber man kann sie vernünftig bedenken. Im naturwissenschaftlichen Weltbild gibt es einzigartige Ereignisse. Die Naturwissenschaften beschäftigen sich normalerweise mit den Gesetzmäßigkeiten und Funktionen dieses Universums. Singularitäten fallen dabei heraus, sind sie doch Einzelereignisse, die keiner Gesetzmäßigkeit unterliegen. So eine Singularität ist der Urknall, der ein Einzelereignis darstellt, das keinem Gesetz unterliegt. Über die Ereignisse vor 10 hoch minus 43 Sekunden nach dem Urknall ist eine Aussage nach Max Planck (1848-1947) nicht möglich, weil nicht messbar.
Nun ist auch die Auferstehung Jesu ein ähnliches Einzelereignis, das weder vorher noch nachher in dieser Dichte von Menschen erfahren wurde. Es gibt dabei sehr viele Frauen und Männer, die diese Singularität bezeugen können. Ein römischer Hauptmann, Maria von Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus und Joses, die Mutter des Söhne des Zebedäus bezeugten seinen Tod. Der Ratsherr Josef von Arimathäa bat Pilatus um den Leichnam Jesu. Josef und Nikodemus wickelten den Leichnam mit Leinen ein, legten ihn in Josefs Privatgrab und wälzten einen Stein vor die Tür des Grabes. Maria von Magdala und Maria, die Mutter von Joses sahen dies und bereiteten zu Hause Salböl und Spezereien vor, um den Leichnam nach dem Sabbat zu salben. Pilatus gab am Sabbat den Hohenpriestern Grabwachen, damit der Leichnam nicht gestohlen wird. Am Morgen nach dem Sabbat kamen Maria von Magdala, Johanna, Maria, die Mutter des Jakobus und sahen ein leeres Grab, einen Engel und Jesus, der ihnen des Auftrag gibt, nach Galiläa zu gehen, wo sie ihn sehen können. Die Soldaten waren von den Ereignissen verwirrt, meldeten es den Hohen Priestern, die ihnen Geld gaben, damit sie sagen sollen, die Anhänger hätten den Leichnam gestohlen. Auf dem Weg nach Emmaus erscheint Jesus Kleopas und seinem Freund. Danach den elf Apostel und ihren Gefährten in Jerusalem, danach in Betanien und einige Male in Galiläa. Der Auferstandene zeigte ihnen seine Wunden und aß mit ihnen, danach verließ er sie. Dieses Ereignis ist auch deshalb so einzigartig, weil Jesus nicht nur mit seiner Geistseele auferstanden ist, sondern mit seinem Leib, in dem seine Körpererfahrungen gespeichert sind. Nicht nur das, auch sein Körper wurde radikal von Gott-Vater dem Zugriff der Erde entzogen. Das Grab war leer. Die Tücher lagen zusammengelegt auf der Stelle. Diebe hätten die Tücher mit der Leiche mitgenommen. Es war ein singuläres Ereignis, das Gott tat und das für Christinnen und Christen eine Quelle der Freude ist.
LINKS: http://de.wikipedia.org/wiki/Planck-Zeit
http://de.wikipedia.org/wiki/Urknall#Die_Planck-.C3.84ra
http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Planck

Conchita Wurst: unsterblich!

Kunstfigur Conchita Wurst

Conchita Wurst: eine Kunstfigur

Conchita, der Phönix aus der toten Asche

Conchita: spanisch, Inmaculada Concepción

Die Auferstehung des Travestiekünstlers Thomas Neuwirt

Conchita: spanisch, reine Empfängnis

Die Leugnung des Todes und die Leugnung des Unterschieds der Geschlechter bedeuten ein und dasselbe: Gott sein.
Der große Psychoanalytiker Conrad Stein (1924-2010) beschreibt einen Traum, bei dessen Niederschrift er sich mit einer Bäckerin identifizierte. „Von da aus sah ich mich, über eine weibliche Identifizierung, im Rahmen dessen, was Freud als Bisexualität eines jeden von uns bezeichnet, hinaus genötigt, auf eine Identität anderer Art zu schließen. Sie ist ich – ich bin sie. Ein einziges Wesen. Dabei handelt es sich nicht darum, die Attribute beider Geschlechter zu haben, sondern von dem einzigen Geschlecht zu sein, was voraussetzt, daß man dieses einzige Attribut besitzt, ja daß man es ebensogut auch ist. So bedeuten die Leugnung des Todes und die Leugnung des Unterschieds der Geschlechter ein und dasselbe. Gott sein.“ (Stein, 314f)
Adam und Eva wollen wie Gott sein und sind peinlicher weise nur nackt. Sie hängen sich Lendenschurze um, um ihre Peinlichkeit zu bedecken. Die Lendenschurze sind die neuen Autos, die angestrebte große Karriere, das Statussymbol, das die Sterblichkeit überdeckt. Wurde Conchita Wurst von Menschen gewählt, die sich verzweifelt bemühen, die eigenen Peinlichkeiten zu bedecken? Ist sie die geniale Verkörperung einer Lendenschurzgesellschaft, die sich überbietet, die eigene Sterblichkeit zu verstecken – und mit dieser Verkleidung die Unsterblichkeit zu erlangen? Möchte die Gesellschaft wie ein Phönix aus der toten Asche auferstehen? Wurde es ein Ostergottesdienst im Eurovision Song Contest? Wurde Conchita Wurst durch den ESC die populäre Kunstfigur des auferstandenen Christus?
Literatur: Conrad Stein, Das Unsterblickeitsverlangen
Sandler Willibald, Der verbotene Baum im Paradies (Was es mit dem Sündenfall auf sich hat), http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/texte/800.html

Überraschende Themen in den Texten der 70er Jahre

Die gemeinsame Synode der Bistümer der Bundesrerpublik Deutschland 1975 war beispielgebend für eine demokratische Entwicklung der katholischen Kirche. Die Beschlüsse findet man bei der deutschen Bischofskonferenz. Einen der wichtigsten Texte, das Grundsatzpapier „Unsere Hoffnung“ hat Christenwind.at neu ins Netz gestellt. Dabei fällt auf, dass die Auferstehung der Toten und das Gericht Gottes als Hoffnung Themen sind, die in den späteren Jahren nicht mehr diskutiert wurden.